Erfahrungsberichte - Wichtig bitte lesen!

KAtharina ‚Ćā @, Camburg/Th√ľringen, Montag, 16. November 2009, 11:06 (vor 3724 Tagen)

Liebe Netzis,

in diesem Thread habt Ihr die M√∂glichkeit Eure Erfahrungsberichte anderen Netzis zur Verf√ľgung zu stellen.

Wichtig!
Damit das Ganze √ľbersichtlich bleibt, und hier NUR Erfahrungsbericht zu finden sind, tragt Euren ersten Bericht bitte jeweils als Antwort auf DIESEN Beitrag ein.
Wenn Ihr Eure eigenen Beiträge ergänzen möchtet, antwortet dazu bitte auf Euren ersten Bericht.

Dies ist KEIN Diskussionthread!

Bitte in diesem Thread keine Beitr√§ge mit R√ľckfragen/Anmerkungen
usw.

Danke!

--
Liebe Gr√ľ√üe
KAtharina

Warte nicht, bis der Regen vor√ľber ist. Lerne, im Regen zu tanzen!

KAtharina- Teil 1

KAtharina ‚Ćā @, Camburg/Th√ľringen, Montag, 16. November 2009, 18:39 (vor 3724 Tagen) @ KAtharina

Gut, dann fange ich an:
KAtharinas Geschichte - Teil 1

Angefangen hat es mit den NHAs 1996 im September, kurz nach dem Abitur.
Ich war damals 20 Jahre alt, Kurzsichtig seit der 4. Klasse mit -4,5 Dioptrien.
Bei einer Kontrolluntersuchung beim Augenarzt (nach einem Flug) wegen neuen Kontaktlinsen kam der große Schock:
9 Löcher in der Netzhaut des linken Auges, sofortige OP in Erfurt, da die Klinik dort unberechtigter Weise einen guten Ruf hatte.
Es wurde gelasert und Plomben aufgenäht.
Anfang Januar 1997 (nach einem Flug) die nächste NHA.
OP mit Cryo, Laser, Plomben.
4 Wochen sp√§ter sah ich wieder den ber√ľhmten Schatten, eine erneute NHA, es wurde mit 350 Schuss gelasert, die NH hielt nur 3 Tage.
Die Netzhautablösung entpuppte sich als Schisis amotio, aus der sich eine Netzhautablösung entwickelt hat.
Erst Jahre später habe ich erfahren dass man eine Schisis durch Lasern nicht wieder anheften kann.
Mir und meinem Auge wurde durch den damaligen Professor eine OP mit Silikonöl angeboten,
Gas als Alternative wurde abgelehnt.
Einen Grund, warum die NH nicht hält, konnte der Prof. in Erfurt nicht erkennen.
Der Visus nach der OP sollte mit viel Gl√ľck um 10 % sein, oder eine Erblindung.
Sein Angebot war, die Klinik zu wechseln (evt. Leipzig, M√ľnchen, K√∂ln), mit dem Hinweis, dort w√ľrde ich erst drankommen wenn es zu sp√§t ist, oder wiederzukommen wenn es ganz dunkel ist (Zitat Prof.)
Auf eigenen Wunsch habe ich noch am selben Abend nach 3 erfolglosen OPs innerhalb von
6 Monaten die Klinik verlassen.
8 Wochen später hatte ich endlich meinen OP- Termin an der Uniklinik Köln.
Ein normaler Stationsarzt fand die L√∂cher in der NH, die ein Prof. in Erfurt √ľbersehen hatte.
Ich hatte meine erste Vitrektomie mit Gas.
Nach 5 Wochen schlafen auf dem Bauch mit dem Gesicht nach unten ging es dann wieder aufwärts (im wahrsten Sinne des Wortes).
Innerhalb der nächsten 5 Jahre stieg die Sehkraft wieder von 25% auf sagenhafte 80%.
Ich habe angefangen, mir ein normales Leben aufzubauen und den Schock zu verarbeiten.

2 Jahre nach den ersten Problemen mit dem linken Auge, im Januar 1999, löste sich nun auch die Netzhaut auf dem rechten Auge ab.
Ich war am Boden zerstört.
Auch hier eine Schisis Amotio.
Ich erfuhr durch Zufall, dass ich von Anfang an auch auf dem rechten Auge eine kleine Stelle hatte, da eine Schisis immer beidseitig auftritt. Au√üerdem gab es wohl schon 1996 kleinerer Einblutungen, √ľber die mich niemand informiert hatte.
Zuerst war ich dar√ľber emp√∂rt, aber im Nachhinein bin ich dar√ľber fast dankbar, so hatte ich noch 2 unbeschwerte Jahre mehr, in denen ich dachte es ist nur ein Auge betroffen.
Nach 2 OPs des rechten Auges in Köln (Plombe und Cerclage) sehe ich wieder 80 % auf diesem Auge und bete, dass wenigstens diese erhalten bleiben.
Beim Studium habe ich ein komplettes Semester gefehlt, ich habe zus√§tzlich zu meinen normalen Pr√ľfungen noch alle verpassten, die im OP- Zeitraum lagen, nachgeholt.

5 Jahren nach der letzten Ablösung der Netzhaut des linken Auges, im Februar 2002, löste sich nun die Netzhaut wieder ab.
Eine Woche zuvor hatte ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen.
Davor habe ich 4 Monate jeden Tag 8-16 Stunden am PC verbracht und mit Grafikprogrammen meine Pläne erstellt.
Ich habe es wie immer fr√ľher gemerkt, als meine Augen√§rztin etwas erkennen konnte, aber das Gl√ľck war mir nicht hold.
Bei der Untersuchung war nichts zu erkennen 24 Stunden später war die NH ab.
Ich war in dieser Nacht noch bei meiner Augenärztin, Visus noch 70%.
Ich beschloss auf Rat meiner √Ąrztin erst den n√§chsten Fr√ľh nach Leipzig in die
Klinik zu fahren, da es schnell gehen muss und Köln zu weit entfernt ist.
Als ich nach dieser Horrornacht meine Augen aufmachte, konnte ich kaum noch etwas erkennen, die Netzhaut war ab.
Es war fast das gesamte Gesichtsfeld grau.
Ich wusste, dieses mal ist auch die Makula (der Punkt des schärfsten Sehens), betroffen.
Innerhalb von nur 6 Stunden war ein großer Teil der NH abgelöst.
So schnell ging es vorher noch nie.
Ich werde niemals das Gef√ľhl vergessen, als ich pl√∂tzlich meine Fingerspitzen an der Hand vor meinem Auge nicht mehr erkennen konnte da der Gesichtsfeldausfall so viel endg√ľltiger und schlimmer war als die vergangenen Male.
Selbst heute wird mir bei dem Gedanken noch √ľbel.
In der Uniklinik Leipzig hat man mich √ľber 5 Stunden warten lassen, obwohl ich angemeldet (und n√ľchtern f√ľr die OP) war und es bekannt war, das ich eine Netzhautabl√∂sung habe.

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Liebe Gr√ľ√üe
KAtharina

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KAtharina- Teil 2

KAtharina ‚Ćā @, Camburg/Th√ľringen, Montag, 16. November 2009, 18:40 (vor 3724 Tagen) @ KAtharina

Teil 2
Der diensthabende Oberarzt hat mit trotz einem Telefonat mit meiner Augenärztin nicht geglaubt, dass ich mit dem Auge die Nacht vorher noch 70% gelesen habe, denn mehr als 20 % konnte ich leider schon nicht mehr vorweisen.
Er hat mir unterstellt, dass ich und meine √Ąrztin l√ľgen.
Die Aussage dass er mich sofort operiert hätte, wenn ich wirklich noch so viel gesehen hätte hat mich fast zur Weißglut getrieben!
Das Ganze war an einem Freitag, und ich wurde erst Montag operiert. Im Laufe des Wochenendes konnte ich zusehen, wie der Gesichtsfeldausfall immer größer wurde, immer mehr verschwand von meinen Fingern, die ich mir vor Augen hielt um zu sehen, ob die Ablösung fortschreitet.
Ich hätte schreien könne vor Angst und Frust. Da bin ich in der Klinik und keiner hilft mir!!!
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der diensthabende Oberarzt sich nicht getraut hat, mein Auge zu operieren.
Das Auge wurde dann am Montag wieder mit einem schweren Gas gef√ľllt.
Nach 3 Wochen straffen liegen auf der rechten Seite ging die Netzhaut wieder ab.
Es wurde erneut operiert, diesmal bekam ich Silikonöl ins Auge.
Einen Tag nach der 2. OP wurde vergessen, den Augendruck zu messen.
Dadurch wurde der Sehnerv stark beschädigt, so dass mein Gesichtsfeld jetzt nur noch aus einem schmalen Schlitz bestand. Auf die Bitte hin, einen Arzt zu rufen wegen extrem starker Gesichts- und Kopfschmerzen bekam ich nur eine Schmerztablette, da sich die Schwester nicht getraut hat, den diensthabenden Arzt aus dem Bett zu holen.
Wenn ich in dieser Nacht gewusst hätte, dass es am zu hohen Augendruck liegt, hätte ich mich mehr beschwert und Theater gemacht - aber die Erkenntnis kam leider zu spät.
Sarkastisch ausgedr√ľckt:
Optimistisch wie ich bin wei√ü ich es dann f√ľr das n√§chste Mal.
Ich habe dann noch um die 20% mit √Ėl im Auge gesehen.
2002 habe ich die SHG Netzhautabl√∂sung gegr√ľndet, in der Hoffnung, Menschen mi t der gleichen Krankheit zu finden und Erfahrungen auszutauschen.
War ich am Anfang selbst die Hilfesuchende, bin ich heute soweit, dass ich selbst andere ‚ÄěNetzis‚Äú helfe und zeigen m√∂chte, dass ein Leben mit dieser Erkrankung auch Lebenswert ist.
√úber 1 Jahre lang habe ich Antidepressiva genommen und habe bei einem Psychologen eine Verhaltenstherapie gemacht, damit ich lerne, mit meinen √Ąngsten umzugehen.
Ein erfolgreiches Diplom, und dann von einem Tag auf den anderen auf einem Auge fast blind, √ľber Monate wahnsinnige Schmerzen und die st√§ndige Angst vor einer erneuten Abl√∂sung, sowie das Wissen, meinen Traumberuf als Landschaftsarchitektin nicht aus√ľben zu k√∂nnen, waren einfach zu viel f√ľr mich. Ich musste mein WG Zimmer in Erfurt aufgeben und mit 25 Jahren wieder bei meinen Eltern einziehen, von meinem damaligen Lebensgef√§hrten habe ich mich getrennt.
Ganz abgesehen davon, dass ich lange Zeit immer auf die Hilfe anderer angewiesen war.
Durch das Silikonöl habe ich einen Grauen Star bekommen sowie auch ein Sekundärglaukom.
Im Oktober 2003 wurde der Graue Star innerhalb von 5 Tagen so schlimm, dass ich meine Hand vor Augen nicht mehr erkennen konnte.
Es ist ungewöhnlich das der Graue Star so schnell schlechter werde kann, aber wenn es um das Thema Auge geht, denke ich, ist mittlerweile alles möglich.
Zu dieser Zeit hatte ich enormen seelischen Stress, und denke, dass die plötzliche Verschlechterung des Grauen Stars auch damit zusammen hing.
Das √Ėl wurde im November 2003 entfernt, zudem wurde ein Membranpeeling durchgef√ľhrt(was ich erst hinterher in den Akten gelesen habe) und die tr√ľbe Linse entfernt.
Im März 2006 kam mein Sohn Spencer per Kaiserschnitt auf die Welt, da mir von einer normalen Geburt auf Grund meiner Augen abgeraten wurde.
Ende Mai 2006 bekam ich in Leipzig eine Kunstlinse eingesetzt, und bin jetzt bei -2,5 Dioptrien angelangt.
Die Sehleistung lag danach wieder bei 20-25 %. Das Gesichtsfeld ist auf einen kleinen zentralen Kreis zusammengeschrumpft, der Augendruck machte immer noch Probleme, die Pupille ist starr und reagiert nicht mehr auf Licht.
Weiterhin habe ich sehr oft Schmerzen in diesem Auge, dazu kommt ab und an Migräne auf dieser Kopfseite.

2009 Burn out...

2010 / 2011 wurde das Sekundärglaukom immer schlimmer, es gab einige Glaukomanfälle und dazu noch 2mal eine Uveitis im linken Auge.
Um den zu hohen Druck zu senken tropfte ich teilweise 5mal täglich verschiedene Glaukommedikamente. Leider wirkte sich dieses sehr negativ auf die sowieso schon vernarbet und empfindliche Hornhaut des Auges aus, so dass ich fast ständig mit einer Hornhaut- Keratitis zu tun habe und dazu, schon eher nebensächlich, extrem trockene Augen habe.
In dieser Zeit suchte ich mir erneut eine Psychologin, welche mich bis Ende 2012 sehr gut durch mein Leben begleitet hat. Es war ein langer und steiniger Weg, der sich aber durchaus gelohnt hat.

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Liebe Gr√ľ√üe
KAtharina

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KAtharina- Teil 3

KAtharina ‚Ćā @, Camburg/Th√ľringen, Montag, 05. M√§rz 2012, 12:00 (vor 2884 Tagen) @ KAtharina

Teil 3, sorry, aber es geht eben immer weiter:

12/2010 ließ ich in Dresden eine SLT machen, leider senkte diese den Druck nicht genug.

10/2011 wurde in Leipzig eine CPC zur Drucksenkung durchgef√ľhrt. Danach bildete sich ein Makula√∂dem und die Hornhaut schloss sich nicht mehr. Der Visus sank auf unter 5%, ich hatte extreme Schmerzen.
2 Monate Behandlung mit Diamox und Schmerzmitteln halfen, das √Ėdem hat sich zur√ľckgebildet.
Leider hat sich ein Makularpucker als weitere Folge der CPC gebildet. Allerdings ist wohl bei einer Verschlechterung des Puckers kaum ein Arzt so risikofreudig, ein erneutes Membranpeeling durchzuf√ľhren.

Anfang 2012 beschloss ich, die Glaukommedikamente abzusetzen, da ich einfach am Ende meiner Kräfte war und nicht mehr konnte.
Nahm ich die Augentropfen, war die Hornhaut offen und ich hatte ständig Schmerzen. Setzte ich die Tropfen ab, heilte die Hornhaut einigermaßen ab, aber der Druck war so hoch, dass ich mit einer Erblindung rechnen muss.
Ich suchte in M√ľnchen einen mit hom√∂opathischen Mitteln behandelnden Augenarzt auf, leider halfen die Medikamente auch nicht weiter.

Im Mai 2012 wurde ich erneut schwanger, so dass ich sich Frage nach Medikamenten zum Augendrucksenken f√ľr mich nicht mehr stellte.

Im Februar 2013 brachte ich meine Tochter Amilia mit einer normalen Geburt auf die Welt.
Mit Lumigan edo ist der Druck stabil unter 20, die Netzhaut liegt an.

11/2014 Nach 6 Wochen mit zig Glaukomanfällen gab es nur noch die Möglichkiet einer erneuten OP zum Senken des Augendruckes.
Weder Glaupax noch Tropfen haben es geschafft den Druck auf normale Werte zu senken, soll heissen, Wochenlange Druckwerte zwischen 28 und 41 trotz Medikamenten.
Ich hatte ständig Kopf-, Gesichts- und Augenschmerzen, Konzentrationsstörungen, vom Glaupax ständige Übelkeit und Erbrechen, dazu kam es fast zum Nierenversagen auf Grund der Medikamente.
In Dresden wurde von Prof. Pillunat "Ahmed 4" implantiert.

02/15 Ahmed wurde entfernt, da das Implantat verrutscht war. Ein erneutes Implantat habe ich abgelehnt, da ein myopes Auge nach mehrfachen Netzhautoperationen nicht mit Ahmed kompatibel war und ist.


04/15 Zyklo- Kryokoagulation linkes Auge in Köln

01/17 Zyklo-Kryokoagulation linkes Auge in Köln


Manchmal reicht es mir einfach und ich habe nach 21 Jahren einfach keine Kraft mehr zum Kämpfen.
Ich bin so m√ľde und frage mich, warum ich kein normales Leben wie die ‚ÄúAnderen‚Äú f√ľhren kann.
Das Leben mit solch einer Erkrankung ist nicht immer leicht, aber es ändert die Prioritäten im Leben zum Positiven.
Auf der anderen Seite helfen mir gerade die geänderten Prioritäten, das Leben sprichwörtlich mit anderen Augen zu sehen und die Zeit, in der es mir gut geht, zu genießen.

Ich habe mir vorgenommen, mein Leben nicht mehr von √Ąngsten bestimmen zu lassen.
So gehört die Angst vor dem Erblinden oder einer erheblichen Seheinschränkung zu meinem Leben, aber ich lasse mich nicht mehr von ihr beherrschen.

Positive Schlussfolgerung im Moment: seit 15 Jahren keine NHA mehr gehabt!!!

Immer Augen auf und durch, das Leben ist so bunt und wunderbar.
Ich f√ľr mich werde das Beste daraus machen.
Denn ich habe nur dieses eine Leben.
Und das ist zu kurz, um es sich durch so eine Erkrankung vermiesen zu lassen.

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Liebe Gr√ľ√üe
KAtharina

Warte nicht, bis der Regen vor√ľber ist. Lerne, im Regen zu tanzen!

Wolfram - Impressionen aus dem weißen Haus

Wolfram (DD) @, Dresden, Montag, 16. November 2009, 22:33 (vor 3724 Tagen) @ KAtharina

Den folgenden Artikel habe ich an das Krankenhaus geschickt - er wurde dort auch so veröffentlicht.

IMPRESSIONEN aus dem ¬Ąwei√üen¬ď Haus

Die Gelegenheit, die Welt aus √ľberwiegend waagerechter Perspektive betrachten zu k√∂nnen, bietet sich manchmal schneller, als man denkt! Manchmal ist das jedoch auch planbar!
Zum 11. Februar 2003 erhielt ich von der Uni-Augenklinik wieder einmal eine Einladung. Der Terminus ist medizinisch nicht ganz korrekt; denn auf dem Zettel stand ¬ĄEINWEISUNG¬ď
Der nun folgende Ablauf ist mir nicht ganz fremd, da ich schon oft Gast auf einer der Stationen des Hauses 18 d√ľrfen sein mu√üte.

Als erstes fiel auf, da√ü die Station nicht mehr ¬Ą18 C¬ď ¬Ė sondern jetzt ¬ĄAUG S2¬ďhei√üt. Auch sonst gab es Neuerungen. Die Aufregungen, die wohl im Normalfall mit dem Einleben in einer solchen Einrichtung verbunden sind, lassen diese Neuerungen nur vielfach nicht gleich ins Bewu√ütsein durch...

Umfangreiches Baugeschehen ¬Ė teils noch ¬ĄRestarbeiten¬ď und Folgen des vorj√§hrigen Hochwassers, welches die Uniklinik auch massiv heimgesucht hatte ¬Ė teils Neu- oder Umbauten ¬Ė lassen das Bild quasi t√§glich ver√§ndern. Auf dem Wege zur Anmeldung fielen also nicht nur aufgebuddelte Stra√üen, sondern auch z.B. das neue ¬ĄSeelsorgezentrum¬ď auf.

Nach der Zuweisung eines Bettes die n√§chste Neuerung: Telefon am Bett! Allerdings mit den leider typischen Geb√ľhren. Aber trotzdem ein Fortschritt. Wer eine ¬Ė aus welchen Gr√ľnden auch immer - √§rztlich verordnete Bettruhe verpa√üt bekommt, wei√ü von der Unm√∂glichkeit des Erreichens des Telefons bestenfalls im Treppenhaus zu berichten.

Weiterhin ein neuer Aufzug! Nicht mehr das nach Fett und √Ėl ¬Ąduftende¬ď Lastenhebeger√§t, zu dem auf der Station jeweils nur eine Person den Schl√ľssel hatte und mit dem man am OP-Tag nicht nur aus Angst schlotternd in das EG = OP gefahren wurde.

Die Einrichtung zur Entrichtung der Notdurft ist (noch) nicht ver√§ndert. Der Einbau von Sanit√§rzellen d√ľrfte auch im Hinblick auf Platz, Kosten und Bausubstanz nicht ganz einfach sein. --- Aber: der n√§chtlich k√ľhle Wind, der einen beim ¬ĄVorgang¬ď √ľber den Hintern streicht, ist zuweilen nicht so ganz angenehm und verleitet wohl einige tempor√§re Benutzer, die T√§tigkeit dahingehend abzuk√ľrzen, da√ü sie Zielversuche im Stehen machen, die auf Grund der fehlenden Sehkraft einfach scheitern m√ľssen...
Der N√§chstbenutzer ist nun ¬Ė symptombedingt - auch optisch nicht imstande, die ¬ĄLage¬ď zu bemerken und tr√§gt alsbald unangenehme Befeuchtungen an Stellen mit sich fort, die eigentlich besser trocken sein sollten......... Aber das (im wahrsten Sinne des Wortes) nur am Rande.

Ich traf wunderbare und nette Schwestern wieder, die st√§ndig bem√ľht sind, den Patienten den Aufenthalt so beschwerdefrei wie m√∂glich zu machen, ich traf Patienten, die das nicht begreifen wollten, weil sie einfach st√§ndig herumkritteln wollten oder mu√üten. Ich traf wunderbare √Ąrzte, die den Menschen im Patienten sahen und ihn auch ¬Ė trotz aller mi√ülichen Erscheinun-gen, die gewisse Hierarchien leider mit sich bringen ¬Ė so behandeln.
Ich traf Patienten, die sich ihrem Schicksal ergeben hatten und solche, die in der Lage sind, sich selbst und andere auf die Schippe zu nehmen (wer schon einmal in der ¬ĄVorbereitung¬ď vor dem OP gelegen hat, wei√ü zumindest letztere partiell zu sch√§tzen...)
Ich traf einen neu organisierten Stationsablauf, bei dem als erstes wohltuend auffiel, da√ü sich nicht mehr 3 √Ąrzte mit jeweils 1 Patienten im Untersuchungsraum dr√§ngeln mu√üten ¬Ė was f√ľr beide nicht die sch√∂nsten Bedingungen gewesen sein d√ľrften.
Ich traf leider auch einige Patienten wieder, die ich von vergangenen ¬ĄEinliegezeiten¬ď schon kannte ¬Ė wir ¬Ąerkannten" uns aber gr√∂√ütenteils noch, was hier im optischen Sinne gemeint ist; wissend der Tatsache, da√ü dieser Proze√ü schleichend schlechter wird.

Ich kam dieses Mal um die oben beschriebene Aufzugs-Fahrt im OP-Outfit herum; aber ich weiß, daß ich nicht das letzte Mal Gast auf dieser Station war...


Es ist mir einerseits ein Bed√ľrfnis, all denen zu danken, die mir ¬Ė auf welche Art auch immer ¬Ė in dieser Zeit geholfen haben und es gewi√ü weiter tun werden;

Andererseits möchte ich aber auch einen Appell an alle richten:
Tun wir etwas, da√ü √Ąrzte, Schwestern und Pfleger nicht zu juristisch-neutralen Dienstleistern degenerieren, tun wir etwas, da√ü das Portemonnaie nicht zum prim√§r zu therapierenden Organ des Patienten wird.
Wir k√∂nnen es noch ¬Ė jeder f√ľr sich ¬Ė ob medizinisches Personal oder Patient!

Danke!

--
herzliche Gr√ľ√üe aus Dresden
Wolfram

Erfahrungsbericht

Johannes, Montag, 23. November 2009, 21:19 (vor 3717 Tagen) @ KAtharina

Hallo Netzis !!
Auf spezielle Bitte hin mein Bericht auch an dieser Stelle:
Ich habe als NHA-Leidensgenosse und PPV¬ĖOperierter im NET Eure Selbsthilfegruppe gefunden und mich entschieden, an Eurem regen Erfahrungsaustausch (den ich sehr hilfreich finde) zu partzipieren.
Mich selbst hat das ¬ĄSchicksal¬ď im Juni dieses Jahres ereilt:
Angefangen mit den typischen Lichtblitzen, die ich einige Tage als √úberreizung der Augen am Computer wertete, bis dann pl√∂tzlich ein ¬Ąheftiger¬ď Ru√üregen hinzukam. Der lokale AA diagnostizierte ein gr√∂√üeres Loch in der Netzhaut diagnostizierte und √ľberwies mich zur Klinik. Es wurde ambulant gelasert, aber zur Sicherheit noch an einigen Punkten zur Sicherheit per Kryo fixiert.
Die Klinik reichte mich zur Nachsorge an den lokalen AA zur√ľck, aber dessen Instruktionen waren alles Andere als richtig:
¬ĄEinige Tage nicht Lesen, nicht an den PC, kein Sport treiben, nichts Schweres heben, Krankschreiben nicht notwendig.¬ď
Also fing ich nat√ľrlich wieder viel zu fr√ľh an, mein Auge zu belasten, was dann auch prompt zum Einrei√üen am Rand der gelaserten Stellen f√ľhrte, fiel dem AA aber nicht auf. Bin dann selbst zur Klinik, die die Risse auch erkannten und eine komplette Kryo durchf√ľhrten, dieses Mal mit vern√ľnftigen Verhaltensma√üregeln: 3-4 Wo nicht lesen, schreiben, kein PC, keine k√∂rperlichen Anstrengungen.
Die Kryo-OP kam kurz vor unserem geplanten Familienurlaub (Wandern in den Bergen) und wurde von der Klinik genehmigt, vorbehaltlich, dass ich nicht selbst Auto fahre bzw. keine anstrengenden Bergtouren mache, was ich auch eingehalten habe.
Ein Schleier im Auge blieb auch w√§hrend des Urlaubs, so dass ich nach R√ľckkehr wieder zum lokalen AA ging zur Nachkontrolle (diesmal zu einem anderen AA). Auch hier die Diagnose ¬ĄNH anliegend¬ď, machte mich aber stutzig, und ich ging wieder zur Klinik, wo dann die ¬ĄHammernachricht¬ď kam: NH-Randpartie abgel√∂st (h√§tte der lokale AA sehen m√ľssen !!), sofortige OP ¬Ė und zwar diesmal unvermeidlich PPV. Die OP f√ľhrte der Chefarzt durch, wegen meines Alters (53) entschied er sich f√ľr eine Gasf√ľllung, um mir eine Zweit-OP wie bei √Ėl zuu ersparen. Die Gas-OP hielt trotz absoluter k√∂rperlicher Schonung noch nicht einmal vier Wochen. Ich wachte eines morgens auf und konnte nur noch die ¬Ąuntere H√§lfte¬ď als Bild wahrnehmen, die obere H√§lfte war dunkel. Also NHA und erneute PPV ¬Ė diesmal mit Cerclage und √Ėl.
Das √Ėl ist nun seit etwas mehr als zwei Monaten im Auge, war bis dato auch ertr√§glich (abgesehen von den √ľblichen Begleiterscheinungen). Meine Sichtigkeit ist von urspr√ľnglich -2 Diopt. auf + 2 gegangen. Habe mir ein √úbergangsglas machen lassen, was eine Weile ganz okay war, mittlerweile wird¬īs aber wieder weniger (u.a. Katarakt im Anzug).
Die letzte Kontrolle in der Klinik gibt Anlass zur Hoffnung, sieht alles gut aus und √Ėl soll Mitte Dez. entfernt werden. Ich hoffe, die AA behalten recht!!
Bez√ľglich Verhaltensma√üregeln wurde mir das gesagt, was viele hier schreiben: Man kann sich schonen, und trotzdem rei√üt die NH, oder man treibt Sport, und alles h√§lt. Eine allgemeing√ľltige Regel f√ľr alle Netzis gibt es nicht. Auf jeden Fall den Optimismus nicht verlieren!!
Alles Gute weiterhin, und dass die NH tut, was sie soll (nämlich halten und sehen) !!
Gruß
Johannes

Roswitha - Erfahrungsbericht

Ro (BY), M√ľnchen-Umgebung, Mittwoch, 25. November 2009, 00:08 (vor 3716 Tagen) @ KAtharina

Hier ist nun mein
Erfahrungsbericht:

Mein linkes Auge Sehkraft: 10 %
(Glaukom-OP war 1995)

Aktuelle Probleme mit dem rechten Auge:
Netzhautriss im Juni 2009, das Loch in der Netzhaut wurde in der Klinik zeitnah per Laser "angeschweißt", weil es massive Einblutungen in den Glaskörper gegeben hatte. Ich habe fast nichts mehr gesehen anschließend. In den Wochen danach Schlierensehen, schwarze Punkte, aber man gewöhnt sich dran.
Seit Sept. 2009 nun verstärktes "Nebelsehen" wenn z.B. die Sonne scheint oder ich in Richtung Fenster schaue. Habe große Probleme m. Bildschirmarbeit. Sehkraft lt. AA noch 40 %.

Ich hoffe und bete, dass sich der "Zustand" meines sehenden rechten Auges nicht noch mehr verschlimmert.

PS: weiß nicht, ob das relevant ist, aber ich bin auch Diabetikerin.

Ich bin sehr, sehr gl√ľcklich, dass ich dieses Netzhautforum gefunden habe. F√ľhle mich seitdem nicht mehr so hilflos und allein mit meinem Problem.

Danke daf√ľr, dass es euch gibt!

--
Viele lb. Gr√ľ√üe von
Roswitha aus Bayern

Erfahrungsberichte - Tanja

Tanja @, N√ľrnberg, Dienstag, 01. Dezember 2009, 14:34 (vor 3709 Tagen) @ KAtharina

Hallo,

anbei mal mein hoffentlich nicht zu langer Erfahrungsbericht:

- Seit der 2. Klasse kurzsichtig bis ca. -7 Diop. auf beiden Augen.

- Während einer Routineuntersuchung (35 Jahre, hochschwanger) stellte man auf beiden Augen hochgradige, angeblich schon ca. 3 Monate alte NHA fest. Ich habe absolut nichts gemerkt.

- Am n√§chsten Tag auf den OP-Tisch, am RA NH-OP mit Gas und Cerclage. Es hat √ľber 2 Monate gedauert bis das Gas absorbiert war, so dass 4 Monate sp√§ter Katarakt-OP folgte. (Zwischendurch per Kaiserschnitt gesunden Jungen zur Welt gebracht).

- 7 Monate! nach NHA-Diagnose OP am LA. Mit Gas, Cerclage, erfolgreich, ich sehe mit CL noch 100%. Es ist also mein gutes Auges. (So viel zum Thema, es muss sofort operiert werden).

- 4 Jahre nach NH-OP am RA erneute NH, d.h. OP mit Gas, NH hielt 14 Tage, dann wieder NH-OP mit √Ėl. Dabei hat es irgendwie den Sehnerv zerschossen. Schuldzuweisungen kann man ja nicht machen. NH liegt an, aber nur noch 4% dunkle Sehkraft.

- 5 Jahre nach NH-OP am LA, Risse in der NH, wurde sofort gelasert und ist bis auf lästige Schlieren in Ordnung. Habe immer noch 100%.

Jetzt sind 6 Jahre vergangen und ich kann, nat√ľrlich wissend, dass es irgendwann mal ganz dunkel wird, recht gut damit leben. Ich bin berufst√§tig, fahre Auto (nicht mehr so viel, wenig im Dunkeln), kann mir leider keine Putzfrau und Kinderm√§dchen leisten, d.h. bin auch noch Mutter und Hausfrau. Dass ich nicht mehr fliegen oder skifahren kann, bedaure ich
schon gelegentlich. Ich hoffe, dass mein LA noch ein paar Tage h√§lt. Die √Ąrztemeinung lag zwischen 5 und 20 Jahren. Irgendwo dazwischen liegt wohl die Wahrheit. Ich hoffe auch, diese Krankheit nicht vererbt zu haben.

Was wirklich positiv ist, dass man mit dieser Krankheit weiterleben kann und keine Angst haben muss vor einem zu fr√ľhen Lebensende. Das sollte Euch allen auch etwas Mut machen.

Tanja
aus N√ľrnberg

Mein Erfahrungsbericht zu lange bestehender NHA

roberto79 @, √Ėsterreich, Mittwoch, 06. Januar 2010, 00:05 (vor 3674 Tagen) @ KAtharina

Hallo zusammen!

Da diese Art der NHA selten ist, möchte ich Euch auch gerne meine Geschichte erzählen - vor allen Dingen, da ich in diesem Forum in der schwierigen Zeit, viel mitgelesen habe.

Angefangen hat alles bei einer Routinekontrolle beim Augenarzt am 4. Mai 2009. Ich hatte nie irgendwelche Blitze bemerkt und doch wurde an diesem Tag bei der Augenhintergrunduntersuchung am linken Auge (4,5 Dioptrien, kurzsichtig) eine Netzhautablösung -unten- sehr nahe am Sehzentrum diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auf diesem Auge 90 % Sehleistung, wie in vielen anderen Tests Jahre zuvor. Wie gesagt - ich hatte nichts bemerkt.

Am selben Tag völlig schockiert ins Krankenhaus / Augenambulanz zur genaueren Untersuchung. Dort wurde Entwarnung gegeben, denn es handle sich um keine NHA, sondern um eine Retinoschisis (Netzhautspaltung), die kurz vor dem Sehzentrum "stehengeblieben" war. Eine Retinoschisis muss nicht operiert werden - weshalb ich erleichtert nach Hause ging.

Ich wollte mir jedoch eine zweite Meinung einholen und so wurde ich 2 Wochen sp√§ter in einer weiteren Klinik vorstellig. Dort wurde mein Auge nochmals gr√ľndlich kontrolliert und die √Ąrzte kamen zu der Diagnose - keine Schisis, sondern eine alte Ablatio (NHA), mehrere Monate alt!! Entstanden ist die Abl√∂sung durch ein relativ kleines Loch weit in der Peripherie und hat sich langsam bis kurz vor die Makula (Sehzentrum) vorgearbeitet. Durch die bestehenden "Hochwasserlinien" konnte man erkennen, dass sich die NH in "kleinen Schritten" weiter abgehoben hat. Mehrere subretinale Str√§nge (Vernarbungen unter der Netzhaut) haben eine rasche Abl√∂sung verhindert. Dieser langsame Vorgang wurde dadurch beg√ľnstigt, dass die Abl√∂sung unten (und nicht wie so oft oben) stattgefunden und mein noch relativ fester Glask√∂rper (bin 30 Jahre alt) das Netzhautloch teilweise tamponiert hat wodurch nur langsam Fl√ľssigkeit unter die NH eindringen konnte. Diese Klinik teilte mir mit, dass keine unmittelbare Gefahr best√ľnde, da zu diesem Zeitpunkt die NHA still stand aber dass eine OP √ľber kurz oder lang unumg√§nglich w√§re.

Man entschied sich zu monatlichen Kontrollen, da meine Sehkraft so erstaunlich gut war und man nichts gef√§hrden wollte. Man bedenke: zu diesem Zeitpunkt war die Netzhaut etwa zur H√§lfte ab ABER im Stillstand. Habe dann auch oben rechts einen Schatten bemerkt, als mir der Arzt genau erkl√§rte, wo ich diese Einschr√§nkung sehen m√ľsste. Ohne Hinweis darauf h√§tte ich das vermutlich nicht wahrgenommen aber der Schatten war da und damit das bedrohliche Gef√ľhl, dass mein Augenlicht in Gefahr war...

Von Juni bis September hatte ich monatliche Kontrollen in jener Klinik, operiert sollte jedoch nicht werden. An Urlaub war nicht zu denken - es k√∂nnte jederzeit soweit sein, dass ein pl√∂tzlicher Sehkraftverlust eintritt, also wenn die NH an der Makula abhebt. Psychisch war das nicht lange tragbar f√ľr mich, also weiter in die einige Autostunden entfernte Uniklinik Innsbruck.

Dort war klar - eine OP (Plombe) solle so schnell als m√∂glich erfolgen. Zwei Wochen sp√§ter (Anfang Oktober 2009) lag ich unter dem Messer. Durch das Aufn√§hen einer Plombe wurde das NH-Loch tamponiert und die (gro√üe) Menge an Fl√ľssigkeit unter der NH wurde binnen 24 Stunden gro√üteils von der Aderhaut resorbiert wonach sich die NH wieder anlegen konnte. Gro√ües Problem war das lange Bestehen der NHA und der entstandenen Str√§nge unter der Netzhaut, die nun nach Wiederanlage eine gewisse Spannung erzeugen, was sich aber nach mehreren Monaten geben wird.

5.1.2010: Jetzt, drei Monate nach der OP hatte ich bereits mehrere Nachkontrollen und die √Ąrzte sind sehr zufrieden mit dem Genesungsverlauf. Das Auge ist noch leicht rot, hin und wieder flimmert es oben noch ganz leicht, die Brille passt nicht mehr (etwa 0,5 Dioptrien mehr, andere Hornhautverkr√ľmmung) aber der Schatten ist weg und die Sehleistung ist wieder bei den 90 %, die das Auge immer hatte, angelangt. Ganz zu schweigen von dem seelischen Druck, der mir genommen wurde.

Gr√ľ√üe aus √Ėsterreich,
Robert


P.S.: Namen der beiden Krankenh√§user, die nicht operiert haben, werde ich nicht nennen, da deren Meinungen zu diesem √§u√üerst heiklen Thema nachvollziehbar waren und ich niemandem einen Vorwurf mache, zumal ich in einem davon meine Nachkontrollen hatte und ich mich immer gut betreut f√ľhlte.

Erfahrungsbericht Klaus Teil 1

railtux @, N√ľrnberg, Mittwoch, 06. Januar 2010, 14:21 (vor 3673 Tagen) @ KAtharina

Ende Juni 2007 hatte ich bei einem Ausflug starkes Fremdk√∂rpergef√ľhl
und mußte ständig blinzeln. Ich bemerkte auch einen kleine dunklen Fleck
im Bereich der Nasenwurzel. Leider maß ich dem keine so große Bedeutung zu.
Am Sonntag lie√ü dieses Fremdk√∂rpergef√ľhl etwas nach.

Am Montag auf der Arbeit war es zwar lästig, aber es ging noch,
auch am darauf folgenden Tag ging ich zur Arbeit.
Doch dann wurde es immer schlimmer. So ging ich nach R√ľcksprache mit meinem
direkten Vorgesetzten zum Augenarzt.

So setzte ich mich also in meine Auto und fuhr wieder nach Hause,
eine sehr unangenehme Fahrt und machte mich dann auf den kurzen Fußweg
zum Augenarzt. Der kleine Fleck bewegte sich wie ein kleines Fähnchen.
Da hatte ich irgendwie die Vorahnung einer Netzhautablösung.

Beim AA schilderte ich die Geschehnisse und meine Ahnung wurde bestätigt.
Die Netzhaut war gerissen und hatte sich gelöst. Es war ein längerer vertikaler Riß.
Nach der gr√ľndlichen Untersuchung rief der AA sofort in der Erlanger Klinik an
und meldete mich als Notfall an.

Also Sachen packen und ab in die Klinik.
Dort nochmalige gr√ľndliche Untersuchung, u.a. auch mit dem Kontaktglas.
Noch am gleichen Tag OP.
"All inclusiv", also Cerclage, PPV, Cryo und Gas. Anfang 5-6 mal täglich Druckmessung
und die √ľblichen Kontrollen und Behandlungen mit Tropfen.
Klinikaufenthalt ca. 1 Woche.

Anschließend besucht ich regelmäßig meinen AA zur Kontrolle.
Die Gasblase löste sich nach gut 2 Wochen auf.
Die Sehkraft steigerts ich langsam auf ca. 40% innerhalb von 4 Wochen.

Bei einer Untersuchung bemerkte er einen beginnenden Ri√ü, den man beobachten m√ľ√üe.
Dann bemerkte ich morgens wieder eine dunklen Fleck
und sofortiger Besuch beim AA. Die Dignose erneute NHA.
Sie hatte sich etwa an der gleichen Stelle wie beim ersten mal gelöst.

Also wieder Klinik und OP. Auch diese OP wurde mit Gas durchgef√ľhrt.
Das Behandlungsprogramm in der Klinik war das gleiche wie bei der ersten OP,
abgesehen vom Operateur. Aufenthalt in der Klinik wieder ca. 1 Woche.

Anschlie√üend die √ľblichen dichten Nachkontrollen bei meinem AA.
Die Gasblase hatte sich noch nicht ganz aufgelöst,
als ich morgens einen wandernden Lichtpunkt bemerkte.
Man kann es mit einem Laserpunkt vergleichen,
mit dem man ein St√ľck aus einer Blechtafel schneidet.
Nach dem aufstehen bemerkte ich dann am oberen Rand des Blickfeldes
einen kleinen sich bewegenden dunklen Vorhang.

Der AA bestätigte dann meine Vermutung, erneute NHA. Dieses mal war der Riß
horizontal. Also wieder Klinik.
Gleiches Programm, gleicher Operateur, ca. 2 Wochen nach der 2. OP.

Als die Gasblase sich langsam auflöste, bemerkte ich ein grauen Keil.
Der AA diagnostizierte ein √Ėdem, welches man beobachten m√ľsse.
Nat√ľrlich wieder die √ľblichen Nachkontrollen beim AA.
Dabei wurde zwischen 2 Cryopunkten ein kleiner Riß festgestellt.
Diese Diagnose hatte die 3. OP im August 2007 zur Folge.

--
Herzliche Gr√ľ√üe aus N√ľrnberg
Klaus

Erfahrungsbericht Klaus Teil 2

railtux @, N√ľrnberg, Mittwoch, 06. Januar 2010, 14:25 (vor 3673 Tagen) @ KAtharina

Die Untersuchung in der Ambulanz war dieses mal sehr gr√ľndlich,
denn während der Warte zeiten zwischen den Untersuchungsschritten
liefen mir beide Operatuere √ľber den Weg.
Jedesmal die Frage, was machen Sie denn hier.
Jeder schaute sich dann mein Auge an.
Dieses Mal stand dann auch √Ėl zur Debatte.
Die Diskusion endete mit dem Entschluß,
dies während der OP entsprechend den Gegebneheiten zu entscheiden.
Es wurde dann doch nochmals Gas verwendet.

Anschlie√üend die √ľbliche Behandlung und NAchkontrolle.
Die Kontrolluntersuchungen wurden im Lauf der Zeit in größeren Abständen,
sowohl in der Klinik als auch beim AA durchgef√ľhrt.
Bez√ľglich des grauen Keils meinte der OA in der Ambulanz,
daß das Auge einfach Zeit brauche. Und wenn sich das innerhalb eines JAhres
nicht bessere, sei nichts mehr zu machen.
Dies hat sich bestätigt und inzwischen als Vernarbung herausgestellt.

Im Lauf der Zeit hat sich der Graue Star immer stärker bemerkbar gemacht.
Wegen der viel OP's innerhalb kurzer Zeit wurde die Katarakt-OP
allerdings erst ca. 1 Jahr nach den NH-OP's durchgef√ľhrt.
Zum Schlu√ü hatte ich das Gef√ľhl einen Wattebausch auf dem Auge zu haben.
Diese OP ist ohne Probleme und Komplikationen verlaufen.

Es erfolgte eine ausf√ľhrliche Nachuntersuchung,
die auch eine ausf√ľhrliche Gesichtsfeldmesung nach Goldmann beinhaltete.
Mein Gesichtsfeld ist massiv eingeschränkt,
so sehe ich Personen rechts neben mir erst, wenn sie ein wenig vor mir stehen,
auch nach unten fehlt ein großer Teil des Blickfeldes.
Den Bericht wollte der OA, welcher 2 der NH-OP's durchf√ľhrte,
ausdr√ľcklich selbst durchlesen, da er zur Vorlage beim Versorgungsamt
geeignet sein solle.

Der entsprechende Antrag wurde innerhalb von 2 Wochen positiv,
mit einem GdB von 30% unbefristet, entschieden.
Die Gleichstellung mit Schwerbehinderten durch die Agentur f√ľr Arbeit ist erfolgt.

Da bei der 3. NHA die Makula betroffen war, ist der Visus entsprechend vermindert.
Ich kann halt noch die 3. Zeile mit ihren 3 Zahlen "lesen",
allerdings habe ich dadurch noch räumliches Sehvermögen.

Dadurch ist halt z.B. Autofahren möglich.
Inzwischen ist das Auge auch wesentlich unempfindlicher, allerdings deutlich wetterf√ľhliger als fr√ľher.
Mittlerweile brauche ich auch regelmäßig Tropfen wegen trockener Augen.

--
Herzliche Gr√ľ√üe aus N√ľrnberg
Klaus

Erfahrungsbericht Volker

Volker, Montag, 15. Februar 2010, 18:48 (vor 3633 Tagen) @ KAtharina

Ich bin 47, seit langem kurzsichtig (Tendenz steigend, bisher ca. -5 Dioptrien beidseits), die Altersweitsichtigkeit setzt seit einigen Jahren ein, aber ich war mit Gleitsichtbrille eigentlich recht zufrieden mit meinen Augen.

Letzten Sommer sah ich dann pl√∂tzlich Lichtblitze rechts ganz am Rande des Gesichtsfelds. War sehr beunruhigt und nahm auch erstmals schattenartige Streifen in jedem Auge (links waagerecht von unten nach oben ziehend, linkst von links nach rechts) wahr, die aber schon l√§nger vorhanden gewesen sein k√∂nnten. Bin sofort zum AA1 (ich nummeriere mal durch), der abwiegelte: Die Blitze seien bei Kurzsichtigen normal, die Streifen ein Alterungseffekt des Glask√∂rpers, an den ich mich gew√∂hnen w√ľrde. Da mich die Antwort nicht befriedigte, ging ich zu A√Ą2, die immerhin etwas genauer hinschaute (wie AA1 aber ohne Kontaktglas). Sie konnte die verantwortlichen Defekte im Glask√∂rper immerhin ebenfalls erkennen; die Blitze tat auch sie als nebens√§chlich ab.

Nach Weihnachten wurde mir aber klar, dass von rechts unten ein dunkler Fleck in mein Gesichtsfeld ragte, besonders beim Aufwachen und abendlichen Lesen sichtbar. Also besorgte ich mir einen Termin in der Uni-Augenklinik Ulm. Dort erkannte dann mit Kontaktglas die untersuchende √Ąrztin einen Netzhautriss, den wenig sp√§ter der Oberarzt best√§tigte und f√ľr ¬Ąrecht gro√ü und bereits untersp√ľlt¬ď erkl√§rte. Er sagte mir, dass eine OP unausweichlich w√§re. Mit Plomben sei das nicht mehr zu machen, er m√ľsste Silikon√∂l einf√ľllen. Au√üer der Info, dass damit eine Nachfolge-OP verbunden ist und langfristig auch eine Katarakt-OP, wurden mir keine speziellen Risiken erl√§utert, war ja alles ein Notfall zwischen den Feiertagen.
Am n√§chsten Tag also pars plana Vitrektomie, ein gro√üer Orari√ü und ein Loch mit insgesamt 14 Kryo- und Laserpunkten angetackert. F√ľnf Tage sp√§ter wurde noch der Verdacht weiter untersucht, dass auch am linken Auge Netzhautdefekte sein k√∂nnten. Dazu musste das Auge eingedellt werden, mindestens lokale Bet√§ubung sei n√∂tig, Narkose standby, falls operiert werden m√ľsse. Ich habe dann eine Vollnarkose von Anfang an vorgezogen. Es mussten auch drei L√∂cher mit 11 Kryopunkten (Laser ging so weit au√üen nicht) bearbeitet werden. Acht Tage nach der OP wurde ich entlassen, rechts nun mit einem Visus von angeblich 0,8 (ich glaube, da habe ich durch eine Lochmaske geschaut) bei +2,5 Dioptrien und 23 mmHg Augeninnendruck.

Erfahrungsbericht Volker Teil 2

Volker, Montag, 15. Februar 2010, 18:51 (vor 3633 Tagen) @ KAtharina

An Tag 12 nach der OP habe ich mich wieder bei A√Ą2 vorgestellt. Die hat mir nach eingehender Untersuchung (wieder ohne Kontaktglas) ihr Mitleid ausgesprochen, der Augeninnendruck sei (mit, soweit ich mich erinnere, 33 mmHg) jetzt ja auch gestiegen, schade, kommen sie in einer Woche wieder. Langsam war ich misstrauisch geworden und suchte mir A√Ą3. Hatte inzwischen mit einem sehr erfahrenem NHA-Betroffenen telefoniert und viel gelernt -- Lesen durfte ich ja nicht. Zum Beispiel nahm ich mir vor, keinen AA mehr zu akzeptieren, der nicht mit Kontaktglas arbeitet. W√§hrenddessen nahm das seit der OP vorhandene Druckgef√ľhl in Auge und Kopf wieder zu. So kam ich an Tag 15 nach der OP sp√§ter bei A√Ą3 an, die auch sehr kompetent (und trotzdem mit Verst√§ndnis f√ľr die seelische Belastung) und mit Kontaktglas untersuchte. Die NH lag an (wie bei allen anderen Untersuchungen). Aber der Innendruck am operierten rechten Auge war auf 56 mmHG gestiegen. Sie gab mir sofort Tropfen und zwei Tabletten und schickte mich zur√ľck zur Augenklinik, eventuell m√ľsse das Silikon√∂l wieder raus.

Gottseidank ging der Druck schon auf dem Weg zur Klinik zur√ľck, ich bekam Cosopt (Dorzolamid+Timolol) verschrieben, setzte die Dexa-sine Kortisontropfen ab, die ich seit der OP neben Voltaren nahm. Au√üerdem sollte ich mit vorgebeugtem Kopf nach unten schauen und auf dem Bauch schlafen, f√ľr den Fall, dass das Silikon√∂l das Problem sei. Komisch, denn seit der OP schlief ich in der Klinik und zuhause auf dem R√ľcken, um die Augen zu sch√ľtzen. Dies und das Verbot mich l√§nger vorzubeugen habe ich auch der kurzen Patienteninfo entnommen, die ich zur Entlassung bekam. Inzwischen ist der Druck auch ohne Cosopt wieder okay (unter 20 mmHg), es muss also eine Reaktion auf das Kortison (Steroidglaukom) gewesen sein. Eines der herausstehenden Fadenenden hatte sich nicht aufgel√∂st und wurde bei einer der Untersuchungen in der Augenklinik noch rausgezupft ¬Ė eine Riesen-Erleichterung ...

Ich wurde noch bis zum 34. Tag nach der OP krankgeschrieben, hatte aber bereits in der letzten Woche nicht mehr das Gef√ľhl der Besserung: Das operierte Auge f√ľhlt sich ¬Ąfremd¬ď an, schmerzt, wenn ich die Voltaren-Tropfen auf 2 pro Tag reduziere. Die Iris reagiert nur tr√§ge und bleibt recht weit offen. Rotge√§dert ist das Auge sowieso, bei der Verheilung haben sich Zysten gebildet, die nach Ansicht der A√Ą3 bei der Silikon√∂l-Entfernung gleich mitbehandelt werden sollen. Ich habe auch schon einen Termin gut zweieinhalb Monate nach der ersten OP.

Seit knapp zwei Wochen versuche ich nun (nach Beratung mit A√Ą3) mit Kontaktlinse auf dem nicht-operierten Auge und Lesebrille f√ľr die N√§he meine Arbeit zu bew√§ltigen. Beide Augen erm√ľden aber sehr schnell, ich halte die Kontaktlinse auch nicht l√§nger als 8 Stunden aus (das ging fr√ľher locker 12 Stunden). Schutzsonnenbrille f√ľr den Weg zu/von der Arbeit ist bei dem Schnee ein Muss; auch wenn z.B. bei Vortr√§gen helle Folien verwendet werden, brauche ich eine Sonnenbrille. Und: F√ľnf Wochen nach der OP, seit einer Erk√§ltung mit Husten, wieder gelegentlich kleine Lichtblitze, diesmal links. Laut A√Ą3 ist aber keine NHA sichtbar¬Ö

Die Belastung durch die ganze Sache kann man auch mitf√ľhlenden Zeitgenossen kaum erkl√§ren, das Auge ist eben schon sehr nah an der Seele. Deshalb freue ich mich darauf, beim Austausch zwischen Betroffenen mitzumachen, es half mir schon viel, von √§hnlichen F√§llen Genaueres zu erfahren -- Vielen Dank! Ich bin sehr beeindruckt, welche Schwierigkeiten viele hier meistern und wie sie anderen helfen.

Fortsetzung folgt gegen Ostern.

Erfahrungsbericht - Christoph

Christoph @, Ense, Montag, 01. März 2010, 15:24 (vor 3619 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Christoph, Montag, 01. März 2010, 15:47

Hallo zusammen,

mit einer Netzhautabl√∂sung habe ich auch so meine Erfahrung gemacht, Nach einer Kataraktoperation auf dem linken Auge im November 2005 hatte ich kurz vor Weihnachten d. J. ein ungutes Gef√ľhl. Ich erkl√§rte dem Augenarzt auf dem linken Auge eine Wand hochkommen zu sehen, begleitet mit Ru√üregen und Blitze sowie einem eingeschr√§nktem Gesichtsfeld. Nach Untersuchung des Auges meinte er, dass alles in Ordnung sei.

Am 30. 12. 2005 sah ich auf dem linken Auge pl√∂tzlich nur noch einen Spalt mit ganz verzerrtem Bild. Da mein Augenarzt Urlaub hatte suchte ich sofort den augen√§rztlichen Notdienst auf. Die Diagnose Amotio totalis bei Riesenriss machte mir bei der Frage was ist passiert und hoffentlich wird die Sehkraft wieder voll hergestellt Angst. Er √ľberwies mich sofort mit dem Kommentar ¬Ąman sollte den Augenarzt verklagen¬ď in die Augenklinik nach Dortmund. Das habe ich aber leider nie getan, da es sehr schwer ist einem Arzt einen Kunstfehler nachzuweisen.

In der 1. OP wurde die Netzhaut nach Entfernung des Glaskörpers mit schwerem Silikonöl als Ersatz wieder angelegt. Es bildeten sich allerdings Stränge, deren Zug die Netzhaut wieder ablösen kann. In einer 2. OP wurden die Stränge entfernt.

Auf dem rechten Auge bin ich aufgrund einiger Löcher in der Netzhaut gelasert worden.

Mir wurde von den Augen√§rzten nach den ganzen Untersuchungen und Operationen mitgeteilt, dass ich kein Auto und auch keine Flurf√∂rderzeuge als Logistikfachkraft mehr fahren darf. Das war f√ľr mich sehr bitter muss ich sagen.

Da ich auf dem Auge links nur noch 20 % sehe und das r√§umliche Sehen aufgehoben ist, wurde mir vom Unternehmen auch gleich zum 28. Februar 2006 gek√ľndigt. (Wenn der Ackergaul gesund ist und arbeitet ist alles in Ordung nur sobald der Ackergaul lahmt geht es zum Schlachthof)
Ich konnte mir vor dem Arbeitsgericht wenigstens eine Abfindung erstreiten.


Im Juni 2006 sollte mir auf dem linken Auge das Silikon√∂l entfernt werden. Die OP konnte nicht weiter durchgef√ľhrt werden, da das Auge stark blutete. In einer 2. OP konnte das Silikon√∂l endlich entfernt werden.


In einem Antrag beim Versorgungsamt wurde mir ein Grad der Behinderung von 40 % zuerkannt.

√úber Die Deutsche Rentenversicherung schulte ich √ľber eine Ma√ünahme zur Teilhabe am Arbeitsleben als B√ľrokaufmann um. Mir geht es gut. Die Netzhaut ist stabil und es f√§llt mir auch nicht mehr so schwer zurechtzukommen.

Erfahrungsbericht - Biggi

Biggi, Samstag, 06. März 2010, 01:24 (vor 3615 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Biggi, Samstag, 06. März 2010, 01:33

Ich bin 45 und schon immer kurzsichtig, LA ca. -11 und RA ca. -18 dpt. Die Kurzsichtigkeit stammt aus der Familie meiner Mutter. Korrigiert mit CL habe ich aber immer ganz vern√ľnftig gesehen, LA 0,9 und RA 0,5. Da ich mit dem RA nach innen schielte, wurde ich mit 10 Jahren am RA operiert sowie mit knapp 15 nochmal √ľber das LA nachkorrigiert.

Mitte Dezember 2009 nahm ich auf meinem guten LA vermehrte Glask√∂rpertr√ľbungen wahr, die ich aber im √ľblichen Weihnachtsstress, so gut es ging, ignoriert habe. Anfang Januar hatte ich eine √§u√üerst heftige Bronchitis. In diesen Tagen tauchten verteilt √ľber zwei Tage 3 schwarze P√ľnktchen im LA auf, die sich so verhielten wie Glask√∂rpertr√ľbungen. Es blitzte wieder der Gedanke auf, ein Termin beim AA sei langsam n√∂tig.

Am 22.01.2010 nahm ich auf dem Weg nach Gießen auf dem LA einen kleinen dunklen Schatten am unteren Bildrand wahr. Die ersten Assoziationen an die nahezu totale NHA meiner Mutter vor gut 30 Jahren kamen auf. Aber vielleicht war ja auch nur die CL verschmutzt... Leider war sie es nicht.

Am nächsten Abend, wir feierten den 87. Geburtstag meines Schwiegervaters, tauchte plötzlich ein massiver Rußregen auf. Nach der Feier sind wir noch in der Nacht zur Uni-Augenklinik in Gießen weitergefahren.

Nach unheimlich gr√ľndlicher Untersuchung des jungen diensthabenden Arztes stand fest, es ist eine NHA. Nach telefonischer R√ľcksprache mit seiner O√Ą, sollte ich morhgens um 08:30 h n√ľchtern wieder kommen. Um 9 h war der OP beschlossen, der leitende OA und NH-Spezialist wurde gerufen, es wurden noch etliche Untersuchungen von ihm durchgef√ľhrt, der OP-Verlauf besprochen und um 10 lag ich im OP.

Da dank des Schiel-OPs keine Tamponade von außen möglich war, wurde eine PPV mit Gas gemacht, die NHA wurde gelasert, eine Laser-Cerclage von innen her gelegt und die Linse wurde direkt ausgetauscht gegen eine sphärische Kunstlinse.

Die erste Nacht danach war im ersten Teil schlaflos, zum einen dank meiner schnarchenden alten Mitpatientinnen, zum anderen dank der Notbeleuchtung, die auf Wunsch meiner Bettnachbarinnen an bleiben musste. Sie ermöglichte mir trotz Verband und Klappe, dass ich wahrnahm, dass da eine größere dunkle Stelle war. Kurz bevor ich völlig abdrehte, bin ich zur Nachtschwester gegangen, die mir gegen das Schnarchen Oropax gab und zum anderen den Arzt rief, der mich dann in der Nacht noch mal untersuchte. Es war alles ok, die NH lag an und die größere dunkle Stelle war genau der Riss, der jetzt angetackert war und den ich aber vorher nicht wahrgenommen hatte. So fand ich wenigstens noch ein bisschen Schlaf - mit Oropax in den Ohren.

Danach lief alles komplikationslos und auch der Augeninnendruck war immer im gr√ľnen Bereich. Mittwochs habe ich dann den Heimweg antreten d√ľrfen.

Die n√§chsten gut zwei Wochen waren gepr√§gt vom Aquarium und vom erh√∂ht auf dem R√ľcken schlafen/liegen m√ľssen, was f√ľr mich als passioniertem Flach- und Bauchschl√§fer ganz sch√∂n bl√∂d war. Erl√∂send war nach einer Woche die Entdeckung, dass ich auf einmal oberhalb des Wasserspiegels wieder etwas sehen konnte.

Heute knapp sechs Wochen nach diesem denkw√ľrdigen Wochenende, sehe ich auf meinem guten Auge fast wieder so gut wie vorher. Nur im Nahbereich bin ich schlagartig seit dem OP-Tag "altersweitsichtig", was ich aber als angehende Oma mit Fassung trage. Geblieben ist die dunkle Stelle, die aber zum Teil eh von meiner Nase verdedeckt ist und zum anderen vom halbwegs vern√ľnftig funktionierenden RA erg√§nzt wird. Seit 2 1/2 Wochen gehe ich wieder arbeiten und es geht mir und meinem Auge gut!

Jeden Tag merke ich, wie es immer noch etwas besser geht. Ich hoffe und bete, dass ich von meiner Mama nicht nur die schlechten Augen sondern auch ihr gutes Netzhaut-"Heilfleisch" geerbt habe.

Liebe Gr√ľ√üe aus dem Oberbergischen Land
Biggi

PS: An dieser Stelle ein gro√ües Lob an die medizinisch und menschlich hochkompetenten √Ąrzte/√Ąrztinnen und Schwestern in der Gie√üener Uni-Augenklinik!!!

Erfahrungsbericht Lujobe

Lujobe, Dienstag, 09. März 2010, 20:50 (vor 3611 Tagen) @ KAtharina

Eigentlich verwunderlich dass ich dieses Forum erst jetzt gefunden habe, da ich mich mit diesem Thema bereits seit gut 10 Jahren befasse (muss). Bei mir hat alles im Jahre 2000 begonnen. Katarakt-OP hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon an beiden Augen hinter mir. Bei Vorbereitungsarbeiten zu einer Messe bemerkte ich einen Schatten im linken Auge. Blitze habe ich damals keine gesehen. Ich habe dies zuerst f√ľr √úberanstrengung gehalten. Erst als der Schatten am n√§chsten Tag gr√∂√üer und deutlicher war wurde mir klar dass hier was ernsteres vorliegt. Statt direkt vor ort in eine Klinik zu gehen bin ich dann mit einem Kollegen nach Hause gefahren und dort zu meinem Augenarzt gegangen. Der hat ich sofort zur Uniklinik verwiesen.
Dort wurde von den Ambulanzärzten dikutiert wie eilig eine OP ist. Diese Diskussion wurde von einem Oberarzt, der wohl eher zufällig dazukam, beendet mit der Entscheidung "SOFORT". Es folgte eine Nacht-OP von etwa 5 Stunden Dauer bei der eine Vitrektomie vorgenommen wurde und mehrere großflächige Netzhautablösungen mit Plomben und Cryokoagulation behandelt wurden. Es wurde eine Gastamponade vorgenommen.
Ergebnis dieser ersten OP war eine vollflächig wieder anliegende Netzhaut aber Narben, auch im Bereich der Makula. Sehvermögen war, nach entsprechender Erholungszeit, scharf und kontrastreich aber durch narbenbedingte Verzerrungen in der Lesefähigkeit dauerhaft eingeschränkt. Die Aussage dass eine Amotio meist eine einmalige Angelegenheit ist war zu dem Zeitpunkt eine gewisse Beruhigung.
Um es kurz zu machen, es blieb nicht einmalig und es blitzte auch h√§ufiger. Am gleichen Auge gab es im Abstand von Tagen bis Wochen mehrere weitere Foramen und Amotio. Folge war eine Cerclage, √Ėltamponade sowie weitere Plomben und Cryos.
Noch bevor die √Ėltamponade wieder entfernt werden sollte kam die erste von mehreren Amotio am anderen Auge. Mittlerweile mit gesch√§rften Sinnen f√ľr solche Probleme habe ich diese recht fr√ľh bemerkt und schnell reagiert. Um es kurz zu machen, am Ende waren es 14 Operationen wegen Amotio, 3 Operationen wegen Katarakt bzw. Verisyse-Linse und ungez√§hlte Laserbehandlungen. Beide Augen sind betroffen, wobei das h√§ufiger operierte Auge heute noch eine brauchbare Sehleistung aufweist. Die Option am zweiten Auge auch eine Vitrektomie vornehmen zu lassen habe ich, in Absprache mit dem Professor der Klinik, nicht wahrgenommen. Die Meinungen der behandelnden √Ąrzte waren hier durchaus geteilt. Letztlich denke ich dass die Entscheidung so richtig war.
Zu allem √úberflu√ü kam es vor etwa 2 Jahren zur Losl√∂sung der Linse im schlechten Auge. Die ist mir einfach "ins Auge gefallen". Also wieder OP, nun eine Verisyse-Linse an der Iris festgeklammert. Leider geht seit diesem Zeitpunkt die Sehkraft des Auges best√§ndig zur√ľck. Neben Arealen in denen ich keine Farben sehe ist genau zentral bei geringer Helligkeit nur noch eine graue Fl√§che.
Sehnerventz√ľndungen, Retinaentz√ľndungen, √Ėdeme, diesem Auge blieb wenig erspart.
Trotz alledem bin ich noch voll im Beruf und kann und darf auch noch PKW fahren. Aktuell habe ich nun einen GdB von 40 bekommen. Dies allerdings nur im Zusammenspiel mit weiteren Problemen.
Amotio hatte ich nun seit einigen Jahren keine mehr, was ich auch darauf zur√ľckf√ľhre, dass ich alle Risiken die mir bekannt wurden absolut meide. Mit jeder OP bin ich vorsichtiger geworden.
Die Anmerkung eines Assistenzarztes, nach der letzten OP vor 2 Jahren - damit k√∂nnen sie kopfstehend Trampolin springen - habe ich lediglich kopfsch√ľttelnd zur Kenntnis genommen.

√úbrigens den Spruch
"Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist f√ľr die Augen unsichtbar"
habe ich mir auch zu eigen gemacht und bei diversen Gelegenheiten als Motto angegeben.
Passt eben irgendwie zu unserer Situation.

Gruß
Lujobe

--
"Du kannst nicht wählen, wie du stirbst oder wann.
Aber du kannst bestimmen, wie du lebst. JETZT!"
(Joan Baez)

Erfahrungsbericht

Marit, Samstag, 27. März 2010, 22:08 (vor 3593 Tagen) @ KAtharina

¬Ľ Hallo, liebe Forummitglieder,
nachdem fast 5 Monate seit meiner ersten Netzhaut-OP vergangen sind und ich relativ oft bei euch ins Forum geschaut habe, wollte ich euch ebenfalls an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Sie k√∂nnten interessant f√ľr euch sein, da ich nicht in Deutschland, sondern in Russland operiert worden bin.
Hier also meine Geschichte: Angefangen hat alles mit den √ľblichen Symptomen wie Blitze im linken Auge sowie muches volantes auf hellem Hintergrund. Da ich jedoch v√∂llig ahnungslos war, bin ich erst nach ca. 6 Wochen zu einem Augenarzt gegangen. Dort stellte man beginnende Netzhautabl√∂sung sowie mehrere Risse fest und empfahl mir, mich sofort vor Ort (d.h. in Sankt Petersburg, wo ich derzeitig lebe) operieren zu lassen. In Russland gilt diese Krankheit als Notfall, so dass dich im Prinzip jedes Krankenhaus aufnehmen muss. F√ľr mich kamen zwei Spezialkliniken in Frage. Ich habe mich dann f√ľr eine staatliche Augenklinik entschieden und wurde dann nach 3 Tagen aufgenommen. Vorher musste ich jedoch nachweisen, dass mein Gebiss saniert ist, da laut Aussage meiner √Ąrztin Netzhautabl√∂sung mit kari√∂sen Z√§hnen zusammen h√§ngen k√∂nne. Nach anderhalbt√§gigen Voruntersuchungen wurden mir beide Augen verbunden, mein Kopf wurde hochgelagert und ich durfte mich bis zur OP nicht mehr bewegen. Diese wurde dann erst am 5. Tag nach meiner Einweisung ins Krankenhaus durchgef√ľhrt. Bis dahin war das Wasser im Auge so gut wie abgeflossen. Die OP verlief ohne besondere Zwischenf√§lle ¬Ė mir wurde eine Silikonplombe eingesetzt. Nach der OP musste ich weitere 3 Tage mit verbundenen Augen liegen und hatte strengste Bettruhe. Dann wurden sie aufgebunden, aber ich durfte nur zum Essen sitzen, sonst weiter liegen, nach weiteren 2 Tagen durfte ich zur Toilette gehen und schlie√ülich aufstehen. Insgesamt lag ich 14 Tage im Krankenhaus. W√§hrend des gesamten Krankenhausaufenthaltes durfte ich nicht duschen, keine Haare waschen, nichts Hartes essen.
Als ich nach Hause entlassen wurde, sollte ich die erste Woche noch viel liegen, ich durfte rein gar nichts im Haushalt machen, lesen und fernsehen waren f√ľr 2 Monate verboten. In der zweiten Woche durfte ich mit zugeklebten Auge (sp√§ter nur noch mit 25% abgedunkelter Sonnenbrille aus Glas), warmer Kopfbedeckung und in Begleitung f√ľr ca. 15 Minuten rausgehen. Au√üerdem waren 2 Monate lang verboten: Konzerte, Theater, Haustiere und kleine Kinder in der Wohnung, Berufsaus√ľbung, selbst Auto fahren, mit √∂ffentlichen Verkehrsmitteln fahren, schwer heben, am Auge reiben, nach unten schauen, Wasser im Auge, Kontaktlinsen (bis zu 6 Monaten, danach nachts Vitamine ins Auge tropfen), Brille, Schminken, Sport (bis zu 6 Monaten), Haare f√∂nen, Sauna und hei√üe Wannenb√§der (1-2 Jahre), harte Sachen (z.B. N√ľsse) essen, Mineralwasser mit Kohlens√§ure, Alkohol. Ich habe die ersten 4 Wochen nach der OP fast nur gelegen und im Prinzip nichts gemacht.
Eine nochmals besonders kritische Phase ist laut meiner russischen √Ąrztin der Zeitraum zwischen dem 30. und 40. Tag nach so einer OP. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zu Hause nochmal strenge Bettruhe und durfte auch nicht spazieren gehen. (In dieser Zeit haben sich die F√§den aufgel√∂st, was ich durch ein Brennen im Auge bemerkt habe. Die Gefahr einer erneuten Netzhautabl√∂sung ist zu dieser Zeit wohl am gr√∂√üten.)
Nach diesem Zeitraum durfte ich so langsam wieder anfangen, leichtere Hausarbeiten zu erledigen ¬Ė leicht hei√üt, eine Kartoffel sch√§len, einen Teller abwaschen etc. und das Ganze habe ich dann so nach und nach gesteigert.
Insgesamt war ich 3 Monate krank geschrieben. Mit Lesen, Computer, TV habe ich nach 2 Monaten langsam wieder angefangen ¬Ė 45 Minuten lesen, dann Pause. Das habe ich so langsam gesteigert. Nach wie vor esse ich nichts Hartes, Alkohol soll ich nur in reiner Form trinken, heben bzw. tragen nur bis zu 4 kg m√∂glichst am K√∂rper verteilt. Fliegen hat mir die √Ąrztin relativ schnell wieder erlaubt. Beim Starten und Landen soll ich den Mund √∂ffnen. (Allerdings bin ich bisher nicht wieder geflogen.) Zug fahren ist wegen der Ersch√ľtterungen angeblich problematischer als Fliegen. Lesen im Zug oder im Bus ist verboten, auch soll ich nicht seitlich aus dem Fenster sehen. In Zukunft soll ich m√∂glichst alle Extreme vermeiden, d.h. z.B. auch im Winter nicht in die Hitze fliegen. Das betrifft auch den Sport ¬Ė verboten sind alle Ballsportarten, Jogging, schwere Gewichte, ins Wasser springen etc.
Momentan gehe ich alle zwei Monate zur Kontrolle, es werden immer beide Augen kontrolliert. Bei Bedarf wird hier in Russland eine prophylaktische Lasertherapie am nicht operierten Auge gemacht. Bei mir war das jedoch nicht notwendig. Bis 4 Wochen nach der OP habe ich noch Medikamente eingenommen und getropft, jetzt nehme ich nur noch Vitamine ein.
Soweit mein Erfahrungsbericht. Solltet ihr noch Fragen haben, so beantworte ich sie gern. Ansonsten allen alles Gute!

Netzhautablösung und Vorgeschichte

Andree @, Hessen, Montag, 19. April 2010, 13:42 (vor 3570 Tagen) @ KAtharina

Vorgeschichte Kurzfassung .Im August 2009 ,
Bulbusverletzung: Sklera-Patch-Aufnähung,Kunstlinse ,Keratoplastik,4 Operationen.
Im Januar bemerkte ich wie eine schwarze Wand im unteren Bereich des Blickfeldes aufstieg, bin sofort zum Aa. dann sofort in die Klinik . Dort wurde sofort Operiert 5.Op.
Cerclage , PpV , Gas .
Strikte Bauchlage das Gas war zwei Wochen im Auge .
Vier Wochen später sah ich ein flimmern im oberen Bereich .
Bin sofort in die Klinik nach ca.6 Stunden war alles schwarz .
6. Op :Re-PPV , Silikon-√Ėl .
Ich bin wöchentlich zur Kontrolle , die Sehstärke ist im moment bei Handbewegung .
Der Druck ist in Ordnung .

Erfahrungsbericht - USB

USB, N√ľrnberg, Freitag, 30. April 2010, 18:18 (vor 3559 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Netzis!

Ich bin ganz neu hier im Forum und möchte nun auch gerne meinen Erfahrungsbericht abliefern.

Ich habe pl√∂tzlich in meinem linken Auge einen gr√ľnen Balken, der das Gesichtsfeld eingeschr√§nkt hat. Dies habe ich w√§hrend einem Urlaubsaufenthalt in Amerika bemerkt. Da ich leider keine Erfahrung mit Augenkrankheiten hatte, bin ich in Amerika nicht zum Arzt und zu Hause auch nicht gleich. Bei einem Augenarzttermin wurde dann festgestellt, dass die Netzhaut bereits bis zum st√§rksten Sehnerv abgel√∂st war. Ich wurde sofort in die Klinik gebracht und dort noch am gleichen Tag operiert. Grunds√§tzlich wurde mir zu einer OP mit Gas gerade, es stellte sich aber w√§hrend der OP heraud, dass die Abl√∂sung daf√ľr bei mir zu weit fortgeschritten war. Somit bekam ich Silikon√∂l ins Auge.

2 Tage nach der OP hat sich das Auge dann enz√ľndet und es wurde im aneren Auge 2 identische Netzhautl√∂cher entdeckt. War dann 2 Wochen in der Klinik bis die Enz√ľndung zur√ľckgegangen war. Am Tag nach meiner Entlassung ging ich gleich routinem√§√üig zum Augenarzt und es wurde festgestellt, dass der Augeninnendruck viel zu hoch ist. Ich wurde dann sofort wieder in die Klinik eingeliefert und blieb dort einer weitere Woche. In der ich verschiedene zus√§tzliche Augentropfen bekam und der Druck regelm√§√üig gemessen wurde.

Jetzt fast 2 Monate nach der OP, komme ich im Gro√üen und Ganzen eigentlich ganz gut mit der Krankheit zurecht. Die anf√§ngliche Diagnose, dass ich mit Brille noch maximal 50% sehen kann, hat sich zum Gl√ľck nicht best√§tigt. Aktuell sehe ich fast 80%. Es bleibt nat√ľrlich die Angst vor der 2. OP und die Ungewissheit ist auch sehr schlimm, weil ich noch sehr jung bin und mir keiner sagen kann, woher die Abl√∂sung bei mir kam.

LG USB

Erfahrungsbericht Isabel B

Isabel B, Mittwoch, 08. September 2010, 20:04 (vor 3428 Tagen) @ KAtharina

Am 23.7., Freitagnachmittag, sah ich Blitze und erschrak sehr, da man mich aufgrund meiner starken Kurzsichtigkeit (12 Dioptrien) schon öfter vor diesem Alarmzeichen gewarnt hatte. Aber Freitagnachmittag hat meine Augenärztin zu.
Am Samstagmorgen (es blitzte weiter) ging ich dann statt zur Love Parade zur Augenklinik. Der junge Arzt dort fand nur eine Glask√∂rpertr√ľbung, keine Netzhautabl√∂sung. Am fr√ľhen Abend platzte eine Ader in meiner Netzhaut, ich sah es, erschrak sehr und ruderte mit den Armen nach der Riesenschliere links von mir. Danach blieben Schlieren in meinem Blickfeld. Da der Arzt mir morgens noch best√§tigt hatte, dass die Netzhaut in Ordnung sei, wartete ich bis Montag.
Mo 26.7. war meine Auge√§rztin in Urlaub, ich ging zu einem anderen Augenarzt. Der stellte eine starke Glask√∂rpertr√ľbung fest, an die ich mich halt gew√∂hnen solle. Ich bekam nicht einmal eine AU. Mein Hausarzt gab mir dann die AU.
Di 27.7. arbeitete ich und versuchte mich an die schlierige Sicht zu gewöhnen. Ich verspannte total, mir tat nach 9 Std. PC-Arbeit alles weh und ich fiel nur noch völlig erschöpft in mein Bett.
Mittwoch 28.7. ging ich arbeiten bis gegen 9:30 Uhr mein rechts Auge blitzte und ebenfalls plötzlich voller Schlieren war. Ich rief den Augenarzt an, der mir sagte, ich solle am Nachmittag (!!!) als Notfall in die Augenklinik gehen. Also arbeitete ich noch bis 14 Uhr und ging dann in die Augenklinik. Dort wurden beiderseits Blutungen, Zysten, Plattenverschiebungen (und weitere Fachbegriffe) sowie links Risse diagnostiziert. Krankschreibung bis 5.8., Ruhe, kein Lesen, PC und körperliche Anstrengung.
Do 28.7. sah ich dann wohl ¬ĄRussregen¬ď und ging wieder als Notfall in die Augenklinik. Dort wurden Blutungen best√§tigt, aber keine Netzhautabl√∂sung.
Kontrollen am 3.8. und 5.8. ergaben stabile Risse links.
Am 6.8. ging ich wieder arbeiten. Kontrolle am 10.8. zeigte unveränderte Risse.
Am 17.8. war meine Augen√§rztin wieder da und sie sah eine Abl√∂sung und schickte mich f√ľr den n√§chsten Tag zur Augenklinik, das m√ľsse operiert werden.
Am 18.8. verbrachte ich 9 Std. in der Augenklinik und mein linkes Auge war von den vielen Kontaktglasuntersuchungen durch etliche √Ąrzte schlie√ülich komplett zu geschwollen. Die Chef√§rztin befand es auch f√ľr Abl√∂sung an extrem schwieriger Stelle, OP f√ľr Freitag 20.8., Aufnahme und Aufkl√§rung sofort.
Die OP (Plombe, Cerclage und Gas) dauerte sehr lange und ich verschlief den Rest des Tages. Am n√§chsten Morgen wurde der Verband abgenommen und mir ins Auge geleuchtet, alles war schwarz und ich wurde ohnm√§chtig. Am Sonntagmorgen kam dann eine √Ąrztin, der ich entsetzt berichtete, dass alles schwarz sei. Sie sagte, das sei das Gas und es verschw√§nde in ca. 10 Tagen. Da f√ľhlte ich mich gleich besser! Mein Kreislauf war allerdings v√∂llig hin, ich wurde beim Duschen ohnm√§chtig, beim Essen noch mal.
Montag Mittag durfte ich nach hause, Tasche voll Medikamente, Auge verklebt und schmerzend und laufen konnte ich auch kaum. Aber zuhause! Wir feierten mit chinesischem Abendessen und ich schlief fr√ľh ein. Nachts musste ich zur Toilette und hatte gr√§ssliche Schmerzen im Auge, im Arm und im Bein, ich wurde wieder ohnm√§chtig.
Am n√§chsten Morgen rief ich meine Mutter zu Hilfe, da ich kaum laufen konnte und zu meiner Augen√§rztin sollte. Ich bat sie zuerst zum Hausarzt zu fahren, da mein Bein so wehtat. Er vermutete eine Thrombose und schickte mich zur Phlebologin, die nicht nur akute, sondern auch alte Thrombosen feststellte. Ich bekam Rezepte f√ľr Thrombosestr√ľmpfe und Spritzen.
Die Augenärztin war aber sehr zufrieden, ich konnte das erste Mal ein bisschen sehen und sie sah, dass die Netzhaut perfekt anlag. Zuhause war ich so fertig, dass ich mich erbrach und dann ohnmächtig wurde.
Die erste Woche war schwer, der Kreislauf kam kaum in Gang, ich schlief viel, aß viel und machte wenig, hatte Schmerzen und Langeweile.
Nach exakt 10 Tagen war das Gas weg.
Nun sind fast 3 Wochen rum, die Thrombosen sind abgeheilt, der Kreislauf ist putzmunter, die Netzhaut liegt perfekt an und die F√§den sind fast aufgel√∂st. Auf dem linken Auge sehe ich sehr verschwommen, rechts st√∂ren die Blutgerinnsel, verkehrst√ľchtig bin ich nicht, aber ich f√ľhle mich gesund und freue mich, dass die OP gelungen ist.

joeb - Teil I

joeb, Freitag, 04. Februar 2011, 19:20 (vor 3279 Tagen) @ KAtharina

Drei Wochen ist es her, vielleicht auch vier. Zuerst habe ich die herumfliegenden Punkte vor meinem Auge auf die Hitze geschoben, aber als dann der Schatten kam wollte ich es doch abklären lassen und habe mir den Termin geholt. <<
Und Ihnen fehlt da auch tats√§chlich ein ganz sch√∂nes St√ľck. <<

... anwortete die Augenärtzin beim Betrachten der Gesichtsfeldmessung!

Jetzt ging alles schnell, sehr schnell, zu schnell f√ľr mich.
Weittropfen - Augenhintergrundkontrolle -- Netzhautablösung auf dem linken Auge - Notfall - Meine Mädels machen sofort einen Termin in der Augenklinik!

Sie gehen mal gleich nach Hause und packen Ihre Tasche f√ľr drei oder vier Tage. <<
Termin steht. <<
Heute noch OP. <<
Viel Gl√ľck! <<

Zu Hause angekommen wollte meine Frau mich alten Hypochonder gerade necken, als ich ihr die √úberweisung vor die Nase hielt. Obwohl ich als Krankenpfleger weiss das man vor einer OP n√ľchtern sein muss und Rauchen auch verboten ist, musste ich noch eine rauchen. Dann ab in die Klinik. Dort erwartete man mich mehr oder weniger schon und nachdem der dort operierende Professor mit einer Kontaktglasuntersuchung die Diagnose der Augen√§rztin best√§tigte, konnte er den An√§sthesisten gerade noch vom Feierabend machen abhalten. Er wollte gleich operieren. Ich konnte gerade noch meiner Frau bescheid geben und ehe ich mich versah' hatte ich schon eine Nadel im Arm. Mit einem flachen Witz hat der Narkosearzt dann abgedr√ľckt und es wurde dunkel.
Ohne fehlende Zeit f√ľr mich bin ich dann, noch immer saum√ľde, mit einem Verband am linken Auge aufgewacht. Ich wollte einfach nur schlafen, aber mein soeben gewonnener neuer Freund im Zimmer wollte einfach nur reden. Also bin ich relativ bald aufgestanden und durfte dann auch eine Suppe essen.

Aber schön auf den Boden gucken <<

Meinte die Schwester als sie die Suppe brachte.

