Erfahrungsberichte - Wichtig bitte lesen!

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 495 Tagen)
bearbeitet von Friedrich (NRW),

Liebe Netzis,

in diesem Thread habt Ihr die Möglichkeit Eure Erfahrungsberichte anderen Netzis zur Verfügung zu stellen.

Wichtig!
Damit das Ganze übersichtlich bleibt, und hier NUR Erfahrungsbericht zu finden sind, tragt Euren ersten Bericht bitte jeweils als Antwort auf DIESEN Beitrag ein.
Wenn Ihr Eure eigenen Beiträge ergänzen möchtet, antwortet dazu bitte auf Euren ersten Bericht.

Dies ist KEIN Diskussionthread!

Bitte in diesem Thread keine Beiträge mit Rückfragen/Anmerkungen
usw.

Danke!

Erfahrungsberichte aus dem alten Forum findet ihr hier:

Erfahrungsberichte bis 2025

Erfahrungsbericht NHA Alex - 2 Monate nach OP

xaida, (vor 368 Tagen) @ KAtharina

Es ist jetzt auf den Tag zwei Monate her, dass ich meine Vitrektomie wegen Netzhautablösung hatte, in denen ich mir bestimmt drei Wochen lang auf dem Bauch liegend und fast verzweifelt alle Erfahrungsberichte und Beiträge mit 'Pupille', 'Pilocarpin' oder 'Sehschärfe' vorlesen gelassen habe. Jetzt, wo einigermaßen Stabilität eingekehrt ist, möchte ich mit meinem Erfahrungsbericht ein bisschen etwas zurückgeben.

Die lange Vorrede kann ich bestimmt abkürzen, weil ihr sie so oder so ähnlich leider selbst erfahren haben könntet:

Tag 1: plötzliche Glaskörperblutung wegen Netzhautrissen (größere und stärkere Glaskörpertrübungen als sonst und ein Pixelraster, was wohl die Blutkörperchen sind). Wurde gelasert.

Tag 10: Netzhautloch, aber im bereits gelaserten Bereich.

Tag 17: Erster Tag der NHA, sichtbar als schwarzer Fleck, der wie eingebrannt in meinem Sichtfeld war. Bis Tag 25 habe ich insgesamt drei verschiedene niedergelassene Ärzt*innen deswegen gesehen und wurde immer mit den Worten entlassen, ich rede mir das ein, da wäre nichts zu sehen, ich würde selektiv hören, es sei nur eine Glaskörpertrübung, etc.

Tag 25: Als ca. 1/4 meines Gesichtsfeldes verschwunden war, bin ich auf eigene Faust und eigene Rechnung in die Augenklinik Berlin-Marzahn gegangen. Mein größtes Learning bei der Sache: nicht erst in eine Augenarztpraxis gehen, sondern gleich in die Klinik. Die Makula war knapp noch nicht beteiligt, ich erhielt eine gute Prognose und wurde am gleichen Tag operiert (danke unbekannterweise an den Fall, der mir zuliebe von der OP-Liste gestrichen wurde) und erhielt 30% Gas und natürlich Lasern, Lasercerclage und Kryo.

Vier Baustellen machten mir im Nachhinein Sorgen, für die es aber eine einfache Erklärung bzw. Lösung gibt:

1. Ein dunkler Fleck an der Stelle, wo die Netzhautablösung angefangen hatte. Auch gut sichtbar in der Gesichtsfeldmessung. Ich bin von Praxis zu Praxis, weil ich das Gefühl hatte, er wuchs, wenn auch langsam, und weil ich im Vorfeld so schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Besonders, wenn ich für ein paar Sekunden die Augen schloss und dann wieder aufmachte, war er sichtbar. Nach drei Wochen verlief er sich und blieb im Wachstum einfach stehen. Es ist einfach ein Restchen, vielleicht Schädigungen durch Laser und Kryo oder durch die NHA an sich, das ich jetzt eben als kleines Souvenir behalte :)

2. Entzündung. Ich hatte wohl eine besonders heftige Entzündungsreaktion. Ich sah bei der Entlassung geschwollener aus als meine Bettnachbar*innen am ersten Tag, konnte erst nach einer Woche das Augenlid leicht von selbst heben und habe auch jetzt, nach zwei Monaten, ein völlig rotes Auge. Zum einen hat man wohl mindestens solange rote Augen, bis sich die Fäden aufgelöst haben (bei mir 8 Wochen), zum anderen tut es nicht besonders weh und solange es irgendwann wieder weggeht, ist alles gut.

