Zurück ins Leben

Fabian ⌂, Hamburg, (vor 16 Tagen)

Hallo zusammen,

bei mir sind die NHA nun schon eine Weile her. Anfang Juli 25 war die vierte und bis jetzt letzte. Im Februar wurde das Silikonöl entfernt und seit April arbeite ich nun wieder voll. Funktionell einäugig mit Skotomen und Verzerrungen bei Visus 10% im rechten Auge. Im Moment läuft alles sehr gut (abgesehen davon, dass ich in der Ferne leichte Doppelbilder sehe). Nächste Woche nochmal Sehschule. Aber da wird es keine Überraschungen geben: In der Nähe wird das schlechte Auge komplett unterdrückt.

Bei der Arbeit als Handwerker merke ich, dass mein Gehirn immer weiter dazulernt. Das heisst, dass nach einer gewissen Umgewöhnungszeit die Tätigkeiten auch einäugig funktionieren. Außer Fäden abschneiden. Die treffe ich nie. Letzte Woche bin ich zum ersten mal wieder Rad gefahren. Auch da habe ich bemerkt, dass alles bekannte kein Problem darstellt. Nur in einer dunklen Unterführung hatte ich die Einschränkung deutlich bemerkt.

Meine Psychosomatische Reha in Bad Bramstedt wurde von der Rentenkasse ohne Probleme genehmigt und nun warte ich auf einen Termin dort. Ein bisschen Bammel habe ich schon, 5 Wochen von zu Hause weg zu sein. Aber ich freue mich auch auf die Möglichkeit, dort wieder neuen Lebensmut zu sammeln. Von daher: Wenn alles so bleibt wird es wohl reichen, um damit klar zu kommen.

Grüße von Fabian

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Landgrafschaft, (vor 16 Tagen) @ Fabian

Hallo Fabian.

Super Nachrichten aus Hamburg!
Von Bad Bramstedt habe ich noch nie etwas gehört, das wird auch
die anderen hier im Forum interessieren. Ich selbst, wie Du auf einem Auge schwachsichtig,
hatte meinen Augenarzttermin, dem ich entgegenfieberte, weil ich so sehr
hoffte, das OCT möge gut ausfallen. Ich habe lt Diagnose vor etwa einem Jahr ein epiretinales
Membran auf dem guten Auge. Schöne Nachricht: Es ist keine Verschlechterung festzustellen
im OCT, eine Operation steht erstmal nicht an. Nächste Kontrolle: In vier bis fünf Monaten.
(Vorher: alle drei Monate Kontrolle)

Viele Grüße nach Hamburg und weiterhin Erfolg beim Neustart ins Arbeitsleben.

Landei

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LarissaT @, (vor 13 Tagen) @ Fabian

Das sind tolle Nachrichten - weiterhin alles Gute! Ich bewundere Dich/Euch, wie gut Ihr damit umgeht. Ich kann mein eines Auge auch nicht nutzen, wobei keiner weiß, woran es liegt. Es ist alles unscharf und trüb und ich werde jetzt mal versuchen, einen Hornhautspezialisten zu finden, da es eigentlich ein Problem im vorderen Augenabschnitt sein sollte.
Mir fällt es aber unwahrscheinlich schwer, das eine Auge zu unterdrücken. Ich mache zwar auch vieles wieder, aber psychisch zieht es mich sehr runter, auch weil meine Sehleistung extrem schwankt.

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Fabian ⌂, Hamburg, (vor 13 Tagen) @ LarissaT

Hallo Larissa,

wenn mit der Hornhaut oder so etwas nicht stimmt, kann das bestimmt genauso einen grossen Einfluss auf die Sehleistung haben. Ich bin da aber nicht in der Materie drin.

Ein Auge bewusst zu unterdrücken, wird bestimmt nicht funktionieren. Das machen die Augen unter sich alleine aus. Ich merke das daran, dass ich in der mittleren und fernen Distanz Doppelbilder habe und in der Nähe gar nicht. Morgen habe ich wieder eine Kontrolle bei meiner Augenärztin mit anschliessender Sehschule. Ich denke aber, das alles beim alten ist. Heisst 10% Visus und funktionelle Einäugigkeit. Vielleicht gibt es morgen nochmal ein OCT. Da bin ich dann gespannt, ob die Netzhaut sich verändert hat. Aber subjektiv ist das nicht der Fall.

