Erfahrungsbericht R.S. Teil 4 19.11.2020

elke69, Montag, 18. Januar 2021, 21:56 (vor 39 Tagen) @ R.S.

Hallo R.S.,
danke f├╝r Deine Antwort.
Meine Vorgeschichte ist zwar etwas anders, aber ich kann gut nachf├╝hlen, wie es Dir geht. Die rasch verloren gegangene Sehsch├Ąrfe, die Verzerrungen, die Doppelbilder...kenne ich auch. Man kommt zurecht, ja, aber es ist unheimlich anstrengend. Dann kommt die Erkenntnis, dass es bestenfalls so bleiben wird, von der psychischen Belastung ganz zu schweigen... Das kostet so viel Kraft.
Mein Operateur in Erlangen hat mir ja von einer weiteren OP abgeraten, sein Kommentar "Die erste Op war auch schon gewagt", irgenwie hat er das mit meiner Kurzsichtigkeit begr├╝ndet, "nicht gen├╝gend Material da", der Sehnerv k├Ânnte noch mehr in Mitleidenschaft gezogen werden, seit der OP sehe ich immer einen "Kringel" ,so wie eine halbe Acht, das ist mir geblieben.
Dann der Hinweis (von Erlangen) auf Dr. Maier, RDI M├╝nchen. Auf mich hat er einen sehr guten Eindruck gemacht, hat sich wirklich Zeit genommen und meine (gef├╝hlt tausend) Fragen angeh├Ârt und beantwortet.
Habe letzte Woche nochmal in M├╝chen angerufen (wohne in Nordbayern) und um R├╝ckruf gebeten, da ich nochmal Fragen pro und contra zu einer zweiten OP hatte, er hat sich umgehend bei mir gemeldet und wiederum alles geduldig beantwortet...
Trotzdem stehe ich an dem Punkt, weiterer OP-Versuch, mit 75% Aussicht auf Lochverschluss, Anstieg der Sehsch├Ąrfe von 10 auf 20, allerh├Âchstens 30 % aber auch mit hohem Risiko, die jetzige Situation - an die ich mich jetzt, 8 Monate nach der Operation, trotz allem gew├Âhnt habe -zu verschlechtern. Seit Wochen belastet mich das, wenn ich noch eine OP m├Âchte, dann m├╝sste das demn├Ąchst sein, sonst ist es vom Zeitraum her eh zu sp├Ąt. Mein Kopf sagt eigentlich ja, mein Bauchgef├╝hl definitiv nein. Dann mischt sich die Angst ein, dass ich es irgendwann bereue, es nicht nochmal versucht zu haben und leider kann mir auch niemand sagen, wie es sich auf Dauer mit einem grossen Makulaforamen lebt.
"Es ist Ihre Entscheidung", das sagen alle ├ärzte bei denen ich war... Ich muss mich in den n├Ąchsten Tagen entscheiden und weiss echt nicht wie, f├╝hlt sich f├╝r mich ein bisschen an wie die Wahl zwischen Pest und Cholera...
Lieber R.S., ich w├╝nsche Dir, dass sich Deine Situation auf jeden Fall noch verbessert und Du auf lange Sicht wieder besser klarkommst. Man braucht da wirklich sehr viel Geduld.
Gru├č Elke


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