3. Pupillengröße. Die Pupille reagiert seit der OP nicht mehr auf Licht. Besonders blendempfindlich bin ich deswegen nicht, aber ich sehe alles doppelt und verschwommen, wie eben nach pupillenerweiternden Tropfen. Daraufhin hat man mir in der Klinik in der 3. Woche Pilocarpin mit Stärke 2 gegeben, was mir allerdings nicht gut bekommen ist (acht Stunden Augenmuskelkrämpfe, bis ich wieder pupillenerweiternde Tropfen bekommen habe, die Wirkung hat nicht von selbst aufgehört, erneute Glaskörperblutung aber zum Glück nicht von der Netzhaut), andererseits ist die Pupille seitdem nur noch halbgroß, was die Sehqualität ein bisschen verbessert hat. Trotzdem hat mir meine Augenärztin jetzt eine Iris-Print-Linse verschrieben. Ich habe zwar bisher keine Kontaktlinsen vertragen, aber drückt mir die Daumen ;)

4. Sehschärfe. In der 4. Woche hatte ich noch eine Sehschärfe von 40%. Das hat mich besonders verzweifelt, weil mir so eine gute Prognose gesagt wurde. Vor der OP hatte ich 110% + keine Makulabeteiligung = nach der OP genauso gut. Nach dem Pilocarpin in der dritten Woche hatte ich allerdings zeitweise sogar nur 25%. Aber von 4.-6. Woche ging es plötzlich auf 100% - ich konnte es kaum glauben! Vor allem aber, weil ich weiterhin so unscharf gesehen habe. Auf die Ferne liegt das wohl an der Pupille, auf die Nähe daran, dass ich seit der OP auf dem Auge plötzlich mittelstark weitsichtig bin (3 Dioptrien). Auch hier hatten mir zwei Optikerinnen gesagt, dass es nicht korrigierbar sei, bis eine dritte mir dann eine Gleitsichtbrille mit Prisma angefertigt hat. Nächstes Learning für mich: Wähle deine Optiker*innen genauso gründlich aus wie die Augenarztpraxis oder Augenklinik.

Insgesamt war ich 7 Wochen krankgeschrieben und bin ohne Hamburger Modell wieder in meinen bisherigen Jobs. Bei 8 Stunden Bildschirmarbeit bekomme ich schon manchmal noch Augenmigräne, Kopfschmerzen und muss ein Auge abdecken, weil es doppelt sieht, und bei 6 Stunden bücken und schwer heben habe ich schon noch häufiger Angst, das wieder etwas reißt, aber länger habe ich auch keine Krankschreibung bekommen und ich habe das unglaubliche Glück, eine Psychotherapie bekommen zu haben, in der ich über meine Ängste sprechen kann. Schließlich tröste ich mich auch immer mit dem Gedanken, dass ich nur noch vielleicht 10 Jahre durchhalten muss, bevor KI unsere Augen ersetzen kann, und mit den Worten, die ich von KAtharina in dem Forum gelesen habe: Ich glaube lieber an den Best Case als an den Worst Case - der ist angenehmer und genauso wahrscheinlich :)

Danke an Euch und Eure Beiträge, an die Augenklinik Marzahn, die mich sofort und sehr gut operiert hat, und an die liebe Augenärztin, die ich durch meine Odyssee endlich gefunden habe :)

2 Netzhaut-OPs - Ursache FBLN-5

Uwe, bei Hamburg, (vor 186 Tagen) @ KAtharina

Hallo Zusammen,

ich hatte 2 Netzhautablösungen (erst links, dann rechts) innerhalb von 2,5 Jahren.
Nun, der Arzt im UKE meinte, ich solle mir keine Gedanken wg. der Ursächlichkeit machen, es wäre schlichtweg Zufall/Schicksal. Ganz so sehe ich das nicht, weil bei beiden Fällen ungefähr die gleichen Situationen zur Ablösung führten:

- Ich habe mehr Sport gemacht (nicht exzessiv, aber mehr als sonst)
- Ich habe exzessiv am PC gearbeitet (langes, kleinteiliges Übertragen von Daten von A nach B)
- Es war ein Tag mit hoher UV-Strahlung

Die Ablösungen wurden im UKE in HH operiert und ich sehe heute 100% auf beiden Augen - ohne Einschränkung. Bei der zweiten Ablösung war die Netzhaut soweit entfernt, dass ich in der unteren Hälfte des Auges kein Sehen mehr hatte. Einschließlich Makula. Heute gibt es lediglich etwas Restöl in beiden Augen, das mich manchmal "besucht". Ich glaube, ich hatte Glück.

Obiges habe ich als Ursache hier schon im Forum gelesen. Ich treibe jedoch weiterhin Sport, sogar noch mehr als damals, halte mich aber in Sachen PC-Arbeit zurück (insbesondere nichts "Kleinteiliges"). Ich habe mir eine Brille mit UV-Filter besorgt, ich gehe aber davon aus, dass es für diese Empfindlichkeit einen anderen Hauptgrund gibt:

Wie ich inzwischen weiß, habe ich eine FBLN-5-Mutation (ein Gendefekt), der dazu führt, dass das Bindegewebe nicht so flexibel ist (konkret die Extra-Zelluläre Matrix ist anders/geschwächt). Diese Mutation führt auch zur einer (starken) Polyneuropathie und zu (schwachem) Muskelschwund im vorgerücktem Alter. Vermutlich ist diese Mutation die Hauptursache für die Netzhautablösung.

Mir scheint auch, dass das Blutdruckmedikament Indapamid eine negative Rolle gespielt hat. Ich habe es durch ein anderes ausgetauscht.


Vielleicht hilft ja diese Information dem einen oder anderen.

Viele Grüße
Uwe

Mein Erfahrungsbericht NHA am 30.12.2025

vecop, (vor 128 Tagen) @ KAtharina

Hallo.
Mitte Dezember hatte ich über Nacht praktisch einen kleinen Schleier im rechten Augenwinkel. Da ich seit Jahren schon mouches volants sehe, dachte ich erst daran, also weiter im Takt. Über Weihnachten wurde der Schleier immer breiter, aber ich konnte noch klar sehen. Letztendlich ging ich am 29.12. zur Bereitschaft.
Der Schock kam in Form der Diagnose NHA.
Muss sofort operiert werden, das Problem vor Ort (Braunschweig): keine Ärzte. Nächste Klinik entweder Magdeburg oder MHH Hannover.
Ich nach Hannover, dort aber keine Kapazitäten, keine Betten. Nach 7 Stunden Wartezeit wurde ich doch um 03:00 Uhr auf dem Zimmer aufgenommen, um dann um 10:00 Uhr operiert zu werden.
Alles gut gelaufen. Ich musste danach rechts liegen.
Tag 9 nach OP sah ich das erste Mal über der Blase klar, wenn auch nicht viel, aber klar ich war so happy.
Tag 13 beim AA konnte ich 100 % sehen, viertel Blase im Auge.
Heute Tag 17: ein kleines Bläschen oder Tropfen (was auch immer) in meinem Lid.

Habe bis Tag 13 22 von 24 Stunden auf rechts gelegen, danach habe ich mich mehr bewegt, mit Absprache vom AA "nur" noch mindestens 15 Stunden liegen.
Erhebliche Probleme mit dem Kreislauf nach dem Aufstehen oder wieder Hinlegen: Da hat sich die Welt gedreht, wie ich es noch nicht erlebt habe. Mein rechter Arm tut mir so weh, dass ich nachts nicht schlafen kann, noch immer.
Ich werde ab morgen nicht mehr rechts liegen. Der AA hat zwar gesagt, ich soll so lange warten, bis alles weg ist, aber ich kann nicht mehr.