Wie man damit umgeht ist wohl auch sehr stark typabhängig. Ich versuche mich auf das zu konzentrieren, was gut geht. Was nicht geht meide ich vorerst (Radfahren, Menschenmassen, unebenes Gelände oder Treppen, Kino/Theater. Was relativ gut geht ist allem voran arbeiten (also Nähen), basteln, lesen. Eben alles, das drinnen passiert. Da ich aber ein häuslicher Mensch bin, macht mir das nicht so viel aus. Schwierig wird es, wenn ich mir das nicht aussuchen kann.

Ich wünsche dir, dass du für dich einen Weg findest, entspannter mit den Einschränkungen umzugehen.

Grüße

Fabian

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Fabian ⌂, Hamburg, (vor 9 Tagen) @ Fabian

Ich war am Dienstag bei der besagten Kontrolle plus Sehschule. Ergebnis war eher eine Verschlechterung. Wobei es im Alltag jetzt keinen großen Unterschied macht, ob ich 10% Visus oder etwas darunter habe. Außerdem stellte meine Augenärztin im OCT ein Makulaödem fest. Das ist wahrscheinlich der Grund für die Verschlechterung des Visus. Sie hat sofort einen Termin für den Tag darauf gemacht für eine IVOM Spritze. Medikament habe ich vergessen. Jetzt ist der Augendruck wieder zu hoch, aber ich habe das Gefühl, das es hilft. Beim Amslertest hatte abgesehen von den Verzerrungen der Linien immer der Punkt in der Mitte sehr stark herumgetanzt. Der steht jetzt schon mal still. Ich bin gespannt, ob sich da etwas tut. Meine Augenärztin lässt nicht locker und meinte, wenigstens 20% sollten es doch werden, falls mit dem anderen Auge doch mal was sein sollte...

Die Orthoptistin konnte keine großartige Veränderung feststellen. Am Ende sagte sie:"Ganz ehrlich: Eigentlich sind sie Berufsunfähig"! Na vielen Dank, dachte ich. Ich arbeite seit fast drei Monaten wieder als Schneider in Vollzeit. Ist nicht einfach, aber ich bleibe doch lieber meinem Traumberuf treu, solange ich kann, als dass ich eine Umschulung mache sechs Jahre vor der Rente.

Soweit der letzte Stand. Ich bin gespannt, ob sich jetzt oder mit einer der nächsten Spritzen etwas tut. Hat jemand hier Erfahrung mit diesen Makulaspritzen?

Grüße
Fabian

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Landgrafschaft, (vor 8 Tagen) @ Fabian

Hallo Fabian.

Wenn das Schneidern Dein Traum ist, dann verstehe ich Dich. Du willst keine Umschulung.
Ansonsten wäre eine Umschulung evtl. durchaus reizvoll: Neue Impulse, neue Kollegen,
neue Lernerfahrungen und so weiter. Ich selbst schneidere auch, allerdings ohne Maschine,
mit Hand Nadel und Faden. Meine Kleidung besteht zum größten Teil aus eigenen Entwürfen
und Selbstgenähtem. Ich bin von Kind an schwachsichtig auf einem Auge, von daher habe ich
den Schneiderberuf nicht erlernt.

Liebe Grüße

Landei

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Fabian ⌂, Hamburg, (vor 7 Tagen) @ Landgrafschaft

Hallo Landei,

Ich habe schon im Kindergarten meine ersten Nähversuche gemacht. Wenn ich die Lehre mitrechne, bin ich jetzt seit 41 Jahren Schneider. Im Prinzip kann ich meinen Händen beim arbeiten einfach zusehen und mich freuen, wie ein Kostüm entsteht. Nach mittlerweile einem Jahr der Einäugigkeit bin ich ganz zuversichtlich, dass ich das bis zum Renteneintritt schaffe. Es darf nur mit dem anderen Auge nichts passieren.

Ich hatte zwischenzeitlich mal ein wenig Computerarbeit „zur Entlastung“ gemacht. Aber das ging gar nicht. Ich konnte ein i nicht von einem l unterscheiden. Alle Berufe mit Bildschirmarbeit würden also schonmal wegfallen. Und was dann noch bleibt, ist glaube ich kein Vorteil zum Nähen. Zumal ich das wie gesagt fast blind kann.

Ich sitze gerade beim AA. Sehtest war heute besser. Zum ersten mal konnte ich etwas in der 20% Zeile erkennen. Vielleicht bringen die Spritzen tatsächlich etwas…

Liebe Grüße

Fabian

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