Sie haben nämlich Gas im Auge. <<

Weitere Informationen bekam ich heute erst mal keine. Der weitere Tag verlief eher schleppend. Es ist eine kleine Augenklinik am Rand von N√ľrnberg und au√üer ein wenig spazieren gehen, kann man hier eigentich nichts machen. Immerhin waren die Schmerzen ertr√§glich und ich hatte mich jetzt schon daran gew√∂hnt das mir st√§ndig jemand am Auge rumfummelt und sonstwas reinschmiert- und tropft.
Am nächsten Tag erfuhr ich dann bei der Visite auch endlich was genau gemacht worden war.
Cerclage und Cryokoagulation!
Der zur Samstagsvisite verdonnerten diensthabenden Arzt meinte das alles in Ordung sei. Immerhin konnte ich mit dem knallroten, zugeschwollenem, vermiertem etwas da links in meinem Gesicht, sogar schon ein bisschen was erkennen. Allerdings nicht lange, dann wurde es wieder zugeklebt. Na, wenigstens muss ich es so nicht sehen. Mein vielredenter, lautschnarchender Zimmernachbar wurde entlassen und ich war alleine im Zimmer und hatte meine Ruhe. Nachdem ich ja die letzte Nacht unfreiwillig durchgemacht hatte, d√∂ste ich viel, bekam Besuch, ging spazieren. So kam er, der Montag. Zwar langsam, aber sicher. Diesmal wieder Visite beim Professor und hip hip hurra, ich durfte nach Hause. Nicht viel machen, rechts liegen, Filme gucken. Und was f√ľr ein Gl√ľck das ich meine Freizeitaktivit√§ten vor kurzem von sehenden (Computer) auf h√∂rende (Klavierspielen) Aktivit√§ten umgestellt hatte. Au√üerdem war ja Sommer und ich hatte Zeit f√ľr ausgedehnte Spazierg√§nge. So kriegt man sechs Wochen durchaus rum. In dieser Zeit erholte sich das Auge zusehends und ich konnte es selber kaum glauben, es sah auch fast wieder wie ein Auge aus. Das Sehen wurde besser und an die Glask√∂rpertr√ľbungen und das Flackern gew√∂hnte ich mich.
Also ging es wieder ab in die Arbeit und jeden Tag wurde es ein kleines St√ľckchen besser. Inzwischen ist fast ein halbes Jahr vergangen und soweit auch alles in Ordnung. Auch muss ich nicht mehr jeden Tag daran denken, auch wenn ich es des √∂fteren durch Dr√ľcken, Jucken, Trockenheit und eben die √ľblichen Symptome noch merke.
Geblieben ist eine feuchte Stelle an der Netzhaut, ein sogenannter Vorhof. Dieser soll sich laut dem Professor aber noch geben und geblieben ist ein viertel Dioptrin schlechteres Sehen. Da bin ich wohl noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Sollte mir wieder einmal etwas komisch vorkommen, gehe ich schneller zum Arzt.
Nicht nur beim Auge!

joeb - Teil II

joeb, Freitag, 04. Februar 2011, 19:21 (vor 3279 Tagen) @ joeb

Warum ich das jetzt noch schreibe>
Weil es positiv ausgehen kann!
Klar ist eine Netzhautablösung eine doofe und heikle Sache.
Klar macht man sich Gedanken um seine Sehkraft.
Klar kann es immer wieder kommen.
Und klar gibt es Leute bei denen die Netzhaut nach einer Ablösung, zumindest erst einmal, einfach nicht mehr halten möchte.
Aber man muss es, wie so vieles im Leben, doch eh nehmen wie es kommt.
Die OP, die Schmerzen, das Tropfen, Salben und die anfänglichen ständigen Nachkontrollen, an das alles gewöhnt man sich und es ist auszuhalten!
Die Angst bleibt, doch wie hier schon so oft geschrieben darf man sich davon nicht kontrollieren lassen, wirklich nicht!
Und es kann eben auch gut ausgehen!
Nur schreiben diese Fälle hier wohl wirklich nicht so oft ...

Vielleicht kommt es auch bei mir wieder. Vielleicht verliere ich eines Tages wirklich meine Sehkraft vollst√§ndig. Hier m√∂chte ich an die Worte von Katharina denken und ihr daf√ľr danken. Denn selbst dann geht mein Leben weiter. Sicher anders, aber sicher nicht schlechter und die Lebensfreude lasse ich mir davon auf keinen Fall rauben.
Momentan bleibt mir aber nur Danke zu sagen. Danke an alle √Ąrzte die sich in der heutigen Zeit noch M√ľhe geben, weil sie wissen wie wichtig die Augen sind - und das halte ich nicht f√ľr selbstverst√§ndlich.
Und zu guter letzt wohl auch
"Gott sei Dank!¬Ē

Gerald-BT, keine NHa aber andere Sachen wie Uveitis, usw.

Gerald-BT @, Bad Berneck, Samstag, 05. Februar 2011, 19:15 (vor 3278 Tagen) @ KAtharina

Also ich hatte 2007 mein erstes echte Problem mit meinen Augen. Ich stehe Sonntag fr√ľh auf und sehe auf einmal auf einem Auge nichts mehr, also 0%.
Naja, war schon beunruhigt, aber ich wollte bis Montag warten um zu einem AA zu gehen der mir seit Jahrzehnten bekannt ist und von dem ich wusste das er damals der einzige Augenfacharzt war.
Naja, nach dem mich dort mein AA, ein weiterer, der Sohn (Privatdozent) und ein weiterer Privatdozent der an diesem Tag zu Besuch da war untersucht und nach einigen Tests ( ca. 6 Std.) war klar. Schwere Sehnerv und Glask√∂rberentz√ľndung an beiden Augen, sofort in die Uniklinik nach Erlangen. Also ich erst mal Nach Hause, Frau aufgekl√§rt, Koffer gepackt und nach Erlangen mit dem Auto.
4 Tage dort auf dem Flur verbracht mit st√ľndlichen Tropfen (auch Nachts)hatte ich schon mal wieder 3% Sehkraft, weitere 6 Tage in einem Zimmer und massig Untersuchungen, Tropfen ohne Ende, 3x 1000 mg Cortison direkt in die Vene hat sich die Sache langsam wieder gelegt.
Das anschlie√üende Problem war, das der Glask√∂rber sich durch die Entz√ľndung an meine Netzhaut festgeklebt hat!
Das hatte zur Ursache das ich mir st√§ndig durch Augenbewegungen L√∂cher in die Netzhaut gerissen habe die mit Laser geflickt wurden. Nach unz√§hligen Laser-OPs musste ich nach N√ľrnberg in die Maximillian-Augenklinik und der erste Glask√∂rber wurde heraus operiert. Und obwohl dieser angeklebt war an der Netzhaut, hat alles wunderbar funktioniert. Das gleiche Sp√§ter am anderen Auge. Da hatten wir dann das Problem von viel zu hohen Augendruck der mit Tropfen nicht in Griff gebracht wurde (Druck zwischen 40 - 50) Also 3. Augen OP unter Vollnarkose und da kam ein Filterkissen ins AUge um den Druck zu regulieren. Danach hatte ich nur noch 2 OPs wegen dem anschlie√üenden grauen Star.
Also so 3 Jahre später hatte ich nun links wieder 100% mit Brille und rechts 60%.
Rechts allerdings verzerrte durch gr√ľnen Star, Makuladegeneration und Fl√ľssigkeitseinschl√ľsse in der Netzhaut. Jetzt 2011 auf einmal wieder links Probleme mit Entz√ľndung, Druck auf 50, usw.
Momentan nehme ich:
4x 1/2 Diamox
Azarga AT 2x tgl
Vexol AT 5x tgl
Mydiatikum AT 3 tgl
Kalinor Brausetabletten 2x tgl.

Leider ist ja das Forum in der Uveitis Selbsthilfegruppe tot, deshalb habe ich nun hier mal geschrieben. Vielleicht kennt ihr ja noch Foren f√ľr Erfahrungsaustausch und Co>

Meine NHA und mein Leben danach...

Katinka, Freitag, 25. Februar 2011, 19:19 (vor 3258 Tagen) @ KAtharina

Ich m√∂chte an dieser Stelle auch meine Erfahrungen mit meiner Netzhautabl√∂sung ver√∂ffentlichen, da ich hoffe, liebe Menschen mit √§hnlichen Beschwerden kennenzulernen und auch anderen mit diesem Bericht zu helfen, da sie nicht alleine sind. Ich hatte meine erste (und hoffentlich letzte) NHA im Juli 2008 auf dem linken Auge. Das Schlimme daran war auch noch, dass ich es nicht sofort bemerkt habe. So mu√ü es zumindest gewesen sein, da der AA meinte, die NHA sei schon so weit fortgeschritten, bis zum Punkt des sch√§rfsten Sehens. Was ich merkte war, dass sich mein linkes Auge irgendwie komisch anf√ľhlte, irgendwas war anders. Ich war Kontaktlinsentr√§gerin und 4 Jahre nicht beim AA gewesen, da ich schlechte Erahrungen mit meinem letzten gemacht hatte.Es h√§tte aber Not getan, da ich immerhin li: -6,5 und re: -6 Dioptrin hatte. naja, ich war halt immer nur beim Optiker und das reichte (dacht ich). Irgendwie hab ich dann mal gemerkt, dass meine Sicht irgendwie komisch, leicht verzerrt war. Beim n√§chsten Blick war es wieder weg. Ich schob es innerlich auf ne falsch/schlecht sitzende Kontaktlinse. Bis ich dann auf Arbeit mal auf die glorreiche Idee kam, beide Augen getrennt zu testen, mit und ohne Kontaktlinse. ich bekam fast einen Schock, als ich mit dem linken Auge mit und ohne Linse einen geraden Strich "nicht gerade" sah, er hatte eine Unterbrechung (schief oder verzerrt). Ich dann gleich zum AA. Im Wartezimmer schaute ich an die Decke und sah links schon einen kleinen Schatten. Oh Mann, der AA meinte, ich solle gleich ins Virchow Klinikum Berlin fahren. Tja, es ging schnell, dort ging ich als Notfall durch und wurde am Nachmittag operiert, es wurde eine Cerclage gemacht und zus√§tzlich gelasert (2 Tage sp√§ter dann). Es gibt wohl auch noch eine Fl√ľssigkeitsablagerung, die aber auch erstmal da bleiben kann. Der "Knick in der Linse" ist geblieben, ich sollte es mir wie einen Knick im Fotofilm vorstellen, den kann man auch nicht mehr ausb√ľgeln. Die Werte gingen von -6,5 auf -7,5 Dioptrin hoch, aber bis heute sehe ich sehr scharf auf dem Auge. Ich habe sogar das Gef√ľhl, dass es besser wird. Das zum linken Auge. Mein rechtes ist leider auch nicht super, dort habe ich Netzhautdegeneration (denke ich). Sie habe im Krankenhaus gesagt, es gibt schon d√ľnne Stellen, sie w√ľrden dann profilaktisch lieber lasern. Ich habe das nat√ľrlich alles hingenommen. Erst im Nachhinein kam ich mir ziemlich "√ľberfahren" vor. Einem wurde ja s gar nichts erkl√§rt von alleine, f√ľr jede etwas ausf√ľhrliche Info mu√üte man fast betteln. Das hat mir mit am meisten zu schaffen gemacht! Jedenfalls bin ich seitdem regelm√§√üig beim AA, alles 3 Monate. Bis Montag (21.2.11) war immer alles gut. Jetzt wurde am rechten Auge eine Mini-Blutung hinter einem bereits vorhandenen Laserherd entdeckt. Der AA meinte, bei meinen Augen w√ľrde er lieber noch mal lasern, bei jemandem, der sonst nix hat, w√ľrde er das wohl nicht machen m√ľssen. Seit Montag bin ich nun wieder total unsicher und relativ √§ngstlich. Das √§rgert mich so, da ich mich schon wieder so gut "berappelt" hatte in den letzten 2,5 Jahren, denn ich war echt psychisch angeschlagen nach der OP. Jetzt habe ich Angst vor einer NHA am rechten Auge. Ich wei√ü auch nicht so richtig, wie ich mit der Sache umgehen soll, dashalb habe ich mich jetzt entschieden, hier dem Forum beizutreten. Mal habe ich keine √Ąngste, da denke ich kaum an meine Augen und mal habe ich tierische Angst blind zu werden! Ich habe seit dem Dezember eine zauberhafte Tochter und m√∂chte ihr nat√ľrlich viel Kraft geben!! Wie geht Ihr mit Euren √Ąngsten um> Ich hoffe, ich durfte diese Frage an Euch stellen ;-) Ich lebe in Berlin, vielleicht ergeben sich Kontakte>! Vielen Dank, dass ich mich Euch mitteilen konnte! Das hat jetzt gut getan :-))

Erfahrungsbericht Volker - Teil 3

Volker, Montag, 28. Februar 2011, 13:03 (vor 3255 Tagen) @ KAtharina

Tja, wo war ich stehengeblieben> Mit Silikon√∂l im rechten Auge im Fr√ľhjahr 2010 nach meiner Netzhautabl√∂sung zum Jahreswechsel 2009/2010. Ich habe seitdem wohl keinen neuen Erfahrungsbericht gepostet, weil ich gehofft habe, dass er mit Warten doch etwas positiver ausfallen k√∂nnte...

Ende M√§rz wurde das √Ėl planm√§√üig entfernt. Ich konnte mit der OP ganz gut umgehen, weil ich ja inzwischen wusste, dass das Auge so einiges aush√§lt. Trotzdem kam schon in der Klinik nicht so richtig Freude auf. Ich blieb etwas l√§nger als erhofft dort (8 Tage), u.a. weil der Augeninnendruck nicht so recht steigen wollte, und wurde schlie√ülich mit 6 mmHg entlassen.

Zuhause kam der Druck aber bald wieder in den Normalbereich und ist nie mehr zum Problem geworden. Cortisontropfen habe ich jeweils wieder p√ľnktlich vor der zu erwartenden Drucksteigerung abgesetzt (Kopfschmerz hat mich jeweils rechtzeitig gewarnt), au√üerhalb der Klinik auch "mildere" Steroidtropfen bekommen.

Leider war mir schon im Krankenzimmer aufgefallen, dass ich mit dem operierten Auge irgendwie in der Mitte des Blickfelds schlecht sah (konnte z.B. die Checkliste der Putzfrauen im Bad leidlich gut sehen, aber die Eintr√§ge, die ich fixieren wollte, nur als unscharfen grauen Fleck). Als ich dies bei den Visiten √§u√üerte, wurde ich vertr√∂stet, dass das sich wohl wieder bessern w√ľrde. Da war ja auch sonst noch alles aus dem Lot.

Danach wurde aber immer klarer, dass sich das nicht mehr bessert. Habe alle Untersuchungen durchlaufen: OCT/"Anschauen" (NH und Makula okay bis auf ganz geringen Ansatz von Gliose); FAG (Durchblutung okay); MRT (Sehnerv etc. okay). Letzte Best√§tigung mit mfERG im Juni: Im Bereich des sch√§rfsten Sehens sind die Rezeptoren nicht mehr funktionst√ľchtig, das Auge fokussiert inzwischen etwas seitlich, um das auszugleichen. Trotzdem Visus bei 0.1 (Tendenz fallend, vor allem wohl wegen der zunehmenden -- nach √Ėl zu erwartenden -- Linsentr√ľbung).

Die Linse habe ich entsprechend im August tauschen lassen (ambulant außerhalb der Klinik; mit Vollnarkose wegen des fehlenden Glaskörpers etc.). Diese OP lief erwartungsgemäß super. Ich hatte ja inzwischen gelernt, etwas Geduld beim Heilungsprozess zu haben. Aber der Visus wurde nicht mehr besser als 0.25. Immerhin kann ich das Gesamtbild gut erfassen und daher auch einigermaßen räumlich sehen.

Im linken Auge blitzt es oftmals, das wurde aber √ľber die Monate immer schw√§cher, so dass ich hoffe, diesen Albtraum nicht noch einmal mit dem anderen Auge zu erleben.

Was bleibt sind sehr leicht "reizbare" Augen: So k√§mpfe ich nach einer akuten Bindehautentz√ľndung seit mehr als drei Monaten gegen eine Lidrandentz√ľndung. Ach ja, ein relativ gro√üer Silikon√∂ltropfen wird nicht (wie die vielen kleinen, schwebenden, die sich teilweise auch irgendwo verfangen und nur bei Ersch√ľtterungen l√∂sen) vom Gehirn ausgeblendet und kullert unweigerlich ins Blickfeld, wenn ich den Kopf senke. Nicht st√∂render als die starken Glask√∂rpertr√ľbungen links -- die ich gerne in Kauf nehme. Einem "Nachstar"-Lasern, das bald f√§llig sein wird, sehe ich gelassen entgegen.

In Alltag/Arbeit/Autofahren komme ich aber gut zurecht, so dass auch ich trotz allem sagen kann: Gott sei Dank! ... und den √Ąrzten auch, selbst wenn nicht alles optimal gelaufen ist.

Erfahrungsberichte Didi50

Didi50, Dienstag, 24. Mai 2011, 12:01 (vor 3170 Tagen) @ KAtharina

Ich hatte im Mai 2009 und im Dezember 2010 "Graue Star"-Operationen. Mit neuer Brille hab ich dann gesehen wie ein Adler, keinerlei Probleme.
Dann vor ca. 3 Wochen erste schwarze Punkte im rechten Auge. Kannte diese Zeichen nicht und habs vernachl√§ssigt. Pl√∂tzlich √ľber Nacht unten rechts ein wabbernder schwarzer Fleck, der ungef√§hr 1/6 des Sehfeldes ausmachte.
Hab die Symptome bei der Anmeldung zum Augenarzt geschildert, bekam trotzdem erst einen Termin ca. 1 Woche sp√§ter. Die Arzthelferin h√§tte diese Symptome eigentlich besser deuten m√ľssen. "Gl√ľcklicherweise" verschlimmerte sich der Zustand √ľber Nacht, 1/2 Sehfeld vom rechten Auge war zu. Kam dann beim Augenarzt gleich dran, Diagnose Netzhautabl√∂sung. Der Arzt versuchte noch f√ľr den gleichen Tag (11.5.2011) einen OP-Termin zu bekommen. Klappte aber nicht, sodass ich am n√§chsten Tag operiert wurde. PPV-Operation mit Gasf√ľllung. 2 Tage sp√§ter entdeckte ich noch im Krankenhaus oben im Auge einen r√∂tlichen Schatten. Ergebnis der nachfolgenden Untersuchung: erneute Netzhautabl√∂sung an anderer Stelle. 2te PPV-Operation am 16.5.2011, diesmal mit Silikonoelf√ľllung.
Jetzt nach 8 Tagen nach OP sehe ich im gesamten Gesichtsfeld wieder alles, aber etwas kleiner, nach links verschoben, unscharf und gerade Linien sind etwas gewellt, was aber täglich besser wird. Pupille ist noch sehr groß, hoffe dass es sich gibt.

Erfahrungsbericht Ka Nin

Ka Nin, Montag, 27. Juni 2011, 17:16 (vor 3136 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,

ich danke Euch sehr f√ľr Eure Berichte, die ich nun in meiner 6.Woche nach der NHA selbst lesen kann. Es ist sehr schwierig etwas zu NHA zu finden und wenn es einen trifft unm√∂glich, da lesen dann ja verboten ist.

Zu mir und meinen Augen: Ich bin 43 Jahre- Seit meinem 5.Lebensjahr kurzsichtig hatte vor der OP -8 Dioptrien links und -9 rechts (derzeit -11 rechts). Meine Mutter hatte ungefähr in meinen Alter eine Netzhautablösung rechts und hat Ihr Auge dadurch verloren.

Ich sah am 17.05.2011 drei schwarze Punkte vor dem rechten Auge und habe nicht gleich reagiert. Habe noch in Stuttgart unterrichtet und bin danach joggen gewesen. Beides war nicht gut, w√ľrde ich auch nicht wieder tun- mit dem was ich jetzt wei√ü. Am Abend dann eine schwarze Wolke rechts oben im rechten Auge- Fahrt zur√ľck nach D√ľsseldorf mit der Bahn: Koffer tragen und umsteigen in K√∂ln. Direkt zum Augenarzt und dann ins Martinushospital in D√ľsseldorf: Netzhautabl√∂sung im Randbereich unten rechts. Der Glask√∂rper hatte die weitere Abl√∂sung verhindert!

Im Krankenhaus durfte ich nichts mehr tragen, aber mich schon noch bewegen, schlafen musste ich mit hochgestelltem Kopfende. OP unter Vollnarkose, Dauer ca. 2 h, Plombe an abgelöster Stelle und Lasern um das Fortschreiten der Ablösung zu stoppen- hat super funktioniert! - DANKE! Krankenhausaufenthalt 5 Tage

Verhaltensregeln nach der OP:
1.nicht b√ľcken, nichts heben, nicht Auto fahren, nicht lesen, schlafen mit erh√∂htem Kopfende. Ich darf fernsehen und spazieren gehen (muss mich bewegen, da ich immer viel Sport mache und mein Herz daran angepasst ist, gehe anf√§nglich ca. 1 h mit MBT-Schuhen- die starke D√§mpfung tut mir gut)
Ich war sehr lichtempfindlich und mein Optiker hat mir eine Photophobiker Sonnenbrille verkaufen k√∂nnen (er hat immer eine da f√ľr Notf√§lle), das war SUPER!!!- die Brille ist rundherum zu und kann √ľber der Korrekturbrille getragen werden (ich habe sie am Anfang auch in geschlossenen R√§umen getragen, jetzt nur noch bei Sonnenschein und Wind zum Schutz der Augen)
2.nach 10 Tagen ist das gelaserte Gewebe vernarbt ¬Ė keine Verhaltens√§nderung meinerseits nur l√§ngere Spazierg√§nge bis zu 14 km.
3.nach 3 Wochen darf ich wieder anfangen langsam zu lesen, ab jetzt darf ich auch wieder bis zu 5 kg heben und versuchen Auto zu fahren
Mir f√§llt auf, dass das operierte Auge alles doppelt bis 4-fach sieht. Der n√§chste AA stellt fest, die Achse des operierten Auges ist verschoben von ¬Ąrechtsdrehend¬ď vorher auf ¬Ąlinksdrehend¬ď hinterher. Ich bestelle mir ein √úbergangsbrillenglas- das alte Glas hat wohl daf√ľr gesorgt, dass das operierte Auge nicht mehr mit gesehen hat, da das Bild so schlecht war, durch das jetzt falsche, alte Brillenglas. Ich war schnell m√ľde, weil-so denke ich- das Gehirn da einiges Ausgleichen musste.
Das Autofahren geht jetzt f√ľr 15 Minuten, dann kommen Kopfschmerzen und ich setzte mich auf den Beifahrersitz und lasse weiter fahren.
Jetzt beginnt auch der Augeninnendruck im operierten Auge zu steigen und ich habe kurzzeitigen Visusverlust auf dem operierten Auge, wenn ich aus der Hocke hochkomme. Ich stelle mich in der Heliosklinik in Wuppertal vor- sehr gute ambulante Betreuung! und erfahre, das der hohe Augeninnendruck den Visusverlust macht bei Lagever√§nderung des K√∂rpers. Die Kortisontropfen (nehme ich in abnehmender Menge seit der OP) werden abgesetzt, da sie den Augeninnendruck erh√∂hen, die Kortisonsalbe zur Nacht bleibt noch (da eine Entz√ľndung jetzt extrem schlimm w√§re).
4.nach 5 Wochen: Visusverlust wird nicht besser sondern kommt immer häufiger. Ich bekomme von meinem AA Tropfen, um den Druck im operierten Auge zu senken, damit klappt es endlich, der kurzzeitige Visusverlust wird seltener ist aber bis jetzt nicht total weg.

Ich bin jetzt in Woche 6 nach der OP und habe viele Fragen zum Arbeiten, noch bin ich krank geschrieben und werde auch nicht wieder starten, bis ich alles wieder kann ohne den Augen zu schaden: Normal ist f√ľr mich 6-8 h pro Tag Arbeit am Labtop/BB. Dienstlich bin ich viel unterwegs mit PC-Roll-Rucksack (ca. 7 kg) und Koffer auf Rollen ca. 10 kg in jeder Art von Verkehrsmittel. Wie ich bei Euch gelesen habe, ist das wohl mit nur einer Plombe im operierten Auge alles machbar.

Ich plane 8 Wochen nicht zu joggen (Empfehlung vom Krankenhaus, und f√ľr mich sehr hart)- Dann fange ich wieder an, aber nur auf Waldboden bis sich nach 6 Monaten mein Auge wieder sortiert hat (der Glaskoerper nicht mehr fl√ľssig ist (so wie jetzt noch) und auch die endg√ľltige Seest√§rke feststeht)- ich hoffe dieser Plan ist gut so...denn au√üerhalb dieses Forums findet sich wirklich nicht so viel zu dem Verhalten nach der OP...wohl weil es f√ľr jeden anders ist. Ich werde jedenfalls noch eine zweiten Eintrag machen und berichten, ob der Plan so gut war f√ľr mich.

Ich danke allen vor mir f√ľr Ihre Eintr√§ge, die Tipps geben und Mut machen!

Erfahrungsbericht Anna-Lucia 4 Netzhaut-OPs in 5 Wochen

Anna-Lucia, Dienstag, 12. Juli 2011, 09:58 (vor 3121 Tagen) @ KAtharina

Hier mein Bericht:

Vorausgeschickt: ich bin 61 Jahre alt, sehr kurzsichtig gewesen zeit meines Lebens (blind sozusagen) und gehe ungern zum Arzt. Sobald ein Arzt zu mir sagt, ich solle mir keine Sorgen machen, alles w√§re nur eine Alterserscheinung, mache ich einen Luftsprung und bin schneller aus der Praxis als man schauen kann. Drau√üen rufe ich dann alle meine Lieben an und sage, da√ü nichts w√§re - wie immer und da√ü ich so weitermachen kann wie bisher (bisher hat noch jede Warnung nicht zugetroffen, egal wie dringend sie ge√§ussert wurde): so war es diesmal nicht. Es waren Motten auf den Augen, ich bin zum Augenarzt, habe mich nicht abwimmeln lassen, habe mehr als 4 Stunden gewartet, bin NICHT weitgetropft worden, habe NICHT gesagt bekommen, da√ü es eine Netzhautabl√∂sung sein k√∂nnte und auch NICHT, da√ü das bei starker Kurzsichtigkeit immer eine Gefahr sein kann, auch wenn es NUR Motten sind und bin in Ruhe mit Kindern und Enkelkinder in die Osterferien weit weg ans Meer gefahren. Dort ist mir dann von oben herunter ein dunkler Bogen ins Auge gefallen, den ich glaubt ignorieren zu k√∂nnen, weil "ich geduldig sein soll, das w√ľrde nach unten sinken, es ist ja nur eine Alterserscheinung". Damit bin ich quer durch Europa mit dem Kleinbus nach Hause gefahren: der Schatten kam immer weiter runter. Zu Hause angekommen, habe ich meine Nachbarin gefragt, ob ich denn zu ihrem Mann morgen gehen k√∂nne (der auch Augenarzt ist), mir w√§re doch sehr komisch zumute mit dem Schatten, der immer weiter runterk√§me...

Der langen Rede kurzer Sinn:
sie hat mich sofort in die Uniklinik geschickt, ich bin aufgenommen und noch am n√§chsten Tag operiert worden. Die 1. OP war eine Plombe, die h√∂llisch weh getan hat und nach zwei Tagen war das Auge entz√ľndet, dunkelroter Ring ums Auge, der immer r√∂ter wurde, nach 5 Tagen entlassen mit viel Penicillin und schon nach anderthalb Tagen war die Netzhaut wieder ab, diesmal noch weiter als vorher, die 2. OP mit 40% Gas im Auge war auch nicht nett: immer nur auf dem Bauch liegen und nach unten ins Kissen gucken und nach anderthalb Tagen Entlassung und noch r√∂terem Auge sofort wieder zur√ľck: diesmal war es nur noch ein schmaler Schlitz, den ich sehen konnte, wie aus einem U-Boot raus oder einem Sch√ľtzenpanzer der Schlitz f√ľrs Maschinenegewehr, die 3. OP dann 80% Gas mit ziemlich viel Druck im Auge, viel "rausgekratzt" und plangeschabt im Auge drin (hat sich angeh√∂rt wie eine Abtreibung) und wieder heftige Entz√ľndungen - die hat mich dann zu Hause v√∂llig lahmgelegt mit st√§ndigen Schmerzen bis es schliesslich wieder heftige Antibiotika ben√∂tigt hat, da√ü ich wieder rumlaufen konnte, dann 5 Tage gutes Sehen, zwar ziemlich lila-wei√ü, aber immerhin wieder plastisches Sehen und nicht Stolpern, Hinfallen, Kopfanschlagen, Kaffeedanebengiessen und vor allem: Schlafenk√∂nnen und dann bin ich - √ľberm√ľtig, √ľberm√ľtig - mit dem Zug nach Paris gefahren und mit dem Zug wieder zur√ľck (TGV) und dann war die Netzhaut wieder ab, diesmal kein Schatten, nicht schwarz, sondern ein Schleier √ľbers ganze Auge und es hat geschwappt im Auge (nicht das Gas!), gestern die 4. OP und jetzt ist √Ėl im Auge und alles ist heute ruhig. Ruhig. Ruhig.

War es der Zug> Oder hat sie einfach nicht halten wollen> Keine Ahnung. Aber ich bin froh, da√ü es Kliniken gibt, die reparieren und ich bin froh, da√ü es dieses Forum gibt. Wenn es auch be√§ngstigend ist, was man hier liest und man die gutgehenden F√§lle nicht so oft zu h√∂ren/lesen bekommt: ich bin tendenziell eher ein worst- case Mensch und hasse es, st√§ndig √ľberrascht zu werden von schlechten und schlechtesten Nachrichten: lieber lasse ich mich positiv √ľberraschen oder stelle mich darauf ein, wie eine Eidachse meinen Schwanz abwerfen zu m√ľssen, wenn Gefahr im Verzug ist. Das w√§re dann eben das Auge und es ist noch nicht das Leben: das mu√ü man wissen.

Anna-Lucia

Jahrestag Netzhaut-OP

HansPeter, Dienstag, 13. September 2011, 18:22 (vor 3058 Tagen) @ KAtharina

¬Ľ Hallo zusammen,

habe schon oft hier die Berichte gelesen. Habe mich jetzt auch registriert und auch den Fragebogen ausgef√ľllt.

Morgen vor einem Jahr hatte ich meine erste NH-Operation bei Prof. Walter im UK Aachen. Die Netzhautabl√∂sung kam bei mir von heute auf morgen. Nach f√ľnf Tagen wurde ich dann wieder entlassen. Drei Wochen sp√§ter bei der Kontrolluntersuchung im UK Aachen wurde festgestellt, dass der Augendruck zu hoch war. Also nochmal f√ľr drei Tage rein. Dann sah eigentlich alles gut aus. Ich habe seit drei√üig Jahren Sport gemacht - jetzt aber erstmal drauf verzichtet. Dann am 05.11.2010 wieder eine Kontrolluntersuchung. Ich dachte, alles ist ok - ab morgen kann ich wieder joggen - und dann der Schock. Die NH hatte sich wieder etwas gel√∂st. Gleich neue OP - diesmal mit √Ėl hinterlegt. Drei Tage sp√§ter konnte ich dann nach Hause.
Dann am 12.04.2011 Entfernung des √Ėls. Verlief soweit wohl auch ganz gut.
Hatte auch keinerlei Probleme mehr. Vor drei Wochen wieder Kontrolluntersuchung im UK Aachen. Dabei wurde ein Augendruck von 44 festgestellt. Es war dann noch ein Rest √Ėl im Auge ( war schweres √Ėl )Das wurde dann am n√§chsten Tag durch eine Vorderkammersp√ľlung entfernt.
Heute Kontrolle bei meinem AA. Es ist wohl noch ein kleiner Rest √Ėl in der Vorderkammer, der aber nach seinen Angaben von alleine verschwindet. ( Hoffe ich dann mal ).
Der wichtigste Satz f√ľr mich immer: Die Netzhaut liegt an. Wenn ich den bei den Untersuchungen h√∂re bin ich happy.
Mache mittlerweile auch wieder meinen geliebten Sport ( Joggen und Mountainbike )
Den Jahrestag meiner OP morgen werde ich auf jeden Fall mit einem dicken Eisbecher ein bisschen feiern.
Vor einem Jahr habe ich noch gedacht - na ja drei - vier Wochen und alles ist wieder wie vorher. Aber hier muss man einfach die entsprechende Zeit mitbringen, damit das Auge in Ruhe heilen kann.
lieben Gruß an alle hier im Forum
hans Peter

Erfahrungsberichte miramosa

miramosa, Sonntag, 25. Dezember 2011, 17:46 (vor 2955 Tagen) @ KAtharina

Hallo zusammen

verfasst von miramosa, 02.09.2011, 18:50

mein name ist Ulli, bin 47 J, komme aus griesheim (da-die)und weiss seit heute morgen, das ich eine netzhautablösung habe.

die sehf√§higkeit liegt nur noch bei 10% so der doc. einweisung in die uni-klinik in mainz. und wenn ich das hier alles lese, bekomme ich kein angenehmes gef√ľl. bekomme ich eine vollnakose>
welche schmerzen erwarten mich>
wie lange werde ich krankgeschrieben,
was ist mit der zeit danach> darf ich sport machen ( reiten / joggen )

mir fallen fragen ein, an die ich gestern abend noch nicht gedacht hätte. auf jeden fall steigt die angst. hoffe, ich kann dann hier ein wenig mitmachen.

man sieht sich
lg + hf ulli ********

Lang ist es her, seid ich diese zeilen geschrieben habe und es ist einiges passiert. und wenn ich das alles erzählen oder gar schreiben soll, wird es verdammt lang. nun gut, das ende vorne weg => es geht gut aus !!

nach der diagnose sollte ich soooooofort in die uni. das ich ein halbes jahr auf einen termin beim augendoc gewartet hatte, interessierte nicht wirklich jemanden. z.b. hatte ich heraus gefunden, das es im gesamten odenwald-kreis keinen augendoc mehr gibt. also mit sofort in die klinik war mal gar nichts zu machen. ich musste ja nochmal fr./sa und so/mo arbeiten. und so bin ich dann erst am di in die uniklinik gefahren. auf 3 tage mehr oder weniger mit diesem kranken auge, sollte es jetzt auch nicht mehr ankommen. ich sollte auch gleich als notfall am mi operiert werden. sollte. jeden morgen habe ich mich op-fertig gemacht. 2 x wurde verschoben und am fr. war es dann endlich soweit. 3 std. vollnakose => alles ist gut. werde am n√§chsten morgen wach und stellte fest, das mein auge nicht dicht war und √ľber die h√§lfte des √∂les bereits wieder heraus gelaufen war. alarm! sofort wurde alles wieder in bewegung gesetzt und 2 std. sp√§ter lag ich wieder auf dem op-tisch.und so kam es, dass ich am 5. tag meines kh-aufenthaltes zum ersten mal ein fr√ľhst√ľck bekommen habe. die anschliessenden wochen der heilung verliefen sehr positiv. ich hatte mich schon wieder auf das arbeiten gefreut, als meine chefin meinte, ich hatte ja noch keinen jahresurlauf. also 2 weitere wochen zu hause. anschl. 2 wochen arbeiten, dann wieder in die uni zur √∂lentfernung. alles ohne komplikationen diesmal. der augendruck war etwas zu hoch, habe ich aber mit tabletten in den griff bekommen. tja, was soll ich sagen. bin derzeit bei 50% sehleistung, habe seit letzten donnerstag eine neue (erste) brille und alles ist gut. doc meinte, das ich dann im april/mai meine *endg√ľltige* brille bekomme. dann sollte ich so bei ca 70 % liegen. nun, wir werden es sehen. von meiner seite aus, kann ich die uni-klinik in mainz nur empfehlen.

Erfahrungsbericht von Daviddm

daviddm, Freitag, 20. Januar 2012, 22:57 (vor 2929 Tagen) @ KAtharina

Also ich möchte hier meine Erfahrung mit meiner Nha schildern!
Ich bin 21 und mein AA hatte im Sommer durch eine zufällige Routineuntersuchung festgestellt, dass ich eine Blase am oberen Rand habe, aber er meinte es sei nicht so schlimm! Nach einem Monat sollte ich wieder kommen um das zu kontrollieren!
Gemacht getan, die "Blase" war noch immer gleich groß, und er meinte wenn es sich nicht verschlimmert braucht man nichts tun und wenn ja, dann kann eine einfache Laserung helfen! Er sagte aber auch noch dazu, dass wenn ich Blitze oder einen Schatten sehe, soll ich sofort zum AA gehen und mich Untersuchen lassen!
Es hat leider nicht lange gedauert hatte ich eigenartige Lichtblitze dich ich im linken Auge noch nie hatte! Ich war mir nicht sicher ob ich mir das nur einbilde oder doch real ist, dazu kam noch, dass ich am linken Auge auf einmal schlechter sah, und im unteren Teil meines Blickfeldes leicht verschwommen war!
So ab zum AA, der schickte mich dann gleich weiter in die Augenklinik, dort wurde mir von einem Uni.Prof., nach extrem langem warten gesagt, dass ich eine Netzhautspaltung habe und das sie nicht heilbar wäre, ich sollte in einem Monat meinen AA aufsuchen und sie kontrollieren lassen! Ich fuhr aufgelöst Nachhause, da mir auf meine Frage, ob sich das verbessern oder nur verschlechtern könne geantwortet wurde:"Nein, verbessern wird es sich sicher nicht, wenn nur verschelchtern!" Na toll!
Ich holte mir noch eine Meinung ein um sicher zu gehn, dass diese Diagnose auch stimmt! Wir gingen zu einem sehr anerkannten Uni.Prof. und dieser Herr stellte uns so hin, dass wir uns keine Sorgen machen sollen sondern mal abwarten sollen! Er bestätigte aber auch die Diagnose von seinem Kollegen aus dem LKH!
Mir war das noch immer nicht sicher genug ging ich privat zum Primar der Augenklinik!
Dieser AA stellte als erster fest, dass ich an einer NHA leide und ich mich innerhalb von 1-2 Wochen operieren lassen soll. Da ich aber das vertrauen an den √Ąrzten verloren habe ging ich noch zu einem Spezialisten nach Wien und habe mich noch dort untersuchen lassen! Er stimmte der Diagnose einer NHA zu und soll mich so bald als m√∂glich operieren lassen!
Termin ausgemacht und ich wurde operiert, mir wurde eine Silikonplombe eingesetzt und liegt nach Angaben der √Ąrzte total an! Ich habe zwar nach 4 Monaten noch immer leichte Blitze und leichtes flimmern, aber Schatten habe ich keinen mehr!

Erfahrungsbericht von Ralf

Ralf, Donnerstag, 01. März 2012, 11:48 (vor 2888 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Netzis,

meine Story beginnt Ende November 2011, wo mir beim Fussball spielen ein Ball ins rechte Auge geschossen wurde.
Da ich am Tag darauf eine seltsame Sehverschlechterung feststellte (keinen Schatten oder Ausfall, sondern eine Art tr√ľbe, undurchsichtige Fl√ľssigkeit in der unteren Augenh√§lfte), beschloss ich zum AA zu gehen.
Erst eine Woche und zwei AA-Besuche später, wurde eine Netzhautablösung diagnostiziert.
Dann musste alles sehr schnell gehen und ich wurde ins KH eingewiesen.
Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch guter Dinge, da mir NHA nichts sagte und ich dachte, es wäre mit einem gebrochenen Arm zu vergleichen, dh. eine Zeit lang krank und dann alles beim Alten.
Erst als der Chefarzt mit sagte, dass die ganze Sache nicht wirklich lustig ist und mein Auge recht ramponiert wäre, wurde es mir ziemlich mulmig.
Die OP verlief gut, meine Makula war nicht betroffen, es wurden Plomben gesetzt und eine Silikonöltamponade vorgenommen. (Gas hat nicht funktioniert, da ich vor zwei Jahren eine Katarakt-OP hatte und Kunstlinsen trage. Das Gas ist immer entwichen).
Nach der OP ging es mir gut.
Ich hatte keine nennenswerten Schmerzen, von den folgen Nackenschmerzen auf Grund der Kopfhaltung mal abgeshen.
Anfang Januar 2012 handelte ich mir, als kleines zusätzliches Bonbon, noch eine Konjunktivitis Epidemica ein.
Nun war ich hoch ansteckend und mein Augen tränten wie wild.
Als Gegenmaßnahme bekam ich hoch dosiert Cortison, was wiederum den Augendruck enorm ansteigen ließ.
Endlose drei Wochen später war der Spuk dann vorbei und das Cortison wurde abgesetzt.
Heute ist mein Augendruck, unter der Gabe von reichlich drucksenkenden Medikamenten, in Ordnung, auch meine Hornhaut erholt sich langsam und die Netzhaut liegt auch noch immer an.

Erfahrungsbericht chris1965

chris1965, Montag, 02. April 2012, 21:35 (vor 2856 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von chris1965, Montag, 02. April 2012, 22:10

Liebe Netzis,
um den 25.02.2012 habe ich 3 M√ľcken am rechten Auge und eine leichte Verschattung am unteren Sichtfeldrand wahrgenommen. Am selben Tag noch war ich beim AA. Nach der Spiegelung meinte er: alles ok. Allerdings wurde die leichte Verschattung in den n√§chsten Tagen zur Blase. Diese wanderte langsam in Richtung Sichtfeldmitte. Am 28.03. sah ich bei geschlossenen Augen beim zu Bett gehen einen hellen Schein (Halbkreis). Mein AA schickte mich dann am Folgetag in die LMU Augenklinik nach M√ľnchen zu Prof. Kampik. Hier f√ľhlte ich mich sofort kompetent beraten und behandelt. Die NHA wurde mittels Plombe, Kyro und Gas behandelt. Heute nach 5 Wochen und nach der 4ten Kontrolle ist soweit alles ok. Netzhaut sicher anliegend, wie die AA zu sagen pflegen. Da meine Mutter aber nach Glaukom auch unter NHA litt, bin und bleibe ich wachsam. Ich bin auch sehr dankbar, dass ich wieder Sport machen darf (Krafttraining und Joggen), dies allerdings nat√ľrlich sehr vorsichtig. Auch Kontaktlinsen funktionieren wieder sehr gut (Monatslinsen). Aber wie heisst es so sch√∂n: Holzauge sei wachsam....
In diesem Sinne w√ľnsche ich allen Lesern viel Kraft beim Umgang mit dieser seltenen Erkrankung und gute Zuh√∂rer, wenn`s mal nicht so doll l√§uft...
Ach ja, wollte ich noch sagen: Aufpassen auf die schleichende "Angst". Muss ich erst lernen in den Griff zu kriegen....
LG Chris

Erfahrungsbericht Fischy

Fischy, Samstag, 21. Juli 2012, 14:03 (vor 2746 Tagen) @ KAtharina

Hallo Leidensgenossen.

Mich erwischte es aus heiterem Himmel. Am 17.04.2012 am Nachmittag sah ich plötzlich rechts graue und schwarze Punkte.
Also ab zum AA.

Bei der Untersuchung meinte sie ich h√§tte eine NHA und m√ľsse noch am gleichen Tag operiert werden. (vorsorglich mal nichts mehr essen und trinken) Als Ursache meinte sie es k√§me meine Kurzsichtigkeit in Frage. LA -6 Diopt. RA -7

Also ab in die Uniklinik nach Erlagen. Nachdem mir der Arzt verk√ľndet hatte, was er alles mit mir anstellen wollte, hat es mich erstmal "flachgelegt". Toll dachte ich, das wars dann mit der OP.
Um 22:00 Uhr wurde ich zum Gl√ľck als Notfall in den OP geschoben. Ausr√§umen Glask√∂rperraum, Cerclage, anlegen der Hufeisendefekte, Gasf√ľllung.

Während meines einwöchigen KH-Aufenthaltes wurden dann gleich noch meine Löcher im LA "geflickt".

