Netzhautablösung OP Nr. 2

eduard, Montag, 19. November 2018, 19:42 (vor 122 Tagen)

Nach 2. NetzhautOP Ende 2017 wurde der Sehnerv verletzt (Bruch)so dass auf dem rechten Auge das Sehvermögen sehr stark beeinträchtigt ist. In den ersten Monaten nach der OP war das Sehvermögen auf dem linken gesunden Auge relativ unbeeinträchtigt vom Restsehvermögens des rechten Auges. Seit einigen Monaten hat sich allerdings die Situation insofern geändert, als das Restsehvermögen immer stärker in das Gesamtbild hineinwirkt. Dies führt zu starken Irritationen bzw. zu einem Doppel-Zerrbild (vertikal und nach links abkippend). Nach Untersuchung in der Uni-Klinik Orthoptik wurde mir mitgeteilt, dass dies durch spezielle Prismengläser nicht zu beheben sei. Eine weitere Untersuchung durch die Professorin der Abteilung ergab im Moment keine Korrektur durch eine SchielOP. Mir wurde empfohlen, die Lese- und Weitsichtbrille bei defekten Auge mit einer Optikerfolie Stärke 0,2 zu versehen. Mit dem Ziel, dass das Gehirn lernt nur ein Bild entstehen zu lassen. Das heißt, dass das defekte Auge vom sehenden Auge unterdrückt bzw. dominiert wird. Deshalb auch eine transparente Folie, die gewährleistet, dass das defekte Auge aktiviert bleibt - im Gegensatz zu einer nicht transparenten Folie, die sich passiv auf das Auge auswirkt und nicht die gewünschten Veränderungen im Gehirn veranlassen.
Ich habe versucht, den Status quo so einfach wie möglich zu beschreiben. Mir geht es darum zu erfahren, ob ein Forumsteilnehmer eine ähnliche Situation aufweist und welche Empfehlungen gegeben wurden (Arzt und Orthoptik)

Netzhautablösung OP Nr. 2

Ralph452 @, Montag, 19. November 2018, 21:35 (vor 122 Tagen) @ eduard

Hallo und guten Abend Eduard ,
Leider kann ich dir davon einiges berichten, leider nichts Positives. Mir wurde dies vor einigen Jahren auch aufgrund großer Probleme mit dem rechten Auge verschrieben. Ich hatte es oft und lange versucht , kam aber nicht zurecht. Bis ich für mich die Entscheidung traf, es sein zu lassen und mit den diffusen Bilder, die damalig mein rechtes Auge zu Stande brachte zu Leben, verbunden mit extremen Kopfschmerzen. Es hieß von AA Seite immer , das Auge gewöhnt sich dran. Bei mir vergingen fast Jahre , allerdings verlief es dann so ,das ich auf dem Auge immer weniger sah und das machte die Sache leichter.
Heute sehe ich auf dem erwähnten Auge nur noch HBW und das Gehirn hat sich daran gewöhnt.
Es war im Nachhinein ein langer Leidensprozess ...

Gruss aus Saarbrücken und viel Kraft
Ralph452

Netzhautablösung OP Nr. 2

Inky, NRW, Dienstag, 20. November 2018, 12:54 (vor 121 Tagen) @ eduard

Hallo eduard,

Nach 2 Netzhaut-OPs hatte ich Doppelbilder, die sich ständig änderten und deshalb nicht mit Prismen behoben werden konnten. Ich bekam damals eine matte, lichtdurchlässige Folie aufs Brillenglas geklebt. Welche Stärke sie hatte, weiß ich nicht, jedenfalls konnte ich dadurch nur Licht und Schatten erkennen. Die Doppelbilder wurden damit unterdrückt, jedoch wurde der Seheindruck des gesunden Auges jetzt von folienbedingten Störeffekten des geschädigten Auges überlagert.

Betätige mal die Forumssuche mit den Stichworten Inky, Augenmuskellähmung, Doppelbilder, spot patch. Zum spot patch hatte ich damals glaube ich einen Link eingestellt.

Liebe Grüße
Inky

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