Netzhautablösung, Plompe, wie geht es jetzt weiter?

rop @, Dienstag, 14. Mai 2019, 22:44 (vor 10 Tagen) @ JanaVgn

Liebe Jana,
Herzlich willkommen im Forum!

Hat sich die Sehschärfe wieder erhöht?

Ich kann deine Gedanken verstehen. Einerseits sind Augen Partner, andererseits sind die 25% statistische Wahrscheinlichkeiten, es kann eintreten, muss aber nicht. Du wirst vermutlich erst einmal engmaschiger kontrolliert. Normalerweise passiert eine Netzhautablösung nicht von heute auf morgen.

Es kommt auch darauf an, ob es sich bei der Kurzsichtigkeit um eine Achsen- oder Brechungsmyopie handelt oder eine Kombination aus beidem. Das sind jetzt auch nur theoretische Überlegungen. Angenommen, es wäre eine reine Achsenmyopie, dann wären die Augäpfel so fast 4mm zu lang und bei einer Kombination aus Brechung und Achse wären sie kürzer - da wäre die Wahrscheinlichkeit geringer.
Kurzer Sinn: bei so -11 Dioptrien hat man Dehnungsdegenerationen hinten an der Netzhaut.

Beachte einfach die Hinweise auf Symptome auf dieser Seite (blitzen, Rußregen, schwarzer Vorhang, Sehminderung).

Ich hatte 1984 an beiden Augen bei damals ca -17 Dioptrien gleichzeitig eine Netzhautablösung und bei beiden Augen ging es am seidenen Faden, das Sehen zu retten (war Frühgeborenenretinopathie). Nach Berufsberatung in der Oberstufe allen Anlauf genommen mit geringem Sehvermögen, das sich langsam wieder steigerte , und unter den Bedingungen ein gutes Abitur durchgezogen. Mir konnte damals niemand eine Langzeitprognose geben. Nur: hält oder hält nicht. Vorzeitiger grauer Star und vorzeitige myope Makuladegeneration. (Ist mittlerweile alles eingetreten und noch anderes mehr)

Nach einer Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten habe ich ein Lehramtsstudium aufgenommen. Unter dem Referendariat begannen die sehtechnischen Einschränkungen wieder zu zunehmen. Ich habe mich auch da durchgekämpft und dann auch in Richtung SB Ausweis.

Theoretisch hätte mich jetzt die Augengeschichte voll im Griff. Hat sie nicht, toi toi toi. Ich habe mir Selbstsicherheit und Umgang mit meinem Körper im Raum erarbeitet, da ich viel Sport treibe.

Wie auch immer es war oder werden wird, ich habe das Studium und die damit verbundene Entwicklung nicht bereut. Denke daran: Falls es irgendwann einmal hart werden sollte, toi toi toi nicht, gibt es Bildschirmvergrösserung und Technik wie Voice Over und Arbeitsassistenz.

Bleibe einfach bei den Kontrollen, sei achtsam, lass dich nicht unterkriegen und achte auf Warnzeichen.

LG ROP


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