Jetzt ist es soweit, meine Gliose muss operiert werden

intruder, Mittwoch, 04. Dezember 2019, 09:21 (vor 46 Tagen)

Seit 2 Jahren wächst bei mir am rechten Auge eine epiretinale Gliose, sie entstand nach einer Katarakt-OP.

Das Finden der richtigen Chirurgen war nicht ganz einfach, dabei spielt ja sowohl Kompetenz als auch das BauchgefĂĽhl eine Rolle.
Im September war ich zu einer Untersuchung in MĂĽnchen, Rechts der Isar, das war eine Empfehlung von meinem Haus-Augenarzt. Das war kein gutes GefĂĽhl, deswegen habe ich mich gegen eine OP dort entschieden.

Gestern war ich bei Professor Dr. Gerhard Kieselbach in Telfs (Ă–sterreich). Ăśber ihn habe ich hier in diesem Forum Gutes gelesen, deswegen bin ich auf ihn gekommen.

Nun, so stelle ich mir einen Arzt vor!
Er ist sehr freundlich, und hat mir sehr genau zugehört, was ich sonst nicht erlebt habe.
Nach einem neuen OCT stand fest, es muss nun operiert werden, mein Visus ist innerhalb der letzten 3 Monate von 0,6 auf unter 0,5 gesunken.
Er meinte auch, wenn wir jetzt operieren, habe ich noch eine Chance, dass sich der Visus wieder verbessert, aber zumindest wird es dann nicht mehr schlechter.

Gut, damit steht die Operation fest.

Ich habe schon mit meiner Krankenversicherung Kontakt aufgenommen, sie wollen einen Kostenvoranschlag, dann entscheiden sie, ob sie zahlen. Im Ausland ist das ja nicht so einfach.
Nun warte ich auf die Entscheidung, und hoffe, dass es schnell geht, denn am besten wäre die OP noch in diesem Jahr.

Jetzt ist es soweit, meine Gliose muss operiert werden

Claudia49 @, NRW, Samstag, 07. Dezember 2019, 08:03 (vor 43 Tagen) @ intruder

Hallo,

oh, da wĂĽnsche ich Dir viel GlĂĽck und bericht dann gerne mal, wie die OP gelaufen ist und wie deine ( welche ?) Krankenkasse reagiert hat fĂĽr die OP in Ă–sterreich.

Alles Gute fĂĽr Dich und toi toi toi - dass der Visus wieder steigen wird ;-)

--
Liebe GrĂĽĂźe

Claudia

Jetzt ist es soweit, meine Gliose muss operiert werden

intruder, Montag, 09. Dezember 2019, 08:37 (vor 41 Tagen) @ Claudia49

Danke dir!

Das mit der Krankenversicherung ist bei mir nicht ganz so schwierig (hoffe ich zumindest), weil ich privat versichert bin, ich muss folgende Dinge einreichen:
• ausführliche Befunde
• geplante Diagnostik und Therapie incl. Beschreibung der geplanten Maßnahmen
• Angaben zur vorgesehenen Unterbringung und Verpflegung
Danach entscheiden sie, ob und wie viel sie zahlen.
Aber zumindest werden sie den Satz zahlen, den die OP in Deutschland gekostet hätte. Ist nur die Frage, wie lange das Genehmigungsverfahren dauert, ich könnte nächste Woche einen OP-Termin haben, das wird aber mit der Genehmigung definitiv knapp.

Wenn ich richtig informiert bin, ist es bei den gesetzlichen Kassen ähnlich, immer vorher Kostenvoranschlag einreichen, und dann abwarten, was sie sagen.

Jetzt ist es soweit, meine Gliose muss operiert werden

intruder, Samstag, 21. Dezember 2019, 19:41 (vor 28 Tagen) @ intruder

So, die OP ist vorbei!

Meine Krankenversicherung hat mir die Ăśbernahme der Kosten zugesichert, die auch in Deutschland gezahlt werden, das ist ok, viel mehr wird es schon nicht kosten.

