Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

Andreas19, Mittwoch, 13. Mai 2020, 18:59 (vor 21 Tagen)

Meine Augenproblematik habe ich ja schon weiter unten geschildert.
Jetzt ist noch ein äußerst merkwürdiges Phänomen hinzugekommen:
Wenn ich vor hellem Hintergrund blinzel oder auch beim Husten oder Naseputzen sehe ich kurz schwarze, verästelte Strukturen aufblitzen, die wie die Gefäße der Netzhaut und jedesmal gleich aussehen.
Kann das sein? Gibt's sowas? Kennt das jemand?

Gruß
Andreas

Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

KAtharina ⌂ @, Camburg/Thüringen, Donnerstag, 14. Mai 2020, 18:57 (vor 20 Tagen) @ Andreas19

Ich kenne das auch ab und an, das dürften die Gefäße der Aderhaut sein.

--
Liebe Grüße
KAtharina

Warte nicht, bis der Regen vorüber ist. Lerne, im Regen zu tanzen!

Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

Astrid-Gabriele, Samstag, 16. Mai 2020, 14:48 (vor 18 Tagen) @ Andreas19

Hallo Andreas,

ich habe das auch seit kurzem, parallel zum Anwachsen der Gliose. Mein Augenarzt und auch seine Vertretung meinen, das habe damit nichts zu tun. Ich glaube aber auch, dass es einen Zusammenhang gibt, ich habe das ab und zu morgens nach dem Aufwachen.

viele Grüße
Astrid

Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

Andreas19, Samstag, 16. Mai 2020, 16:16 (vor 18 Tagen) @ Astrid-Gabriele

Hallo Astrid,

das ist ja interessant.
Bei mir ist es auch morgens am deutlichsten, inzwischen aber praktisch durchgehend.
Es tritt aber nur beim Blinzeln ganz kurz auf, mit aufgerissenen Augen sehe ich diese schwarzen Äste nicht.
Ich denke auch, dass es irgendwie mit der Gliose zu tun haben muss, auch wenn ich mir dieses Phänomen physikalisch irgendwie nicht erklären kann.

Grüße
Andreas

Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

Astrid-Gabriele, Samstag, 16. Mai 2020, 18:03 (vor 18 Tagen) @ Andreas19

Hallo Andreas,

bei mir trat es übrigens das 1. Mal an Ostern auf, weshalb ich in der Klinik anrief. Eine nette Ärztin hatte mir die Telefonnumer nach meiner 2. Netzhaut-ablösung gegeben. die Assistenzärztinnen konnten mit meiner Schilderungen auch nichts anfangen.

Wie Du schriebst tritt es beim Blinzeln auf, also wenn ich die Augen morgens aufschlage. Mein Augenarzt meinte, bei Lichteinfall von der Seite sei es normal die Blutgefässe zu sehen. Das habe ich aber, wie gesagt, erst seit kurzem. Es sieht aus wie ein mäandrierender Fluß.
Ich glaube, du hast an anderer Stelle geschrieben, dass du eine Gliose hast, die noch nicht operiert werden soll. Hast Du den Link zu dem Video unter Zweitmeinung von Mandi gesehen?
viele Grüße
Astrid

Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

coco_rose, Montag, 25. Mai 2020, 23:51 (vor 9 Tagen) @ Andreas19

Hallo,

ich bin 28 Jahre alt und ich wurde Ende März wegen einer Netzhautablösung operiert (Gasfüllung). Leider bin ich anscheinend mit der Netzhautablösung schon einige Monate rum gelaufen, weil es mir tatsächlich erst aufgefallen ist als die Netzhautablösung kurz vor dem schärfsten Punkt des Sehens war und somit unübersehbar. Da ich auch öfters Migräne hab und dabei mit Sehstörungen zu tun hab, hatte ich das immer darauf geschoben.

Seit meiner OP bin ich hier stille Mitleserin, es ist beruhigend zu hören, dass man nicht alleine ist mit seinen Problemen. Ich sehe nämlich leider immernoch sehr verzerrt und es wird nicht besser obwohl die OP 10 Wochen her ist.

Außerdem habe ich dasselbe Phänomen wie du/ihr, nämlich sehe ich immer wieder zwischendurch meine eigenen Adern im Auge beim blinzeln...
mir wurde in der Augenklinik gesagt es sei soweit alles in Ordnung mit dem Auge und „viel besser wird es nicht mehr werden mit dem Sehen“, da meine Netzhaut durch die lange Zeit wo sie abgelöst war an den Stellen sozusagen kaputt ist.

Ich kann mir das aber kaum vorstellen, hab irgendwie das Gefühl da steckt noch mehr dahinter (ihr hattet eine Gliose erwähnt?)... Bin mal gespannt, hab Donnerstag wieder einen Augenarzt Termin.

Wegen dem „Problem“ mit dem Adern sehen wäre es interessant wenn ihr mich mal auf dem Laufenden halten könntet, vielleicht ist das ein Hinweis darauf was bei mir noch los ist...

Danke für diesen tollen Austausch hier, finde das echt schön :-)

Liebe Grüße
Coco

Kann man seine eigenen Netzhautgefäße sehen?

Andreas19, Dienstag, 26. Mai 2020, 18:16 (vor 8 Tagen) @ coco_rose

Ich habe das Phänomen gestern nochmal bei meinem Augenrzt angesprochen. Es ist wohl durchaus möglich bei Lichteinfall von der Seite ein Bild der Netzhaut zu sehen.

Folgendes habe ich dazu bei Wikipedia gefunden:

Bei der Autophthalmoskopie[2] kann der eigene Augenhintergrund beobachtet werden, indem bei Dunkelheit eine helle und möglichst punktförmige Lichtquelle ohne ultravioletten Lichtanteil (sonst besteht die Gefahr einer Keratoconjunctivitis photoelectrica), wie zum Beispiel eine kleine Leuchtdioden-Taschenlampe, seitlich und ungefähr im rechten Winkel zur Sehachse auf die Pupille gerichtet wird. Die Gefäße des eigenen Augenhintergrundes werden dann als schwarze Schattenlinien auf hellem Hintergrund sichtbar. Die Lichtquelle wird von der Augenlinse als Zerstreuungskreis auf der dem Lichteinfall gegenüberliegenden Seite der Netzhaut abgebildet und beleuchtet durch Streuung und diffuse Reflexion indirekt mehr oder weniger die gesamte Netzhaut. Die Erhebungen bei den eigenen Blutgefäßen werfen bei streifendem Lichteinfall dann leichte Schatten auf die Retina, die in diesen Bereichen entsprechend sichtbar werden.

Warum das aber bei mir seit einigen Wochen neu aufgetreten ist und auch beim Geradeausblick auf einen hellen Hintergrund auftritt konnte er mir nicht erklären. Einen Zusammenhang mit der leider immer größer werdenden Gliose sah er jedenfalls nicht.

Berichte doch mal, was dein Augenarzt dazu sagt.

Gruß
Andreas

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum