Epiretinale Gliose OP _ Tagebuch

Vina67 @, Montag, 20. Februar 2023, 16:10 (vor 31 Tagen)

Hallo,

Als bei mir die o. g. Diagnose stand suchte ich nach Informationen und stieß dabei auf dieses Forum.

Ich möchte hier meine Erfahrung und den Verlauf der OP schildern. Vielleicht interessiert es jemanden.

Jeder Mensch ist anders daher wird jeder Mensch seine Erfahrungen mit dieser Erkrankung machen. Das bitte ich zu beachten.

09 22 bekam ich diese Diagnose nach einer grauen Star OP. SehfÀhigkeit 100 %.

10 22 die Welt verzerrt such. SehfÀhigkeit 100 %
12 22 Blitze und Schatten kommen hinzu. Ich kann im Straßenverkehr die Schilder immer schlechter lesen.
01 23 SehfÀhigkeit 80 %
Da mir aber stĂ€ndig schwindelig ist Dank der Verzerrung und das beidsichtige Arbeiten am PC schwer fĂ€llt wird zur OP geraten. Auf meinen Wunsch fĂŒr Mitte 03 23. Also 6 Wochen spĂ€ter.

Nun nimmt die Verschlechterung des Auges rasant zu. Ich kann am PC nichts mehr sehen. Keine Strassenschilder lesen oder ein Buch lesen. Ich beginne doppelt zu sehen.

Daher bitte ich um Vorverlegung der OP.

Die war nun am 17.02.23

Man sagte mir, dass ich nach der OP eventuell erst mal nichts sehen könnte. So war ich ĂŒberrascht, dass ich Faren und Formen am 18.02.23 erkennen konnte. NatĂŒrlich sehr verzerrt. Aber ich sehe.
19.02.23 Die Blase im Auge wird kleiner. Keine Schmerzen. Es juckt. Das Auge ist blutunterlaufen und fĂŒhlt sich geschwollen an. Kontrolle in der Klinik zeigt bisher keine Komplikationen. Ich sehe mehr. Da mich das in das irritiert, sehe ich nur mit dem gesunden Auge. Das andere lasse ich zu.
20.02.23 Entlassung Klinik. Blase im Auge weiter reduziert. Am Abend stelle ich fest, ich kann mit dem operierten Auge die grossen Schriften der Nachrichten im Fernsehen lesen.
21.02.23 Gut ausgeleuchtetes und gross geschrieben kann ich lesen. Oberhalb der Blase erkenne ich meine Umgebung.

Der nÀchste Termin zur Untersuchung ist am Donnerstag. Hoffentlich ohne Komplikationen.

Laut dem operierenden Arzt war die Membran schon sehr dick.

Das ist mein Erfahrungsbericht bis heute.
Der Rest wird sich zeigen.

GrĂŒsse

Angela

Epiretinale Gliose OP _ Tagebuch

mojoh @, Main-Kinzig-Kreis, Montag, 20. Februar 2023, 19:48 (vor 30 Tagen) @ Vina67

Hallo Vina,
das klingt alles schon mal sehr positiv.
Aus meiner Erfahrung heraus wird sich das noch deutlich verbessern (hier im Forum findest du einige BeitrÀge von mir dazu). Aber es wird viel Zeit brauchen. Bis zu einem halben Jahr gab es bei mir deutliche Verbesserungen. Und selbst danach sind noch kleinere positive VerÀnderungen festzustellen.

Du schreibst ja, jeder Mensch (bzw. jedes Auge) ist anders. Das ist richtig. Aber nachdem du jetzt schon so positive Ergebnisse hast, ist von einer weiteren Gesundung auszugehen.
Ich wĂŒnsch dir jedenfalls viel GlĂŒck fĂŒr den weiteren Heilprozess.

mojoh

--
Verunstaltete Wörter oder ZusammenhÀnge sind der Autokorrektur oder meinen Augen geschuldet ;)

Epiretinale Gliose OP _ Tagebuch

Vina67 @, Mittwoch, 22. Februar 2023, 15:23 (vor 29 Tagen) @ mojoh

Seit 2 Tagen bekomme ich nun Kopfschmerzen. Vor allem im Stirnbereich des operierten Augens. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich das rechte Auge krampfhaft geschlossen halte.

Diese Blase im Auge ist nun nur noch zu 1/4 da.

ABER ich sehe nun lĂ€ngs ĂŒber das Auge einen breiten Schlierenstreifen. Dazu schwarze Punkte die durch das Gesichtsfeld schwimmen.

Das Auge fĂŒhlt sich aber weniger geschwollen an und ich kann z. B. Texte auf dem Habdy lesen, was vor der OP nicht mehr möglich war.

Dieser Schlierenstreifen macht mich nervös. Vor allem, weil ich dadurch doppelt sehe. Auch die Kopfschmerzen machen nervös. Gut, am Morgen sind sie weg und verstĂ€rken sich ĂŒber den Tag.

Morgen ist der Termin beim Augenarzt und ich werde dies alles ansprechen.

Kennt jemand solche Symptome?

Epiretinale Gliose OP _ Tagebuch

KAtharina ⌂ @, Camburg/ThĂŒringen, Mittwoch, 22. Februar 2023, 15:54 (vor 29 Tagen) @ Vina67

Zu hoher Augeninnendruck wÀre eine Möglichkeit.
Nur erreichst du jetzt natĂŒrlich leider niemanden mehr in der Praxis.

--
Liebe GrĂŒĂŸe
KAtharina

Warte nicht, bis der Regen vorĂŒber ist. Lerne, im Regen zu tanzen!

Epiretinale Gliose OP _ Tagebuch

mojoh @, Main-Kinzig-Kreis, Donnerstag, 23. Februar 2023, 11:37 (vor 28 Tagen) @ Vina67

Hallo Vina,
die Schmerzen können schon von der verkrampften Haltung herrĂŒhren. Aber auch, wie Katharina sagt, vom Augeninnendruck kommen.

BezĂŒglich der "Schliere"
kann ich dir nur von meiner Erfahrung berichten.
Beim ersten Auge gab es das gar nicht.
Beim zweiten Auge sah ich direkt nach der OP erstmal gar nichts. Nur eine helle weiße Wand. In den nĂ€chsten Tagen dann langsam Kontraste und auch Konturen. Anschließend alles ebenfalls wie mit einer Schliere, aber das gesamte Sichtfeld betreffend. Das wurde aber von Tag zu Tag besser.

Da du ja heute den Augenarzttermin hast, wird man dir hoffentlich mehr dazu sagen können.

mojoh

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Epiretinale Gliose OP _ Tagebuch

Vina67 @, Freitag, 24. Februar 2023, 10:26 (vor 27 Tagen) @ mojoh

Gestern war der Kontrolltermin.

Das Auge sieht gut aus. Also kein Druck oder sonst was. Woher die Kopfschmerzen kommen? Vom Auge eher nicht.

Ich soll aber mit beiden Augen sehen und nicht das operierte zulassen. Und ich soll mindestens 4 x am Tag Tropfen wegen der Augentrockenheit zu den Tropfen fĂŒr das operierte Auge nehmen.

Die FlĂŒssigkeit im Auge ist bei ca. 20 bis 30 % und stört nun nur noch wenn ich nach unten schaue. Also beim lesen.
Der Rest wie die schwarzen Punkte und die Schlieren seien normal.

SehfÀhigkeit soll wieder bei fast 100 % liegen. Ich habe gestern fast vor Freude geweint, dass ich im Hellen die Strassenschilder wieder lesen konnte. Zumindest die Namen der Orte, Wegweiser. Kleineres geht (noch) nicht. Aber ich lese die Ortsschilder wieder. Die Tempolimits.

Fast 100 % bedeutet wohl bei ko trastreichen Sachen. Ohne starken Kontrast erkenne ich nichts. Aber das ist in Ordnung.

Das verzerrt sehen ist noch da.Aber es hat sich verbessert.

Ich denke mal, nach draußen zu gehen und den Blick zu entspannen tut gut. Mal sehen, ob dadurch die Kopfschmerzen besser werden. Im Haus ist alles sehr bah und ich habe das GefĂŒhl stĂ€ndig zu schielen. Btw. als ob das fokussieren schwer fĂ€llt, je nĂ€her ein Gegenstand ist. Das konnte mir gestern auch keiner erklĂ€ren.

Also abwarten und mal in die Natur.

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