Zu meiner Person: Ich bin 60 Jahre alt, war bis vor 3 Jahren stark kurzsichtig (L 9 R 11), habe mir vor 3 Jahren Linsen einsetzen lassen, um von der Brille wegzukommen.
Laut Oberarzt habe ich damit meine Chancen auf eine NHA potenziert.

Wenn ich die Erfahrungen im Forum lese, habe ich Glück gehabt.
Ich bin dankbar dafür.

Netzhautablösung bei ausgeheilter Retinopathia preamatuorum

dorchen1611, (vor 16 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,
heute möchte auch ich meine Erfahrungen und Ängste mit Euch teilen. Am 20.2.2026 hatte ich meine OP wegen Netzhautschwellung mit beginnender Ablösung. Bereits einige Tage zuvor, ich kann gar nicht mehr sagen wie lange genau, hatte ich einen leichten Schatten am ganz oberen Rand meines rechten Auges wahrgenommen. Gut ein halbes Jahr lang hatte ich bereits einen großen Floater, von dem mein Augenarzt auch Kenntnis hatte. Daher dachte ich mir zwar, dass der Schatten mit den Veränderungen im Glaskörper zu tun hat, da ich aber ansonsten keine Warnsignale wahrnahm, habe ich nicht damit gerechnet dass es sich um eine Netzhautablösung handeln würde. Ich habe mir also einen Augenarzt-Termin besorgt, den ich nach meinem Anruf in der Praxis für den Folgetag bekam. Die Praxis verließ ich dann mit Überweisungsschein für die Augenklinik. Dort wurde der Verdacht dann bestätigt: mein schrumpfender Glaskörper hatte bereits kleine Löcher in die Netzhaut gerissen und meine OP (Vitrektomie) wurde für den nächsten Morgen geplant. Einen Tag später als geplant - es waren einige Notfälle dazwischen gekommen - fand dann auch die OP statt. Ich bekam eine Gastamponade und war 8 Wochen krank geschrieben. Heute bin ich froh, dass alles so schnell erkannt wurde und der Schaden gering ausfällt. Mein rechtes Auge ist mein gesünderes Auge. Ich habe eine Retinopathia praematuorum, bin deshalb hochgradig kurzsichtig. Ich trage mit 45 seit zwei Jahren beidseitig IOL, da ich einen frühen Katarakt hatte der sich Anfang 40 schnell verschlechterte und zu erheblicher Einschränkung führte. Durch meine Grunderkrankung habe ich ein erhöhtes Risiko für einige Augenkrankheiten und sowieso habe ich den Eindruck, dass ich bei allem "Hier" schreie, was die Augen angeht. Nachstarbehandlungen hatte ich auch bereits mehrfach, da ich eben noch relativ jung bin. Momentan geht es mir gut, ich habe wieder 100% Visus auf meinem rechten Auge. Mein linkes Auge hat bereits mehr Schaden genommen und so bin ich froh, dass mein rechtes Auge dies wieder kompensieren kann. Ich kann wieder alles tun, was ich vor der Ablösung gemacht habe und dafür bin ich dankbar. Trotzdem habe ich das Gefühl, langsam paranoid zu werden. Ich habe immernoch Lichterscheinungen beim operierten Auge und habe daher immer Angst, dass wieder etwas passiert. Ständig schaue ich wechselseitig über ein Auge und vergleiche die Seheindrücke. Ich habe wirklich Angst, dass mein gutes Auge weiteren Schaden nimmt und andererseits habe ich seit meinem Katarakt einen Plan für den Fall, dass ich einmal erblinde. Vor allem aber genieße ich jeden Tag, an dem ich gut sehe und verschiebe keine Dinge mehr auf später. Ich genieße mein Leben jetzt und tue, was mir Spaß macht. Denn man weiß ja nie, wann der nächste Tiefschlag kommt.

Netzhautablösung bei ausgeheilter Retinopathia preamatuorum

Landgrafschaft, (vor 16 Tagen) @ dorchen1611

Hallo Dorchen!

