Linsentrübung nach Netzhaut-OP

Vanessa, Sonntag, 29. März 2020, 22:17 (vor 57 Tagen)

Hallo zusammen :-),

erst einmal vielen Dank für das tolle Forum, das mir in den letzten Wochen schon viel weiter geholfen und auch beruhigt hat.
Und Entschuldigung, wenn ich im falschen Bereich das Thema eröffnet habe.
Jetzt zu mir : Meine Netzhautop war am 19.2.2020.
Ich hatte eine Netzhautablösung (rechtes Auge) und wurde von meinem Augenarzt zur Notop in die Kölner Uniklinik eingewiesen.

Mein AA hat mir gesagt, ich hätte noch Glück, die Makula wäre nicht unmittelbar betroffen, sondern der obere oder untere Rand. Ich weiß das nicht mehr, da mich das alles völlig unvorbereitet getroffen hat und ich mir wenig gemerkt und gefragt habe.

Der Glaskörper wurde entfernt, Gas eingefüllt, verlief alles gut. Nach einer guten Woche war die Hälfte des Gases schon weg/ abgesunken und ich konnte *darüber* schon wieder sehen. Für meine Begriffe sehr schlecht, aber als ich zur Kontrolle beim Arzt war, wurden mir 40% Sehkraft bestätigt.
Ich bin allgemein kurzsichtig, aber nicht sehr stark. -1 Dioptrin auf jedem Auge. Altersbedingt (knapp 52 Jahre) brauche ich teilweise eine Sehhilfe, aber auch das ist noch alles recht harmlos.
Unterm Strich war ich sehr guter Dinge, denn die Op war ja noch ganz frisch.
Gute zwei Wochen nach der Op war das Gas ganz weg und bei einem weiteren Kontrollbesuch war man dann überrascht, dass meine Sehkraft auf 15% runter gegangen ist. Mir selbst ist es nicht mal aufgefallen, da mein Gehirn es wohl geschafft hat, es auszugleichen.
*Frühzeitige Linsentrübung* wurde mir gesagt. Ich solle abwarten. Dafür sehe ich mit dem rechten, operierten Auge nun auf kurze Distanz besser als mit dem linken.
Kann sich das Auge gewandelt haben, bzw die Weitsichtigkeit durch die OP weg sein, bzw weniger werden? Ich sehe Buchstaben auch wellenartig, was mich allerdings nicht so sehr stört.
Mittlerweile merke ich, dass die Sehkraft noch schlechter geworden ist und mein Gehirn es wohl nicht mehr ausgleichen kann. Ich habe massive Probleme, wenn jemand vor mir steht, weil ich zwei verschiedene Schärfen von meinen Augen sehe und ich dadurch das Gefühl habe, ich schiele.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass, wenn die Sehkraft nach der OP auf 40% war und dann auf 15% runter ist, sie auch mit viel Geduld nicht mehr wieder zurückkommt?
Kann man 15% oder weniger noch mit einer Brille ausgleichen? Ich weiß, dass ich früher oder später eine neue Linse brauche, aber dafür wird es bei mir noch viel zu früh sein, da die Op erst 6 Wochen her ist.
Mein AA beantwortet mir meine Fragen eher nicht, sondern es heißt nur, ich solle abwarten.
Ich kann das verstehen, denn wenn ich hier lese, dann scheint der Heilungsprozess ja wirklich individuell bei jedem zu sein und auch, dass Ärzte sich da nicht zwingend festlegen wollen. Aber natürlich hat man, bzw ich Ängste, tausend Fragen usw.
Ich habe am 1.4, also nächsten Mittwoch, einen erneuten Kontrolltermin, aber da gehe ich mal von aus, dass dieser abgesagt wird, bezüglich Corona, bzw verständlicherweise nur Notfälle behandelt werden. Ansonsten würde ich von meiner Seite aus lieber absagen.
Ab wann macht es Sinn, die Brille anzupassen, falls das bei mir möglich ist? Kann die Linsentrübung auch *innehalten* und auf den jetzigen Stand bleiben, ohne dass diese ausgetauscht werden muss?
Wobei das sicherlich auch bei jedem unterschiedlich sein wird.... ich sehe schon, es ist schwer, auf solche Fragen zu antworten.
Und was ist da bei mir nur innerhalb einer Woche passiert, dass die Sehkraft von 40% auf 15% runter ist ? Diese Frage lässt mich nicht los.


Jetzt ist das alles etwas arg lang geworden. Vielen Dank fürs Lesen.
Unbekannterweise : Bleibt gesund.

Liebe Grüße :-)
Vanessa


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