Keine Ruhe nach Netzhautablösung

Sandra, (vor 4 Tagen)

Hallo,
ich bin 53, stark kurzsichtig und hatte 1 Woche nach Katarakt-OP eine Netzhautablösung lauf dem linken Auge. OP an der Uni Ulm Laserung, Vittektomie und SF6-Gas. Postoperativ Augeninnendruckerhoehung, der mit Dorzolamid eigentlich im Griff ist. Mein Problem sind Entzündungen. 4 Wochen nach OP hat sich die Pupille verklebt zwischen 10 und 12 Uhr und konnte mit Mydriatika nicht gelöst werden. Laser-OP soll erst 6 Monate postoperativ erfolgen. Jetzt war ich am Freitag zur Kontrolle beim AA. Druck 30 und infolge des Besuchs hat sich eine starke Entzündung gebildet mit starken Schmerzen im Auge. Das wird jetzt wieder mit Kortison behandelt, bessert sich und auch der Druck ist trotz Entzündung wieder bei 10. Mein AA ist ratlos und ich auch. Woher kommen diese Entzündungen und Druckschwankungen? Hatte vor der OP und im anderen Auge kein Problem mit hohem Druck.
Danke für eure Antworten😊

Keine Ruhe nach Netzhautablösung

KAtharina ⌂, Camburg, (vor 3 Tagen) @ Sandra
bearbeitet von KAtharina,

Liebe Sandra,

das, was du beschreibst, ist leider keine Seltenheit nach einer Netzhaut-OP, vor allem nicht in der Kombination Katarakt-OP, kurz danach NHA, Vitrektomie + Gas.

Auch wenn es sich für dich gerade chaotisch und bedrohlich anfühlt, lassen sich viele deiner Symptome gut erklären.

Zu den Entzündungen, nach einer Vitrektomie ist das Auge oft über Monate „reizbereit“.
Mehrere Faktoren kommen zusammen:
- starke Vorbelastung durch zwei OPs in kurzer Zeit
- Irisreaktionen (verklebte Pupille = Synechien)
- wiederholte Manipulationen am Auge (Druckmessung, Kontaktuntersuchung)
- Kortison-Ansprechen (manche Augen reagieren extrem sensibel)

Dass sich nach einer Untersuchung erneut eine Entzündung entwickelt, kennen viele Betroffene – das Auge ist schlicht noch nicht stabil.

Ich hatte oft nach den OPs zu hohen Augendruck und Uveitis, beides war vorher nie der Fall.

Zu den Druckschwankungen- ein Druck von 30, der unter Behandlung wieder auf 10 fällt, spricht eher für entzündungsbedingte Druckspitzen, eine zeitweise Störung des Kammerwasserabflusses (z. B. durch Entzündungszellen) oder zusätzlich mögliche Kortisonreaktion (das schließt sich nicht aus!)

Wichtig ist, dass du vor der OP keinen erhöhten Druck hattest, ist typisch. Viele entwickeln diese Probleme erst postoperativ– oft vorübergehend.

Zur verklebten Pupille- das ist eine bekannte Komplikation nach intraokularen Entzündungen. Dass der Laser erst nach 6 Monaten geplant ist, ist absolut sinnvoll – vorher ist das Risiko größer, mehr Schaden als Nutzen zu verursachen.

Was jetzt wichtig ist wäre Geduld (auch wenn das schwerfällt), engmaschige, aber ruhige Kontrollen, keine vorschnellen Zusatzmaßnahmen und ggf. Verlaufskontrolle in einer Klinik, falls dein AA wirklich ratlos bleibt

Du bist nicht kompliziert – dein Auge ist einfach noch in der Heilungsphase.
Viele dieser Verläufe brauchen Monate, nicht Wochen.

Alles Gute!

--
Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.

Keine Ruhe nach Netzhautablösung

Sandra, (vor 3 Tagen) @ KAtharina

Liebe Katharina,
ich danke Dir sehr für Deine Worte, sie tun mir total gut.
Du machst das so toll in diesem Forum!
Mein Augenarzt schickt mich jetzt zum Hausarzt, um eine Blutprobe
zu entnehmen, ob ich nicht vielleicht eine Autoimmunerkrankung habe,
die die Uveitis hervorruft. Habe aber eh diese Woche an der Uni Ulm
Netzhautsprechstundentermin und warte das mal ab.

Liebe Grüße

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