Ich war dann fast 6 Wochen krankgeschrieben und habe mich zuhause pflegen lassen, war mit meiner Frau im Getr√§nkemarkt. "Hier bitte mal zwei K√§sten....." ...lach...(nat√ľrlich nur Alkoholfrei...haha)

Heute nach drei Monaten geht es mir sehr gut. Ich kann wieder meinem Beruf nachgehen und Autofahren.
Mein RA erreicht mit der entsprechenden Glaskorrektur fast wieder 100 %. Somit kann ich recht zufrieden sein.
Sicherlich spielte hier der Faktor "Zeit" eine Rolle und die hervorragende OP durch einen Netzhautspezialisten an der Uni-Klinik in Erlangen ! >>> herzlichen Dank !!!

Bei der letzten Untersuchung meiner AA meinte diese, ich könne wieder alles machen und hätte keine Einschränkungen mehr. Die Netzhaut liegt sicher an, die Löcher sind vernarbt. Somit keine Gefahr.

Aufgrund meiner Leidenschaft zum laufen/joggen und diverser Forenbeitr√§ge bin ich hier jedoch sehr nachdenklich. U.a. auch durch unterschiedliche Aussagen von √Ąrzten.

Ich versuche es nun nach dem Motto "was geht statt dessen......."

Denke diese Entscheidung muss jeder f√ľr sich selber tragen, da er auch die Folgen tragen muss.

Vorw√ľrfe mache ich mir nur selbst, da ich meine Netzhaut vorsorglich nicht regelm√§√üig habe kontrollieren lassen.

Ich w√ľnschen allen "Leidensgenossen" viel Kraft und Mut mit der Krankheit und lasst den Kopf nicht h√§ngen.

Auch was kommen mag ! Es ist unser Schicksal !

Erfahrungsbericht Brigitte

Brigitte, Samstag, 04. August 2012, 21:30 (vor 2732 Tagen) @ KAtharina

Meine letzte Op liegt jetzt mehr als ein Jahr zur√ľck. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass mein Sehverm√∂gen stabil ist, und wage es, meinen Erfahrungsbericht zu posten. Wer keine Schauergeschichte lesen m√∂chte, der beschr√§nke sich auf den letzten Absatz. Alle Anderen k√∂nnen meine ziemlich traumatische Krankengeschichte mit verfolgen.

Das Elend begann an einem Freitagabend im Dezember 2010, als mir ein Sektkorken gegen das RA flog. Dabei sah ich f√ľr den Bruchteil einer Sekunde einen heftigen Blitz. Danach fiel mir auf, dass sich bei Augenbewegungen in der rechten √§u√üersten Ecke immer ein kleiner Blitz zeigte. Gleich am Montag rief ich beim AA an, schilderte die Symptome und wurde aufgefordert, sofort vorbeizukommen. Der AA diagnostizierte eine alte NHA. Wohlgemerkt: eine alte (!) NHA. Der Sektkorken war also unschuldig.

Am n√§chsten Tag fand ich mich als Notfall im Krankenhaus wieder. Operiert wurde konservativ. Es wurde von au√üen eine buckelnde Plombe aufgen√§ht, und der Riss wurde mit einigen Kryo-Sch√ľssen abgeriegelt. Eine Woche sp√§ter war ich wieder arbeiten. Am meisten belastete mich, dass ich wegen des K√§lte√∂dems Kortison einnehmen musste. Mit diesem Medikament kam ich √ľberhaupt nicht zurecht. Ich habe kaum noch geschlafen und war schwerst aggressiv. Meine Beine hatten ein rotwei√ües Streifenmuster angenommen. Am schlimmsten, weil irreversibel, war, dass ich auf beiden Augen einen kortisonbedingten Grauen Star bekam. ¬ĄCataracta corticonuclearis¬ď hie√ü es in sp√§teren Arztberichten. Als ich dann nach drei Wochen mit dem Kortison aufh√∂ren konnte, war ich √ľbergl√ľcklich und meinte, nun sei alles √ľberstanden.

Ein Irrtum. Etwa sechs Wochen nach der Op schob sich ein grauer Keil in das Sehfeld. Zuerst dachte/hoffte ich, ich h√§tte einen Fussel auf der Brille. Das war leider nicht der Fall. Das Sehverm√∂gen auf dem RA verschlechterte sich rapide. Innerhalb weniger Tage kam mir die Lesef√§higkeit abhanden. Gerade Linien sah ich wellig. Der AA stellte eine epiretinale Gliose mit einem ausgepr√§gten Begleit√∂dem fest. Dagegen half nur ein Membrane-Peeling, so dass mir eine ppV nun doch nicht erspart blieb. Ich entschloss mich, diese Op in einer Tagesklinik vornehmen zu lassen, weil ich auf Krankenhaus so gar keine Lust hatte. Die Op verlief ohne Komplikationen. Gleich am ersten Tag nach der Op sah ich trotz der Gasblase besser als vorher mit der Gliose. Au√üerdem blieb mir diesmal die Kortisoneinnahme erspart. Stattdessen war mir noch w√§hrend der ppV Triamcinolon in den Glask√∂rper gegeben worden, und ich musste Kortison-haltige AT anwenden. Ich befand mich in Hochstimmung und glaubte, jetzt w√ľrde alles wieder gut.

Aber dann ¬Ö Am vierten postoperativen Tag sah ich pl√∂tzlich so ein schwarzes waberndes Etwas in das Sehfeld hineinragen. Was ist das> Eine zweite Gasblase> Bitte keine neue NHA. Doch. Also wieder ab zur Op. Meine Bef√ľrchtung, dass diesmal mit √Ėl tamponiert w√ľrde, bewahrheitete sich gl√ľcklicherweise nicht. Es wurde wieder Gas verwendet, allerdings diesmal Perfluorethan, das erst nach sechs Wochen resorbiert wird. Die NH lag nun an, aber leider war unter dem Gas die Kunstlinse, die mir bei der ersten ppV eingesetzt worden war, verrutscht. Das bedeutete, dass ich zu einer weiteren Op antreten musste zwecks Vorderabschnittrevision. Diese fand statt, nachdem sich das Gas vollst√§ndig verfl√ľchtigt hatte, und verlief ¬Ė man glaubt es kaum ¬Ė g√§nzlich ohne Komplikationen.

Im Dezember 2011 schaffte mein RA einen Visus von 0,8. Mehr hat es vor den NH-Problemen wegen der hohen Kurzsichtigkeit auch nicht geschafft. Ich habe also mein altes Sehverm√∂gen zur√ľck. Besser geht nicht. Auch die Lesef√§higkeit ist voll wiederhergestellt. Ich kann jetzt wieder jedes Augenpulver ohne Schwierigkeiten lesen, was f√ľr mich lebenswichtig ist, weil ich als Juristin jeden Tag viel Kleingedrucktes lesen muss. Ich denke, dass ich mit meinem Erfahrungsbericht vielen Netzis Mut machen kann, denn er zeigt, dass auch komplikationsreiche Krankheitsverl√§ufe gut ausgehen k√∂nnen und dass es sich lohnt, um jedes Prozent Sehkraft zu k√§mpfen. Mein AA meinte, dass zum guten Ergebnis das Triamcinolon sehr beigetragen habe. Also liebe Netzis, verlangt Triamcinolon. Au√üerdem rate ich sehr dazu, diese HP und ihren hohen Informationswert zu nutzen. Ich habe hier sehr viel gelernt und erfahren, so dass ich in der Lage war, den A√Ą die richtigen Fragen zu stellen.

Erfahrungsbericht Inge

Inge, Dresden, Montag, 13. August 2012, 09:53 (vor 2723 Tagen) @ KAtharina

Es war der 18.7.12, mein Mann und ich sa√üen vor dem Fernseher. Ich sp√ľrte vor dem linken Auge pl√∂tzlich einen Schleier, der immer wieder von links oben kam, ein paar graue Flocken waren auch dabei. Ich dachte, ich sei √ľberm√ľdet und ging zu Bett. Am n√§chsten Morgen war es immer noch so. Ich ging dennoch zur Arbeit, ich bin √Ąrztin, und absolvierte die Vormittags sprechstunde. Mittags hatte ich Kopfschmerzen, die Schleier links hatten sich verst√§rkt. Ich rief meine Schwester an, sie ist Augen√§rztin. Sie meinte, ich solle sofort kommen. An der Spaltlampe wurde meine Schwester ganz bla√ü. Ich hatte ein gro√ües Netzhautloch mit umgebender Abl√∂sung. Sie telefonierte mit der Uniklinik, ich stellte mich am gleichen Nachmittag vor und wurde am n√§chsten Tag operiert, Plombe und Kryo (OA Dr.Sandner). Die Nachuntersuchungen zeigten eine erfolgreiche OP. Dennoch ist jetzt vieles f√ľr mich anders geworden. Ich arbeite wieder halbe Tage, aber es strengt mich an. Das operierte Auge hat noch Schleiererscheinungen. Mit Sport (vor der OP Schwimmen, Yoga, Fitness, Reiten) bin ich noch voll zur√ľckhaltend.
Wahrscheinlich ist alles noch zu frisch. Ich habe das Ereignis noch nicht richtig verarbeitet.Ich werde Euch weiter berichten.

Erfahrungsbericht AngiF (I)

AngiF, Samstag, 18. August 2012, 12:16 (vor 2718 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,

ich habe in der Zeit nach meiner OP viel in diesem Forum gelesen und leider haben mich durch die vielen negativen Beiträge sehr heruntergezogen.
Deshalb w√ľrde ich gerne hier meine Erfahrungen wiedergeben und versuchen die verzweifelten aber auch die guten Momente hervorzuheben.

Ich bin 27, lese sehr viel privat, sowie beruflich und arbeite viel am PC im Zuge meiner Promotion.

23.03.2012: Mich hat der Vorhang v√∂llig √ľberraschend getroffen, da ich schon seit ca. 5 Jahren nicht mehr beim AA gewesen bin. Damals vor 5 Jahren war ich noch deutlich weniger kurzsichtig und mir daher nicht der NHA Anf√§lligkeit bewu√üt (mittlerweile waren's -7 und -1 Zylinder). Hatte auch seit dem 14. Lebensjahr problemlos Kontaktlinsen getragen. Seit Oktober 2011 hatte ich ab und zu einen fliegenden schwarzen Punkt und Sehschw√§che in der D√§mmerung, aber mein Optiker war nicht beunruhigt und ich hatte keine Zeit, zum AA zu gehen.

Als der kleine Vorhang links nasal oben nach ca. 2 Stunden nicht wegging, war ich mir pl√∂tzlich sicher, dass ich eine NHA habe, hab schnell nach Symptomen gegoogelt und die erste A√Ą aufgesucht, die ans Telefon gegangen war. Das war wohl im Nachhinein ein gro√ües Gl√ľck, dass ich so schnell reagiert hatte.

Trotzdem war die Best√§tigung der Diagnose ein echter Schock f√ľr mich. Eine ganze Armee von L√∂chern hatte ich, haupts√§chlich au√üen unten und ein Hufeisenloch auf 3 Uhr. Da ich "kurz vor der Makula" stand, wurde ich noch in der selben Nacht unter Vollnarkose operiert.
Kryo, Cerclage, Gas, Bauchlage musste eingehalten werden.

Das war Donnerstag Nacht, vollständige Wiederanlegung der NH war am Montag morgen erst vorhanden, ich wurde sofort entlassen. Mir wurde nur auferlegt, in den nächsten 2 Tagen einen AA aufzusuchen, ohne weitere Empfehlungen.

Da ich noch alles andere als selbstst√§ndig war, bin ich von Freiburg zu meinen Eltern nach Stuttgart gefahren und hatte einen Arzt aufgesucht, der mir jedoch nicht besonders kompetent vorkam (Mittwoch), weswegen ich f√ľr Montag einen Termin bei einer anderen √Ąrztin ausmachte (fr√ľher ging's nicht).

Mir ging's immer besser, bis ich am Sonntag starke Schmerzen hatte (wellenartige Brennschmerzen auf der Augenoberfläche, die mich die ganze Nacht wach hielten). Am Montag dachte ich, dass diese mein größtes Problem wären.

Die A√Ą meinte sofort, dass die NH ihrer Meinung nach nicht anliegt und √ľberwies mich f√ľr eine zweite Meinung an die Charlottenklinik in Stuttgart, an einen lokalen Experten.

Der Termin f√ľr die n√§chste OP wurde dann f√ľr Mittwoch festgelegt und es war die schlimmste Zeit, die ich bis dahin hatte, denn mir wurde erkl√§rt, dass falls es nicht funktioniert (was wohl ziemlich wahrscheinlich war), als n√§chstes eine √Ėl-OP durchgef√ľhrt werden m√ľsste. Niemand wollte eine Prognose abgeben, niemand konnte irgendwas genaues sagen, das war das allerschlimmste.

Nach der 2. OP (Cerclage wurde ausgewechselt zu einer breiteren, besser positioniert und st√§rker zugezogen) ging es sehr schleppend weiter. Icb habe schnell bemerkt, dass ich schlechter sehe als nach der 1. OP (nach 10 Tagen nur ca. 40%, was ich allerdings erst viel sp√§tr erfuhr, vor der 2. OP ca. 60%.) und dass ich Wellenlinien sah. Kommentar der √Ąrzte: das sei jetzt noch normal, aber keiner sagte, wie lange.

Eine erneute Untersuchung 3 Wochen nach der 2. OP in Freiburg bei der A√Ą, die die Diagnose gestellt hatte, zeigte, dass ich gerade mal knapp 60% sehe (allerdings ma√ü sie 2 dioptrien weniger aks der andere Arzt) und sie ging davon aus, dass es sich. ich etwas verbessern w√ľrde ( die Pupille war noch sehr weit), allerdings nicht mehr viel. Ein weiterer Schock f√ľr mich: Die Makula war doch betroffen gewesen, die Prognose d√ľster f√ľr meine Verh√§ltnisse.

Ich hatte mehrere panische Besuche beim AA und in der Klinik, da ich nun Angst hatte, dass es zu einer erneuten Ablösung kommen kann.

5 Wochen nach der 2. OP: Untersuchung in Stuttgart ergab, dass die Sehkraft bereits bei 60-80% ist. Jetzt erst wurde mir erleichtert der Befund vom letzten Besuch mitgeteilt.

Danach war ich mehrmals zum Sehtest beim Optiker, die Sehkraft nun mindestens bei 80%, der Optiker ganz aus dem Häuschen, dass es so gut aussieht.

Erfahrungsbericht AngiF (II)

AngiF, Samstag, 18. August 2012, 12:20 (vor 2718 Tagen) @ KAtharina

TEIL II

Ende Juni: Weiterer Besuch bei der Freiburger A√Ą, diese √ľberrascht, dass ich schon bei 90 und 100% mit wenigen Fehlern alles lesen kann, aber die Dioptrien sind nun bei -10 und -2 Zylinder ( wobei dies mit der Cerclage zusammenh√§ngt). Die NH liegt ganz glatt an.

Das rechte Auge wurde präventiv gelasert (ein kleines Loch unten). Ein weiteres kleines Loch liegt unten in einem Bereich mit Degeneration, wo man nicht gut lasern kann und wo es wohl auch nicht notwendig ist.

Mittlerweile kann ich mich wohl sehr gl√ľcklich sch√§tzen, dass alles so gut abgelaufen ist. Ich sehe gut, zwarnoch leicht wellig, das merke ich allerdings kaum. Die NH liegt an. Die Pupille ist seit ca. 1-2 Monaten notmalgro√ü, das Auge ist zwarnoch etwas kleiner, aber kaum noch auffallend. Ich hatte mehrere Fl√ľge, einen Umzug und die stressigste Zeit seit jeher in meiner Doktorarbeit hinter mir ohne negative Folgen bislang. Die Angst vor dem normalen Leben ist weg.

Was ich auf jeden Fall positiv verbuchen kann: Ich habe gemerkt,wieviel Hilfe ich habe, wie viele Menschen, die sich sehr um mich gek√ľmmert hatten. Mein Freund, der jeden Tag im Krankenhaus nicht von meinem Bett gewichen, mit vorgelesen und f√ľr mich den Sekret√§r gespielt hatte, meine Eltern, die sich 3 Wochen lang k√ľmmerten und Freunde, die jeden Tag anriefen.
Und nat√ľrlich, dass ich gelernt habe, zu entschleunigen j d die Arbeit nicht zu ernst zu nehmen.

Was vielleicht noch wichtiger ist: Es lohnt sich, geduldig zu sein mit dieser Art von Krankheit, auch dies ist eine Lektion, die ich gelernt habe.

Stand nach vier Wochen

tsunamieye, Dienstag, 21. August 2012, 18:57 (vor 2715 Tagen) @ KAtharina

Nach einer grauen Star OP 2008 und einer NachstarOP im Februar 2012 sah ich Anfang Juli pl√∂tzlich Fensterrahmen leicht verzerrt, so dass ich meinen damaligen Augenarzt aufsuchte. Dieser erkannte eine angeblich verrutschte Kunstlinse (statt der von mir bef√ľrchteten Makuladegeneration), so dass ich zun√§chst erleichtert war. Allerdings riet mir mein Umfeld, eine zweite Meinung einzuholen. Just am Tag als ich in den Urlaub fliegen wollte (den ich im Vertrauen auf die Meinung des Arztes gebucht hatte) begab ich mich zu einem weiteren Augenarzt, der eine Netzhautabl√∂sung diagnostizierte und mir sofort eine ppv vorschlug. Noch am selben Tag packte ich meine Urlaubstasche in eine Krankenhaustasche und wurde operiert.

Die OP: mit Gas, Vereisung, Tamponade, Cerclage und allen Schickimickis. Heute, nach vier Wochen und einem Tag, hat sich die Gasblase verabschiedet. Ab und zu habe ich noch Kopfschmerzen, aber zum Gl√ľck nicht mehr die, die ich zeitweise hatte (migr√§neartig mit heftigem Pochschmerz im Auge). Mein Auge ist auch noch heftig rot und gereizt, brennt nach mehreren Stunden immer noch leicht, aber das ist jetzt ertr√§glich. Da ich selbst√§ndig bin, arbeitete ich mit voller Gasblase schon nach 2 Wochen wieder, aber eingeschr√§nkt. √Ąrger machten die OP-F√§den, die immer wieder herausblubbten und ins Auge stachen - diese hat mein Arzt und Operateur jedoch zielsicher herausgeschnitten. Das wichtigste ist, dass sich die Netzhaut angelegt hat und dies mit 95% Wahrscheinlichkeit auch so bleibt. Allein die Vorstellung von 2 - 5 Folgeoperationen - nein danke.

Die psychische Seite der OP und der Folgen ist √ľbrigens nicht zu untersch√§tzen: in den ersten Wochen geht eben gar nichts. Plus die Angst von Folgeoperationen, R√ľckschritte bei der Heilung: das alles ist f√ľr die Seele nicht gut. Auch hier hat mein Operateur Meisterliches geleistet, und ich bin froh, ihn gefunden zu haben. Das Ganze ist ein Geduldsspiel - wer geduldig ist, hat es leichter. Ich bin es nicht wie ich nun kapiert habe... :-)

Erfahrungsbericht von Marta

Marta, Montag, 10. September 2012, 18:51 (vor 2695 Tagen) @ KAtharina

Sorry, bin doch noch nicht soweit.

Erfahrungsbericht Dani

Dani, Mittwoch, 26. September 2012, 11:43 (vor 2679 Tagen) @ KAtharina

Nach etwas √ľber 2 Monaten nach meiner ersten Netzhaut OP m√∂chte ich meine Erfahrungen gerne mit euch teilen. Ich bin 28 Jahre alt und schon seit meiner Kindheit sehr stark kurzsichtig (-12 dpt auf beiden Augen). Darum gehe ich auch brav jedes Jahr zur Netzhautuntersuchung. Leider hat meine Augen√§rztin dieses Mal bei einem Routinecheck etwas am rechten Auge gefunden. Bemerkt habe ich √ľberhaupt nichts und sie meinte auch sie w√§re sich nicht sicher, w√ľrde mich aber gerne noch am gleichen Abend in die Augenklinik in Freiburg schicken, damit die sich das mal anschauen. Ich also noch frohen Mutes in die Augenklinik, denn ich dachte: ¬ĄSelbst wenn sie was finden hat mir mein Augenarzt ja gesagt das kann man ambulant lasern.¬ď Umso gr√∂√üer mein Schock als der Professor an den ich in der Ambulanz geraten war meinte, man m√ľsse sofort operieren mindestens 4 Tage station√§r, meine Netzhaut bei 6 Uhr s√§he aus wie ein schweizer K√§se. Zum Gl√ľck hat mir die Assistenz√§rztin dann noch ein wenig erkl√§rt, dass die Netzhaut schon an mehreren Stellen abgel√∂st sei und ich eine Plombe bek√§me und die Risse mit einem Kryo vereist werden. Man w√ľrde die OP mit lokaler Bet√§ubung durchf√ľhren. Da am gleichen Abend kein OP-Saal mehr verf√ľgbar war wurde die OP auf den n√§chsten Morgen den 21.07 angesetzt. So konnte ich zumindest noch heim und ein paar Sachen holen.
Die OP selbst verlief dann recht gut, ich hatte keine direkten Schmerzen, jedoch ein unangenehmes Dr√ľcken gegen die Nasenwurzel. Nachdem die Bet√§ubung nachlie√ü kamen die Schmerzen, aber auch das war mit ein wenig Paracetamol auszuhalten (Zumindest besser als das ununterbrochene Gelaber meiner Zimmernachbarin :-D ). Ich war sehr erstaunt dass abends der Verband schon abkam. War aber etwas geschockt da ich alles doppelt sah. Am n√§chsten Morgen nach der ersten Visite hie√ü es, es g√§be noch eine kleine Blase die sich vielleicht aber von selbst anlegt. Ich sah auch wieder einigerma√üen, konnte das Auge jedoch wegen dem ¬ĄMuskelkater¬ď nicht ohne Schmerzen bewegen. Nach 4 Tagen wurde ich dann entlassen, mit Krankschreibung f√ľr 5 Tage und einem Kontrolltermin nach 2 Wochen. Da ich anscheinend das Atropin nicht gut vertrage waren meine Pupillen immer noch voll weitgestellt als ich dann 6 Tage sp√§ter bei meinem Augenarzt zur Kontrolle war. Als ich meinte ich k√∂nne so nicht arbeiten, da ich ja alles verschwommen sehe und extrem blendempfindlich bin (Ich arbeite in einem chemischen Labor und muss unter anderem toxische und explosive Stoffe handhaben) hat sie mich dann gn√§digerweise noch 3 Tage l√§nger krankgeschrieben.
Ich habe hier oft gelesen, dass von Au√üenstehenden oft nicht verstanden wird, was eine Netzhautabl√∂sung bedeutet und ich kann das voll unterschreiben. Als ich meine Krankmeldung abgegeben habe meinten meine Kollegen nur: Man sieht ja gar nichts, dass kann dann ja nicht so schlimm sein. Meine Freunde dachten, da ich bei dem guten Wetter zuhause bin h√§tte ich auch Zeit mich mit Ihnen in der Stadt zu treffen oder abends weg zu gehen. Irgendwann war ich es leid allen dreimal erkl√§ren zu m√ľssen, dass es nicht geht, ich immer noch manchmal Schmerzen habe und das gucken mit voll geweiteter Pupille auch nicht gerade angenehm ist. (Es hat √ľbrigens fast 2 Wochen gedauert bis sie wieder gezuckt hat, der Arzt meinte nur, dass kann er sich nicht vorstellen, dass es von der OP oder dem Atropin kommt¬Öja klar, wovon denn sonst bittesch√∂n). Irgendwie scheint es die Leute zu irritieren, dass man nach einer OP wieder laufen kann, also muss es einem ja gut gehen!
Beim Kontrolltermin im Krankenhaus, diesmal bei einem Netzhautspezialisten, bekam ich dann die schlechte Nachricht, dass die Blase immer noch da ist, ich um eine zweite OP also nicht herum k√§me. Der Arzt erkl√§rte mir dieses Mal genau was sie machen w√ľrden. Die Plombe w√ľrde entfernt und ich bek√§me eine Cerclage, zum Gl√ľck ohne Gas oder √Ėl, da sie mich sonst auf den Kopf stellen m√ľssten da die NHA genau auf 6 Uhr l√§ge. Er war irritiert, dass meine erste OP nur bei lokaler Bet√§ubung erfolgt war, da bei einer so starken Kurzsichtigkeit wie bei mir das Risiko mit den Bet√§ubungsspritzen etwas zu verletzen sehr hoch sei (sch√∂n, wenn man gleich an ¬Ąkompetente¬ď √Ąrzte ger√§t). Die zweite OP verlief gut, auch wenn ich mir einbilde die Schmerzen waren schlimmer. Die Netzhaut liegt aber jetzt komplett an, so dass kein weiterer Krankenhausaufenthalt zu erwarten ist.
Seit 2 Wochen arbeite ich wieder und es geht mir soweit gut. Nur wenn ich mal zu schwer hebe oder mich sehr anstrenge macht sich das Auge bemerkbar. Langsam ist meine Pupille wieder im Normalzustand und auch wenn ich 2 Dioptrien verloren habe und rechts unscharf sehe (Trotz neuer Brille. Allein mit dem rechten Auge w√ľrde ich mit der entsprechenden Brillenst√§rke auf 80% kommen, allerdings sehe ich dann mit beiden Augen Doppelbilder. Wir haben uns dann entschieden, dass das Glas schw√§cher wird, ich aber mit beiden Augen zusammen auf knapp unter 90% komme).

Erfahrungsbericht von Peter

peter, Dienstag, 02. Oktober 2012, 10:18 (vor 2673 Tagen) @ KAtharina

√ćch bin 47 Jahre alt, habe vor 24 Jahren eine NHA im rechten Auge gehabt - OP und Plombe. Danach habe ich keine Beschwerden gehabt - Fu√üball gespielt, gejoggt - Alles im gr√ľnen Bereich. Am 1. April 2012 NHA im linken Auge. Abl√∂sung von 10 Uhr bis 5 Uhr sehr periph√§r. Operation mit anschlie√üender √Ėlbehandlung. Das √Ėl ist nach 3 Monaten wieder entfernt worden. 2 Wochen sp√§ter 3. Operation, weil eine kleine Stelle nicht vernarbt war. Das war Ende Juni. Die Sehsch√§rfe wird langsam besser. Mein AA meint, dass die alte Sehsch√§rfe in etwa wieder erreicht wird. Derzeit (nach drei Monaten) merke ich, dass es langsam besser wird - die Sehsch√§rfe aber noch nicht erreicht ist, ich soll mich einfach noch gedulden.
Gestern bin ich zum ersten Mal wieder gejoggt. Mein AA meinte letzte Woche bei einer Routinebehandlung, dass normale Ersch√ľtterungen keinen Einfluss auf eine Netzhautabl√∂sung haben.
Joggen w√§re √ľberhaupt kein Problem. Ich sollte St√∂√üe vermeiden, die direkt auf das Auge gehen alles andere ist unbedenklich.
Das Problem ist, jeder erzählt etwas anderes. Mein Plan ist, weiter zu laufen und leicht wieder Fußball zu spielen - also dass zu machen, was ich vorher auch gemacht habe. Allein der Gedanke daran, wieder normal ins Leben zu kommen, macht mich froh.

Erfahrungsbericht - Matthias

MatthiasM, Freitag, 05. Oktober 2012, 08:54 (vor 2670 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von MatthiasM, Freitag, 05. Oktober 2012, 09:06

Meine OP liegt ca. 5 Monate zur√ľck und ich m√∂chte euch nun meinen bisherigen Erfahrungsbericht mitteilen. Vielleicht gibt er dem einen oder anderen ein wenig Hoffnung.

Mit 25 Jahren ist bei mir am rechten Auge eine "Ablatio retinae" diagnostiziert und operiert worden. Ende des letzten Jahres habe ich immer wieder ein helles Blitzen am Rande meines rechten Auges wahrgenommen, mir dabei aber nichts weiter gedacht. Ich bin davon ausgegangen, dass das Leuchten mit Stressreaktionen zusammenhängt, quasi wie Augenzucken und zu gegebener Zeit wieder von alleine verschwindet. Das es so etwas wie "Netzhautablösung" gibt, wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Dieses Jahr im Februar bin ich schließlich dann doch auf Anraten meiner Familie zum Augenarzt gegangen, der nach einer längeren Untersuchung festgestellte, dass ich ein Loch an der Netzhaut habe. Besagter Arzt war auch derjenige, der mich mit 18 Jahren per Lasik auf beiden Augen gelasert hatte, da ich eigentlich mit 5 bzw. 6 Dioptrien kurzsichtig bin. Meine erste Frage war folglich, ob die Netzhautablösung mit der Laserbehandlung damals zusammenhängen könnte. Das ist aber nicht der Fall gewesen.

Im Anschluss an die Diagnose bin ich den M√§rz √ľber immer wieder an der betroffenen Netzhaut gelasert worden. Dabei wurde um das Loch, durch welches Fl√ľssigkeit unter die Netzhaut getreten war, ein Ring gelasert. Im April wurde festgestellt, dass das Lasern das Fortschreiten der Fl√ľssigkeit nicht aufh√§lt und ich m√∂glichst bald operiert werden muss. Die OP fand Anfang Mai im Klinikum rechts der Isar in M√ľnchen bei Herrn Dr. Mathias Maier statt, den ich jedem Netzhautpatienten nur empfehlen kann. Bei der OP wurde mir unter Vollnarkose eine Plombe auf das betroffene Auge gen√§ht. Mit K√§lte wurden die L√∂cher (es waren schlie√ülich drei) "verschwei√üt". Da die Fl√ľssigkeit unter der Netzhaut an einer Stelle ungl√ľcklicherweise bereits weiter fortgeschritten war, als zun√§chst angenommen, wurde mir in einer zweiten OP unter √∂rtlicher Bet√§ubung Gas in das Auge injiziert. Das war sehr schmerzhaft, das Druckgef√ľhl verging jedoch nach ungef√§hr einer Stunde wieder und zur√ľck blieb eine ziemlich gro√üe Gasblase, die im Laufe der n√§chsten drei Wochen immer weiter schrumpfte.

Im Laufe dieses Jahres musste ich immer wieder zu Nachuntersuchungen in die Klinik kommen, da ich noch immer Restfl√ľssigkeit unter der Netzhaut an einer Stelle hatte. Anfang August schlie√ülich lag die Netzhaut zum ersten Mal wieder komplett an und mein n√§chster Kontrolltermin ist erst im November.

Was ich jedem "Netzi" nur ans Herz legen kann ist viel Geduld und Durchhalteverm√∂gen. Jetzt so langsam fange ich an, wieder Sport zu machen (Radfahren; traditionelles, also kontaktloses Taekwon-Do), verzichte aber auf Aktivit√§ten, die st√§rkere Ersch√ľtterungen oder Druck auf das Auge auswirken (Joggen, Achterbahnfahren, Tauchen etc.). Ich tropfe noch k√ľnstlich nach. Lichterscheinungen (Lichtblitze; schwarze Schatten, besonders bei hellem Hintergrund: immer nur Sekundenbruchteile!) sehe ich weiterhin. Aber so lange die √Ąrzte sagen, dass sie nichts finden k√∂nnen, denke ich, dass ich lernen muss, damit zu leben.

Was mich sehr freut, ist, dass ich wieder bei meiner alten Sehst√§rke angelangt bin (100%). Ich hatte bef√ľrchtet, dass ich nach den Eingriffen nicht mehr gut auf dem betroffenen Auge sehen kann. Von einigen im Forum habe ich gelesen, dass ihnen ihre Plombe Probleme macht. Ich komme ganz gut mit ihr klar, merke sie eigentlich nur abends und manchmal kurz zwischendurch, wenn die Augen m√ľde oder zu sehr √ľberanstrengt werden. Autofahren geht wieder v√∂llig problemlos.

Wichtig ist auf jeden Fall eine OP nicht auf die lange Bank zu schieben und lieber einmal zu viel als zu wenig zum Augenarzt zu gehen. Ich pers√∂nlich w√ľrde zu einer OP nur noch in gro√üe Kliniken gehen, wie z.B. in M√ľnchen ins rechts der Isar oder nach Gro√ühadern (Innenstadt).

Erfahrungsbericht November 2012

Sven Sevke @, Dienstag, 18. Dezember 2012, 11:08 (vor 2596 Tagen) @ KAtharina

Hallo an alle,

ich fange gerade erst an, eure Erfahrungen zu lesen. Bisher war ich mehr mit mir selber beschäftigt, nachdem ich im November zweimal am linek Auge wegen einer Netzhautablösung operiert worden bin.

Meine Erfahrungen habe ich als Sprachnotizen aufgenommen und veröffentliche sie jetzt nach und nach in meinem Blog.

Wenn es f√ľr euch okay ist, verweise ich hier einfach auf diese Artikel: http://blog.sevke.net/tag/netzhautablosung/

Ansonsten kann ich sie auch gerne hier in das Forum hineinkopieren.

LG

Erfahrungsbericht - Reni

Reni, 25474 Ellerbek, Montag, 31. Dezember 2012, 16:27 (vor 2583 Tagen) @ KAtharina

Hallo, bin neu bei Euch und hoffe auf Eure Tips wenn Ihr den Verlauf meiner NHA gelesen habt: Ende Aug.12 (in Spanien) teilweise schwarzer Vorhang ohne Vorank√ľndigung, Argonlasern bei deutscher √Ąrztin, Flug nach Hamburg (1 Woche war vergangen), sofortige Pars-plana-Vitrektomie mit Cerclage und √Ėleinlage (60%), Sp√§ter wurde der Riss ( auf 6-7Uhr)gelasert, ohne Erfolg. Bei Nachkontrolle am 19.12.- alles ok, Termin anberaumt f√ľr √Ėl/Gastausch im Febr.13. Schon am gleichen Abend Blitze. Ungl√§ubig habe ich 1 Tag gewartet, dann 2. OP, Netzhautfalten glatt gelegt, √Ėltausch (Schwer√∂l 500, 90%), Riss gelasert. Bei meinem Augenarzt zur Kontrolle am 27.12.: Lasern hat nichts gen√ľtzt, die Netzhaut schwimmt unten, aber 90% √Ėl da k√∂nne fast nichts passieren - aber trotzdem aufpassen. Empfehlung die Klinik zu wechseln. Tagesklinik Bremen soll f√ľhrend sein. Die st√§ndigen hellen Flecken, Flackern, Streichholzflammen im Auge m√ľsse ich erst mal hinnehmen. Nun m√∂chte ich zur Begutachtung nach Bremen. Was sagt Ihr dazu>
W√ľnsche Euch zum Jahreswechsel alle Gute und viel "Schwein" - Gruss Reni

--
Renate Reski

Erfahrungsbericht Christoph88

Christoph88, Mittwoch, 13. Februar 2013, 08:53 (vor 2539 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Christoph88, Mittwoch, 13. Februar 2013, 09:00

So Moin :)

Zuerst √ľber mich...
Mein Name ist Christoph und ich bin im Juni 1988 geboren also derzeit 24 Jahre alt. Ich habe bis zu meiner Abl√∂sung noch niemals von diesem Krankheistbild geh√∂rt und bin auch unregelm√§√üig zu den Untersuchungen gegangen da ich auch nie aufgekl√§rt wurde wof√ľr diese seien... Imeinem jugendlichen Leichtsinn hat es mich auch nicht interessiert und habe mich also dempentsprechen nicht verhalten. Ich war vor meiner NH-Abl√∂sung sportlich sehr aktiv. Ich habe mehrere jahre Kraftsport gemacht sowie 5 Jahre lang, bis zur Abl√∂sung, Kickboxen mit Vollkontaktk√§mpfen.

Seit meiner Ablösung ist nun einige Zeit vergangen.... ich habe seitdem weniger mit den nachfolgenen OP's zu kämpfen sondern vielmehr mit mir selber. Ich habe seitdem 10 Kilo zugenommen und bin sehr unsportlich geworden. Dieses belastet mich sehr, da dies doch ein großer und wichtiger Teil meines Lebens gewesen ist... Ich versuche mich seitdem sportlich umzuorientieren, welches mir allerdings leider nicht gelingt. Sowie habe ich mit der ständigen Angst zu kämpfen das es evt noch schlimmer kommen kann, trotz das alles stabil ist und es nicht danach ausschaut.

September 2011
Ich habe mal wieder die Routineuntersuchung bei meinem Aa gemacht. Hier wurde leichte Risse bei beiden Augen festgestellt die man wohl mit dem Laser behandeln k√∂nnte. Daraufhin wurde ich in meine k√ľnftige Klinik verwiesen. 3 Tage sp√§ter
musste ich zuf√§llig in der selben Klinik wegen meinem Kletterschein mehrere Untersuchungen √ľber mich ergehen lassen, unter anderem auch eine Gesichtsfelderkennung. Nicht einmal bei dieser Untersuchung konnte man die Abl√∂sung erkennen.
Wieder eine Woche später hatte ich dann dort meinen Termin zum Lasern. Bei der Voruntersuchung hat der dortige NH-Spezialist eine Ablösung in meinem linken Auge festgestellt und mit mit einen OP Termin 3 Wochen später vereinbart.

Oktober 2011
OP Termin in der Klinik gehabt. Es wurde mir eine Cerclage um mein linkes Auges gelegt sowie das rechte gelasert. Die OP ist gut verlaufen und der Aufenthalt in der Klinik hat mir erstaunlich gut gefallen :-) Der Heilungsprozess ist auch sehr gut verlaufen.

Febuar 2012
Bindehautriss √ľber dem Schloss der Cerclage...
OP termin 3 Tage sp√§ter. Die Bindehaut wurde neu √ľbern√§ht.

September 2012
Aus beruflichen Gr√ľnden musste ein unabh√§ngiges Gutachten meiner Augen erstellt werden. Gl√ľcklicherweise ist dieses positiv ausgefallen mit der Erkl√§rung das bei weiteren routinem√§√üigen Untersuchungen mit keinen weiteren Komplikationen zu rechnen sei.
Leider ist dort wieder ein Bindehautriss an der selben Stelle aufgefallen.
Eine Woche später selbe OP.
Seit dem habe ich nasal ein leichtes Flimmern auf dem linken Auge welche mal stärker und schwächer wird. Ich nehme jetzt die hier vorgeschlagenen Luteinkapseln ohne sichtbaren Unterschied.

Zwei Wochen später wieder Bindehautriss und nocheinmal selbe OP.

Fassen wir zusammen: 1. OP Cerclage gelegt
2. OP Bindehautriss
3. OP Bindehautriss
4. OP Bindehautriss

Febuar 2013
Wieder Bindehautriss an der selben Stelle. Diesmal bin ich bei zwei weiteren √Ąrzten gewesen um deren Meinungen dar√ľber zu h√∂ren. Mein alter Arzt sagte mir Cerclage entfernen sowie einer der anderen beiden. Der andere Arzt sagte es sei zu riskant die Cerclage zu entfernen.

Nun habe ich am 20.02.13 eine OP wieder bei meinem alten Arzt wo die Cerclage entfernt werden soll, da meine NH stabil und fest anliegt und das Risiko wohl kalkulierbar sei.

Also schauen wir mal weiter ;-)

Erfahrungsbericht Vanucci

Vanucci @, 82178 Puchheim, Mittwoch, 20. Februar 2013, 09:31 (vor 2532 Tagen) @ KAtharina

Hallo Netz'is,

ich hoffe, daß ich mit meinem Erfahrungsbericht richtig liege, und habe das folgende beherzigt

"Damit das Ganze √ľbersichtlich bleibt, und hier NUR Erfahrungsbericht zu finden sind, tragt Euren ersten Bericht bitte jeweils als Antwort auf DIESEN Beitrag ein ".

17.02.2013, 04:44 ist mein Anmeldezeitpunkt im Forum,die ganze Nacht schlaflos gegoogelt und hier gelandet. Am Samstag gings gegen 16:00 los, " netzartiges Punktemuster, nur wahrzunehmen gegen hellen Hintergrund, etwas später war eine dunkle sichelförmige schwarze Form zusehen, die je nach Kopf - und Augenbewegung "umherschwamm".
Kurz danach hat sich diese Kontur aufgel√∂st, und dann war es nur noch dunkel, zahllose dunkle Flecken und F√§den (wie Ru√üschleier) waren jetzt unterwegs, verbunden mit einer Eintr√ľbung der Sehleistung (Milchglasscheibe). Also das n√∂tigste zusammengepackt und ab in die Notaufnahme der Augen Uni-Klinik in M√ľnchen. Ich hab schon sehr viele gesundheitliche "Einschl√§ge" hinter mit, aber so ist der Hintern noch nie auf Grundeis gegangen. Die Untersuchung ergab, Restsehkraft bis jetzt 40%, Diagnose evtl. auf Netzhautabl√∂sung gestellt, konnte aber nicht final best√§tigt werden, da die Einblutung zu massiv war. Mit der Ma√ügabe nach Hause entlassen, wenn's bis Freitag nicht besser wird, dann nochmal zum Arzt. Bis jetzt hat sich der Milchglasscheibeneffekt langsam entspannt, und die zweite Untersuchung steht am Donnerstag an. Ich nehme das Ergebnis an, wie es sich halt ergibt, was soll ich denn sonst machen. Die Hoffnung, dass sich alles wieder gibt, existiert doch irgendwo.Jetzt warte ich mal den Donnerstag ab und halt Euch auf dem Laufenden.

Ich w√ľnsche Euch einen sch√∂nen Tag !

Viele Gr√ľ√üe Lothar

--
Carpe diem - Fahr' ma lieber heid Mopped, weil ma ned wiss'n, wiar morgn s' Weda werd.

Erfahrungsbericht - Manne

Manne @, Alb, Donnerstag, 14. März 2013, 10:27 (vor 2510 Tagen) @ KAtharina

Hallo.

Ich machs einigermassen kurz.
Bin 50 und hab bis gestern noch Autos lackiert.
Das hab ich 32 Jahre gemacht.
Jetzt gehts nicht mehr.


Mein Linkes Auge hat von Geburt an ne Hornhautverkr√ľmmung und hatte bis vor kurzem noch 40%.
Vor 40 Jahren hats mit meinem Rechten Auge angefangen. Glaskörperblutung, Netzhautablösung später dann Druckanstieg bis zur Kopfexplosion.
Also Glasauge seit dem 15. Lebensjahr.

Mit dem linken Auge hatte ich auch schon mehrere Netzhaut OPs. Aber insgesamt immer stabil.
Seit 4 Jahren hat sich jetzt eine Traktion und ein Grauer Star eingenistet.
Gemessen wurden im Okt. letzten Jahres noch 9%.
Ich denke das ich jetzt unter 5 bin.
Deswegen funzt das auch mit dem Job nicht mehr.

Warte nun auf einen Termin in Ulm.

Mir ist schlecht.

Gruss
Manne

Erfahrungsberichte - Linde

Linde @, Rostock, Montag, 25. März 2013, 18:08 (vor 2499 Tagen) @ KAtharina

Hallo,
mein linkes Auge war immer gut, die letzten Jahre kurzsichtig. Rechts habe ich schon immer nur 3 % gehabt.
im November bekam ich nach einem Kopfsprung vom 1-m-Brett eine NH Einblutung,die nach ca. 6 Wochen abgeheilt war, Aber √ľber Silvester wurde es wieder schlechter, eigentlich von Tag zu Tag. Am 2. Januar gleich beim AA, Netzhaut√∂dem, Cortisontabletten. Half nichts, wurde weiter schlechter, dann am 10. Januar wieder in Klinik, mu√ü doch wieder OP sein. Als ich am 14. Januar in die KLinik kam, nix mehr von √Ėdem - NH vollst√§ndig ab. Ich bekam die Diagnose an den Kopf geknallt - so habe ich das empfunden und nun sieh zu, wie du damit klar kommst.
Silikonöl im linken Auge, 20 % visus. Jetzt schon 3 Monate.
Habe einiges in meinem Leben entr√ľmpelt, bei mir auch psychisch neben den Alterserscheinungen und zuviel Arbeit (57) sicherlich verursacht. Will mir Zeit f√ľr die Heilung lassen. Momentan komme ich gut zurecht und freue mich an dem, was ich sonst noch habe.

Erfahrungsbericht - Bijou

bijou., Montag, 08. April 2013, 20:04 (vor 2485 Tagen) @ KAtharina

Hallo!

Ich bin 20 Jahre alt, weiblich, und habe seit ich 9 Jahre alt bin Probleme mit meinen Augen.

2002 (Feb)wurde ich das erste mal an meinem rechten Auge in Regensburg operiert, wegen NHA. Der Glaskörper kam raus, eine kleine Plombe und eine Cerklage wurden gemacht. An sich ging das alles bis 2007 gut, hatte Links einen Visus von 1,0 und Rechts (mit Korrektur) 0,8.

2007 (Aug)hatte ich am rechten Auge meine zweite Operation in N√ľrnberg. Ein Strang hatte sich wohl im Laufe der Jahre gebildet und an meiner NH direkt in der Mitte der Makula gezogen. Seitdem habe ich einen zentralen Sehausfall und einen Visus von max. 0,5 (mit Korrektur) und ohne 0,25. Ich kann auch auf diesem Auge eigentlich keine Brille/Kontaktlinse tragen, weil ich durch diesen Sehausfall nach sp√§testens 30 Min Kopfschmerzen bekomme und nicht einmal mehr richtig die Augen offen halten kann.

2011(Nov) fing das ganze dann am linken Auge auch noch an. Ich kam mit einer Sehnerventz√ľndung in die Uniklinik in Erlangen und mir wurde eine Kortison Sto√ütherapie gegeben. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ich Herpes Typ 2 habe, eine Viruserkrankung, die selten ausbricht, und Kortison das ganze noch verschlimmerte. Die NH l√∂ste sich darauf hin ab, der Sehnerv immer noch geschwollen und trotzdem war der Visus immer noch bei 1,0 vor der OP. √Ėl kam rein, eine Cerklage wurde um das Auge gelegt.

2012 (Jan)stellte man fest, (2 Monate nach der 1.OP am LA) dass sich die NH wieder abl√∂st und wohl zu wenig √Ėl drin sei. Dies wurde nachgef√ľllt.

2013 (28.Feb) Innerhalb eines Jahres tr√ľbte sich die Linse am linken Auge dann so sehr, dass die OP schon mehr eine Not-OP war als Routine. Jedoch ging da eigentlich alles gut, bis auf ein kleines Loch, das in der hinteren Linsenkapsel entstanden ist. Der Nachstar ist jetzt anscheinend schon ziemlich dicht.

Mein Arzt an der Unikinlik in Erlangen sagte mir, dass ich ein sehr seltener Fall sei, und das er in seiner 35 Jährigen Laufbahn erst 2 solche Fälle hatte und ich die dritte sei. Diese ausgebrochene Viruserkrankung gibt es anscheinend nicht sehr häufig.

Jetzt steht in den Sternen wie das alles weiter gehen wird.

Erfahrungsbericht - Baerenszene

Baerenszene, Dienstag, 23. April 2013, 16:32 (vor 2470 Tagen) @ KAtharina

Hallo , ich heisse Annemarie (65 Jahre jung):-)und habe mich gerade in diesem Forum angemeldet, da ich seid 6 Wochen zu den Betroffenen gehöre.
Von jetzt auf gleich konnte ich auf dem rechten Auge nicht mehr lesen, Buchstaben waren weg auf die geschaut habe. Im Fernsehen waren Gesichter wie Monster verzerrt.
Zum Gl√ľck habe mich, da Wochenende war, in der Augenklinik in Duisburg telefonisch gemeldet, gefragt ob ich mir Sorgen machen mu√ü. Ich sollte sofort kommemorier, ich dachte das kann nichts Gutes sein. Es wurde sofort festgestellt dass sich der Glask√∂rper aufl√∂sen wollte und an der Netzhaut geklebt hat somit mir ein Makulaloch gerissen hat. Genau am Ort des scharfen Sehens.
Bin eine Wochen sp√§ter, also heute vor 6 Wochen operiert worden. Glask√∂rper Entfernung und Gasf√ľllung.10 Tage nicht Kopf hoch, sondern Kopf runter:-))
Liebe Gr√ľsse an alle Betroffenen

Erfahrungsbericht 1.Teil - Petra Renate

Petra Renate @, Montag, 27. Mai 2013, 21:13 (vor 2436 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Petra Renate, Montag, 27. Mai 2013, 21:19

Hallo zusammen,
ich hatte am 29.01.2013 schon mal den Anfang meiner Geschichte aufgeschrieben. Mittlerweile sind √ľber 4 lange Monate vergangen und ich hatte manchmal das Gef√ľhl, dass ich bin durch die H√∂lle gegangen bin. Die Besuche auf dieser Seite haben mir sehr geholfen nach vorne zu schauen und die notwendige Geduld aufzubringen, die gerade bei dieser Krankheit so wichtig ist, zumal ich bis zum 21.01.2013 noch nie etwas √ľber eine Netzhautabl√∂sung geh√∂rt hatte.
So und nun meine ganze Geschichte:
Ich bin bald 55 Jahre alte, ledig und arbeite als kaufm. Angestellte im B√ľro und habe wie fast alle einen Bildschirmarbeitsplatz. Anfang Januar 2013 bemerkte ich, dass ich mit dem rechten Auge wie auf eine Scheibe mit Regentropfen sah. Das beachtete ich nur ein paar Tage und ich hatte es auch schon wieder vergessen, als ich am 20.01.2013 nach dem Schneeschieben eine Freundin besuchte. Auf einmal sah ich mit dem RA ‚ÄěFlussl√§ufe‚Äú die sich Kopfdrehen mit bewegten. Ich konnte auch nur noch unscharf sehen. War schon irgendwie komisch. Da ich aber bisher noch nie Probleme mit den Augen hatte, au√üer eine leichte Kurz- und Weitsichtigkeit ‚Äď Brille f√ľr die Ferne ab 15 Jahre und ab 2008 Gleitsichtbrille. Beim Augenarzt war ich √ľber 30 Jahre nicht mehr, dachte immer ein guter Optiker reicht. Nach einem Telefonat am Abend mit meiner Schwester, die mir dringend riet zum AA zu gehen.

Am 21.01.2013 bin ich morgens direkt zum AA gegangen. Nach kurzer Untersuchung der Schock! Loch in der Netzhaut. Ich soll sofort nach L√ľdenscheid in die Augenklinik fahren, das Loch muss gelasert werden. ‚ÄěPacken Sie sich was f√ľr ein paar Tage ein, kann sein, das Sie dableiben m√ľssen‚Äú ich h√∂re den Rat der freundlichen Sprechstundenhilfe wie im Traum. Also Anruf beim Bruder und ab nach L√ľdenscheid.
Dort wurde nach einigen Untersuchungen das Loch in der Netzhaut bei 14 Uhr best√§tigt. Dieses wurde mit dem Laser behandelt, eine ziemliche anstrengende Prozedur, da ich immer nach oben links schauen sollte. Dabei musste ich das Kinn auf die Auflage und die Stirn an das Ger√§t dr√ľcken. Gar nicht so einfach, da die Laserbehandlung sehr schmerzhaft war. Nach einer halben Stunde waren ich und mein Auge fix und fertig, kein Wunder nach so einem Eingriff, aber ich durfte nach Hause. Konnte verschwommen sehen. Gut dass ich da noch nicht ahnte, was noch auf mich zukommen w√ľrde.

Am n√§chsten Tag morgens zum AA zur Nachkontrolle, alles im gr√ľnen Bereich. AU bis 01.02.2013. Leider hatte ich mir den schlechtesten AA in Siegen ausgesucht. Kein Wort was eine Netzhautloch- bzw. abl√∂sung √ľberhaupt ist, wie es weitergeht, keine Aufkl√§rung, nichts.
Am Nachmittag des 22.01. wurde mein Blick immer tr√ľber und gegen Abend konnte ich nichts mehr sehen. Wieder nach L√ľdenscheid, gegen 20 Uhr stellte man eine Glask√∂rperblutung fest und gab mir den Ausdruck der Ultraschalluntersuchung f√ľr meinem AA mit. Am 25.01.,28.01. und 01.02.2013 wieder Besuch beim AA. Der meinte, wenn ich nicht aus dem Auge raussehen kann, kann er auch nicht reinschauen. Ich m√ľsse abwarten, bis oder ob sich die Tr√ľbung wieder von alleine aufl√∂st ‚Äď tat sich aber nichts.
Am 04.02. √úberweisung zum Ultraschall und AU bis 10.02.2013. Bei der Ultraschalluntersuchung bei einem anderen AA (mein AA konnte das nicht) ergab es keine neuen Erkenntnisse. Neuer Ultraschalltermin am 15.02.2013 und AU bis dahin. Da wurde die Netzhautabl√∂sung festgestellt und ich wurde am gleichen Tag als Notfall zur OP ins Krankenhaus √ľberwiesen.
Mit dem Taxi zur Uniklinik Bonn, dort bin ich noch abends von 20 ‚Äď 22 Uhr unter Vollnarkose operiert worden. Man stellte das Loch in der Netzhaut (das ja am 21.01. schon mal gelasertwurde) sowie eine schwere Netzhautabl√∂sung von 14 bis 20 Uhr bis fast in die Mitte fest. Au√üerdem die schon bekannte Glask√∂rperblutung.

Durch eine Pars Plana Vitrektomie wurde das tr√ľbe Glask√∂rpergel entfernt und mit Silikon√∂l aufgef√ľllt und die Netzhaut im unteren Bereich mit Kryo-Koagulation (K√§lte) angelegt. Bei der OP wurde die Hornhaut ‚Äěabgehobelt‚Äú und die entstandenen Verletzungen durch die Zug√§nge am Auge und der Bindehaut mit selbstaufl√∂senden F√§den gen√§ht. Die verletzte Hornhaut wurde durch eine therapeutische Kontaktlinse gesch√ľtzt. 2 x t√§glich Kontrolle der Netzhaut und des Augendrucks.
Entlassung am 18.02.2013 ‚Äď Therapie f√ľr zuhause: 4 x t√§glich Augentropfen und AU bis 24.02.2013. Nachkontrolltermin in Bonn am 04.04.2013, das √Ėl soll 3-6 Monate im Auge bleiben.


weiter gehts im 2. Teil ;-)

Erfahrungsbericht 2.Teil - Petra Renate

Petra Renate @, Montag, 27. Mai 2013, 21:17 (vor 2436 Tagen) @ Petra Renate

Vorstellung beim mittlerweile kaum noch zu ertragendem AA zur Kontrolle am 19.02., 22.02. und 01.03.2013 (Ich durfte im Quartal nicht den AA wechseln) Entfernung der Kontaktlinse am 01.03.2013. Augendruck zu hoch, ab sofort t√§glich 2 x Timolol-Tropfen ‚Äď keine AU mehr, bekomme jetzt Krankengeld.

N√§chster Besuch beim AA am 07.03.2013: Fremdk√∂rpergef√ľhl ‚Äď F√§den l√∂sen sich nicht auf ‚Äď √úberweisung wieder zum anderen AA (auch das konnte mein AA nicht). Noch am gleichen Tag wurden 2 Restf√§den gezogen, HYLO Gel als Pflege empfohlen und es ging mir besser. N√§chste Untersuchung am 12.03.2013, musste mir ja die Unterschrift f√ľr die Krankenkasse abholen.

Am 13.03.2013 pl√∂tzlich h√∂llische Schmerzen und ich konnte das Auge nicht mehr offen halten. Sofort zu Notdienst nach L√ľdenscheid, es war Mittwochnachmittag, da ist man in Siegen aufgeschmissen ‚Äď Diagnose: Schmerzen kommen nur von der verletzten Hornhaut.
2 Salben gegen Viren und Bakterien zu Behandlung, da es sich hier um Herpes oder eine Entz√ľndung handelt. Nach knapp einer Woche ist das auch √ľberstanden.

Bei den nächsten Besuchen beim AA am 14.03. und 25.03.2013 alles soweit ok.
Am 04.04.2013 Termin zur Nachkontrolle in der Uniklinik Bonn. Netzhaut liegt an!
Sehst√§rke bei 40%, Augendruck ok, OP Termin f√ľr √Ėl-Ex am 29.04.2013 ‚Äď √Ėl ist jetzt gut 10 Wochen drin. Ich halte die Luft an, dass bis zum 24.04.2013 alles so bleibt, da habe ich endlich im neuen Quartal einen Termin beim AA meines Vertrauens. Kontrolle ergab keine Besonderheiten.

Am 29.04.2013 ging es wieder mit dem Taxi nach Bonn zur n√§chsten OP. Leider gab es an diesem Tage so viele Notf√§lle, dass mein OP-Termin auf den n√§chsten Morgen verschoben wurde. Um 9 Uhr war es dann soweit, es sollte alles mit lokaler Bet√§ubung erfolgen. Als ich dann auf dem OP-Tisch lag, war ich doch ganz sch√∂n aufgeregt. Man beruhigte mich so gut es ging. Die Bet√§ubungsspritze unters Auge hat tierisch wehgetan. Deshalb: Sollte ich nochmal ‚Äď was ich nicht hoffe ‚Äď am oder im Auge operiert werden, nur noch mit Vollnarkose.
Bei der OP wurde das Silikon√∂l abgesaugt und das Auge mit Fl√ľssigkeit und Gas aufgef√ľllt, die Zug√§nge geschlossen und die Bindehaut wieder angen√§ht. Um 10 Uhr lag ich mit einem dicken Verband wieder auf meinem Zimmer, ich hatte es √ľberlebt.
So nach und nach ging die Bet√§ubung weg und mein Auge fing an zu schmerzen, aber es war zu ertragen. Um 18 Uhr und um 23 Uhr wurde der Augendruck gemessen und der Verband erneuert. Alles war soweit ok. Bei der 1. Visite am 01.05. wurde der Verband abgenommen und ich bekam alle 2 Stunden Salben und Gel gegen Entz√ľndung. Ich konnte durch die Gasblase kaum etwas sehen ‚Äď Geduld. Alles war bisher normal verlaufen und ich durfte auf eigenen Wunsch schon am 2. Tag nach der OP nach Hause, mit der Auflage, dass ich mich am n√§chsten Tag bei meinem AA vorstelle.

Am 03.05.2013 bin ich zur Kontrolle bei meinem neuen AA gewesen, alles ok. Beim n√§chsten Termin am 08.05. die gute Nachricht: Die Netzhaut liegt komplett an, das Gas ist bis auf 10% verschwunden und die Bindehaut sieht auch wieder gut aus, durch die OP hatte sich au√üerdem ein √Ėdem gebildet. Aber leider Sehkraft nur 20% und mein AA konnte mir noch keine Hoffnung machen.
Statt Salbe nehme ich jetzt 3x t√§glich Tropfen gegen Entz√ľndung und wegen des Augendrucks (30) morgens und abends auch nochmal Tropfen. Der Blick ist jetzt noch sehr tr√ľb und es schwimmen hunderte kleine Partikel sowie ca. 10 kleine √Ėl-Blasen in meinem Auge herum. Hoffe, dass die noch irgendwie verschwinden.
Der angedrohte graue Star scheint sich auch schon zu melden, aber der kann leider erst in 3 Monaten operiert werden. Das Auge braucht jetzt erst mal Ruhe, nach dem Streß.

Am 11.05.2013 war das Gas v√∂llig verschwunden und ich sehe noch immer etwas tr√ľb durch die vielen kleinen Partikel wie durch eine Schneekugel. Beim n√§chsten Termin am 22.05.2013 war der Augendruck bei 21, brauche keine Tropfen mehr, nur noch 1 Woche die Tropfen gegen Entz√ľndung der Bindehaut - die Netzhaut liegt immer noch an ! Und die Sehst√§rke ist mittlerweile bei 50%. Da ich am linken Auge auch den grauen Star habe , kommt der als n√§chstes dran. Den Star im rechten Auge soll ich nach Absprache mit AA beim n√§chsten Besuch in der Uniklinik Bonn ansprechen. Da noch Reste vom √Ėl im Auge sind, k√∂nnten diese vielleicht zusammen mit der Star-OP am RA in ca. 3 Monaten entfernt werden.

Und jetzt das Tollste:
Seit 27.05.2013 gehe ich wieder arbeiten (Wiedereingliederung) 2 Wochen ‚Äď 2Std., 3 Wochen ‚Äď 4 Std. und 3 Wochen - 6 Std. Ich hoffe, dass ich meinen Job wieder aus√ľben kann. Und sobald es wieder w√§rmer wird, werde ich mich wieder auf mein Fahrrad setzen und die Natur genie√üen. Mehr will ich zur Zeit gar nicht. Das Wichtigste ist aber:

Die Netzhaut liegt wieder an der richtigen Stelle und soll auch f√ľr den Rest meines Lebens da bleiben ‚Äď dr√ľckt mir die Daumen.

Liebe Gr√ľ√üe an alle
Petra aus Siegen

Erfahrungsbericht - 6 Wochen nach der OP

noscheline, Berlin, Montag, 24. Juni 2013, 15:17 (vor 2408 Tagen) @ KAtharina

Ich bin 56 Jahre alt und hatte noch nie Probleme mit den Augen. Rechts habe ich eine Sehschw√§che von -2,5 und links hatte ich eine Sehschw√§che von -3,25. Da mir in den letzten Monaten immer schwindlig ist und ich akuten Tinnitus habe ( Stress und Mobbing!)schaute ich mal so nebenbei, ob es nicht auch von den Augen kommen k√∂nnte. Hier hielt ich mir beim gehen jeweils ein Auge zu und stellte fest, dass ich mit dem rechten Auge viel weiter nach oben schaunen konnte, als mit dem linken Auge. Da holte ich mir erst einmal in aller Ruhe einen Termin beim Augenarzt und flog in den Urlaub nach √Ągypten zum schnorcheln. Dort habe ich besagten Test auch gemacht. Ohne den Test h√§tte ich nichts gemerkt und dann wohl irgendwann im dunkeln gestanden.
Zur√ľck in Berlin ging ich einen Tag arbeiten und musste feststellen, dass ich einfach nicht mehr konnte - die Probleme und die Anspannung auf Arbeit haben mir schier die Beine weggezogen. Eine Krankschreibung folgte. Dann kam auch der Termin beim Augenarzt, den ich so lange aufgeschoben und die Anzeichen ignoriert hatte, ran. Ich wurde sofort in die Klinik √ľberwiesen - Ablatio retinae. Am 15.05.2013 wurde ich unter Vollnarkose operiert. Ich war die mit der alten Ablatio. Da die Abl√∂sung im unteren Bereich war, musste eine √Ėltamponade und Cerclage erfolgen.
Seit der OP kann ich auf den linken Auge sehr schlecht sehen, besonders lesen und schreiben. Da das √Ėl wieder aus dem Auge raus muss, muss erneut operiert werden. Derzeit liegt die Netzhaut an 2 Stellen nicht an und flackert. Da muss der Chefarzt noch einmal nachlasern und dann kommt da Gas rein. Sp√§ter werde ich den grauen Star bekommen, aber da machen wir eine neue Linse rein - bingo - so einfach ist das.
Ich bin also total entschleunigt worden und werde schauen, wie es weitergeht. Dies ist der erste l√§ngere Text, den ich seit der OP schreibe und lese und dennoch sind Probleme aufgetreten. Die Netzhaut ist noch nicht komplett anliegend. Mein Schwindel und der Tinnitus lassen auch noch gr√ľ√üen! Dies wird auch mit f√ľr den Heilungsprozess ausschlaggebend sein. Jetzt habe ich Lichterscheinungen, aber mehr so Lichtkugeln, die √ľber das Auge gleiten, und die Milchstra√üe sehe ich leider manchmal auch. Ich werde weiter berichten.
Viele liebe Gr√ľ√üe aus Berlin!:-)

Erfahrungsbericht - 3 Wochen nach der 2. OP

noscheline, Berlin, Montag, 16. September 2013, 13:21 (vor 2324 Tagen) @ noscheline

Hallo liebe Netzis,

vor der ersten OP hatte ich nur einen halben Tag Zeit, mich mit der Problematik der Netzhauabl√∂sung zu befassen. Hier bin ich auf dieses Forum gesto√üen. Ich muss zugeben, dass mich die Berichte runtergezogen haben, aber ich erhielt hier wichtige Informationen, um meine Lage besser einsch√§tzen zu k√∂nnen. Eine Netzhautoperation mit Vitrektomie, Cerklage und √Ėltamponade ist nicht die "Schnellvariante". Mir geht es gut. Ich denke, bisher ist alles problemlos verlaufen. Bereits vor der OP hatte ich beschlossen, hier zu berichten - komme was wolle. Das Auge ist ein kompliziertes Teilchen. F√ľr eine Leistenbruchoperation wird kein Forum ben√∂tigt. Die Mitglieder des Forums helfen sich gegenseitig und bauen sich somit auf. Vielen Dank an dieser Stelle!
Das √Ėl ist jetzt raus. Vor der Operation lag die Netzhaut an. An einer Stelle war die Netzhaut jedoch sumpfig (Fachausdruck?). Hier wurden mit einem Endolaser 492 Herde gesetzt - was das wohl bedeutet? Dann erfolgte eine Gasf√ľllung. Das Gas ist jetzt auch raus. Derzeit sehe ich nur Nebel und einen Sternenhimmel - viele runde Punkte hell mit Rand oder in der Mitte noch dunkel. Zus√§tzlich schwirren ungleichm√§√üige eckige schwarze Teilchen im Auge herum. Manchmal sind sie auch weg.
Ein Termin f√ľr die Katarakt - OP wurde schon festgesetzt. Ich hoffe, dass die anderen Erscheinungen noch verschwinden, oder sich zumindest reduzieren. Mit dem √Ėl im Auge hatte ich besagte Lichterscheinungen, mit geschlossenen Augen. Diese Lichterscheinungen sind noch da, lagen also nicht am √Ėl. Damit kann ich jedoch leben. Mit dem √Ėl im Auge hatte ich auch Verzerrungen. So war ein T√ľrsturz nicht gerade, sondern eingebeult. Diese Erscheinung besteht jetzt nicht mehr. Soweit ich das erkennen kann, wurde alles wieder geradeger√ľckt. Lag also micht wie vermutet an der Cerclage. Ich bin seit Mai krankgeschrieben. In meinem Beruf als Bauingenieur muss ich gut sehen k√∂nnen und auch mal stundenlang am PC sitzen. Das ist so nicht m√∂glich. Ich werde nach der n√§chsten OP wieder berichten.
Liebe Gr√ľ√üe und gute Besserung!

Erfahrungsbericht - nach Katarakt OP

noscheline, Berlin, Freitag, 20. Dezember 2013, 08:37 (vor 2229 Tagen) @ noscheline

Guten Morgen liebe Netzis,

ich wollte euch weiter berichten, wie es mir geht.
Am 14.Oktober erfolgte die Katarakt OP. Zu diesem Zeitpunkt war die Linse bereits so getr√ľbt, dass ich auf dem Auge blind war. Es sollte eine Linse eingebaut werden, die das Auge auf Null stellt, da ich auf dem anderen Auge nur -2 dio habe.

Nach der OP konnte ich unwesentlich besser sehen, als vor der OP, da die Linsenkapsel auch stark eingetr√ľbt war. Mit der Laserbehandlung musste ich 2 Monate warten, damit das Auge zur Ruhe kommt.
Am Montag wurde nun gelasert. Nach dem Lasern sagte mir die √Ąrtin gleich, dass nicht nur die Hinterseite der Kapsel eingetr√ľbt war, sondern auch die Vorderseite. Das kann sp√§ter auch gemacht werden.

Ich kann jetzt viel besser sehen. Jedoch sehe ich alles akut verzerrt und etwas neblig. Die Verzerrungen sind also doch nicht weg, wie in meinem letzten Bericht angegeben. So sehe ich ein rechteckiges Bild ( ca. 40 x 60 cm) an der Wand mit dem guten Auge rechteckig, mit dem kranken Auge ist es quadratisch und mit beiden Augen ein Mittelding. Um zu sch√§tzen, wie gro√ü es ist, muss ich ein Auge zukneifen. Ich glaube, ich kann damit privat gut leben, aber als Bauingenieur, der die Proportionen nicht richtig einsch√§tzen kann, ist das problematisch. Gesichter sind entsprechend verzerrt und die R√§nder des quadratischen Bildes sind nat√ľrlich auch nicht gerade, sondern eingebeult. Die umherschwirrenden Punkte, ungleichm√§√üige schwarze Punkte und helle runde Punkte mit schwarzem Rand, sind auch noch da. Auch die Lichterscheinungen wandern ab und zu √ľber mein Auge.

Das Wichtigste jedoch ist, dass die Netzhaut anliegt. Die Erscheinungen, die ich habe, sind ähnlich denen der Makuladegeneration. Meine Augenärztin sagte jedoch, dass die Probleme bei mir ausschließlich von der Netzhautablösung kommen. Auf dem operierten Auge habe ich 50% Sehleistung. Mir geht es also gut!

Alles Liebe f√ľr euch und Gr√ľ√üe aus Berlin!

Positiver Erfahrungsbericht!

Patrick37, Samstag, 17. August 2013, 08:46 (vor 2354 Tagen) @ KAtharina

Hallo Leute,
hier wie in fast jedem Forum liest man - zumindest aus meiner Sicht - fast nur negative Erfahrungen. Woran liegt dass, wenn √ľber 90% aller Netzhautoperationen erfolgreich verlaufen? Es liegt daran, dass Leute wie ich, bei denen alles perfekt lief sich im Normalfall nicht die M√ľhe machen in ein Forum zu schreiben. Hier meine Erfahrung mit einer Netzhautabl√∂sung am rechten Auge.
Vorweg war ich fahrl√§ssig. Trotz √ľber 7 Dioptrien an beiden Augen habe ich meine Netzhaut seit ca. drei Jahren nicht untersuchen lassen.
Am 04.07.13 war ich dann in der T√ľrkei, um meine Fehlsichtigkeit lasern zu lassen. Bei der Voruntersuchung teilte mir die √Ąrztin mit, dass sie mich nicht operieren kann, weil ich am rechten Auge eine Netzhautabl√∂sung habe. Ich war erstmal sehr erstaunt, weil ich keine Symptome hatte. Trotzdem war ich sehr beunruhigt und hab noch von der T√ľrkei aus einen Termin bei einem deutschen Spezialisten vereinbart. Am Sonntag aus Izmir zur√ľck geflogen. Montag um 09:00 Uhr schon beim Augenarzt. Dann ging es los. Bis Dienstag 14:00 Uhr hatten meine Auge 8 Augen√§rzte angesehen. Die H√§lfte sagte, dass es sich um eine Schissis (Teilabl√∂sung) handelt, wobei dagegen sprach, dass es nur einseitig war. Eine Schissis tritt in der Regel beidseitig auf. Am Ende hatte ich eine Gespr√§ch mit Professor M√ľller vom Klinikum Augsburg. Seine Diagnose, eine alte Abl√∂sung, die jederzeit wieder aufbrechen kann. Seine Empfehlung: Keine Not-OP, aber in absehbarer Zeit operieren mit einer Plombe, damit ich f√ľr √úberraschungen in der Zukunft sicher bin.
Also Termin vereinbart. Am 29.07.13 (Montag) im Krankenhaus angekommen. Um 11:30 f√ľr die OP vorbereitet. Nach R√ľcksprache mit dem Professor in Vollnarkose, weil er dann besser und entspannter operieren kann. Gegen 12:15 ging es los. Ich hab nur eine Plombe bekommen, kein Gas ins Auge. Nach einer halben Stunde war er fertig. Und gegen 15:00 Uhr war ich wieder auf dem Zimmer. Schmerzmittel habe ich die ganze Zeit keine ben√∂tigt. Nach der OP war das Auge bis zum n√§chsten Morgen verdeckt mit einem Verband. Meine Lagerung wurde auf "sitzend - Nase nach vorne" festgelegt. Diese muss ich bis heute einhalten, dass ist ein wenig stressig, weil ich schlecht schlafen kann so. Aber wenn ich denke, was sonst alles passieren kann will ich mich auf keinen Fall beschweren. Am Dienstag in der Fr√ľh kam der Verband ab und ich war erleichtert. Ich konnte gut mit dem Auge sehen. Nat√ľrlich war das Auge ziemlich geschwollen, aber keine Schmerzen und gute Sicht und die Netzhaut lag gut an. Ich war dann noch bis Samstag im Krankenhaus. Das Auge wurde zwei Mal t√§glich untersucht. Die Netzhaut lag von Anfang an gut an. Die Lagerung scheint sehr wichtig zu sein. Ich wurde mehrfach t√§glich darauf hingewiesen und halte sie bis heute ordentlich ein. Meine Sehf√§higkeit am operierten Auge liegt bei 90%, hat sich also leicht ver√§ndert durch die OP. Das ist normal. Mit der Brille soll ich nur noch 6 Wochen warten, bis die Heilung abgeschlossen ist. Ein Problem war noch die hohe Blendempfindlichkeit in den ersten Tagen nach der OP. Diese lies sich aber mit eine Sonnenbrille (in meiner Sehst√§rke) einigerma√üen aushalten. Nur ein Aufenthalt im Freien war trotz Sonnenbrille nicht m√∂glich.
Meine Erfahrung nach dem ersten gro√üen Schock mit meiner Netzhautabl√∂sung war also rundum positiv und ich w√ľnsche allen, die auch so einen Eingriff vor sich haben alles Gute.
Ich denke es ist wichtig mit einer positiven Einstellung ohne Angst an solche Dinge heranzugehen. Wen jemand noch Fragen hat - ich werde versuchen alles zu beantworten.
Die Teilnehmer mit negativen Berichten will ich auf keinen Fall abwertend behandeln. Die Berichte sind sicher alle richtig und ja - es kann viel passieren bei einer Netzhaut-OP. Aber es kann auch gut gehen. Und das wollte ich mit diesem Beitrag zeigen.
Gr√ľ√üe

Erfahrungsbericht von Rollstuhlfahrerin

Ramona @, Bielefeld, Sonntag, 18. August 2013, 19:55 (vor 2353 Tagen) @ KAtharina

Auch ich m√∂chte meinen Erfahrungsbericht hier weitergeben. Da mir das schreiben schwer f√§llt ,√ľberarbeite ich jetzt nur meinen ersten Beitrag hier im Forum.

Wichtig ist im Vorfeld zu wissen, dass ich Rollstuhlfahrerin bin. Auch Oberkörper und Arme sind stark eingeschränkt. Dadurch bin ich in vielen Dingen auf fremde Hilfe angewiesen.

Von klein auf an bin ich hochgradig kurzsichtig (letzte Brille: 13,5 Dioptrien). Ab etwa 1991 hat sich mein Sehen stark verschlechtert. Auch mein Gesichtsfeld hat sich stark eingeschr√§nkt. Auf meinen rechten Auge sehe ich ca. f√ľnf bis acht Prozent. Links sind es ca. ein bis zwei Prozent. Den Wert von meinen Gesichtfeld habe ich nicht. Es ist aber so stark eingeschr√§nkt, dass ich durch die Kombination von Sehen und Gesichtfeld als gesetzlich blind anerkannt bin. Es ist nicht sicher, ob es sich bei mir um eine Retinitis Pigmentosa handelt. Der Verlauf ist ja mehr oder weniger zum Stillstand gekommen.

Im Jahr 2010 wurde ich insgesamt drei Mal wegen dem grauen Star operiert. Bei der ersten OP Ende M√§rz wurde nicht ber√ľcksichtigt, dass ich den Nahbereich brauche. Deshalb wurde ich im Oktober erneut am rechten Auge operiert. Dort kam dann eine sogenannte ‚ÄěAdd ‚Äď on‚Äú Linse dazu. Das linke Auge wurde ein drei Tage vorher operiert. Da gab es auch keine Probleme, da man sich jetzt deutlich mehr Zeit genommen hat. Als sich meine Augen erholt haben, habe ich etwas so gesehen wie vor dem grauen Star.

Am 05.08.2012 hat sich dann meine Netzhaut stark abgel√∂st. Nat√ľrlich war das ein Sonntag, Schon eine Woche zuvor habe ich ‚ÄěFlusen‚Äú gesehen. Deshalb habe ich sowieso einen Tag nach der Abl√∂sung den Augenarzt mit einer Freundin aufgesucht. Dann ging alles ganz schnell. Ich konnte nur noch kurz nach Hause, um ein paar Sachen zu packen und dann ging es schon los nach M√ľnster (St. Franziskus Hospital). Den Dienstag wurde ich dann operiert (Laser + K√§lte + Gastamponade). Am Tag darauf wurde ich schon entlassen. Die Freundin wurde √ľbrigens mit im Krankenhaus aufgenommen. So war auch die Pflege sicher gestellt. Die erste Kontrolle hier vor Ort war noch in Ordnung.

Nach etwa einer Woche wurde dann bei der Kontrolle ein erneutes Loch festgestellt. Also, wieder schnell Sachen packen und wieder ab nach M√ľnster. Am Donnerstag darauf folgte eine weitere OP (diesmal Laser + K√§lte + Cerclage + √Ėltamponade). Der zweite Aufenthalt war f√ľr mich deutlich schwieriger, da ich alleine dort sein musste. Das Pflegepersonal der Klinik kann einfach nicht alles bei mir an Pflege und Assistenz abdecken. So ist alles auf Sparflamme gelaufen, was mir nicht gut getan hat.

Am 25.06.2013 ging es dann wieder station√§r nach M√ľnster. Es wurde an Mittwoch das √Ėl entfernt. Diesmal war wieder eine Begleitung mit, die auch aufgenommen wurde. Vom Ablauf her ist alles gut vorgeplant worden. Am Mittwoch folgte dann die OP, die ich insgesamt gut √ľberstanden habe. Man hatte mir jetzt nicht nur Kochsalzl√∂sung eingef√ľllt, sondern auch Luft. Diese habe ich dann etwa sechs Tage lang wahr genommen.

Durch das √Ėl habe ich vermutlich √ľberwiegend versucht mit dem rechten Auge zu sehen. Denn das rechte Auge ist schon mehrere Monate leicht √ľberlastet. Das Sehen mit dem linken Auge mit √Ėl war einfach immer zu verwirrend.

Aktuell habe ich den Eindruck, dass ich etwas schlechter insgesamt sehe. Das liegt nat√ľrlich auch mit an dem √ľberlasteten Auge. Das linke Auge kann sich etwas verschlechtert haben. Aber das kann ich bei meinen geringen Sehrest nicht sicher einsch√§tzen. Ich Habe noch die Hoffnung, dass das Gehirn jetzt erst wieder ‚ÄěZur√ľckschalten‚Äú muss.

Etwas unsicher f√ľhle ich mich noch wegen einer eventuellen Gefahr der erneuten Abl√∂sung. Aber je mehr Zeit vergeht, desto ‚Äěentspannter‚Äú werde ich.

--
GESTERN ist vorbei,
MOREGEN noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.
(Hermann Bezzel)

Mein Erfahrungsbericht:
http://www.forum.netzhaut-selbsthilfe.de/index.php?id=30645

Erfahrungsbericht - NHA an beiden Augen kurz nacheinander

Fafner @, Montag, 09. September 2013, 09:51 (vor 2331 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Fafner, Montag, 09. September 2013, 10:10

Liebe Leidensgenossen und -genossinnen,

hier also mein Erfahrungsbericht. Ich bin männlich, 31 Jahre alt und von Geburt an stark kurzsichtig, außerdem wurden mir schon im Alter von 9 Jahren beide Linsen aufgrund einer Linsenluxation entfernt. Seitdem war alles in Ordnung mit den Augen - ich konnte, zwar mit starken Brillen, 20 Jahre lang 100%ig sehen.

Ich splitte meinen Beitrag in zwei H√§lften - f√ľr jedes Auge eine - sonst ist der Text offenbar zu lang.

Erfahrungsbericht - NHA an beiden Augen - Teil 1

Fafner @, Montag, 09. September 2013, 09:52 (vor 2331 Tagen) @ Fafner
bearbeitet von Fafner, Montag, 09. September 2013, 10:16

Anfang Mai sah ich eines Morgens dann urpl√∂tzlich ein paar einzelne Blitze im linken Auge bei bestimmten Augenbewegungen, und danach sofort massenweise Glask√∂rpertr√ľbungen (Schlieren, dicke, unscharfe, br√§umliche Flecken, usw.). Die Blitze waren aus heutiger Sicht eher dezent, und nach ein paar Minuten traten sie nicht wieder auf. Nach kurzer Recherche im Netz bin ich auf das Thema Glask√∂rperabhebung mit der Gefahr der Netzhautabl√∂sung gekommen und war sofort alarmiert, weil mein Vater (zwar erst als er √ľber 60 war) wegen einer 6 Mal operierten Netzhautabl√∂sung auf einem Auge im Prinzip blind ist.

Etwas ungl√§ubig wartete ich noch einen Tag ab und stellte mich am n√§chsten Morgen in der Klinik vor (Rechts der Isar, M√ľnchen). Nach zahlreichen Untersuchungen (Pupille l√§sst sich nicht weitstellen, daher mehrmals Ultraschall) entlie√ü man mich wieder, da keine Netzhautsch√§den erkennbar waren. Ich f√ľhlte mich f√ľr den Rest des Tages wie neu geboren, doch die Freude w√§hrte nicht lange: am n√§chsten Tag, es war nat√ľrlich ein Samstag, kam zu den Glask√∂rpertr√ľbungen einee auff√§llige Stelle innen an der Nasenseite hinzu, die zun√§chst in Form eines Kreises farbig schimmerte, und sich dann zum Abend hin zu einem grauen, lichtundurchl√§ssigen Fleck entwickelte. Also wieder ab in die Klinik, und siehe da, abends um 10 Uhr konnte dann ein kleines Netzhautloch diagnostiziert werden. Ich wurde sofort station√§r aufgenommen und sollte dann am Montag operiert werden, weil der Chefarzt am Sonntag keinen Bereitschaftsdienst hatte und der Dienstarzt sich nicht an das Auge traute (komplizierte Situation mit engen Pupillen, Linsenlosigkeit, usw.). Im Verlauf des Sonntags, den ich im Klinikum wartend verbrachte, entwickelte sich der graue Bereich im Sichtfeld dann zu einem gro√üen St√ľck schwarzer Tapete, die bei Augenbewegungen rechts im Sichtfeld hin- und herschwappte.

Bei der Operation stellte sich dann ein Riesenriss von 12 bis 5 Uhr heraus (der sich also innerhalb von 2 Tagen aus einem kleinen Loch entwickelt hatte). Ich erhielt eine ppV, Endolaser, Kryokoagulation und eine √Ėltamponade. Am n√§chsten Morgen dann der Schreck: es gab eine Nachblutung (Chefarzt: "gar nicht schlimm, l√∂st sich von allein wieder auf") und ich sah die n√§chsten drei Wochen lang auf dem Auge kaum Handbewegungen, sondern nur eine dunkelgelbe Wand. Leider konnten die √Ąrzte w√§hrend dieser zerm√ľrbenden Zeit wegen des Bluts im Auge auch kaum die Netzhaut sehen. Genau vier Wochen nach der OP freute mich mich dann √ľber erste Konturen, die ich erkennen konnte, und der Arzt hatte zum ersten Mal Einblick ins Auge. Leider hatten sich PVR-Membranen gebildet (im Volksmund auch "Narbenbildung", ich mag diesen Begriff √ľberhaupt nicht) mit einer Netzhautabl√∂sung unter Silikon√∂l, und zwar an ganz anderer Stelle, als der urspr√ľngliche Riss war. Der Schock war gro√ü,aber irgendwie war es auch eine Erleichterung, und das bange Warten √ľber vier Wochen hatte ein Ende.

Die OP am n√§chsten Tag verlief dann ohne Einblutung, ich erhielt neues √Ėl und zus√§tzlich eine Cerclage um das Auge. Innerhalb weniger Tage konnte ich wieder sehen, nat√ľrlich unscharf, aber hell und deutlich. Zwei Wochen nach der zweiten OP ging ich langsam wieder zur Arbeit. Je besser die Sicht wurde, umso deutlicher traten jedoch auch verschiedene Merkw√ľrdigkeiten zutage, die mir jedes Mal einen Schreck versetzen. Die Kontrollen in der Klinik ergaben aber immer eine anliegende Netzhaut und nichts weiter. √úber die Merkw√ľrdigkeiten (u.a. verschiedenste Verzerrungen, schwankende Sehst√§rke, dunkle Bereiche, Photopsien, Blitze, usw.) w√ľrde ich euch gerne im Forum ein wenig befragen, weil die √Ąrzte hierzu null- bis maximal einsilbig sind...

Erfahrungsbericht - NHA an beiden Augen - Teil 2

Fafner @, Montag, 09. September 2013, 09:53 (vor 2331 Tagen) @ Fafner
bearbeitet von Fafner, Montag, 09. September 2013, 10:20

Fast genau zwei Monate nach der zweiten OP am linken Auge erwischte es dann das rechte Auge. Ich muss dazusagen, dass ich auf dem rechten Auge wenige Tage nach dem linken bereits ebenfalls das Ph√§nomen der Blitze mit anschlie√üendem massiven Auftreten von Glask√∂rpertr√ľbungen hatte. Wahrscheinlich beg√ľnstigt durch die lange Liege- und Ruhephase wegen den OPs auf dem linken Auge verschlechterte sich der Zustand auf dem rechten jedch erst einmal nicht. Man kann sich vorstellen, was f√ľr eine panische Angst ich vor einer Abl√∂sung auf dem zweiten Auge hatte, w√§hrned ich auf dem linken noch gar nichts sehen konnte... Als dann zu den Glask√∂rpertr√ľbungen nach und nach noch verschiedene Arzten von Blitzen hinzukamen und zuletzt auch kleine, tiefschwarze, von oben herabsackende Punkte (Ru√üregen?), war mir klar, dass es nicht mehr lange dauern w√ľrde bis zur Abl√∂sung. Wieder an einem Samstag erschien dann, genau wie auf dem linken Auge, der kreisrunde, glitzernde Bereich, der dann grau wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber schon in der Klinik und wurde am Sonntag direkt operiert. Vielleicht dank meiner schnellen Reaktion war es rechts nicht zum Riss gekommen, sondern "nur" zu einem kleinen Loch und weiteren d√ľnnen Stellen. Ich erhielt eine ppV, Endolaser, Kryokoagulation, eine Cerclage und diesmal eine Gastamponade. Der Operateur hat obendrein auch noch rundherum gelasert, um die Stabilit√§t der Netzhaut zu erh√∂hen.

Jetzt sind es also vier Monate nach der ersten OP auf dem linken Auge, drei Monate nach der zweiten OP links, und genau ein Monat nach der OP auf dem rechten Auge. Das nach den OPs links schlechte Auge ist nun mein gutes geworden, weil ich auf dem rechten bisher noch kaum etwas sehen kann, die Gasblase ist auch noch nicht ganz verschwunden. Ich bin krankgeschrieben und kann mich zuhause zurechtfinden, und mit riesiger Vergrößerung auch ein wenig lesen und schreiben.

Was ich mir w√ľnsche ist, dass ich keine weiteren OPs √ľber mich ergehen lassen muss und dass sich die Sicht auf den beiden Augen soweit verbessert, dass ich wieder Arbeiten und einem halbwegs normalen Alltag nachgehen kann. Mir ist klar, dass irreversible Beeintr√§chtigungen an der Sicht bleiben werden, aber damit werde ich mich sicher abfinden k√∂nnen.

Erfahrungsbericht - NHA an beiden Augen - Teil 3

Fafner @, Donnerstag, 02. Januar 2014, 13:50 (vor 2216 Tagen) @ Fafner
bearbeitet von Fafner, Donnerstag, 02. Januar 2014, 14:08

Liebe Netzis und Netzinen,

die Zeit der Jahresr√ľckblicke ist zwar schon vorbei, aber einer geht schlie√ülich immer noch. Und meiner muss sein, denn 2013 war f√ľr mich ein Jahr wie kein anderes. Die Bilanz f√§llt ern√ľchternd aus: Anfang Mai hatte ich noch auf beiden Augen 100% Sehkraft. Mit Brille, aber immerhin. Ich war im M√§rz noch schifahren. Jetzt, ein gutes halbes Jahr und 6 OPs sp√§ter, habe ich auf dem besseren, linken Auge noch 20% Sehkraft und auf dem rechten Auge schwer messbare 5%.

Seit dem Stand im Teil 2 meines Erfahrungsberichts hatte ich im November nochmals eine absolute Tiefphase mit 3 PPV-OPs innerhalb eines einzigen Monats. Es hatten sich immer wieder PVR-Membranen gebildet, die die Netzhaut erneut ablösten.

Hier eine Bestandsaufnahme seit Mai 2013:
- 6 PPV-Operationen
- davon 4 Wieder-Ablösungen wegen PVR
- davon 3 Wieder-Ablösungen unter Silikonöl ("so gut wie unmöglich!")
- davon 1 Mal Silikonöl unter der Netzhaut ("extrem selten!")
- rechts 50% Gesichtsfeldausfall (Ursache unklar)
- Nachblutung (ein Monat lang absolut keine Sicht)
- Chemose
- Epiretinale Gliose
- Makulaödem
- Sehnerventz√ľndung

Mein rechtes Auge, das mit der Gas-Tamponade, ist im Prinzip kaum mehr zu gebrauchen - wenn ich Gl√ľck habe, dann wird es mir noch zur Orientierung helfen k√∂nnen, mehr nicht. Und das trotz meiner schnellen Reaktion und den sofortigen OPs, trotz der Tatsache, dass die erste Abl√∂sung ganz peripher und eng umschrieben war. Die Worte des Operateurs am Tag nach der OP hallen mir noch wie Hohn in den Ohren: "Die Prognose f√ľr eine gute Sehf√§higkeit ist sehr gut!"...

Was ist das Gute an all dem? Die gr√∂√üte Angst und Verzweiflung habe ich ganz am Anfang versp√ľrt, bei der ersten Diagnose "Netzhautabl√∂sung". Damals h√§tte ich mir nicht im schlimmsten Traum ausmalen k√∂nnen, wie schlecht ich heute sehen w√ľrde, hatte aber diffuse √Ąngste vor einer Erblindung. Mit jeder neuen OP lernt man, die Situation und die Risiken besser einzusch√§tzen. Man gew√∂hnt sich aber auch und findet sich mit Zust√§nden ab, die man vorher f√ľr unertr√§glich gehalten h√§tte. Und meine Familie ist durch all die Schrecken in diesem Jahr enger zusammenger√ľckt. Denn irgendwie muss es ja schlie√ülich weiter gehen!

Ich habe ja noch einiges vor mir - zum Beispiel mindestens 30 Jahre Erwerbst√§tigkeit! Ein Gl√ľck, dass mein Job komplett aus PC-Arbeit besteht, so kann ich zumindest mit Bildschirmvergr√∂√üerung einigerma√üen weitermachen. Bei einem klassischen Job mit Papierarbeit w√§re ich aufgeschmissen.

Ich w√ľnsche allen Lesern ein gutes neues Jahr 2014 und mir, dass der ganze Spuk ein Ende hat und sch√∂n artig im Jahr 2013 bleibt.

Gr√ľ√üe,
Fafner

NHA, rechtes Auge, Beginn 05/13

JOHN @, Niederaula, Donnerstag, 03. Oktober 2013, 14:24 (vor 2307 Tagen) @ KAtharina

Hallo,
ich bin der John, 49 Jahre alt und hatte bis Mai 2013 keine Probleme mit den Augen, eine Brille war nicht nötig.
Dann fing es an, an einem Freitagabend im Mai sah ich pl√∂tzlich Blitze im Auge. Ich hab mich dann mal im Internet schlau gemacht und was von Netzhautabl√∂sung gelesen. Am Montag (jetzt w√ľrde ich nicht mehr so lange warten!) bin ich, ich arbeite in einer Klinik, zu unserer Betriebs√§rztin und hab der das geschildert. Die hat mich dann sofort zu unserer Augenabteilung geschickt. Da wurde ich untersucht und es wurden Risse in der Netzhaut festgestellt. Die haben mich auch gleich gelasert (knapp 600 mal).
Zwei Tage später musste ich nochmal in die Augenklinik und wurde nochmals gelasert (knapp 100 mal).
Leider konnten nicht alle Risse mit dem Laser geblockt werden, so dass ich noch eine Kryo-Behandlung machen lassen musste. Diese erfolgte in ambulanter Behandlung unter √∂rtlicher Bet√§ubung, was ich so nicht nochmal machen lassen w√ľrde.
Danach war erst mal Ruhe.
Gruß, John

NHA, rechtes Auge, Teil 2 07/13

JOHN @, Niederaula, Donnerstag, 03. Oktober 2013, 15:08 (vor 2307 Tagen) @ JOHN

Hier folgt der 2. Teil meiner "Geschichte".
Nachdem ich mehrere Wochen Ruhe hatte und mein Auge sich wieder beruhigt hatte und alles in Ordnung schien, sah ich Sonntagmorgen Ende Juli nach dem Aufstehen pl√∂tzlich (ohne vorherige Blitze) eine Art Blase im rechten Auge. Hab gleich in der Klinik angerufen und bin auch sofort hingefahren. Dort wurde eine Netzhautabl√∂sung festgestellt, inzwischen sah ich kaum noch was auf dem re. Auge. Musste station√§r bleiben und wurde Montagmorgen operiert, habe seitdem eine √Ėlf√ľllung im Auge und kann daher nur schlecht sehen.
Bei einer Nachuntersuchung wurde dann 1 1/2 Wochen sp√§ter festgestellt, dass eine Nach-OP notwendig sei, da die Netzhaut nicht an allen Stellen anliegen w√ľrde.
Also wieder stationär und 2. OP.
Danach war alles soweit in Ordnung, Augeninnendruck auch OK.
Bei einer Nachkontrolle vor 2 Wochen wurde dann ein Riss in einem Bereich festgestellt, der bisher nicht betroffen war, leider kommt man da nicht mit dem Laser hin, daher soll mittels Kryo-Behandlung das Gebiet geblockt werden. Diesmal lass ich mir das aber in Vollnarkose machen, war ambulant sehr schmerzhaft.

Gruß, John

Erfahrungsbericht-Tatjana

Tatjana, Donnerstag, 26. Dezember 2013, 15:37 (vor 2223 Tagen) @ KAtharina

Hallo,

ich hei√üe Tatjana und bin 27 Jahre alt. Vom Schicksal einer Netzhautabl√∂sung wurde ich im Oktober 2011 heimgesucht. Damals schrieb ich gerade meine Diplomarbeit und nahm insbesondere abends einen hellen wandernden Punkt wahr, was ich auf eine √úberlastung der Augen durch PC-Arbeit zur√ľckf√ľhrte. Einige Wochen sp√§ter wurde ich doch stutzig und fuhr ins Augenzentrum. Diagnose: Fortgeschrittene Netzhautabl√∂sung am linken Auge. Not-OP 2 Tage sp√§ter (Loch wurde durch eine Plombe geschlossen). Nach der OP hat es Wochen gedauert bis die Netzhaut wieder komplett anlag. Nun sind √ľber 2 Jahre vergangen und ich nehme seit der OP diverse Lichterscheinungen wahr (wei√üe wandernde Schatten, aufflackernde Punkte, Lichtlitze). Seit Oktober nehme ich auch Lichtblitze im rechten Auge wahr, die in ihrer H√§ufigkeit immer weiter zunehmen. Seitdem laufe ich fast jede 2te Woche zum Arzt und lass dies √ľberpr√ľfen. Bisher wurde nichts festgestellt. Es hei√üt, dass der Glask√∂rper an der Netzhaut zieht, aber bisher kein Loch oder Riss entstanden sei...Von den √Ąrzten f√ľhle ich mich wenig verstanden. Auf konkretes Nachfragen folgen meistens fl√ľchtige Antworten. Ich versuche die Lichtblitze am rechten Auge zwar nicht zu z√§hlen, aber ich sch√§tze, dass es mindestens 50 t√§glich sind. Das belastet mich gerade extrem und die Angst vor einer m√∂glichen Erblindung ist seit Oktober mein st√§ndiger Begleiter. Es ist auch schwierig f√ľr mich mit Familienmitgliedern oder Freunden dar√ľber zu sprechen, da ich das Gef√ľhl habe, diese mit dem Thema zu √ľberfordern. Ich glaube ohnehin, dass ich nur durch andere Betroffene mit √§hnlichen Problemen verstanden werden kann....Deshalb schreibe ich euch und hoffe, dass wir uns gegenseitig Mut machen k√∂nnen.

Alles Gute

Tatjana

Erfahrungsbericht von Jorge

Jorge @, Bern, Freitag, 10. Januar 2014, 15:10 (vor 2208 Tagen) @ KAtharina

Liebe "Gleichgesinnte"

auch ich musste die Erfahrung einer Netzhautabl√∂sung machen. Im Gegensatz zu einigen anderen Personen hier wusste ich dass mir eine Netzhautabl√∂sung fr√ľher oder sp√§ter droht. Mein Augenarzt hat mich darauf hingewiesen, dass meine starke Kurzsichtigkeit dazu f√ľhren k√∂nnte (Links -12 und Rechts -13). So kannte ich auch schon die Symptome. Als Info: Ich bin 40 Jahre alt.

So habe ich bemerkt, dass bei einem Kinobesuch am 1.12.13 etwas mit meinem Auge nicht stimmt. Ich sah einen Schatten und hatte st√§ndig das Gef√ľhl das hinter mir jemand mit einer Taschenlampe spielt.
Am 2.12.13 konsultierte ich meinen Augenarzt welcher mich dann sofort in die Augenklinik eingewiesen hat. Die Operation erfolgte dann am 4.12.13 (Cerclage). Nach einer Nacht in der Klinik durfte ich nach Hause und schon vor Weihnachten konnte ich wieder arbeiten, anf√§nglich nur wenig und dann immer mehr, ab 29.12.13 dann wieder 100%. Seit ende Dezember sehe ich auch wieder "normal" muss aber nat√ľrlich jetzt eine neue Brille beschaffen da die Sehsch√§rfe abgenommen hat.

Am Tag der Operation war das Auge abgedeckt. Am Morgen danach konnte die Abdeckung abgenommen werden. Ich sah erst noch tr√ľb und verschwommen. Dies √§nderte sich aber merklich von Tag zu Tag und wurde besser. Schmerzen hatte ich eigentlich keine (ausser ab und zu Kopfschmerzen).

Mir wurde erst gestern (09.01.2014) das zweite Auge (vorbeugend) gelasert. Gem. dem behandelnden Prof. sollte das Risiko am linken Auge auch eine Netzhautablösung zu erleben, jetzt viel geringer sein.

Insgesamt bin ich bis jetzt sehr zufrieden, was ich meinen Augenarzt aber noch fragen werde ist, weshalb meine Augen nicht vorbeugend gelasert wurden (wie das jetzt mit dem Linken gemacht wurde)?

Liebe Gr√ľsse aus der Schweiz
Jorge

Erfahrungsbericht von Jorge 1 1/2 Jahre später

Jorge @, Bern, Montag, 13. Juli 2015, 13:21 (vor 1659 Tagen) @ Jorge

Nun, ca. 1 1/2 Jahre nach meiner Netzhautabl√∂sung geht es meinem Auge soweit tip top. In der Zwischenzeit habe ich mir ICL Linsen einsetzen lassen (f√ľr mich hat das im Vergleich zur Brille ein sp√ľrbare Verbesserung der Sehkraft mit sich gebracht). Heute bin ich Brillenlos und die Augen funktionieren sehr gut... ich werde engmaschig untersucht (zur Zeit halbj√§hrlich) und muss sagen dass ich praktisch keine Auswirkungen mehr von der Netzhautabl√∂sung habe (zumal das linke Auge (mein Hauptauge) wohl eineige "Aufgaben" vom rechten Auge √ľbernommen hat. Eine Sache habe ich allerings seid der OP (ist aber vermutlich nicht eine Auswirkung der OP resp. der Netzhautabl√∂sung): Ich sehe sehr viele l√§stige "mouches volantes"!

Erfahrungsbericht von Emanuela Teil 1

Emanuela, Freitag, 21. Februar 2014, 12:01 (vor 2166 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,

3 Monate nach meiner NHA-OP bin ich zufällig auf diese Seite gestoßen und schreibe Euch nun meinen Erfahrungsbericht.

Zuvor die Vorgeschichte:

Fr√ľhjahr 2007 wurde an beiden Augen der Graue Star im Anfangsstadium entdeckt.
Sommer 2009 wurde der Graue Star im RA so schlimm, dass ich nur noch 10 % hatte, darauf folgende OP (Kunstlinse). Seither auf dem LA 90 % Sehkraft und auf dem operierten RA 100 % - bis zum Sommer 2013.

Dann plötzlich Veränderung am Grauen Star LA (im September 2013 nur noch 50 % Sehkraft). Wieder einen Monat später nur noch 20 % Sehkraft.

Hinzu nahm ich plötzlich eines Morgens auf dem RA zwei bogenförmige Leuchtstreifen sowie kurze Zeit später auch noch Russregen wahr.

Die Leuchtstreifen waren auch nachts da, wenn ich meine Augen geschlossen hatte. Ebenfalls bemerkte ich auf der linken H√§lfte einen gro√üen dunklen Schatten, der fast schon gr√ľn-schwarz war.

Da ich so etwas noch nie hatte reagierte ich momentan nur mit gemischten Gef√ľhlen. Ich entschloss mich, noch einen Tag zu warten und weiter zu beobachten.

Am nächsten Tag waren die Lichtblitze immer noch da, der Russregen jedoch nicht mehr so schlimm. Ich rief trotzdem vorsichtshalber beim AA an und beschrieb der Arzthelferin meine Symptome. Sie sagte nur sofort kommen.

Da ich gleich in meinen Spätdienst musste und meine Kollegen nicht hängen lassen wollte, vereinbarte ich am nächsten Vormittag einen Termin. Ich bekam Tropfen zur Pupillenerweiterung.

Der AA sah sich meinen Augapfel genau an (und ich nehme an die Netzhaut auch? Keine Ahnung ‚Äď Infos bekam ich nicht.) und konnte keine Auff√§lligkeiten feststellen.

Er meinte nur, dass ich das weiterhin beobachten sollte und wenn es keine √Ąnderungen gibt, soll ich Anfang Dezember noch einmal kommen.

Allerdings hat eine Untersuchung des noch nicht operierten LA ergeben, dass mein Grauer Star sehr fortgeschritten ist und ich nur noch ca. 50 % Sehkraft hatte. Na toll.

Ich hatte vor lauter Arbeitseifer und Stress nicht bemerkt, dass sich meine Augen verschlechtert hatten (zumindest das LA).

Habe mich nur zwischendurch √ľber Flimmern usw. gewundert. Auf jeden Fall war ich beruhigt, da der AA am RA nichts feststellen konnte.

Die nächsten Wochen waren nur noch schlimm. Ich konnte regelrecht zusehen, wie mein LA mit dem Grauen Star und mein RA immer schlechter wurden.

Ich hatte bereits Probleme beim Autofahren nachts, was nat√ľrlich nach meinem Sp√§tdienst um 22.00 Uhr sehr schwierig war. Ich war jedes Mal heilfroh, als ich zu Hause war.

Ich hielt es aus bis zum 5. November 2013. Da war es schon so schlecht, dass ich noch einmal beim AA anrief und meine Augen untersuchen lassen wollte.

Er stellte nur fest, dass ich auf dem LA jetzt anstatt 50 % nur noch 15 % hatte. Das RA sei gleich geblieben.

Die nächsten Tage waren der Horror. Ich konnte täglich zusehen, wie mein Augenlicht immer schlechter wurde, bis zum 8. November 2013.

Erfahrungsbericht von Emanuela Teil 2

Emanuela, Freitag, 21. Februar 2014, 12:03 (vor 2166 Tagen) @ KAtharina

So, weiter gehts...

Ich war noch im Fr√ľhdienst und wunderte mich auf einmal, dass ich in meiner Exceltabelle die gro√üe unterstrichene √úberschrift nicht mehr gerade sah.

Sie machte genau in der Mitte einen Knick und ich sah somit die √úberschrift oben und unten verschoben.

Ich rief von der Arbeit aus nochmals beim AA an (da Freitag war und dieser dann ab Mittag nicht mehr da war).

Wieder die gleiche Aussage sofort kommen. Ich beendete noch meinen Fr√ľhdienst und war dann 1 Std. sp√§ter beim AA.

Das Witzige war, dass eine Aushilfs√§rztin da war. Die A√Ąin stellte fest, nachdem mein Auge fotografiert wurde, dass angeblich eine Arterie verstopft sei.

Man kann dies nicht operieren, sondern nur mit Infusionen wieder in Griff bekommen. Es wurde anschließend auch noch mein Sichtfeld getestet und aufgezeichnet.

Lange Rede kurzer Sinn: Gott sei Dank kam außerplanmäßig mein AA kurz in die Praxis. Er sah sich mein Auge ebenfalls an und stellte entsetzt fest, dass sich meine NH abgelöst hatte.

Das hie√ü sofort nach Hause, Sachen packen, sofort ins KH und heute noch notoperiert (ppV, Cerclage, EL, Kryo, √Ėl).

Meine Sehkraft liegt seit 3 Monaten unverändert bei 5 %. Mein AA drängt regelrecht, mein LA operieren zu lassen (Kunstlinse), damit ich wenigstens besser zurecht komme.

Die A√Ąe im Krankenhaus sind absolut dagegen. Sie sind der Meinung, dass erst das RA verheilen soll (nach √Ėlentfernung kommenden Sommer) und dann sehen wir weiter.

Bei 15 % und 5 % Sehkraft traue ich mich alleine nur kurz zum B√§cker und zur Apotheke. Ich f√ľhle mich total unsicher beim Laufen wenn ich alleine unterwegs bin und jedes Mal froh, wenn ich heil wieder zu Hause angekommen bin.

F√ľr mein operiertes NHAAuge habe ich mir in der Apotheke eine Augenklappe besorgt, somit wandert es nicht st√§ndig hin und her und ich empfinde es als entspannender.

Ich trage die Klappe haupts√§chlich beim Fernsehen bzw. wenn ich einmal einen schlechten Tag habe und das operierte Auge sich total schwer und m√ľde anf√ľhlt.

Ich kann es auch noch nicht ganz √∂ffnen. Es zieht noch bei Bewegungen bzw. ist schnell √ľberanstrengt. Mein Augendruck geht trotz Medis auch noch nicht runter. Es hei√üt halt einfach nur abwarten.

Viele Gr√ľ√üe aus Bayern, Emanuela

Kruemel I

kruemel79 @, Neustrelitz, MV, Montag, 31. März 2014, 22:13 (vor 2128 Tagen) @ KAtharina

Hallo zusammen,

ich bin heute 35 jahre alt und habe eine bereits 25 jahre währende Netzhautgeschichte hinter mir. Und ich hoffe sie ist noch lange nicht zu Ende.

Im zarten Alter von 10 Jahren bemerkte ich einen Schatten auf meinem linken Auge. Tja, aber Kind denkt sich doch dabei nix weiter. Eines morgens allerdings war da nichts mehr.
Wie sich Stunden später herausstellen sollte war dies meine erste fast völlige Netzhautablösung mit Riesenriß. Und die Odysee begann.
Es war Weihnachten 1989, ich mwurde sofort mit einem krankenwagen nach Greifswald in die Uniklinik gebracht. Dort stellte sich 4 Tage sp√§ter heraus, dass der zur OP ben√∂tigte Laser nicht schnell genug repariert werden k√∂nne und man brachte mich nach Berlin in die Charite. Mein gro√ües Gl√ľck damals war, dass ich an einen Oberarzt geriet, der in den USA studiert hatte. Nach einer Vitrektomie und allem drum und dran konnte wenigstens ein kleiner Sehrest erhalten werden.
Meine Kurzsichtigkeit war zu der zeit schon sehr ausgeprägt. Mit ca. 17 Dioptrien beidseitig.
Im Jahr darauf sollte der nächste Hammer folgen. 1990 das selbe Spiel am rechten Auge. Jetz wurde aber von vorn herein nur noch die Klinik in Berlin in Betracht gezogen. Das rechte Auge konnte fast wieder hergestellt werden.
Dann folgten 2 unbeschwerte Jahre meiner jugend.
Doch im September 1992 folgten dann innerhalb von 14 Tagen NHA's auf beiden Augen. Und die diesmal war es richtig böse.
Das linke Auge war nur noch zu hell und dunkel im Stande. Und auch das rechte Auge soweit eingeschränkt, dass an einen normalen Schulbesuch nicht mehr zu denken war. Anfang 1993 mußte das rechte Auge erneut operiert werden, da sich das Silikonöl in die vorderkammer bewegt hatte. Zu dieser zeit hatte ich schon auf beiden Augen keine Linsen mehr.
Es folgte ein f√ľr mich sehr harter Schlag, ich mu√üte von nun an eine Schule f√ľr Blinde und Sehbehinderte besuchen und von meiner Familie weg.

(mehr in Kruemel II)

Kruemel II

kruemel79 @, Neustrelitz, MV, Dienstag, 01. April 2014, 13:49 (vor 2127 Tagen) @ kruemel79

.... und weiter gehts.
1993 stellten sich dann auch die ersten Nebenwirkungen des √Ėls ein. Ein Sekund√§rglaukom am rechten auge und aus Sympathie gleich mal am linken Auge mit. Das linke Auge baute zunehmend ab. Hier kam dann die so vielen bekannte Hornhautdegeneration dazu. Ansonsten bekam ich erstmal wieder 2 Jahre Ruhe vor Kliniken. Dann 1995 mitten in den Pr√ľfungsvorbereitungen entgleiste das Glaukom am rechten Auge v√∂llig und das √Ėl mu√üte ganz dringend raus. Es wurde durch Gas ersetzt und (dreimal auf Holz geklopft) die NH ist bis heute da wo sie hingeh√∂rt. (Aber bei soviel Cerclage, Plomben und Vernarbungen, kann sie auch fast nicht mehr weg.)
Meine Pr√ľfungen durfte ich dann innerhalb von 6 Wochen alle nachschreiben.
Anfang 1996 mitten in der Berufsfindung traf es mich wieder. Nur aus einem Instinkt heraus fuhr ich zu meiner Augen√§rztin. Und siehe da, Die NH links war runter und das √Ėl nicht mehr da wo es hin sollte.
Also wieder PPV mit Gas. Am n√§chsten Tag - keine √úberraschung - nochmal PPV mit √Ėl und MembranPeeling und allem was dazu geh√∂rt. Das linke Auge machte seither immer mehr Probleme. Die Hornhaut war nur noch dauergereizt und der Druck lie√ü sich schlecht senken.
Ein Medikament namens Glycocortison konnte mir dann helfen. Ich konnte es kaum fassen, aber meine Ausbildung konnte ich ohne weitere Zwischenfälle abschließen. 2001 dann mal wieder ein entgleistes Glaukom am rechten Auge. Mit einer Kryobehandlung des Zilliarkörpers konnte dies aber recht schnell beseitigt werden. Mein Gesichtsfeld litt aber weiter. Auch bei Normaldruck. Dann 2002 eine meiner schwersten Entscheidungen. Das Medikament Glycocortison war vom Markt genommen worden und nichts konnte mehr die Schmerzen und (Ameisen) in meinem linken Auge mindern. Es war eine tägliche Tortur. Ich stand vor der Entscheidung weiter ein ohnehin blindes und mich quälendes Auge ertragen oder möglicherweise wieder mehr Lebensqualität durch eine Enucleation zu haben.
Im März 2003 wurde mir dann das linke Auge in Neubrandenburg entfernt und durch ein Implantat ersetzt. Und ich habe diese Entscheidung bisher keine Sekunde bereut. Selbst gestandene Augenärzte versuchen auch heute noch beim Glasauge den Druck zu messen. ;-)


(mehr in Kruemel III)

Kruemel III

kruemel79 @, Neustrelitz, MV, Dienstag, 01. April 2014, 20:23 (vor 2127 Tagen) @ kruemel79

nur ein paar Tage nach der Entfernung meines Auges fing auch das rechte Auge wieder mit dem entgleisen an. Das Glaukom war kaum noch in den Griff zu kriegen. 1 Woche lang wurde nur getestet woran der nun wieder zu hohe Druck liegen könnte unter anderem auch mit einer Intraokularmessung. Diese wollte mir eine stellvertr. Oberärztin privat in Rechnung stellen. Sie wußte aber nicht, dass meine Augenärztin und der professor einige Tage später auf einem Kongress zusammentreffen sollten und meinen Fall besprachen. Das ist der Dame nicht bekommen. ;-)
Leider brachten die Messungen eine extreme HH-Entz√ľndung mit sich, so dass ich fast 8 Wochen kaum das Auge aufbekam. Kaum war dies √ľberstanden folgte eine Goniotrepanation. Und wie fast zu erwarten, meine Selbstheilung funktionierte zu gut und der k√ľnstlich geschaffene Durchgan wuchs schneller zu al ich folgen konnte.
Während dieser OP aber hat meine Oberärztin (nicht die o. g.) Reste von Silikonöl beseitigt und siehe da seither liegt der Druck meist bei 14 mmHg. Allerdings unter Therapie mit Cosopt-S und Monoprost.
2008 fing ich mir dann eine fiese Entz√ľndung der Tr√§nenwege ein, so dass der linke nicht mehr von selbst aufging und geweitet werden mu√üte. Auch hier wiedermal ein Op-Abbruch, die √Ąrzte konnten nur einen Teil der Tr√§nenwege √∂ffnen. Aber durch den eingelegten Schlauch erholte sich der Rest dann doch innerhalb von 3 Monaten von selbst.
Heute ist auch mein rechtes Auge fast blind, die Glaukomtherapie greift eben doch nur bedingt. Druck unten, Narben auf der NH einfach zu massiv und auf der Makula einen Fuchs'schen Fleck. Aber ich lebe damit, auch wenn nicht jeder Tag schön ist. :-)

Erfahrungsbericht YuLie

YuLie, Samstag, 12. April 2014, 18:23 (vor 2116 Tagen) @ KAtharina

Hallo Tatjana,

ich bin Julia und 26 Jahre alt. Bei mir wurde letztes Jahr im Juli durch einen Zufall eine bereits lange bestehende Netzhautablösung diagnostiziert. Die Op war dann gleich 2 Tage später am 1.August in Göttingen.
Als die Netzhautablösung festgestellt wurde hatte ich keinerlei Beschwerden oder Symptome.
Bei der OP wurde eine Plombe (Cerclage) um die Netzhaut gelegt. Die Heilung war nach ca.4-6 Wochen abgeschlossen und ich habe mit Brille und Kontaktlinsen sehr gut gesehen. Doch seit ca. 3Monaten habe ich st√§ndig Beschwerden und laufe oft zum AA. Ich nehme einen Augendruck wahr, dann sind es pl√∂tzlich keine schwarze Fusseln, dann Habich das Gef√ľhl meine Sehkraft bzw der Sehradius verschlechtert/verringert sich. Jedesmal hei√üt es nur, ihr Netzhaut liegt wunderbar an und sie w√ľssten nicht woher diese Beschwerden kommen, dies sei dann wohl normal.
Naja um ehrlich zu sein, mich befriedigt diese Antwort nicht wirklich, schlie√ülich geht es hier um das Augenlicht und ich habe auch eine heiden Angst davor irgendwann zu erblinden. Zudem man das Gef√ľhl h√§tten mit seiner Angst allein gelassen zu werden, weil es doch niemand den es nicht betrifft es so gut nachvollziehen kann.

Aber naja man muss anscheinend irgendwie versuchen mit dieser Angst umzugehen, auch wenn es mir wirklich sehr schwer fällt und es mich doch immer wieder einholt.

Lg Julia

Erfahrungsbericht Reha - Fanny

Fanny @, Sachsen - Anhalt, Dienstag, 15. April 2014, 21:01 (vor 2113 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Netzis,
heute wie versprochen mein Erfahrungsbericht zur Reha.

Ich war vom 04.03. ‚Äď 01.04.2014 zur medizinischen Reha in Masserberg in der Prof. Lenz, Prof. Volhardt Klinik. Die Fahrt mit der Deutschen Bahn war entspannt und die Fahrt mit dem Shuttle der Klinik war sehr gut organisiert. Die Aufnahme in der Klinik war freundlich und die Mitarbeiter der Patientenverwaltung sind sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Ich war total √ľberrascht. √úberhaupt kein √ľblicher Klinikbetrieb.

Die Schwestern der Augenabteilung waren einfach spitze. Sie haben immer ein offenes Ohr und vor allem viel Herz. Heulsusen wie ich haben immer Trost und Zuspruch bekommen. Daf√ľr durften sie dann t√§glich abwechselnd auf meiner R√ľckfront ‚ÄěDart spielen‚Äú. Ich habe Vitamin B Komplex gespritzt bekommen. Die t√§gliche Sauerstofftherapie war sehr angenehm. Leider wusste ich nicht, dass ich die Augenakupunktur vorher anmelden muss. Die √Ąrztin, die diese durchf√ľhrt war kaum in der Klinik. Das organisiere ich beim n√§chsten Mal besser. Auch mit den √Ąrzten der Klinik habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich konnte sehr viel Einfluss auf meinen Therapieplan nehmen.

Lobend möchte ich die Therapeuten erwähnen. Auch wenn manche recht fordernd waren, bin ich mit dem Pensum gut zurecht gekommen.

Mein Lob gilt ebenfalls der Di√§tassistentin und dem K√ľchenpersonal. Selbst m√§klige Patienten werden satt. Ich bin kein Kostver√§chter und fand alle Speisen lecker, gesund und abwechslungsreich.

Mir hat die Reha viel gebracht. Mein Sehverm√∂gen hat sich leicht verbessert und meine k√∂rperliche Verfassung war lange nicht so gut. Mein Dank den ‚ÄěSchleifern‚Äú. Psychisch bin ich immer noch angeknaxt. Die Psychologin hat wohl alle meine Gef√ľhle an die Oberfl√§che geholt aber ich habe nach wie vor massive Probleme. Sie hat eine Weiterbehandlung empfohlen. Fragt sich nur wer. Bei uns einen Termin zu bekommen ist aussichtslos. Vermutlich habe ich hier von der Reha zu viel erwartet. Dies braucht wohl einige Zeit. Es hatte ja auch sechs Jahre zum Entstehen und Wachsen. In Masserberg durfte ich viele nette Menschen kennenlernen. Wir haben uns vorgenommen in Kontakt zu bleiben und uns im Sommer dort wieder zu treffen.

Alles in allem muss ich sagen:‚Äú Masserberg ist das Beste gewesen, was mir passieren konnte‚Äú Ich m√∂chte unbedingt, wie empfohlen in zwei Jahren wieder dort hinfahren. Daf√ľr werde ich Himmel und H√∂lle in Bewegung setzen. ;-)

Liebe Gr√ľ√üe

Sylvia

Erfahrungsbericht von FrankL

FrankL @, Berlin, Dienstag, 29. April 2014, 18:37 (vor 2099 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,
ich bin seit dem 17.03. ein "Netzi" mit der folgende Geschichte: Seit meiner Kindheit bin ich auf beiden Augen kurzsichtig. Ich Laufe meines Lebens nahm sie zu, sodass ich heute mit 46 Jahren bei - 8,0 Diop auf dem RA und LA angekommen bin. Nach Aussagen der √Ąrzte ist dies auch der Grund, warum ich auf dem LA die L√∂cher in der Netzhaut bekam.
Angefangen hat es in der ersten Februarwoche mit kleinen "Blitzen" auf dem Auge. Meistens nach dem Aufstehen und es kam mir zwar merkw√ľrdig vor, aber nicht bedrohlich. Es war auch kein richtiges dolles Blitzen, sondern eher so ein Aufhellen im unteren Auge.
Da die seit langem geplannte 3-w√∂chige S√ľdafrika Rundreise am 16.02.2014 beginnen sollte, habe ich den Augenarzttermin auf nach dem Urlaub verschoben. Falls es schlimmer werden sollte - dachte ich mir so - kann ich auch in Kapstadt oder Johannesburg in die Augenklinik gehen. Es wurde im Urlaub zum Gl√ľck nicht schlimmer, eher besser, da das Aufblitzen nachlie√ü.
Zur√ľck in Berlin habe ich eine weitere Woche vergehen lassen, da der Dienstplan es nicht anders zulie√ü. Jedoch bemerkte ich in dieser Woche einen merkw√ľrdigen dezenten Schatten im unteren LA. Und da ahnte ich es bereits, dass das kein gutes Zeichen ist.
Am 17.03. ging ich morgens um 08.00 Uhr zum AA. Dieser stellte 2 Löcher in der Netzhaut im LA fest und eine "leichte" Abhebung der Netzhaut bei 11h bis 13h, jedoch war das nach seiner Meinung nach mit dem Laser zu behandeln.
Er hat mir ein √úberweisungsschein f√ľr das Sankt Gertrauden Krankenhaus ausgestellt und ich bin gleich dorthin gefahren. Nach einiger Wartezeit und Vortests hat der AA festgestellt, dass das Auge operiert werden muss, d.h. wahrscheinlich mit einer Vitrektomie und anschliessender Gasf√ľllung. Also nix mit Lasern und so lag ich 4 Stunden sp√§ter auf dem OP Tisch und wusste eigentlich gar nicht wie mir geschah.

Nach 2 Nächten im KH kam ich nach Hause und sollte die nächsten 14 Tage aufrecht verbringen, sowohl tags als auch nachts. Ich verhielt mich so wie vorgegeben, jedoch bemerkte ich am Abend des 27.03.14 diesmal im LA oben links einen Schatten und eine deutliche Sehverschlechterung. Das Gas war am Tag 10 nach der 1.OP noch zu ca. 30% im Auge. Also bin ich um 20 Uhr wieder ins Sankt Gertrauden KH gefahren und der gerufene Bereitschaftsarzt kam gegen22 Uhr, um mich zu untersuchen.
Er stellte erneute Löcher in der NH fest und eine Ablösung bei 16h. Er entschied, dass ich erst am nächsten Morgen operiert werden sollte, da es in der Nacht kein "geeignetes" OP Team bereit steht.
Ich bin also erneut stationär aufgenommen worden und wieder in ein 4-Bett-Zimmer. In dieser Nacht bin ich gegen 3 Uhr morgens wach geworden und habe auf dem Auge kaum noch etwas sehen können. Es war so ein Sehen wie durch eine starke Nebelwand. Erschreckend !!
Ich ging zum Schwesterzimmer und der Nachtpfleger hat auf meine Bitte hin den Bereitschaftsarzt zu Hause angerufen, dieser sagte jedoch, ich sollte mich wieder ins Bett legen, da ich eh am nächsten Morgen operiert werden soll.
Die OP wurde wieder verschoben, da es einen gynäkologischen Notfall gab und der OP erst um 12 Uhr frei wurde. So wurde ich gegen 11 Uhr abgeholt und in den OP gebracht
Am n√§chsten Tag habe ich erfahren, dass erneut eine Vitrektomie mit Gasf√ľllung durchgef√ľhrt wurde.
Was mich √ľberraschte war, dass sich die Netzhaut nun pl√∂tzlich von 11h √ľber 3-6h bis 8h abgel√∂st hatte und L√∂cher bei 9h,11h, 1h und 3h gebildet hatten. Also wirklich ne Menge und das innerhalb von ein paar Stunden ( ich frage mich die ganze Zeit, ob ein OP in der gleichen Nacht nicht besser gewesen bzw. notwendig gewesen w√§re ?)
Ich habe dieses Mal eine Lasercerclage erhalten und als Zugabe gleich die Kunststofflinse, da anscheinend meine Linse bereits vom Gas eingetr√ľbt war (Cataracta complicata laut O√Ą).
Die Sehleistung war nach der 1.OP bei 60% und nach der 2. Ablösung nur noch bei 15% auf dem LA. Auf dem rechten Auge habe ich weiterhin meine 90% mit Sehhilfe.
Nun ist auf dem LA eine Dioptrie von -3,75 und -0,75 Hornhautverkr√ľmmung und auf dem RA weiterhin die -8,0 Dioptrie. Das ist ein sehr merkw√ľrdiges Sehen. Ich hoffe, dass ich mich daran gew√∂hne. (Ich habe mir heute ein vor√ľbergehendes Brillenglas mit -3,75 einsetzen lassen, aber es war vorher fast besser, da aufgrund der Kunststofflinse das Sehen ganz anders ist).

Ich bekam t√§gliche Augentropfen gegen die Entz√ľndung im Auge, also 7x tgl. Kortison und 5x tgl. Antibiotika. Davon stieg dann aber der Augeninnendruck an (bei 28), sodass ich diese Tropfen nach 14 Tage absetzen musste und daf√ľr 3x tgl. Voltaren und 2x tgl. Asopt gegen den Druck. Nun ist er wieder sch√∂n bei 14 und ich kann die Asopt Tropfen bald absetzen.
Die O√Ą "dr√ľckt mir die Daumen", dass die NH diesmal dran bleibt, da ich ja ab nun Risikopatient bin.
Meine Sehleistung hat sich aber wieder auf 80% hochgeschraubt und dar√ľber bin ich momentan sehr gl√ľcklich. Was jedoch auff√§llt, ist das eingeschr√§nkte Sehfeld au√üen links, anscheinend kommt das von der Lasercerclage ?!

Ich bin nun in der 7.Woche krankgeschrieben und habe keine genaue Ahnung, wann ich wieder zur√ľck ins B√ľro kann oder wie es genau weitergehen soll/wird. Ich arbeite als Reiseverkehrskaufmann im Firmendienst und muss t√§glich 8 Stunden am PC arbeiten.

Hm, falls ich noch etwas in diesem Bericht vergessen haben sollte, werde ich es nachtragen, aber nun höre ich auf zu schreiben, da die Stunde schon lange
vorbei ist ;-)

Viele Gr√ľ√üe
Frank

Erfahrungsberichte von MartinB

MartinB, Samstag, 24. Mai 2014, 23:17 (vor 2074 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,

meine Name ist Martin und ich bin seit meinem 14. Lebensjahr an einer Netzhautabl√∂sung erkrankt. Diese habe ich an meinem rechten Auge. Der Grund daf√ľr ist unklar, aber es hat sehr wahrscheinlich mit meiner Sportart Judo zu tun.

Bemerkt habe ich von der Krankheit erst gar nicht. Mit 14 Jahren hatte ich eine normale Augenarztkontrolle. Dort hat sich festgestellt, dass meine Sehst√§rke auf meinem RA unter 30% liegt. Die √Ąrzte konnten es nicht glauben und haben viele verschiedene Tests mit mir durchgef√ľhrt, bis diese festgestellt haben, dass ich ein gro√ües Loch an der Netzhaut habe. Ich wurde sofort noch am selben Tag zum Krankenhaus geschickt (Helios, D√ľsseldorf).

Dort angekommen haben mich viele Augenärzte und auch Oberärzte untersucht, weil es keiner glauben konnte, dass ich eine Netzhautablösung habe, ich war sehr jung. Nach einer Diskussionsrunde unter Ihnen, haben Sie sich entschlossen, eine Plombe in mein rechtes Auge zu pflanzen. Zuvor haben Sie gesagt, dass die Erfolgschancen ziemlich gering waren, da ich noch sehr jung bin und mein Auge noch im Wachstum ist.

Direkt am n√§chsten Morgen hatte ich meine Operation. Ich bekam eine Plombe in mein Auge, damit diese die Netzhaut zur richtigen Stelle dr√ľckt. Die Op hat mit einigen Schwierigkeiten gut geklappt. Die Netzhaut liegt stabil, aber das Loch ist immer noch da. So habe ich bis heute (17J.) eine Sehst√§rke von ca.30% auf dem rechten Auge. Mein linkes Auge hat um die 90%.

Nach der Operation musste ich eine Woche lang stationär im Krankenhaus sein. Jeden Tag bekam ich Besuch vom Oberarzt. Zudem musste ich zahlreiche Augentropfen und Augencremes nehmen, die unangenehm waren.Ich hatte auch generell starke Schmerzen, wenn ich mein AUge bewegt habe. Auch nach der Entlassung musste ich mehrere Wochen diese Tropfen/Cremes benutzen.

Zur Zeit habe ich Judo gemacht und nach einer Zeit der Op habe ich 2 Jahre weiter gemacht, bis Herbst 2013. Auf ein Turnier habe ich ungl√ľcklicherweise ein Schlag aufs Auge bekommen. Ich sah verschwommen und hatte Panik. Ich bin mit meinem Eltern sofort zur Notaufnahme gefahren. Doch zum Gl√ľck war alles in Ordnung, die Netzhaut sitzt immer noch stabil.

Januar 2014 hatte ich ein Besuch im Krankenhaus Heidelberg, da dort eine sehr gute Augenheilkunde ist. Ich bin dort hin gereist, um zu wissen, ob es möglich wäre, meine Sehstärke zu erweitern oder zu verbessern, aber leider nicht möglich.

Zudem wurde mit bereits gesagt, dass ich viele Berufe und Sportarten nicht mehr aus√ľben darf. Zum Thema F√ľhrerschein waren sich die √Ąrzte unterschiedlicher Meinungen.

Nun habe ich seit Herbst 2013 mit Judo aufgehört, da ich begriffen habe, dass meine Gesundheit wichtiger ist, als ein Hobby. Heute bin ich 17 Jahre alt und suche jeden Tag aufs vergeblichste nach Infos, ob man noch irgendwas machen kann, denn langsam verzweifele ich.

Liebe Gr√ľ√üe,
Martin

Erfahrungsbericht von Timo

Timo1978, Donnerstag, 04. Dezember 2014, 11:51 (vor 1880 Tagen) @ KAtharina

Hallo Katharina,
ich habe mich,nach einiger Zeit des Mitlesens, nun auch in Eurem Forum angemeldet und w√ľrde gerne meinen Erfahrungsbericht schicken und hoffe auch ein paar guten Ratschl√§ge von Personen in der gleichen Situation zu bekommen. Vielen Dank das Du so viel Zeit in dieses Forum steckst.

Meine Netzhautgeschichte begann Ostern 2014. Aus heiterem Himmel, war gerade mit meinen Kindern im Garten am spielen, merkte ich das ich auf meinem rechten Augen im oberen Bereich einen braunen Schimmer hatte. Habe mir erst nichts dabeigedacht und bin auch erst Dienstag nach Ostern zu einem Augenarzt gegangen.
Ich muss dazu sagen das ich aus beruflichen Gr√ľnden in Br√ľssel/Belgien lebe. Die Augen√§rztin stellte recht schnell fest das ich eine Netzhautabl√∂sung habe und riet mir mich schnellstens in Krankenhaus nach Leuven zu gehen. Sie rief auch sofort dort an um einen Termin f√ľr mich zu machen. Innerhalb von 2 Stunden war ich dort und nach einer Wartezeit hatte ich das Gespr√§ch mit dem Professor und am gleichen Nachmittag wurde ich operiert.
Am n√§chsten Morgen war mein Auge schwarz. Es war voller Blut und ich war selbst sehr geschockt als ich in den Spiegel sah. Bei der Nachkontrolle meinte der Professor das er wegen des Blutes die Netzhaut nicht richtig sehen kann, es aber alles ok ist und mich wieder nach Hause schickte. Es wurde mir Gas ins Auge gef√ľllt.
Zu Hause musste ich regelmässig Schmerzmittel nehmen gegen die Schmerzen. Auch meine Augenärztin konnt wegen des Blutes nicht korret kontrollieren.
Am 01.Mai , hab es wohl mit den Feiertagen, konnte ich die Schmerzen nicht mehr aushalten, das Auge und die Umgebung war stark geschwollen und ich begab mich zur Notaufnahme nach Leuven. Ein Assistenzarzt schaute sich mit dem Ultraschallgerät mein Auge an und meinte das sich die Netzhaut erneut abgelöst hätte. Die Bilder des Ultraschalls wurden an den Professor an seinen privaten PC geschickt. Nach einer kurzen Weile rief der Professor n und meinte das aich doch bitte am Montag, der 01 Mai war ein Freitag, wieder kommen sollte. Eine solche erneute Ablösung sei nicht unwahrscheinlich und auch normal.
Am nächsten Tag bin ich zur Uniklink Aachen gefahren, da der Schmerz immer noch nicht weg war und ich auch von der Aussage "Kommen Sie am Montag wieder" etwas geschockt war.
In der Uniklink Aachen gab es die gleiche Prozedur mit dem Ultraschall und dem Professor der zu Hause war. Der Unterschied war nur das dieser in etwa 15 Minuten im Krankehaus war und ich am gleichen Abend noch operiert worden bin.
Aussage: Ja, erneute Abl√∂sung aufgrund starker Blutungen die die Netzhaut wieder weggedr√ľckt haben.
Der Professor benutzte ein Wort daf√ľr, ich glaube es war "explosive" Nachblutung.
Ich bekam eine Silikon√∂lf√ľllung. Der Professor sagte mir sp√§ter das ich normalerweise , nachdem er die Sch√§den im Auge live gesehen hatte, blind sein m√ľsste. Die Netzhaut war bis zur Mitte abgel√∂st.
Ich war nicht erblindet und hatte/habe momentan noch 50-60 % Sehkraft.
Im Sp√§tsommer wurde das √Ėl wieder abgelassen.
Ich habe immer noch Reste vom √Ėl im Auge.
Im Oktober wurde bei einer Routinekontrolle festgestellt , das ich einen Augendruck von 50 hatte.
Die Medikamente wurden umgestellt und neben 2 verschiedenen Tropfen, nehmen ich auch noch 1 Tablette Diamox. Obwohl mir der Arzt auf die starken Nebenwirkungen hinwies habe ich momentan noch keine gesp√ľrt.
Ein Tag nach der Einnahme der neuen Medizin, war mein Druck schon wieder auf 28 gesunken.
Kontrollen im November ergaben einen Wert von 23 und 21. Gestern hatte ich einen Wert von 20.
Da ich immer noch Reste vom Silikon√∂l im Auge habe wurde dies als Grund f√ľr den Augeninnendruck ausgemacht.
Wahrscheinlich wurde der Druck wieder steigen wenn ich die Medizin absetzen w√ľrde.
Die Augen√§rztin meinte das die Silikonbl√§schen von alleine verschwinden k√∂nnten.Das h√∂rte ich bis jetzt nur von ihr und nicht von den anderen √Ąrzten. Hat da jemand Erfahrungen mit?
Sollte der Druck nicht verschwinden, muss ich mich wohl einer erneuten OP zur "Sp√ľlung"unterziehen m√ľssen.
Die OP ist f√ľr mich nicht so schlimm, allerdings wird das Auge und auch besonders die Netzhaut mit jeder weiteren OP mehr gereizt und instabiler.

Ich habe hier im Forum viel von den Kliniken in Heidelberg und M√ľnchen als die Referenz in Deutschland gelesen.
Gibt es schon Erfahrungen mit der Aachener Klinik? Habe mich bis jezt dort gut beraten und wohl gef√ľhlt.

Das ist erstmal mein Bericht. F√ľr ein kurzes Feedback zu meinen Fragen w√ľrde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank

Timo

Erfahrungsbericht von nussbaum0811

nussbaum0811, Mittwoch, 04. März 2015, 18:32 (vor 1790 Tagen) @ KAtharina

Hallo Leute,

Netzhautablösung festgestellt linkes Auge Augenklinik B.Ro.
O.P 10. Okt. 2011 in M√ľnster (Franziskus)
2. O.P. April 2012 in M√ľnster (Franziskus)
3. O.P. Mai 2012 in M√ľnster (Franziskus)
Seit der Zeit Oel im Auge
Augentropfen Cosopt, Monoprost
Oelentfernung 13.2.2015 Augenklinik B.Ro.
Sehkraft auf dem O.P-Auge ca. 20 Prozent
Irgendwie geht es weiter..
Nicht den Kopf hängen lassen.
Ach ja hab vergessen, Rechts Sehkraft 90 %

Erfahrungsbericht von Yvonne-M.

Yvonne-M. @, Dithmarschen (S-H), Donnerstag, 19. März 2015, 20:01 (vor 1775 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Yvonne-M., Donnerstag, 19. März 2015, 20:57

Hallo liebe Netzis!

Ich bin vor ein paar Tagen auf diesem Forum gesto√üen, als ich im Netz mich √ľber das Thema Netzhautabl√∂sung informieren wollte. Nun bin ich auch hier!

Ich hei√üe Yvonne, bin 47 Jahre alt, seit Kindheit kurzsichtig und eine Hornhautverkr√ľmmung (Stand Nov. 2013: RA -3.75 / LA -3.50), am 04. M√§rz 15 bekam ich √ľberraschend die Diagnose zu wissen:
RA rhegamatogene Amotio retinae mit Makulabeteiligung (Löcher und 2 Risse),
LA degenerative Netzhautareale (3 Löcher).

Ein paar Tage, das Wochenende zuvor, bemerkte ich, dass meine Sehkraft auf dem rechten Auge nach gelassen hatte, dazu einen grauen Vorhang und schwammiges Sehen. Die Symptome kamen relativ schnell, zuvor hatte ich keine Beschwerden.
Am 03. M√§rz kontaktierte ich den AA und bekam f√ľr den n√§chsten Tag einen Termin und die Diagnose zu wissen. Mit Sehhilfe hatte ich auf dem LA 100 % und auf dem RA 30 % Sehleistung.
F√ľr den 05. M√§rz wurde mir ein OP Termin in der naheliegenden Augenklinik erteilt, die auch einen guten Ruf hat. Beide Augen wurden behandelt. Am darauf folgenden Tag untersuchte mich die Augen-Chirurgin, die mich operierte, meinte, es sei eine recht komplizierte OP auf dem rechten Auge gewesen, sie sei mit dem heutigen Ergebnis nicht zufrieden, da sich neben einer der Plomben die NH wieder leicht anhebt. Sie vermutete ein weiteres Loch, nur durch Einblutung und altersentsprechenden Pigmentflecken konnte sie kein Loch finden.
Ich durfte den Tag die Klinik verlassen, aber mit dem Vermerk, es wird womöglich ein Wiedersehen geben.
Am 09. M√§rz musste ich zu meinem AA zur Kontrolle, der mich wegen der NH-Anhebung, die wohl zugenommen hatte, vorsorglich wieder in die Klinik schickte. Zur Beobachtung blieb ich 3 N√§chte. T√§glich wurde mein rechtes Auge mehrmals von 3 Chirurgen gr√ľndlich untersucht, aber es war sehr schwierig, wie schon erw√§hnt, ins Auge einzusehen. Es k√∂nnte aber auch eine Verz√∂gerung sein, bis sich die NH anlegt, ist selten, kann aber vorkommen, laut der Chirurgin. Ein OCT und ein Ultraschall wurden noch veranlasst, die die Anhebung deutlich zeigte.
Bis mittags musste ich t√§glich n√ľchtern bleiben, bis sich die 3 Chirurgen beraten hatten, ob sie einen weiteren Eingriff unternehmen wollen, was sie ungern tun wollten, mit der Hoffnung, die NH legt sich von allein wieder an.
Da sich die NH nicht weiter angehoben hatte, durfte ich nach dem dritten Tag wieder gehen, mit dem Hinweis, sofort zu erscheinen, wenn sich mein Sehen verschlechtert oder andere Beschwerden auftreten.
Gestern, 18. M√§rz, war ich zur vereinbarten Kontrolle in der Klinik. Ein weiteres OCT wurde unternommen, sowie die Sehleistung gemessen. Das OCT und die Untersuchung zeigten, dass sich die NH leicht, aber deutlich in die richtige Richtung begibt, die Sehleistung lag nun bei 25 %. Ich bekam zu h√∂ren, dass es dauert, bis sich die Sehleistung erholt, aber ganz zur√ľckkommen wird sie nicht, wegen der Makulabeteiligung.
Den nächsten Termin zur Kontrolle in der Klinik habe ich Ende nächster Woche.

Da mich der schnelle erste Termin, am 03. März, beim AA ein wenig stutzig machte, habe ich den Abend zuvor im Netz meine Symptome eingegeben, bin bei Netzhautablösung hängen geblieben und hatte mich schon auf das Schlimmste vorbereitet, es war eine schlaflose Nacht. Die Diagnose vom AA hat mich nicht wirklich dadurch umgehauen.
Es ist f√ľr mich nat√ľrlich ein Hoffen und Bangen, ob sich meine Sehsch√§rfe wieder einigerma√üen erholt. Dieses Gef√ľhl kennen nat√ľrlich hier alle Netzis, das muss ich ja eigentlich nicht erw√§hnen. Und da ich hier schon einige Berichte von Euch gelesen habe, geht es hier vielen viel, viel schlechter!


Eine sehr gute Freundin schrieb mir per SMS:

Kopf hoch! Sonst wirst Du nie sehen können, wer Dir zulächelt!


Ich versuche mich an diesen Satz zu halten und den Satz möchte ich an Euch Netzis weitergeben, auch wenn es manchen sehr schwer fallen wird!

Herzliche Gr√ľ√üe aus Norddeutschland
Yvonne

Erfahrungsbericht (Fortsetzung) von Yvonne-M.

Yvonne-M. @, Dithmarschen (S-H), Montag, 30. März 2015, 12:46 (vor 1764 Tagen) @ Yvonne-M.

Fortsetzung: RA rhegamatogene Amotio retinae mit Makulabeteiligung.

Am 19.03.15 hatte ich in der Augenklinik einen Kontrolltermin.
Meine √Ąrztin, die mich operierte, hatte Urlaub, so dass eine andere √Ąrztin mein rechtes Auge untersuchte.
Da ich ihr berichtete, dass ich seit einigen Tagen regelm√§√üig einen t√§glich Kugelblitz oberhalb des Sehfeldes sehe, der von innen nach au√üen verl√§uft, und seit 2 Tagen immer mal wieder Doppelbilder (in der Ferne ‚Äď rechtes Auge - vertikal), bekam ich ein weiteres OCT.
Es war zu sehen, dass die zuvor befindliche Fl√ľssigkeit unter der Netzhaut resorbiert war, aber an dieser Stelle sich eine Falte in der Netzhaut gebildet hatte, vermutlich dadurch meine genannten Beschwerden. Sie setze mir danach eine Kontrollbrille auf, wo man die passenden Probegl√§ser einsetzt (wei√ü leider nicht wie sich das Teil nennt) und die Doppelbilder an der Lichttafel verschwanden, wo die √Ąrztin vermutet, dass es an meinem jetzigen Brillenglas liegt, aber es w√§re zu fr√ľh, um mir jetzt schon neue Brillengl√§ser zu verpassen.
Unteranderem war eine leichte Einblutung zu sehen und die Makula sei angeschwollen.
Ende n√§chster Woche soll meine √Ąrztin, wenn sie zur√ľck ist, einen Blick auf die Netzhautfalte und der Makula werfen und entscheiden, ob etwas dagegen unternommen werden muss.
Mein jetziger Visus beträgt 0,20. Nach knapp 4 Wochen der OP ist noch keine Besserung der Sehschärfe in Sicht, die Sehschärfe hat sich eher leicht verschlechtert.

Einen lieben Gruß aus Norddeutschland
Yvonne

Erfahrungsbericht Lupo

Lupo, Mittwoch, 13. Mai 2015, 19:18 (vor 1720 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,
bei mir ging das so los: ich hatte bei seitlichen Kopfbewegungen pl√∂tzlich einen sichelartigen Lichtbogen im linken Sichtfeld des rechten Auges. Bin daraufhin sofort zur Augenarzt gegangen. Diagnose: "Die Untersuchung des Augenhintergrundes ist v√∂llig ok. Gehen Sie mal zum Internisten, das Auge ist in Ordnung!" Das kam mir komisch vor, und ich bin zu einem anderen Augenarzt gegangen. Der sagte mir: "Mit 60 Jahren sind diese optischen Ph√§nomene auf die altersbedingte Schrumpfung des Glask√∂rpers zur√ľck zu f√ľhren. Das ist normal und harmlos!" Das hat mich beruhigt - leider! Dass ich den beschwichtigenden Fehldiagnosen geglaubt habe, nehme ich mir selbst sehr √ľbel! Pl√∂tzlich war n√§mlich 1/3 des Sehfeldes im rechten Auge halbkreisf√∂rmig komplett grau!! Bin sofort nach HH-Barmbek gefahren, und ich wurde sofort operiert: Netzhautabl√∂sung!!! Glask√∂rper wurde entfernt, Netzhaut wieder befestigt, Linse ausgetauscht und Gas reingepumpt.

Ich bin weder stark kurzsichtig (1,5 und 1,0) noch hatte ich jemals im Leben besondere Augenprobleme.

Nun ist die OP 3 Wochen her. Ich bin zun√§chst einmal sehr dankbar, dass die Augenchirurgen das Auge √ľberhaupt retten konnten - das war sehr knapp, denn das Sehzentrum war noch nicht betroffen, und die Op unter √∂rtlicher Bet√§ubung in 30 Min. war nach meinem Empfinden leicht wegzustecken.

Die Gasblase ist verschwunden, und ich kann auf dem rechten Auge √ľberhaupt noch sehen! Nervig ist allerdings eine Verzerrung im Sichtbereich der operierten Netzhaut: im unteren linken Drittel kippen die horizontalen Linien leicht nach unten. Da der abgel√∂ste Bereich der Netzhaut rechts oben war, vermute ich eine Falte in der NH-Tapete beim "Antackern" der Netzhaut. Der Augenarzt meint, dies k√∂nne auch eine Schwellung als Folge der OP sein.

Falls jemand mit dieser Linien-Verzerrung in der Optik Erfahrung hat, w√§re ich f√ľr einen Beitrag sehr dankbar, denn das beunruhigt mich doch sehr!

Fazit: Pappnasen gibt es leider √ľberall - und eben auch bei den √Ąrzten mit ihren Diagnosen.

Ergo: Blindes Vertrauen kann uns blind machen!!! Sowohl in der Politik als auch in der Medizin.

Aber es gibt zum Gl√ľck auch noch die "Guten", die dann noch das Beste aus dem Mist ihrer Kollegen machen. Und denen bin ich sehr, sehr dankbar!!! Sonst w√§re ich jetzt ein Cyklop...

Liebe Gr√ľ√üe
Lupo

Erfahrungsbericht

Nicko @, Sonntag, 31. Mai 2015, 08:25 (vor 1702 Tagen) @ KAtharina

Hallo Gemeinde,

ich bin 25 Jahre jung und habe bereits zwei Netzhautablösungen hinter mir. Beim ersten mal im Alter von 15, was sich nur durch Zufall herausstellte. Ein Besuch beim Optiker zeigte mir, das mit dem rechten Auge etwas nicht stimmen kann. Schnell zum Augenarzt und die erschreckende Nachricht: Netzhautablösung. Ja was ist das eigentlich? Während man sich leicht in einem Schockzustand befindet, der schlimmer wird wenn man die Fakten erzählt bekommt, soll man auch alle wichtigen Infos aufnehmen.
Die erste OP mit der √Ėlfl√ľssigkeit gut √ľberstanden, auch die zweite zum entfernen war kein Problem. So jetzt steht man da mit 15, vom Leben keine Ahnung und soll k√ľrzer treten bei so ziemlich allen. Wobei ich sagen muss das die Aufkl√§rung durch die √Ąrzte an dieser Stelle eher mager war. Mit der Zeit beginnt das Vergessen, wenn man keinerlei Beschwerden hat. Nicht im Ansatz irgendwelche Lichter, Blitze oder komischen Gef√ľhle gehabt im betroffenen Auge.
Jahrelang habe ich gut gelebt. Ein wenig Sport, in den Urlaub fliegen, einen sch√∂nen Beruf im Vertrieb f√ľr IT und letztes Jahr, im Alter von 24 schl√§gt das Schicksal wieder zu. Die zweite Netzhautabl√∂sung. Ich bemerkte die Blitze sofort und w√§hrend ich gegen√ľber der Familie noch nichts sagte, wusste ich es instinktiv sofort. Der Arzt den ich sogleich aufsuchte best√§tigte leider mein Gef√ľhl und es ging direkt wieder in die Klinik. Die Gasvariante wurde gew√§hlt und es war relativ ungem√ľtlich dieses mal. Nach der OP musste ich oftmals Schmerztabletten nehmen da ich starke Kopfschmerzen hatte, vor allem rund ums Auge. Die acht Wochen Krankenschein kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Nichts tun und auf der linken Seite liegen, damit das Gas die betroffene Stelle optimal abdeckt. Nach ein paar Tagen schmerzt alles vom vielen Liegen.
Seit dem ist ein Jahr vergangen und meine Sehkraft ist bei sagenhaften 10% auf dem rechten Auge. Ab und an sehe ich ungew√∂hnliche helle kleine Blasen durchs Auge wandern. Auch das linke Auge scheint zu leiden. Immer wieder f√ľhlen sich meine Augen √ľberanstrengt. Das greifen nach besonders kleinen Dingen f√§llt mir manchmal schwer, da ich gar nicht genau die Entfernung einsch√§tzen kann. Im Grunde will ich mich aber nicht beschweren, solange das linke noch seinen Dienst tut.
Ich gehe regelm√§√üig zum Augenarzt und hier wird auch akribisch jede Stelle der Netzhaut im linken wie im rechten Auge abgesucht. Das beruhigt mich immer sehr, da ich mich gut behandelt f√ľhle. Aber die Angst ist gr√∂√üer als je zuvor das Augenlicht zu verlieren. Seit dem Besch√§ftige ich mich intensiver mit Vorbeugungsma√ünahmen. Es ist zum verr√ľckt werden, wenn man den Grund nicht kennt. Ich hoffe sehr das sich noch einiges in der Forschung tun wird.

Viele Gr√ľ√üe
Nicko

Erfahrung mit NHA seit 2003

sheila, Montag, 01. Juni 2015, 12:24 (vor 1701 Tagen) @ KAtharina

Hallo Zusammen,
erst mal kurz zu mir: heisse Sheila, bin 40J.alt und seit meiner Kindheit kurzsichtig.
Angefangen hat alles in 2003, da kam die erste NHA am LA. Aufgefallen ist es mir, weil urplötzlich die Hälfte von meinem Sichtfeld dunkel war. Also ab zum AA, der Diagnose gestellt und ab ging es in die AK Kassel. Klar, OP mit Cerclage, Gas und Vereisen. Auf dem Zimmer hing ich dann am Tropf mit einem Mittel drin, um den Augendruck zu verringern. Mir wurde gesagt, das mir davon aber schlecht !!! werden könnte. Was es auch wurde! Erst fing mein Auge an zu bluten und danach lag ich im Bad und habe mir die Seele aus dem Leib gek...! Die Schmerzen waren der Oberhammer, in den darauffolgenden 4 Tagen wurde ich schön mit Spritzen weggebeamt. Aber trotz allem, OP gut verlaufen. Nur meine Kurzsichtigkeit wurde schlechter.
Dann 6 J. Ruhe. 2009 wieder das LA, bin diesmal gleich in die Klinik gefahren und sofort operiert worden. Diesmal nur Laser, Vereisen und Gas. Heilung verlief gut und schnell. Dann wieder 6J. Ruhe. Jan. 2015 hab ich nur nen kleinen dunklen Punkt im LA gesehen, sofort wieder AK Kassel und was f√ľr ein Gl√ľck, war nur ein Loch. Ist innerhalb einer Woche 2x gelasert worden, aber zum Gl√ľck keine erneute NHA. Und nun kam der 21.05.2015. Merke im laufe des Tages, das ich nen Knick im Sichtfeld des RA habe. Mittlerweile Abend, wieder ab in die AK Kassel und wie sollte es auch anders sein: NHA. N√§chster Morgen gleich OP mit Gas. Und nun sitze ich daheim, krank geschrieben und warte darauf, das es verheilt. Gas ist etwas mehr zur H√§lfte raus, AA meint, bisher sieht es gut aus. Was ich weiss, es wird wohl definitiv nicht meine letzte NHA sein. Trotzdem versuche ich alles positiv zu sehen, es bleibt mir ja auch nichts anderes √ľbrig! Ich freue mich einfach, das ich mit Brille und Kontaktlinsen √ľberhaupt noch sehen kann und nicht blind bin. Mittlerweile ist mein LA bei -8,5 und mein RA war vor OP bei -5,5. Und nachdem was ich hier so gelesen habe, bin ich damit noch echt gut bedient. Aber trotz allem, lasst euch nicht unterkriegen!!!

Erfahrungsbericht von Blumi

Blumi, Dienstag, 01. September 2015, 14:45 (vor 1609 Tagen) @ KAtharina

Hallo Katharina,

ich bin Neueinsteiger im Forum und habe schon einige interessante Artikel gelesen. Dies hat mich ermutigt, meine Geschichte zu erzählen.

Im November 2014 suchte ich den AA auf, um abkl√§ren zu lassen, was es mit den "schwarzen Punkten" auf sich hat, die ich immer besonders dann gesehen habe, wenn ich in helle Hintergr√ľnde gesehen habe.

Nach gr√ľndlicher Untersuchung durch den AA (die Igelleistungen wurden kritisch diskutiert und nicht in Anspruch genommen) hat er Glask√∂rpertr√ľbungen diagnostiziert und den Verdacht auf ein Loch am Rande der Netzhaut ge√§u√üert. Dies sollte durch eine Untersuchung in einer nahegelegenen Augenklinik abgeklaert werden. Der Untersuchungstermin wurde von der Praxis mit der Klinik auf Dezember 2014 (nach 4 Wochen) vereinbart. Dort hat man dann als Diagnose eine "Ablatio rtinae mit Netzhautriss, Periphere Netzhautdegeneration und eine Cataracta nucklearis senilis" festgestellt.
Es wurde eine Pars-plana-Vitrektomie ohne chir. Manipultion der Netzhaut mit einer Silikon√∂limplantation, die Fixation der Netzhaut durch Cerclage, die Phakoemulsifikation √ľber kornealem Zugang mit Einf√ľhrung einer kapselfixierten monofokalen Hinterkammerlinse und eine Laser-Retinopexie durchgef√ľhrt.

Nach der Operation, die ohne Komplikationen verlaufen ist, wurde eine Sehf√§higkeit mit Untest√ľtzung einer Fernbrille von 50-60 v.H. festgestellt. Dies sowohl von den √Ąrzten in der Klinik, meinem Augenarzt und auch vom Optiker, der mir Anfang 2015 eine provisorische Fernbrille fertigte. Im Februar 2015 verschlechterte sich dann mein Sehverm√∂gen bis auf unter weniger als 5 v.H.. Es hatte sich zwar ein Nachstar gebildet. Die Tr√ľbungen wurden aber nicht als so gravierend eingestuft, dass damit die verminderte Sehef√§higkeit begr√ľndet werden konnte. Inzwischen wurde im April 2015 das Silikonoel entfernt. Die Sehf√§higkeit konnte aber nicht mehr verbessert werden. Auch eine inzwischen durchgef√ľhrte OCT-Untersuchung und Fluoreszenz-Angiographie brachten keine Aufkl√§rung. Die Befunde wurde insgesamt als hervorragend beschrieben. Es w√§re nicht zu erkl√§ren, warum ich nicht ann√§hernd wieder die Sehf√§higkeit, wie nach der Operation, erreicht h√§tte. Jetzt soll durch ein MRT und evtl. einer Duplexuntersuchung festgestellt werden, ob es andere Gr√ľnde gibt. Die eine Erkl√§rung f√ľr den vorliegenden Befund geben k√∂nnten.

Liebe Gr√ľ√üe

Blum

Erfahrungsberichte von Ulis√ľd

ulis√ľd, Montag, 12. Oktober 2015, 09:33 (vor 1568 Tagen) @ KAtharina

Im Dezember 2011 hatte ich eine großflächige Netzhautablösung am rechten Auge mit 47 Jahren. Klassische Risikopatientin: immer schon stark kurzsichtig (-14 Dioptrien) und im Jahr zuvor wegen grauem Star an beiden Augen operiert. Wegen den bekannten "Blitzen" bin ich zum Arzt gegangen - vier Löcher, die gelasert werden konnten. Zwei Wochen später dann ein "schwarzer Vorhang" von der Außenseite her:Nun war die Netzhaut an neun Stellen gerissen und hatte sich abgelöst. Vitrektomie, Kryo, Gastamponade.
Fantastische √Ąrzte in der Freiburger Augenklinik.
Danach noch einmal ein Loch.
Ich habe unheimlich Gl√ľck gehabt - ich kann gut wieder sehen, auch wenn mein Gehirn sich nicht an die "schwarzen Stellen", das Narbengewebe gew√∂hnen kann. Die Angst ist immer geblieben - st√§ndiges schlechtes Gewissen, wenn ich schwer hebe (als alleinerziehende Mutter nicht vermeidbar), Sport mache und vor allem beim Lesen - nicht nur unverzichtbar f√ľr meinen Beruf, sondern auch mein Hobby.
Vor einer Woche die Hiobsbotschaft: Ein neues Gerät, das den Augenhintergrund vermisst und auf dem klar erkennbar ist, dass der Glaskörper die Netzhaut abhebt. Der AA "Da ist ganz schön Zug drauf. Aber da warten wir mal ab." Jetzt weiß ich, was Damoklesschwert bedeutet...

Erfahrungsbericht Hakan #1

Hakan, Dienstag, 27. Oktober 2015, 14:16 (vor 1553 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Netzis!

Ich hatte erst vor zwei Wochen eine Netzhautablösung (11-12 Uhr) im rechten Auge und bin froh hier auf dieses Forum gestoßen zu sein. Nun, ich will mal ganz von vorne anfangen und meine Erfahrungen teilen.

Ausgangssituation:
Ich bin 48 Jahre alt und arbeite rund 80% meiner Arbeitszeit in einem Konstruktionsb√ľro an einem CAD Arbeitsplatz (3 Monitore). Zudem habe ich seit meiner Kindheit eine Kurzsichtigkeit, was mit -6,50 seit mehr als 15 Jahren stabil geblieben ist. Auch seit 15 Jahren trage ich weiche Kontaktlinsen. Eine Arbeitsplatzbrille war wegen der schleichenden Alterskurzsichtigkeit und der besonderen Beanspruchung der Augen durch den Graphik-Arbeitsplatz eigentlich schon vor mehr als drei Jahren f√§llig, die ich allerdings einen Tag vor der NHA bekommen hatte.

Hergang:
Etwa 1 Woche bevor es passierte, sah ich drei fast aufeinander liegende schwarze Punkte, wobei der mittlere eine r√∂tliche Korona aufwies. Nun, innerhalb drei Tage verschwanden die Punkte auch fast vollst√§ndig. Ich dachte, dass ich wohl zu lange in die Sonne geschaut oder stark geblendet wurde. Also wozu zum Augenarzt gehen? Da ich seit Jahresanfang drei neue Kollegen einarbeite, einige √úberstunden, h√§ufig das Mittagessen vergesse, kurzum mega viel Stress im Job habe, verbrachte ich um so mehr durchg√§ngig Zeit am Bildschirm. Das entstehen der L√∂cher kann ich mir nur wegen des Alters, der Kurzsichtigkeit und zudem der Augentrockenheit wegen langes hinsehen auf die Monitore erkl√§ren, was auch die g√§ngige Begr√ľndung im Internet w√§re. Eine fundierte Aussage erh√§lt man allerdings nirgends. Es ist f√ľr mich aber die naheliegende Vermutung. Denn ein mechanisches Einwirken kann ich ausschlie√üen.

Zwei Tage vor der NHA ist mir erst aufgefallen, dass ich im rechten Auge einen leichten Film vor dem Sichtfeld sehe, der häufig kam und auch wieder verschwand. Habe mir dabei also keine großen Gedanken gemacht. Ich dachte sogar, es seien die Kontaktlinsen, die noch vor den zwei Wochen verschmutzt sind. Ich war an diesem Tag wieder sehr großem Stress ausgesetzt. Zufälligerweise hatte ich in meiner Schublade noch ein paar Einmal-Ohrstöpsel, die ich zu meiner eigen Ruhe einsetzte. Sowas habe ich zuvor nie gemacht. Dadurch konnte ich in Ruhe an meinen Plänen weiterarbeiten.

Am Tag der NHA brachte ich sogar meine neue h√ľbsche Arbeitsplatzbrille mit, welche der Arbeitgeber mir spendiert hatte. Na toll, dachte ich wieder, als die rechte Seite leicht betr√ľbt war und ich gestresst wieder an den Bildschirmen durchgehend arbeitete. Die Brille schaffte am rechten Auge leider keine Abhilfe. Gegen Mittag etwa erkl√§rte ich meinen Kollegen noch, das sich meine Sicht irgendwie verschlechtert habe und sie bitte nicht nerven sollen, da zu Feierabend einige Pl√§ne fertig gemacht werden m√ľssten. Gegen 16 Uhr sah ich im rechten Blickfeld dann punktbesetzte Rauchschwaden, was mich bewog, endlich meinen Hintern zum Arzt zu bewegen.

Augenarzt/OP:
Am Mittwoch Abend allerdings hatte meine Augen√§rztin schon Feierabend gemacht und so ging ich zur Not√§rztlichen Praxis, die nach meiner Beschreibung hin eine Augen√§rztin anforderten. Sie wusste sofort was passiert war. Glask√∂rpervertr√ľbung! Sie √ľberpr√ľfte aber nochmal, wo eine NHA vorlag. Mit einem roten Brief zur Krankenhaus-Noteinweisung schickte sie mich gleich ans UKE hier in Hamburg.

Dort angekommen und nach einer Untersuchung haben sie mich dann gleich dort behalten und am n√§chsten Tag wurde nach einer kleinen Aufkl√§rung, leeren Magen und welche Methode man anwenden w√ľrde, operiert. Es sollte Gas ins Auge kommen, da die Abl√∂sung im hinteren Bereich Oben lag. Das Plomben Verfahren kam nicht in Frage, weil die Stelle zu weit hinten lag, so die Aussage.. Also, Traum ausgesucht, "klick", ausgeschaltet mit Vollnarkose und wieder ohne Erinnerungen erwacht... Tja, da war das Auge dann auch verbunden. Es tat nichts weh, nur mein Bewusstsein torkelte noch etwas. So wurde ich wieder in mein Zimmer geschoben.

Vier Tage verbrachte ich zur Beobachtung noch im UKE, wobei ich wegen der Lagerung des Auges immer auf dem Bauch schlafen und stets nach unten schauen musste. Starke R√ľckenschmerzen waren die Folge... Der Grund hierf√ľr war, dass das Gas nach oben schwebt und somit die Netzhaut an die Stelle dr√ľckt, damit sie wieder gut anwachsen kann. Lesen durfte ich nicht, nur ab und zu mal Mails auf dem Tablett checken war OK. So nett und professionell sie im UKE waren, fiel mir die Decke sobald auch auf den Kopf. Daf√ľr hat man aber soziale Kontakte geschlossen, was sehr lustig war, weil ja fast alle an der gleichen Sache litten. Einem 86 j√§hrigen Baba konnten wir die Angst vor der OP nehmen. Der Aufenthalt war schon ein nettes Erlebnis. Nach meiner Entlassung aus dem UKE durfte ich noch eine weitere Woche das Auge nach unten lagern und muss f√ľr die n√§chsten drei Wochen Dexagenta Tropfen und das Vitagel nehmen. Die Atro Tropfen habe ich nach einer Woche absetzen d√ľrfen.

Erfahrungsbericht Hakan #2

Hakan, Dienstag, 27. Oktober 2015, 14:17 (vor 1553 Tagen) @ Hakan
bearbeitet von Hakan, Dienstag, 27. Oktober 2015, 14:30

Notwendig:
Also bin ich auch gleich wegen der Arbeitsunf√§higkeit zu meiner Augen√§rztin gegangen, die mich zun√§chst f√ľr zwei Wochen, solange das Gas im Auge ist, Arbeitsunf√§hig schrieb. Nach einer Woche, also heute hatte ich eine Nachuntersuchung. Das Gas sei noch zu ca. 25% vorhanden, weshalb das Sichtfeld noch etwas tr√ľbe ist. Au√üerdem hat das Auge nun eine Dioptrie von -7,00. Alles andere sieht sehr gut aus. Sie erw√§ge mich allerdings noch f√ľr weitere Wochen Arbeitsunf√§hig zu schreiben, denn das Auge brauche die n√∂tige Ruhe damit die Netzhaut an den entsprechenden Stellen im Auge anwachsen k√∂nne.

Hoppla! Ich, der stets versucht sein Bestes im Job zu geben, soll jetzt f√ľr Wochen ausfallen? Gewisse √Ąngste und Fragen bauen sich auf... So what? Es geht hier um die Gesundheit, das Augenlicht! ...Mensch!

Meine Situation mit dem CAD Arbeitsplatz kennt die √Ąrztin und empfahl mir mit der Krankenkasse abzukl√§ren, ob es spezielle Eingliederung-Programme g√§be oder etwas dagegen spr√§che, mich bis Jahresende stufenweise dem Arbeitsplatz einzugew√∂hnen. Die Krankenkasse gab mir eben gerade gr√ľnes Licht. Das heisst beim n√§chsten Termin wird die Augen√§rztin einen Plan aufstellen, wo ich Anfangs wenig, dann vielleicht halbtags arbeite, bis dann die volle Eingliederung innerhalb der n√§chsten Wochen auf 100% erfolgen kann.

H√§tte sie mich nicht darauf hingewiesen, w√§re ich zwar mit gewissen √Ąngsten an den Arbeitsplatz zur√ľckgekehrt, h√§tte aber wie bisher weitergemacht. Sehr wahrscheinlich ein fataler Fehler. Als Arbeitnehmer hat man je nach Situation diverse M√∂glichkeiten die man der Gesundheit wegen aussch√∂pfen sollte. Langfristig ist dies ja auch im Interesse des Arbeitgebers. Denn was n√ľtzt ihm ein Mitarbeiter, der in K√ľrze evtl. g√§nzlich ausf√§llt? Also, hier ist falsche Scham oder √Ąngste bez√ľglich des Arbeitsplatzes nicht angebracht, sondern nur Ehrlichkeit zu sich selbst, damit die Genesung bestens erfolgen und somit der Arbeitsplatz langfristiger gesichert bleiben kann.

Ich werde gleich in der Firma anrufen und die Situation mitteilen. Ich kann jedem empfehlen, die Situation seiner Krankheit ernst zu nehmen und die M√∂glichkeiten die der Gesetzgeber einem gibt zu nutzen. Denn ich las an mehreren Stellen im Internet, dass viele Menschen bez√ľglich des Arbeitsplatzes √Ąngste hegen und sich lieber aufopfern anstatt die angebotene Hilfe, hier die stufenweise Eingliederung zu nutzen. Mir ergeht es im Moment ja nicht anders... Die Decke f√§llt mir jetzt auch schon wieder auf den Kopf. Mein Hausarzt meinte allerdings, dass ich ausgiebige Spazierg√§nge machen soll um auf andere, wichtigere Gedanken zu kommen. Denn vor einiger Zeit hat er mir ein M√ľdigkeitssyndrom attestiert. Das ist aber ein anderes Thema....

Ich hoffe dass ich mit diesem Beitrag neuen Netzis ihre √Ąngste nehmen und damit evtl. aufkommende Fragen beantworten kann. Denn das lesen der bisherigen Erfahrungsberichte der anderen hatte mir zumindest seelisch sehr geholfen. Vielen Dank an Katharina f√ľr dieses Forum und gute Besserung an alle Netzis an dieser Stelle!

Erfahrungsbericht Roland

rost1956rost, Montag, 16. November 2015, 17:25 (vor 1533 Tagen) @ KAtharina

Ich schrieb im Juli 2015 :

Ich hatte im Januar 2015 mouches volantes und Rußflug um RA. Ein Besuch beim Augenarzt ergab zunächst mal keine Probleme mit der Netzhaut. Kein Loch erkennbar.Ich bin bereits vor 25 Jahren schonmal gelasert worden.
4 w√∂chige Kontrollen ergaben keine Ver√§nderungen, obwohl ich einen Sehverlust bemerkt habe. Refraktion im RA ist -5.00 -1.00 26 . Bei letzter Kontrolle bei meinem AA wurde ein massives Cystisches √Ėdem der neurosensorischen Netzhautschicht bei epiretinaler Gliose festgestellt - zudem ein Loch in der Netzhaut welches per Lako sofort umstellt wurde - Kontrolle heute ok. Mein AA r√§t zu einer PPV - der Oberarzt im Klinikum meinte , man m√ľsse √ľberlegen ob man dieses Fass schon aufmache -- Ich habe aktuell noch 40 % ( vorher 80 % ) auf dem RA und 90 % auf dem LA - das Beschwerdebild gilt aus m√§√üig , allerdings habe ich betr√§chtliche Einschr√§nkungen an meinem Arbeitsplatz ( viel Bildschirm und Autofahrten ) Ich f√ľhle mich nicht unsicher, aber mu√ü nachfixieren - Das Auge f√ľhlt sich immer " verschmutzt an ".

