OP wegen Makulaforamen Glaskörper Entfernung linkes Auge

elke69 @, Oberfranken, Mittwoch, 12. Januar 2022, 21:11 (vor 217 Tagen) @ KAtharina

Hallo Wolf,

weißt Du wie groß das Makulaforamen ist? Davon hängt unter anderem auch ab, welche Gastamponade Du bekommst. Ich hatte zwei mal diese OP, das erste Mal Mai 2020,das Auge wurde mit SF6 Gas-Luftgemisch gefüllt, war nach 10 Tagen weg... das Foramen war noch da, genau wie vorher, allerdings war mein Makulaforamen damals schon sehr groß. Ende Oktober 2021 der zweite Versuch, in einer anderen Klinik, da bekam ich C3F8 Gas. Das hielt knapp sieben Wochen. Die Op's waren jedes Mal unter Vollnarkose, also mit Lokalanästhesie hätte ich das echt nicht gewollt!

Hier jetzt meine Fragen:
a) Ist ein „gelöstes“ VMT als positive Aussage zu sehen?

Ich denke mal ja, weil dann ja die Zugkräfte weg sind.

b) Kann sich ein Makulaforamen von alleine schliessen?

Ist eher unwahrscheinlich. Es gibt wohl Fälle, aber das hängt wohl auch von der Größe ab. Und wenn, dann denke ich, müsste das zeitnah passieren. Wenn Du das Makulaloch schon einige Wochen hast, kann ich mir eher nicht vorstellen, dass sich das von alleine wieder schließt. Ich habe nach meiner Diagnose Durchgreifendes Makulaforamen auch gefühlt zigtausendmal gegoogelt und recherchiert, es hieß überall, ein Makulaforamen kann nur durch eine Op geschlossen werden.

Ich habe mir vor meiner zweiten OP auch die Zweitmeinung von Dr. Kirchhoff eingeholt, wir haben auch telefoniert. Mir hat das auf jeden Fall geholfen, ich denke das solltest Du auf jeden Fall auch versuchen.

In unterschiedlichen Veröffentlichungen habe ich widersprüchliche Angaben gelesen:
a) Makulaforamen sofort und unverzüglich operieren
b) Erst einmal beobachten, kann auch später operiert werden.

Ich erhielt meine Diagnose im Januar 2020, Visus zu der Zeit 0,6. Typisch ist ja der schnelle Visusabfall. Man sagte mir damals, man operiert meist, wenn der Visus unter 0,5 fällt. Vor der OP im Mai 2020 hatte ich noch 0,3, Im Juli 2020 - nach der erfolglosen OP - war er nur noch bei 0,1. Das ist bis heute in etwa so geblieben.

Das Ergebnis meiner zweiten OP steht quasi noch aus... habe am Montag nochmal Kontrolltermin in der Klinik (ich war bin der Augenklinik TU Müchnen rechts der Isar, Prof. Maier) Die Verzerrungen wurden besser, aber ich fürchte, am Visus ändert sich nicht mehr viel. Gut, das wusste ich aber vor der OP.

Habe auch festgestellt, nach jeder OP bleibt auch was zurück - Gesichtsfeldausfall - meine Augenärztin vor Ort nennt es "Vernarbungen", die eben durch das Membranpeeling entstehen. Trotzdem bereue ich die OP nicht, das Zusammenspiel beider Augen ist wieder etwas
besser, vorher hat das kranke Auge das gesunde bei seiner "Arbeit" schon massiv gestört, das ist jetzt doch einigermassen erträglich.

Ich habe lange gehadert, ob ich die zweite OP noch machen soll, bei mir war eben schon viel Zeit vergangen und mein Foramen war sehr groß. Der Professor in München und auch Dr. Kirchhoff rieten mir: "Wie kommen Sie zurecht? Wie sehr belastet sie die Situation im Alltag?"
Vielleicht hilft es Dir, eine Entscheidung zu treffen, wenn Du Dir diese Frage selber mal stellst. Aber hole Dir auf jeden Fall noch eine Zweitmeinung ein.
Alles Gute für Dich!

VG Elke


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