Am Donnerstag bin ich in der Privatklinik Hochrum angekommen, habe mein Zimmer bekommen und um 10 Uhr ging es schon in den OP.
Einzig die Spritze unter den Augapfel war furchtbar, danach habe ich über die Vene etwas bekommen, was einen "Dämmerschlaf" ausgelöst hat, ich war nicht ganz weg, habe aber eigentlich relativ wenig mitbekommen.
Deswegen habe ich auch keine Ahnung, wie lange es gedauert hat.
Den restlichen Tag habe ich in Bauchlage verbracht,da Luft ins Auge eingefĂĽllt wurde.
Abends ist noch Professor Kieselbach vorbeigekommen und hat mir erzählt, dass es sehr gut lief, das Häutchen ließ sich gut lösen, und von daher ist er sehr zuversichtlich.
Auch sagte er, die strikte Bauchlage ist nicht nötig, ich kann alles machen, nur nicht in Rückenlage liegen. Das hat mir den restlichen Tag gerettet, ich hatte schon echte Schmerzen im Nacken.
Er hat noch kurz ins Auge geschaut und fand alles ok.
Freitag frĂĽh bekam ich den Verband ab, ich habe ausgesehen wie ein Boxer, das Auge komplett verschwollen und knallrot.
Hat sich aber nach einigen Stunden deutlich gebessert.
Die Luftblase war schon etwas gesunken, so dass ich eine Kante sah, oben konnte ich meine Umgebung wahrnehmen,unten war Aquarium.
Heute morgen (Samstag) hat Prof. Kieselbach nochmal alles angesehen und dann durfte ich nach Hause.
Montag lasse ich mich wieder zur Untersuchung hinfahren (auch schön, wenn man mal nicht alles selber machen muss...)
Heute kann ich sogar schon etwas erkennen, natĂĽrlich nur oberhalb des Aquariums.:-)

Generell bin ich absolut begeistert von Prof. Kieselbach, freundlich und kompetent.
Auch die Klinik ist sehr gut, so freundliche Schwestern habe ich noch nie erlebt.
Scheint so, als ob das die beste Entscheidung in dieser Situation war!
Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht.

Jetzt ist es soweit, meine Gliose muss operiert werden

intruder, Sonntag, 29. Dezember 2019, 11:37 (vor 21 Tagen) @ intruder

Die OP ist 10 Tage her, Luftblase ist nun weg

Ich sehe schon wieder relativ gut, es ist zwar noch schlechter als vor der OP, ich hatte aber mit schlechterer Sicht gerechnet.
Im Auge sind noch einige schwarze "WĂĽrmer" sichtbar, ich nehme an, das sind die Reste der Luftblase, aber meiner Meinung nach sind die auch schon weniger geworden.
Am Donnerstag habe ich die nächste Untersuchung, da wird vielleicht schon ein OCT gemacht.
Bin gespannt, wie sich meine Netzhaut erholen wird.

Jetzt ist es soweit, meine Gliose muss operiert werden

intruder, Sonntag, 05. Januar 2020, 12:23 (vor 14 Tagen) @ intruder

Bericht 2 Wochen nach der OP

Die Luftblase war nach 10 Tagen weg, die Sicht ist erstaunlich gut.
Ich habe nur noch 2-3 schwarze Floater, die sind mal da, mal nicht und ziehen so vor meinen Auge ihr Kreise...
Damit kann ich aber durchaus leben, auch falls das bleiben sollte.
Subjektiver Eindruck in die Ferne: Auf keinen Fall schlechter als vorher, eher gleichbleibend mit Tendenz zu besser.
Die Sicht am Computer ist nun erstmals wieder beidäugig möglich, vorher hatte ich genau in dieser Entfernung riesige Probleme.
Amsler Gitter ist noch verzerrt.

Die erste richtige Untersuchung brachte folgendes Ergebnis:
Wunden heilen gut, keine Probleme
Fernsicht war vorher bei unter 0,5, nun ist sie bei 0,6. Das ist schon ein Erfolg!
OCT der Netzhaut zeigt, dass sie noch geschwollen ist, aber nach 2 Wochen ist da auch noch nicht mehr zu erwarten.
Nächster Kontrolltermin in 3 Wochen, ich werde wieder berichten, wenn Interesse bestehen sollte.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum