Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Bodenlosigkeit nach OP's

R.S., Dienstag, 26. Januar 2021, 16:00 (vor 42 Tagen)

liebe Leidgenossen u. interessierte,

ich wurde letztes Jahr nach 3 NH- Ablösungen insgesamt 4 x per Vitrektomie operiert, (siehe meine Geschichte in der Rubrik Erfahrungsberichte R.S. ab 21.9.20, Teil 1-4).
Als vorläufiges Ergebnis verfestigt sich nun, auch nach Einholung einer „2ten Meinung“ u. knapp 4 Monate nach der letzten Öl Entnahme, eine Restsehfähigkeit v. ca. 15%, mit noch dazu sehr starken Verzerrungen dieses „Restbildes“.
Beides resultiert wohl aus der Kombi von einer mittlerweile welligen Netzhaut incl. Untergrund+ einer Membrane, die sich über beides, im Sehzentrum gelegt hat.
Eine erneute O.P. wäre möglich, aber die Prognosen sind, ev. 20% bessere Sehschärfe u. voraussichtlich aber weiterhin verzerrtes Bild. Bei allen (nach 4 O.P.‘s!) Risiken.

Bis zuletzt versuche ich wieder mit beiden Augen (linkes mit ca. 95%) zu sehen. Aber die Beeinträchtigungen sind so enorm, daß ich nicht mehr glauben kann, so mein Leben einigermaßen gut zu meistern.
Ich fühle mich eigentlich dauernd wie nach einem Schlag in die rechte Gesichtshälfte. So ähnlich wie meinen Zustand stelle ich mir den,nach einen „leichten“ Schlaganfall vor.
Damit ist mir immer mehr oder weniger schwindelig. Ich habe Gleichgewichtsprobleme, stehe überhaupt nicht mehr fest auf dem Boden. Das räumliche Sehen ist logischer Weise so gut wie nicht mehr vorhanden. Von ständigen leichten Kopf, Augen, Gesichtsschmerzen will ich hier gar kein Aufheben machen.
Das Körpergefühl „Orientierung im Raum“ wie aber auch z. B. Orientierung auf einer Karte ist mir weitgehend abhanden gekommen. Ich bin kognitiv sehr eingeschränkt. Kann mich kaum konzentrieren. Physisch wie geistig bin ich nicht mehr belastungsfähig, d.h. nach 2-3h „Tätigkeit“ muß ich mich hinlegen.
Dabei, wie auch im Schlaf, also immer wenn die Augen geschlossen sind, geht es mir eigentlich am besten.
Wirkliche „Arbeit“ kann ich mir in diesem Allgemeinzustand nicht mehr vorstellen. So dürfte ich mit 62 Jahren ein Fall für die Rente oder Grundsicherung sein?

Ich will trotz allem nicht resignieren, versuche es vorsichtig wieder mit Wandern, Rad+ sogar Autofahren u. habe vor mich demnächst in einer Schwindel Ambulanz vorzustellen. Außer ich finde sonst noch jemanden, der mir zu all diesen Erscheinungen einen Rat geben kann.

Meinen Augenärzten fällt dazu nichts ein, außer daß ich es mit dem kompletten Abdecken des Auges probieren kann. Auch das werde ich natürlich ev. noch probieren. Aber erst ganz zuletzt, weil mir damit das komplette rechte Gesichtsfeld (trotz unscharfem Bild) fehlen würde.

Ich kann mir trotz der Ratlosigkeit meiner Augenexperten nicht vorstellen, daß ich mit diesen Dingen ganz allein bin.

Über ernsthafte Tipps, Adressen, Austausch u. Erfahrungen darüber, würde ich mich freuen. Kann ev. auch noch eigene Erfahrungen beisteuern.

R.S.


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