Erfahrungsbericht Netzhautablösung

Silvia Aachen, Sonntag, 29. Juli 2018, 12:24 (vor 17 Tagen) @ Ann-Christin

Liebe Ann-Christin,
Mich hat man früher als ich schon sehr kurzsichtig war auch nicht darauf hingewiesen, dass ich den Augenhintergrund untersuchen lassen sollte. Mit 21 Jahren hatte ich dann auch eine NHA am linken Auge. Die Jahre darauf verliefen sehr gut, meine Netzhaut war nie mehr auffällig. Bis vor 9 Monaten, weitere degenerative Erkrankungen dazu kamen.
Ich bin selber Mutter von zwei Kindern, 20 und 17 Jahre alt. Beide sind traurig über meinen Zustand, ich habe mich in der Zeit sehr verändert! Vorher war ich positiv, lebensbejahend, sportlich sehr aktiv, der Tag könnte nicht genug Stunden haben.Das alles hat sich sehr verändert. Angst und Sorge halten mich nach wie vor gefangen, obwohl es deutlich besser geworden ist. Mit Hilfe einer Therapie. Das sollte deine Mutter in jedem Fall auch machen! Ich dachte bisher, dass ich niemals eine Depression bekommen würde. Krankheit ist hierbei eben unberechenbar. Ich lerne, auch wenn es nach wie vor sehr schwierig ist, damit zu leben.
Ich kann deine Sorge sooo gut nachvollziehen, meine Tochter ist auch trauriger, oder hat es schwerer damit umzugehen als mein Sohn.
Ich kann mit meinem schlechteren Auge oft noch ganz gut gucken, die Sorge bleibt und die Traurigkeit ist nach wie vor da wenn ich darüber nachdenke was ich verloren habe! Bis letzten Oktober könnte ich noch sehr gut sehen.
Das Auge braucht Zeit und es wird sich sicherlich auch noch etwas tun, obwohl es nicht die beste Ausgangssituation ist wenn die Netzhaut einmal von der Makulatur abgelöst ist.
Es gibt leider Dinge die man nicht ändern kann, dass zu akzeptieren braucht Zeit, mit Unterstützung schafft das jeder!
Ich wünsche deiner Mutter viel Glück!!!


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