4x OP und nichts gebracht ausser irreparable Schäden

sebastian s., Samstag, 01. Dezember 2018, 10:34 (vor 11 Tagen)

Hallo liebe Netzis,

Ich bin Sebastian, bin 28 Jahre alt und die Netzhautablösung wurde zum grossen Problem.

Es fing alles voriges Jahr Ende Februar an.
Mit meiner Familie lief ich spazieren, als ich bemerkte, dass mein Auge zweigeteilt ist. Als ich nach unten schaute , war alles okay , aber nach oben hin war es verschwommen und alles kleiner.Ich dachte mir natürlich nichts schlimmes dabei , aber war leicht besorgt.
Es war an einem Samstag und ich entschied mich zum Optiker zu gehen und zu Fragen.
Der konnte mir keine Antwort geben und sagte ich solle zum Augenarzt gehen.
Ich wohne in Gera und hatte nach dem Wochenende wieder Berufsschule in Dresden.
Am Montag fuhr ich nach Dresden doch mit einem mulmigen Gefühl - die Symptome waren alle noch da.
Nach der 2. Stunde entschuldigte ich mich bei meinen Lehrer und suchte in Dresden ein Augenarzt auf.
Ich schilderte meine Symptome und die Schwester nahm mich auf und ich konnte nach 3h warten bei der Ärztin vorsprechen.
Nach den Untersuchungen sagte mir die Augenärztin mit Tränen in den Augen, dass Sie leider keine guten Nachrichten habe.
Ich bin noch so jung und sie verstehe nicht , warum bei mir eine Netzhautablösung vorliegt.
Sie sagte, ich solle so schnell wie möglich nach Gera zurück und dort in einem Krankenhaus vorsprechen, da ich um eine OP nicht herumkommen werde.

Ich setzte mich nach 30 Minuten warten und Auto ( zwecks Lichtempfindlichkeit der Tropfen ) und fuhr nach Gera. Dort angekommen kam ich nach Hause und sammelte mich erstmal.
Ich rief in Jena an , da ich keinesfalls in das Krankenhaus von Gera wollte.

In Jena angerufen bekam ich gleich ein Termin und sollte noch am gleichen Tag vorsprechen.
Ich packte eine Tasche und fuhr nach Jena. Dort angekommen untersuchte man mich und bereitete mich auf eine OP am nächsten Tag vor. Ich würde also an meinen 27 Geburtstag operiert werden. Mein Gefühl war eigentlich Recht gut, da ich ein Mensch bin der positiv denkt.
Ich dachte , dass alles an meinem Geburtstag gut gehen muss.
Ich war gleich früh der Erste.
Nach der Narkose ( die Operation dauerte 2h ) wurde ich wach und wollte gleich aufs Zimmer.
Ich wollte laufen, da es mir richtig gut ging.
Auf dem Zimmer angekommen, ging es mir blendend - irgendwelche Symptome, die typisch nach einer OP sind ,gab es nicht.
Ich wurde nach 5 Tagen entlassen und bin heim. Mir ging es super , da ich die Ruhe echt nötig hatte. Die Arbeit war in der letzten Zeit sehr anstrengend und ich freute mich über die Erholungsphase.

Bei der einen Kontrolle sagte mir die Ärztin, dass die Netzhaut wieder ab sei, aber dieses mal an einer anderen Stelle. Es hieß dann also wieder OP.
Das war Mitte März.
Nach dieser OP ging es mir deutlich schlechter - jetzt kamen die typischen Symptome.
Starke schmerzen, Unwohlsein, abgeschlagenheit. Dort kam es nun auch zu Schäden der Netzhaut, die mir auffielen.
Ein ,Drittel von meinem linken Auge war schwarz, dunkel - einfach so ! Ich konnte es nicht fassen.
Nach dieser Operation wurde ich nach 7 Tagen entlassen.

Nach einer Kontrolle wurde mir erneut gesagt, dass die Netzhaut erneut an einer anderen Stelle eingerissen sei. Das war Ende April.
Also wieder eine Operation.
Nach der Operation war ich noch schwächer und brauchte mehr Zeit zum Erholen. Mein Körper war sichtlich geschwächt.
Ich wurde wieder entlassen und bei einer Untersuchung im Krankenhaus sagte man mir , dass die Netzhaut wieder ab sei.
Das war dann nach einem längeren Zeitraum , es war Anfang Juni.
Nach dieser Operation war alles anders als zuvor.
Ich sah nun kaum noch was, aber die Netzhaut blieb wenigstens ganz.

Nach einer Weile ging ich zur Untersuchung und meine Augenärztin stellte Fest, dass Löcher in der Netzhaut sind.
Sofort musste ich ins Krankenhaus und es wurde gelasert.
Danach wurde meine Sehfähigkeit noch mehr eingeschränkt.
Ich habe jetzt schweres Öl im Augen, was nach 15 Jahren entfernt werden muss. Mal schauen,ob ich darauf noch Lust habe.


Ich bin eigentlich so gut wie blind auf dem linken Auge.
Ich sehe hell/dunkel, der Sehnerv ist zerstört. Wenn ich meine hand vor das linke Auge halte, das Rechte schieße, kann ich an einer bestimmten Stelle meine Finger ganz leicht sehen , wenn ich sie Ran halte.
Ergo : ich hätte mir die ganzen op's sparen können.
Das einzig gute ist ,ich habe keine schmerzen. Jedoch sitzt jetzt mittlerweile die Pupille schief, sodass dies im Alltag nun leider auffällt.


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