Danke fürs Teilen. Ich habe Deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen.
Paranoid? Nein. Das bist Du mit Sicherheit nicht. Deine Befürchtungen sind ganz normal, glaube ich. Schade, dass Du nichts darüber geschrieben hast, welchen Plan Du hast, wenn Du mal erblindest. Oder --- ist meine Bemerkung jetzt übergriffig?
Ich habe mal "phantasiert", mir vorgestellt, was i c h mir wünsche, wenn ich mal richtig
sehbehindert wäre. Eine selbstorganisierte Sehbehinderten WG, das täte mir dann gut.

Liebe Grüße

Landei

Netzhautablösung bei ausgeheilter Retinopathia preamatuorum

dorchen1611, (vor 14 Tagen) @ Landgrafschaft

Also mein Wunsch in dem Falle wäre, dass ich mir auf dem Weg dahin noch einen Assistenzhund selber ausbilden kann und wenn ich meinen Beruf tatsächlich irgendwann nicht mehr ausüben kann, dass ich dann neben meiner irgendwie gearteten Tätigkeit die Musik und den Gesang stärker ausgebaut habe und damit mir und meinen Mitmenschen Freude bereite. Das mit dem Hund deshalb, weil ich sowieso einen habe und schon immer gerne Hundeausbildung gemacht habe (nur eine andere Richtung) und musikalisch bin ich heute auch schon mehr oder weniger unterwegs aber bedingt durch die Arbeit ist dafür wenig Zeit und es reicht so für ein bis zwei Solo-Auftritte pro Jahr vor Publikum, plus im Chor - aber das ist was ganz anderes als Solo. Wäre ich nochmal 20, würde ich Gesang studieren.

Meine Netzhautablösung

RetinaRegeneration, (vor 13 Tagen) @ KAtharina

Meine Netzhautablösung

Die Ursache lag vermutlich ein bis zwei Wochen zurück: Mein Kleinkind ist beim Schlafen über mein Gesicht geklettert und hat sich mit voller Wucht abgestoßen – den Augapfel genau gegen den Knochen. Es war sehr schmerzhaft, aber ich habe mir zunächst nichts dabei gedacht.

Dann bekam ich auf dem betroffenen Auge leichte Sehstörungen, alles war etwas verschwommen. Da ich das gelegentlich schon mal hatte, dachte ich, es würde von allein wieder vergehen – vor allem, weil ich keine vier Monate zuvor bei der Vorsorge war. Dort war die Netzhaut gecheckt worden und alles war okay. Der Hinweis kam, dass ich mit -6 Dioptrien Risikopatient für eine Netzhautablösung bin.

Am Freitagmittag der zweiten Woche tauchte dann ein kleiner verschwommener Punkt auf. Da meine Frau total auf die Familienfeier am Sonntag fokussiert war und meine Recherche ergab, dass die typischen Symptome einer Netzhautablösung nicht zutrafen, dachte ich, es würde bis Montag reichen.

Es hat nicht gereicht.

Sonntagnacht kam der Schatten.

Am Montagmorgen war ich um 09:00 Uhr beim Arzt. Diagnose: Makula ab. Um 10:00 Uhr war ich in der Augenklinik, um 13:30 Uhr wurde ich operiert.

Ich habe Silikonöl bekommen, worunter sich der Visus nach ein bis zwei Monaten auf 0,5 stabilisierte. Die Pupille brauchte recht lange – etwa sechs bis acht Wochen – um wieder funktional zu sein. Ich war krankgeschrieben, bis ich wieder autofahren durfte, was ich beruflich brauche; mit einer Übergangsbrille ging das dann ganz gut.

Das Silikonöl wurde vier Monate später entfernt. Da sich jedoch ziemlich schnell ein Grauer Star entwickelte, gab es zunächst keine merkliche Verbesserung.

Erst 13 Monate später folgte die Grauer-Star-OP und vier Wochen danach das Lasern des Nachstars. Die Prognose des Arztes von ca. 0,6 Visus traf schließlich zu. Ich habe nun leichte Verzerrungen; die Nahsicht ist ganz okay und ich kann recht gut lesen. Aber die Fernsicht ist in dem Sinne schlecht, dass ich keine Details erkennen kann, auch wenn ich ansonsten gut sehe.

Wäre ich mal früher zum Arzt gegangen. Jetzt muss ich eben mehr aufpassen, dass meine Sicht erhalten bleibt.

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