Aus dem Chat erfolgten dann einige Ratschl√§ge und Meinungen. Nach Einholung von drei versch. √§rztlichen Meinungen, weiterer Verschlechterung des Visus, mehrerer neuer L√∂cher und nach Diagnose einer sehr ausgepr√§gten Gliose entschlo√ü ich mich eine PPV mit Netzhautpeeling durchf√ľhren zu lassen. Arbeiten am PC war nur noch mit Schwierigkeiten machbar. Autofahren hatte ich freiwillig eingestellt. Die Operation erfolgte Mitte Juli 2015 in Oldenburg unter Vollnarkose - 5 Tage station√§rer Aufenthalt. Entgegen vorheriger Lage wurde die Katarakt-OP nicht gleichzeitig durchgef√ľhrt. Kurz vor der OP wurde entschieden, damit noch zu warten, da die Linse noch sehr gut war. Die OP dauerte sehr lange. Zur√ľck auf der Station wurde sehr sorgf√§ltig √ľber Lagerung, Tropfen etc. aufgekl√§rt. Auch der Oberarzt schaute abends nochmals vorbei. St√ľndlich wurde getropft. OP Vorb. Pads - Zugang behielt ich noch. Morgens bei der Visite wurde eine Fibrinreaktion festgestellt, die mit Cortison behandelt wurde. Das Auge wurde mit Gas ( C3F8-Gas-Tamponade )gef√ľllt. Eine weitere OP war ( vorerst ) nicht notwendig. Nach 5 Tagen und zahlreichen Untersuchungen wurde ich entlassen, mit guter Netzhautanlage. Die Sicht war zu diesem Zeitpunkt ern√ľchternd, aber wohl nicht anders zu erwarten; Gas im Auge - Pupille weit ge√∂ffnet. Ich hatte mich darauf eingerichtet, das ich so 14 Tage das Gas im Auge habe und nicht arbeiten kann. Nach 4 Wochen keine Verbesserung des Visus. Ich war sehr frustriert. Ein schnell fortschreitender Star wurde diagnostiziert, der gegen die Visus-Verbesserung der Netzhaut anarbeitete. Nachdem endlich nach 8 Wochen das Gas aus meinem Auge verschwunden war, hatte ich knapp 20 % Sehleistung. Deshalb Katarakt OP am 09.09.2015.Diese war sehr erfolgreich und schon am n√§chsten Tag habe ich mir das Glas ( Tausch gegen Fensterglas ) aus der Brille entfernen lassen. Danach noch eine Woche Gucken √ľben und am 16.09. konnte ich endlich wieder arbeiten. Ich habe mir noch √ľbergangsweise ein PC-Arbeitsbrille fertigen lassen. Jetzt knapp 4 Monate nach der OP, habe ich einen Visus von 60 %, mit dem ich gut zurechtkomme. Es gibt gute Tage und schlechte Tage, das Sehvermk√∂gen schwankt. Autofahren bei Dunkelheit macht noch Probleme, Langes angestrengtes Sehen bei Kunstlicht auch, Das Auge ist nach wie vor sehr empfindlich. Aber es ist ein langer Weg und ich mu√ü Geduld haben. Seit 14 Tagen trage ich eine neue Gleitsichtbrille und es geht weiter bergauf. Insgesamt bin ich mit dem Ausgang zufrieden, h√§tte es mir aber nicht im entferntestens tr√§umen lassen, das der Heilungsproze√ü√ü so lange dauert. Es gab noch Nachfolgeerkrankungen, bedingt durch die Lagerung ( Bauchlagerung bzw. Linke Seitenlagerung habe ich sehr gewissenhaft eingehalten ) die sehr unangenehm waren. Schwindel , Nackenschmerzen, Kopfschmerzen. Physiotherapie wurde wg. Nystagmus ( Augenflimmern ) abgebrochen. Nach MRT-Entwarnung und vorsichtiges Einrenken. Der 3. HWS hatte den Schwindel verursacht. Jetzt ist alles ok. und ich darf n√§chste Woche endlich wieder Laufen. Wie schon gesagt - ein langer Weg. Mit der Behandlung und Beratung und auch der Betreung im Pius-Hospital in Oldenburg war ich sehr zufrieden

Erfahrungsbericht - Geli

Geli @, Donnerstag, 10. Dezember 2015, 19:21 (vor 1509 Tagen) @ KAtharina

Guten Abend
Ich hoffe doch sehr, das ich hier alle Regeln befolge und mich hier vorstellen darf. Seit geraumer Zeit versuche ich den Artikeln zu folgen.
Mein Name ist Geli und ich bin 53. Im Mai und Juli 2015 hatte ich Bandscheiben OPs und in diesem Zeitraum mu√ü ich Risse/Blutungen im linken Auge gehabt haben. Leider wurden die Anzeichen nicht richtig gedeutet. An dem Tag, als ich mir das Sprunggelenk gebrochen habe, konnte ich auf dem linken Auge nicht mehr sehen. Diagnose:komplette Netzhautabl√∂sung. Es folgten 2 OPs und ich bekam Silikon√∂l. Bei einer Kontrolle im Oktober stellte man mehrmals Risse und L√∂cher im rechten Auge fest, die gelasert und mit kryo behandelt wurden. Im November bekam ich links eine massive Entz√ľndung, die 3 Wochen station√§r behandelt wurde. Es wurden keine Erreger festgestellt und ob eine Autoimmunerkrankung vorliegt ist unklar. Eine intensive Infusionstherapie und Cortisonspritzen in die Bindehaut erfolgten. Da sich meine Linse aufl√∂ste wurde diese vor 2 Wochen operativ entfernt.
Zur Zeit bekomme ich 4 verschiedenea Augentropfen da der Augeninnendruck anstieg. Weiterhin Gentamycin/Inflanefran/Floxa tropfe ich stdl im Wechsel.
Ich f√ľhle mich sehr hilflos, das Schreiben f√§llt mir schwer und allgemein mu√ü ich leider sagen, da√ü man sich seine Informationen m√ľhselig "zusammentragen"mu√ü.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön
LG Geli

Erfahrungsberichte Perlentaucher

Perlentaucher, Montag, 04. Januar 2016, 15:16 (vor 1484 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe LeidensgenossInnen,
bereits seit mehreren Jahren lese ich still mit und habe mich jetzt entschlossen meinen Bericht zum Besten zu geben. Heute bin ich 59 Jahre alt.
Im Jahre 2010 hatte ich eine sehr schwere Viruserkrankung und in deren Verlauf "verdrehten" sich meine Sinne. Ich hatte pl√∂tzlich extrem gute Geruchs-, Tast-, Geh√∂r-, Geschmacksverm√∂gen und andererseits konnte ich pl√∂tzlich alles nur noch verschwommen sehen. Bis auf das Geh√∂r hatte sich alles soweit normalisiert und im rechten Auge blieb eine Wasserblase zur√ľck die mein AA als unbedenklich einstufte. Das war 2010. Im April 2011 hatte ich pl√∂tzlich morgens einen dunklen Rand am unteren Augenbereich und da ich kein √§ngstlicher Mensch bin entschied ich mich dies zu ignorieren, mit fatalen Folgen. Im Verlauf des Tages schaute ich aufs Meer und die relativ tief stehende Sonne und mit einem Schlag war es rechts dunkel bis auf einen winzigen Spalt oben rechts. Am n√§chsten tag rief ich meinen AA an und ging sofort hin, NHA. Ich bekam Atropintropfen die ich fortan wochenlang nehmen musste und zwei Tage sp√§ter war die op angesetzt. In √∂rtlicher Bet√§ubung wurde mir eine Cerclage gesetzt und ich durfte mich w√§hrend der kommenden 5 Tage nicht bewegen. ich lag auf dem R√ľcken und musste den Kopf nach rechts oben gedreht halten. mein Mann schlief w√§hrend dieser N√§chte bei mir in der Klinik und passte auf dass ich auch ja so blieb.
Nach 5 Tagen wurde gelasert und ich durfte mit einem Stapel Anweisungen nachhause. 2 Wochen nicht lesen, 1 Monat nicht Auto fahren(selbst), 6 Monate nicht fliegen, noch 3 Wochen die Atropintropfen alle 8 Std. eintr√§ufeln, nicht auf der linken Seite liegen, jeglichen Druck auf das Auge vermeiden, entsprechend essen damit der Stuhlgang weich bleibt, kein Alkohol, nicht heben, nicht b√ľcken. Viel ins Gr√ľne schauen, in Pflanzen etc, das entspannt die Augen. Fernsehen durfte ich bald wieder mit einem ausreichenden Abstand zum Bildschirm weil sich dabei die Augen nicht bewegen.
Es dauerte sehr lange bis ich nicht in Panik ausbrach wenn das Auto √ľber einen Huckel fuhr oder wenn ich das Gef√ľhl hatte es gab etwas was Druck aus√ľbte denn seither merke ich sehr genau was Druck auf mein rechtes Auge aus√ľbt.
In der ersten zeit musste ich wöchentlich, dann 1X im Monat und jetzt nur noch einmal im Jahr zum AA. Der Druck liegt konstant unter 18 und vom versprochenen, garantiert bald auftretenden, grauen Star ist weit und breit nichts zu sehen.
Seit der op bin ich auf dem rechten Auge leicht kurzsichtig und sehe alles etwas verschwommen und mit einem schwarzen Spinnennetz aber ich habe mich daran gew√∂hnt. Manchmal wenn ich von unten schnell hochkomme dann ist es f√ľr einen kleinen Moment v√∂llig schwarz vor dem Auge aber das vergeht sofort wieder.
Ich lebe in Spanien und bin sehr dankbar f√ľr meine guten √Ąrzte.
Der Optimismus ist es der uns aufrecht hält und auch dieses Schicksal hat mich nie den Optimismus verlieren lassen.

NHA - Not OP am 13.06.2016

Kerstinmh, Dienstag, 09. August 2016, 18:38 (vor 1266 Tagen) @ KAtharina

Hallo zusammen,

Nachdem ich hier selbst viele Berichte gelesen habe und weiß, wie wichtig es ist Infos zum erhalten - schreibe ich nun auch einen ersten Erfahrungsbericht. Ich bin freiwillig gesetzlich. versichert, 54 Jahre alt und selbstständig im Computerfach tätig.

Schon l√§ngere Zeit... Ca 1 Jahr... Sah ich √∂fters mal Blitze und habe mir nichts dabei gedacht. Auch hat es bei mir angefangen, dass ich ab und zu so "W√ľrmchen" vorbei schwimmen sah. Anders kann ich es nicht beschreiben. Auch "Schlieren" habe ich gesehen. Was normal war, da mein Glask√∂rper wohl so tr√ľbe war... , so meine Augen√§rztin. Allerdings h√§tte ich G√∂√ľck, da nicht immer direkt im Blickfeld! Ich gehe regelm√§√üig 2 x im Jahr zur Augenuntersuchung. Aber genervt hat das schon, da manchmal das Sehen milchig und dann diese "W√ľrmchen"... . Aber es gibt schlimmeres sagte ich mir.

Dann aber, wieder ein Blitz... Dieser war etwas anders, als die anderen und ich hatte das Gef√ľhl, dass ich mit meinem rechten Auge nicht mehr so gut sehen konnte. Am Donnerstag, den 9.6.2016 dachte ich... Ruf an und mache nochmal einen Termin aus, da ich 1 Woche vorher schon bei der Augen-Untersuchung war und es war alles ok! Freitag rief ich also an und schilderte was passiert war und meinen Eindruck. Darauf erhielt ich f√ľr Montag fr√ľh um 8 Uhr einen Termin mit viel Zeit. das war meine "Rettung"!!!

Meine Augen√§rztin diagnostizierte eine NHA!! Die Stelle des sch√§rfsten Sehens sei aber noch nicht betroffen und ich muss sofort ins Krankenhaus. Sofort hei√üt sofort. Kurz heim, Sachen packen und ins Krankenhaus! Schock!!! Sie lie√ü f√ľr mich im Krankenhaus abkl√§ren, ob der entsprechende Operateur da sei und wies mich direkt ein. Ich habe alle meine Termine f√ľr die Woche abgesagt und bin dann ins Krankenhaus. Das war am Montag, den 13.06.2016. Dort angekommen wurden beide Augen genauestens untersucht!! Schock, hoffentlich nichts am linken Auge dachte ich. Aber das war in Ordnung. Am rechten haben Sie gesucht, um festzustellen wodurch die Abl√∂sung verursacht wurde. Es war ein Loch. Durch dieses floss Fl√ľssigkeit aus dem Glask√∂rper hinter die Netzhaut und sie l√∂ste sich ab. Ich wurde in einen Rollstuhl gesetzt, da ich auch mit dem rechten Auge - trotz Abl√∂sung - noch 100 % sah. Sachen noch ins Zimmer, ausziehen, OP Hemd an und wurde sofort in den OP gebracht. Es war jetzt Nachmittag. Uhrzeit wei√ü ich nicht mehr so genau, da ich ich total am Ars... war! Nach eine 1,5 Std. OP bin ich wieder zu mir gekommen. Durfte nur rechts liegen. Das war die einzige Info am Anfang. Wurde st√ľndlich getropft... . 3 unterschiedliche Tropfen. Auge sah schlimm aus. War 5 Tage im Krankenhaus. Auge war total Blutunterlaufen... . jeden Tag wurde ich dort untersucht! Info: Netzhaut liegt an ... Sieht gut aus... Gesehen habe ich nicht viel mit dem Auge. Am Anfang nur Schatten. Anzahl gezeigter Finger k√∂nnte ich erkennen. Info: das sei normal.. . Ich sah, wie durch ein tr√ľbes Wasserglas, und gelblich durch das Blut. Bekommen hatte ich eine Gasf√ľllung, welche selbst weggeht. Die Netzhaus wurde wohl per Laser befestigt. Ich war froh, denn so brauchte ich keine 2. OP. Nat√ľrlich nur, sofern alles gut verlaufen w√ľrde. Also nach 5 Tagen wurde ich entlassen. T√§glich ging es besser mit dem Auge und das Sehen kehrte langsam zur√ľck. Es wurde langsam t√§glich besser. Die Betonung liegt auf langsam. Ich begann Konturen zu erkennen und sah deutlicher. Die Gasf√ľllung war nach ca. 15 Tagen f√ľr mich weg. Aber ich glaube sie ist l√§nger im Auge. Die Gasblase schaukelt schon im Sichtfeld bis diese weg ist. Mir wurde auch schlecht, wenn ich als Beifahrer in dieser Zeit im Auto sa√ü. Oh, was war ich froh wieder beim Fu√üball die Spieler besser zu erkennen. Es war ja EM. Auch Doppelbilder sind am Anfang normal. Die Augen ben√∂tigen viel Zeit!! Auch ist es normal, wenn die Sehleistung deutlich schwankt, je nach Anstrengung! Nun ist es der 09.08.2016 und meine Not-OP ist knapp 2 Monate her! Ich sehe noch nicht scharf mit dem Auge. Aber klar ohne Tr√ľbung! Die Pupille ist noch geweitet. Aber ich denke, dass das seine Zeit braucht. Nach 3 Wochen habe ich wieder voll gearbeitet, aber ich bin auch selbstst√§ndig und im Computerbereich t√§tig. Muss also nicht k√∂rperlich arbeiten. Daher war dies m√∂glich. Weiteres sp√§ter.... Ich melde mich in den n√§chsten Wochen wieder. Gr√ľ√üe an Alle

NHA - Not OP am 13.06.2016 Teil II

Kerstinmh, Sonntag, 09. Oktober 2016, 20:13 (vor 1205 Tagen) @ Kerstinmh

Hallo liebe Netzies!

Positives - Zwischenzeitlich haben wir den 9. Oktober 2016 und meine Netzhaut am rechten Auge liegt weiterhin an!!! Wie gl√ľcklich ich dar√ľber bin, k√∂nnt Ihr Euch sicher vorstellen. Obwohl ich den Fehler gemacht habe viel zu fr√ľh (nach der Op) wieder etwas zu lesen. Ok nicht viel, aber trotzdem.

Ab und an sehe ich ein schwaches Licht, wie soll ich es beschreiben, wie einen kleinen "Laser"... keine Schmerzen... am Anfang mal ein leichtes Ziehen.. aber zwischenzeitlich fast ganz weg.

Meine Sehschärfe stabilisiert sich stetig. Interessanterweise bilde ich mir ein, am Abend besser zu sehen, als am Morgen.

Bei der letzten Augenarzt-Untersuchung im August 2016 - Not-OP war am 13.06.2016 - hatte ich wieder 65 %. Nächste Woche habe ich einen weiteren Augenarzt-Kontroll-Termin. Diese habe ich zur Zeit in kurzen Abständen.

Meine Pupille ist allerdings noch ziemlich weit. Aber seit kurzem glaube ich, dass sich diese ab und zu bewegt und auch mal kleiner ist. Na ja, ich hoffe, dass sich dass noch richtig reguliert.

Ich versuche meine Augen zu schonen und habe so fern m√∂glich auf H√∂rb√ľcher umgestellt. Aber geht eben nur bedingt. Ich mache zur Zeit noch eine Fortbildung und muss oft einiges trotzdem lesen. Im √ľbrigen bin ich so gl√ľcklich wieder mit dem Auge so gut zu sehen. Das das wieder so wird, h√§tte ich kurz nach der OP nicht f√ľr m√∂glich gehalten.

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten und hoffe, dass es sich weiter so gut entwickelt. Und die NH weiterhin anliegt! Näheres nach meiner nächsten Augenarzt-Untersuchung nächste Woche.
Allen nat√ľrlich alles Gute!
Gr√ľ√üe Kerstin

NHA - Not OP am 13.06.2016 Teil III

Kerstinmh, Freitag, 21. Oktober 2016, 21:19 (vor 1193 Tagen) @ Kerstinmh

Hallo zusammen,

Hatte heute am Morgen um 7:45 Uhr meinen Augenarzt-termin.

Meine Sehtest war positiv: Ich sah wieder 100 % mit dem operierten Auge. Allerdings schwankt meine Sehkraft immer noch sehr stark.Netzhaut liegt an. Keine Falten.

Manchmal sehe ich auch eine Lichterscheinung (wie ein Laser) geht aber weg. Meine Augenärztin konnte sich darauf keinen Reim machen.

Mein Augendruck am operierten Auge lag bei 17 am anderen bei 15 . Sei ok sagte meine √Ąrztin. Sie nimmt sich immer sehr viel Zeit und beantwortet alle meine Fragen ausf√ľhrlich. Da habe ich gro√ües Gl√ľck. Ab heute nehme ich ein Kombipr√§perat mit Lutein etc... . Denke das schadet auf keinen Fall.

Allerdings bin ich immer noch sehr verunsichert und ängstlich.

Schmerzen im Auge habe ich nicht. Am Anfang, kurz nach der OP hatte ich einen leichten Schmerz. Manchmal nur so ein Ziehen und ein Gef√ľhl, wie wenn ich es nicht richtig bewegen kann... eben so wie fr√ľher.

Thema Pupille: Seit heute habe ich den Eindruck, dass sie sich wieder auf Normalgröße verkleinert hat und an die Lichtverhältnisse anpasst. Zum 1. Mal nach der OP und die war am 13.06.2016.

Muss ich aber noch beobachten, ob es auch so bleibt.

Aber trotz der guten Entwicklung... bin ich immer noch sehr verunsichert und f√ľhle mich nicht sicher ... Ich meine, dass sich die Netzhaut wieder l√∂sen k√∂nnte oder dass das andere Auge auch eine Netzhautabl√∂sung bekommen k√∂nnte.

Wie sind da Eure Erfahrungen?

Danke und Gr√ľ√üe an Euch Kerstin

NHA - Not OP am 13.06.2016 Teil IV

Kerstinmh, Sonntag, 14. April 2019, 16:36 (vor 288 Tagen) @ Kerstinmh

Hallo zusammen,

nach langer Zeit wieder eine neue Status-Meldung von mir.

Meine operiertes rechtes Auge ist/bleibt stabil. Netzhaut liegt an.

Bis auf manche Sehst√∂rung, die pl√∂tzlich auftaucht. Ich sehe manchmal etwas tr√ľb, was aber schnell wieder weg geht und ich denke, dass dies an der Fl√ľssigkeit im Glask√∂rper liegt... hm... .Manchmal sehe ich auch ein Wort doppelt. Geht aber auch wieder weg. Was bleibt ist eine leichte Kr√ľmmung von Linien, die ich sehe - st√∂rt aber nicht wirklich, da es nicht schlimmer geworden ist.
Den Lichtlaser, welchen ich lange ab und an gesehen habe, sehe ich zur Zeit nicht mehr.

Sehkraft des operierten Auges weiterhin 100%

Meine Kontrolltermine beim Augenarzt habe ich jetzt wieder halbjährlich.

Ich hoffe, meine Nachrichten helfen allen, die sich informieren wollen.

Gr√ľ√üe Euch alle Kerstin

Angst bleibt aber...

Erfahrungsberichte - Sorry, jetzt also hier!

CarlaT, Sonntag, 21. August 2016, 14:35 (vor 1254 Tagen) @ KAtharina

Liebe "Netzis",
dies soll ein mutmachender Beitrag sein von jemandem, der bereits 1992 beidseitig operiert wurde und seither (Gott sei Dank!) keinerlei Probleme mehr hatte.
Vielleicht hatte ich einfach Gl√ľck, seinerzeit an die T√ľbinger Augenklinik √ľberwiesen zu werden; nach Lasern durch den Augenarzt und Ballon-Versuch wurde ich links mit Plombe geheilt und rechts doch noch mit Ballon. War seinerzeit ein Novum und hat offenbar geholfen.
Wenn ich hier lese, wie schlecht es manchen geht und wieviel ihr alle durchmacht, sehe ich erst, wie dankbar ich sein muss, dass ich tats√§chlich nach 3 OPs vor so langer Zeit bis heute keine Probleme mehr habe! Die Angst aber...die bleibt. Nicht umsonst habe ich mich heute in diesem Forum angemeldet. Wir alle wissen: es kann jederzeit wieder auftreten; vielmehr hie√ü es dies ausdr√ľcklich sogar seinerzeit bei der Entlassung: "100% der Patienten sehen wir wieder". Ich bin heute 46 Jahre alt und habe tats√§chlich zuletzt vor ca. 1 Jahr von meinem Augenarzt geh√∂rt, dass alles ok ist. Meine Sehf√§higkeit habe ich zu 80% zur√ľckgewonnen und kann sogar Kontaktlinsen tragen.
Warum ich das schreibe? - Um euch Mut zu machen: es gibt immer Hoffnung, und das Augenlicht ist wohl mit der wichtigste Sinn des Menschen. Auch wenn ich mich seinerzeit in der Klinik nicht immer gut verstanden f√ľhlte - mit Sicherheit wurde doch alles getan, mir meine Augen zu erhalten.
Ich w√ľnsche euch allen viel Kraft!!!
LG Carla

Erfahrungsbericht - von Mani65

mani65, Dresden, Dienstag, 13. September 2016, 14:31 (vor 1231 Tagen) @ KAtharina

Hallo,
schön das es diese Seite gibt. Es ist immer gut, Auskunft zu Fragen und Problemen von direkt Betroffenen erhalten zu können.

Aber erst einmal zu mir: Ich bin 51 und seit meinem 6. Lebensjahr kurzsichtig.
Zum Schluss hatte ich -10/-11 Dioptrien mit Hornhautverkr√ľmmung.

Durch eine Cortisonbehandlungen begann auch noch sehr fr√ľhzeitig bei mir der graue Star.

Ich habe deshalb 2012 zwei neue Linsen bekommen.

Aufgrund meiner hohen Kurzsichtigkeit und meinem Wunsch, endlich einmal ohne diese dicke Brille oder Kontaktlinsen sehen zu k√∂nnen, habe ich mich f√ľr die teure Variante der nachtr√§glich justierbaren Linsen entschieden und bin auch 4 Jahre sehr gl√ľcklich √ľber mein neues Sehempfinden gewesen.

Lesen, Computer und Ferne, alles ohne Sehhilfe.

Leider sollte mein Gl√ľck nicht lange anhalten.

Im März diesen Jahres musste ich am rechten Auge den Nachstar Lasern lassen.
Das war aber nichts Schlimmes und sehen konnte ich nach kurzer Zeit wieder perfekt.

Ende Juni hatte ich dann pl√∂tzlich dieses f√ľr euch sicher alle bekannte Erlebnis der schwarzen Wand, die sich seitlich vor das linke Auge schob.

Außerdem habe ich immer gedacht am Himmel fliegt ein Vogelschwarm. Am nächsten Tag bin ich zu meiner AA und sie hat gemeint, Löcher und Risse wären in meiner Netzhaut und hat diese auch sofort mit Laser versiegelt.

Ich war nat√ľrlich v√∂llig fertig von dieser Diagnose, zumal ich wei√ü, was Netzhautabl√∂sung bedeutet.

Mein Schwiegervater (Diabetiker) ist vor Jahren daran erblindet (er lebt leider nicht mehr).

Als ich wieder zur Nachkontrolle musste, hat meine √Ąrztin erneut Risse gefunden und wieder
gelasert.

Bei der nächsten Nachuntersuchung hat sie dann ohne Tropfen ins Auge geschaut und gemeint, es wäre alles i.O. Ich selbst habe mir einen Termin in einem halben Jahr geben lassen.

Leider bin ich aber gar nicht zufrieden. Ich arbeite den ganzen Tag am PC und ich habe genau vor dem Sehzentrum Schlieren, so dass ich nicht klar sehen kann. Im Dunkeln geht es gar nicht mehr, kleine Punkte sehe ich auch immer noch. Durch das angestrengte Sehen, habe ich nun auch noch Kopfschmerzen und trockene Augen.

Deshalb wollte ich mir gern eine Zweitmeinung von einem anderen Augenarzt einholen, ich dachte immer man kann das tun. Kann man auch, muss man nur selber bezahlen.

Meine Sehkraft ist mir aber so wichtig, dass ich das auf alle F√§lle tue, auch das andere Auge m√ľsste doch mal angeschaut werden.

Ich bin nun jedenfalls völlig verunsichert und ängstlich und bin froh, dass ich hier im Netz nachlesen kann.

Augenschmerzen nach NHA OPs

kaufmar @, Köln, Mittwoch, 14. Dezember 2016, 09:40 (vor 1139 Tagen) @ KAtharina

Liebe Netzis,
im Juli dieses Jahres wurde bei mir ein Loch in der Netzhaut festgestellt dass dann sofort gelasert wurde.
Am nächsten Tag löste sich die Netzhaut und ich hatte die OP mit dem Eisstab.

Nach 4 Tagen hatte ich die n√§chste OP; der Glask√∂rper wurde entfent und das Auge mit 90% Gas bef√ľllt.

Meine Sehkraft liegt bei nahezu 100% auf dem operierten Auge.

Nun ist es aber so, dass das operierte Auge eigentlich täglich einen "Druckschmerz" hat, mein AA meinte Hauptsache es ist kein reissender Schmerz im Auge.
Die Schmerzen treten, soweit ich es feststellen konnte, sofort auf wenn die Sonne ein wenig herauskommt und wenn ich zur Seite sehe.

Die OP liegt nun fast 5 Monate zur√ľck und ich dachte dass dann mit dem operierten Auge alles wieder i.O. ist und die Schmerzen von Tag zu Tag besser werden ??

Meinen nächsten AA Termin habe ich ab Januar bis März ( also 4-6 Monate nach den OPs)

Sind die Schmerzen normal?
Ich kann doch z.B. nicht mit Sonnenbrille im B√ľro am Computer sitzen, und auch zur Seite mit dem Auge sehen passiert automatisch.

Viele Gr√ľ√üe
aus Köln

kaufmar

Erfahrungsberichte - Flogni

flogni, Montag, 23. Januar 2017, 20:32 (vor 1099 Tagen) @ KAtharina

Leider hat es mich nun auch Mitte Dezember erwischt. Am Sonntag hatte ich pl√∂tzlich einen Schatten auf dem rechten Auge, der sich beim Zwinkern bewegte;konnte aber noch gut sehen. Ich dachte, dass es sich um einen dieser bekannten "Flocken" handelt und habe den n√§chsten Tag abgewartet. Am Montag bin dann zu meiner Augen√§rztin und habe ihr auch beschrieben, dass ich neben dem "Scheibenwischer" auch schwarze Ru√üflecken und Blitze wahrgenommen habe. Sie hat mich ausgiebig untersucht und mir mitgeteilt, dass sie "nichts feststellen kann" und mir eine √úberweisung zum Hausarzt gegeben, der mich auf andere Ursachen (Reuma, Blutdruck) untersuchen sollte; au√üerdem wurde ich darauf hingewiesen, dass ich mit 64 Jahren auch nicht mehr der J√ľngste sei und solche Wahrnehmungen wohl nicht ernst nehmen sollte. Meine konkrete Frage "ob ich eine Netzhautabl√∂sung haben k√∂nnte" wurde mir eindeutig mit "nein" beantwortet. Ich sollte mich in drei Monaten wieder melden.
Ich bin dann nach Hause gelaufen, da ich aufgrund der Untersuchung das Auto stehen lassen musste. Zu Hause habe ich dann im Augenwinkel eine kleinen dunklen Fleck entdeckt. Da mir gesagt wurde, es kann keine Netzhautabl√∂sung sein, habe ich mir eingebildet, dass dann wohl die 2010 eingesetzte k√ľnstliche Linse nicht mehr in Ordnung sei. Am folgenden Tag hatte ich dann auch noch farbige Lichterscheinungen, die mir als Laie eine defekte Linse best√§tigten. Mittwoch habe ich mich bei meinem Hausarzt vorgestellt um die "anderen Ursachen" abzukl√§ren. Dabei habe ich ihm auch meine Probleme am Auge nochmals geschildert. Er war der Meinung, dass es keine anderen Ursachen gibt und ich mich nochmal,auch da der dunkle Fleck gr√∂√üer geworden war, beim Augenarzt vorstellen sollte. Nach der telefonischen Schilderung sollte ich dann ohne Auto nochmals den Augenarzt konsultieren. Als ich zu Fu√ü bei der √Ąrztin ankam, war mein Sehverm√∂gen pl√∂tzlich stark eingeschr√§nkt; die Pupille war aber noch frei.
Nach einer nochmaligen umfassenden Untersuchung fragte ich ob eventuell die k√ľnstlichen Linse defekt sei, daraufhin teilte mir die √Ąrztin kleinlaut mit, dass ich doch eine Netzhautabl√∂sung habe, sie h√§tte sich am Montag leider geirrt! Sie hat mich dann an die Uniklinik √ľberwiesen. Als ich dort ankam, war die Netzhaut auch im Bereich der Pupille abgel√∂st. Die OP fand dann am n√§chsten Tag statt (SF6-Gas, Cerclage; laser). Obwohl ich in der Uniklinik mitgeteilt habe, dass ich die Nachbehandlung nicht mehr meine ehemaligen √Ąrztin anvertrauen werde, wurden die OP-Unterlagen an sie √ľbergeben. Leider sind diese Unterlagen trotz Anforderung bis heute nicht bei meinem nun behandelnden Augenarzt eingetroffen.

Mein Zustand nach 6 Wochen hat sich zum Gl√ľck verbessert. Meine Sehleistung liegt wieder bei 60% und ich denke, dass es noch besser wird. Am meisten st√∂ren mich die immer noch starken Kopfschmerzen. Ich hoffe dass diese auch noch verschwinden und ich keine Schmerzmittel nehmen muss.
Nach dieser unverhofften Bekanntschaft mit dieser Krankheit und einem zuvor nicht vorstellbaren oberfl√§chlichen und √ľberheblichen Umgang mit Patienten hat sich meine Sichtweise auf unser Gesundheitswesen wesentlich ver√§ndert. Ich habe aber auch erkannt wie schnell man aus der Bahn geworfen und pl√∂tzlich hilfebed√ľrftig sein kann.

Danke f√ľr dieses Forum. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wusste ich nicht was ich tun darf uns was nicht. Ich wusste nur, dass ich die entsprechende Schlafhaltung einnehmen soll und auch wurde mir bei der Entlassung zugerufen, ich darf erst in 12 Wochen wieder Auto fahren. Weitere Informationen gab es nicht. Warum gibt es eigentlich kein allgemein g√ľltiges Hinweisblatt, wie es jeder Arznei zur Sicherheit der Pharmaindustrie beiliegt?

Beidseitige NHA

Brigitte63, Dienstag, 07. Februar 2017, 22:50 (vor 1084 Tagen) @ KAtharina

Erst mal hallo zusammen!

Bin zuf√§llig auf diese Seite gekommen. Es ist √ľberraschend,dass es so viele Mitbetroffene gibt.

Mein "Leidensweg" begann vor 3 Jahren. Ich ging damals zum AA, weil ich "Schlieren" sah. Der Doc meinte, das w√§re eine Alterserscheinug. Nach mehreren Sehtests stand fest, dass ich auf beiden Augen eine NHA hatte. Ich musste dann am n√§chsten Tag als Notfall in die Augenklinik. Nach weiteren Tests stand fest, dass sich die NH des rechten Auges zu 2\3 abgehoben hatte und am linken Auge mehrere L√∂cher aufwies. Das rechte Auge wurde mit √Ėlf√ľllung behandelt. 2 Wochen sp√§ter wurde das linke Auge mittels Plombe operiert.
Nach Entfernung des √Ėls am rechten Auge hatte ich da noch ein Sehverm√∂gen von <5%. Ein halbes Jahr sp√§ter wurden bei der Routineuntersuchung am linken Auge wieder L√∂cher festgestellt. Diese wurden mittels Laser behandelt.
Jetzt kurz vor Weihnachten wurde am linken Auge wieder eine NHA festgestellt. Diesmal war die Makula mit betroffen. Notoperation mit Gasf√ľllung. Bis jetzt sehe ich 30%. Aber es soll noch besser werden.
Ich hoffe sehr, dass ich im Fr√ľhjahr wieder Cabrio fahren kann. Man darf die Hoffnung nie aufgeben!
In diesem Sinne, Gr√ľsse an Alle Mitbetroffenen, Brigitte63

Thorsten - Teil #1

fth68 @, Samstag, 15. April 2017, 11:13 (vor 1017 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe "Netzis",

nachdem ich in diesem Forum schon fr√ľher mal gelesen und nach Symptomen geforscht hatte, hat es mich in den letzten 2 Jahren auch mal "richtig" erwischt, sodass ich nun auch (m)einen Erfahrungsbericht zur Community zusteuern kann. Ich beschreibe diesen in allen Symptomen mal sehr ausf√ľhrlich, da auch mir solche Beschreibungen oft sehr geholfen haben.

Im Sommer 2015 hatte ich ca. 1 Woche nach einem Achterbahnurlaub im Europapark und Legoland an einem ruhigen Abend auf dem Sofa ein kreisrundes, mehrfaches Aufblitzen in meinem Gesichtsfeld (ob Achterbahnfahrten dies ausgel√∂st haben ist sicher eine interessante Diskussion f√ľr sich). Der optische Eindruck f√ľr mich war vergleichbar etwa mit den Ringblitzen, die Fotografen f√ľr Portraits benutzen, da diese Blitzger√§te keinen Schatten werfen. Im Nachhinein diagnostiziere ich diesen Effekt als eine hintere Glask√∂rperabhebung (GKA), die f√ľr sich genommen ja nicht schlimm sein muss.

Am n√§chsten Morgen war ich dann beim AA, der aber die Netzhaut als OK diagnostizierte. War also zun√§chst einmal beruhigend. Einige Tage sp√§ter merkte ich jedoch an einer Stelle im Gesichtsfeld hin und wieder einen "schattigen Fleck" auftauchen, der aber auch immer wieder wegging. Nat√ľrlich war ich dennoch wieder bei einem AA (diesmal einem anderen, da mein Grundprinzip es ist, m√∂glichst mehrere unabh√§ngige Meinungen zu kritischen Dingen zu haben). Aber auch dieser sah an meiner Netzhaut nichts Behandlungsbed√ľrftiges. Der Fleck kam nat√ľrlich immer wieder, sodass ein dritter Besuch beim AA dann die Diagnose eines hufeisenf√∂rmigen Einrisses in der Peripherie ergab, der dann auch direkt in der Praxis gelasert wurde.

Danach schien die Sache zunächst einmal ausgestanden. Allerdings blieb mir an der besagten Stelle immer noch ein "Gegrissel" oder "Nachschatten". Außerdem blieben bei mir am Rand des Gesichtsfeldes im Dunkeln auch immer noch kleinere bogenförmige Traktionsblitze erhalten. Laut Aussagen der AA ist dies zwar immer beobachtenswert, aber auch ganz normal bei einer (noch nicht vollständigen) Glaskörperabhebung. Ich machte mir also aus den kleinen Blitzen nicht mehr allzuviel und hoffte, dass die GKA mit Riss dann auch der einzige "Ausrutscher" war.

Die l√§stigste Nachwehe der GKA war, dass ich eine schmierige, recht gro√üfl√§chige Glask√∂rpertr√ľbung behielt, die man sich vorstellen kann, als h√§tte einem jemand ins Auge gespuckt.

- Weiter in Teil 2 -

Thorsten - Teil #2

fth68 @, Samstag, 15. April 2017, 11:15 (vor 1017 Tagen) @ KAtharina

Ein Jahr sp√§ter, im Sommer 2016, holte mich meine Netzhaut dann wieder ein. Nach einem Tagesauflug mit Freibadbesuch hatte ich abends das schwache Gef√ľhl, eine dunkle Wolke w√§re hinter mir. Ich konnte es nicht konkret als Schatten ausmachen, aber irgendwie war doch etwas "komisch" am Rande des Gesichtsfeldes.

Dies trat noch ein paar Mal auf und ich hatte den Eindruck eines nicht-optischen Schattens bei 11 Uhr am rechten Auge. Dies ist dummerweise auch der Sektor, wo der Knochen der Augenh√∂hle den Rand des Gesichtsfeldes bildet, sodass ich mir zun√§chst unsicher war, ob ich mir den "zus√§tzlichen" Schattenbereich nicht einbilde. Dies war aber nat√ľrlich nicht der Fall.

Ich war dann beim AA, der aber anliegende Netzhaut bescheinigte. Der Sektor war aber verd√§chtig genug, dass er mich nach 14 Tagen nochmal kontrollieren wollte, zumal bei mir starke Glask√∂rpertr√ľbungen die Fundussicht genau an dieser Stelle etwas blockierten.

Nach 14 Tagen waren die Effekte schon deutlich st√§rker geworden. Vor allem morgens fr√ľh bemerkte ich schon richtige Gesichtsfeldeinschr√§nkungen im besagten Sektor. Dennoch wurde befundet: Wieder zirkul√§r anliegende Netzhaut.

Am darauffolgenden Sonntag war ich wieder im Freibad und Beachvolleyball spielen. Abends hatte ich deutlich st√§rkere 'Mouches volantes' und einen klar wahrnehmbaren, leicht beweglichen Sektorschatten auf 11 Uhr, der auch mit keinem Prinzip Hoffnung mehr wegzudiskutieren war. Also Montag morgens wieder beim AA. Und wieder (trotz wirklich ausf√ľhrlicher Fundusuntersuchung in Mydriasis und zus√§tzlichem Ultraschall) wurde nichts gefunden: zirkul√§r anliegende Netzhaut, Visus auf 125% top.

In der Woche googelte ich dann nach weiteren Augen√§rzten f√ľr eine zweite Meinung, da ich mich angesichts meiner Symptome nicht beruhigt f√ľhlen konnte. Die Arztbewertungen im Internet f√ľhrten mich in Richtung K√∂ln-Bonn, aber die meisten hochbewerteten Praxen nahmen mich leider nicht kurzfristig als Neupatient an, sondern verwiesen auf den augen√§rztlichen Notdienst. Diesen "zuf√§lligen" √Ąrzten dort wollte ich dann aber nicht mehr Vetrauen schenken, als meinem Stammaugenzentrum, ich suchte halt eine Zweitmeinung von einem wirklichen Spezialisten (oder dem, was die Bewertungsportale zu eim solchen erkl√§rten). In Bonn wurde ich dann endlich f√ľndig und ergatterte mir einen Notfalltermin Freitag morgens bei einer Praxis am Friedensplatz.

Nach einer kurzen Kontaktglasuntersuchung war f√ľr die √Ąrztin die Sache dann klar: Ein Foramen und hochstehende Netzhaut. Musste also umgehend operiert werden. Zur R√ľckblende: Von meinem ersten wahrgenommenen Symptom bis dato lagen fast 5 Wochen und drei andere Arztbesuche!!

Ich fuhr dann sofort mit dem Taxi in die Uni-Augenklinik Bonn, wo ich dann 2h später operiert wurde. Die OP (Kryo + Gas) erfolgte in Teilnarkose. Finde ich wirklich gruselig, wenn man "sehenden Auges" mitbekommt, wie einem die Geräte im Augeninneren herumfuhrwerken, den Glaskörper schreddern und absaugen etc pp.

Nach der Operation sah ich dann erst einmal recht wenig, hatte auch viele Licht- und Schatteneffekte diverser Art sowie Partikel und Blutreste. Die √Ąrzte sagten mir aber, dass das alles normal sei und die t√§glichen Kontrollen sahen auch gut aus. Nach 4 Tagen wurde ich dann entlassen.

Eine knappe Woche lang schien alles recht gut zu laufen. Als der Gas-Wasser-Spiegel aber in meiner Augenmitte war und ich im oberen Bereich begann, teilweise normal zu sehen, sah ich leider auch wieder Dinge wie einen dicken Schatten. Es gelang mir dann noch 2 Tage, mir einzureden, dass dies wahrscheinlich eine harmlose Nachwirkung der OP war. Aber dann -typischerweise bei mir immer Freitag spät abends- musste ich doch realisieren, dass diese Symptome sehr eindeutig identisch mit NHA-Symptomen waren: Dunkle Schatten bei offenem Auge, blendungsartiges Nachleuchten derselben Sektion bei geschlossenem Auge. Das Problem war wohl, dass mein Netzhautdefekt rechts unten im Auge war, die Gasblase aber nach oben steigt und so dann trotz Befolgung der Lageempfehlungen letztendlich wohl doch nicht oft genug am richtigen Ort war. Die Netzhaut war also nicht wie erhofft am Augenhintergrund vernarbt.

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Thorsten - Teil #3

fth68 @, Samstag, 15. April 2017, 11:16 (vor 1017 Tagen) @ KAtharina

Also am n√§chsten Morgen wieder zur Uniklinik in die Notfallambulanz. Dort stellte man erst einmal fest, dass der Augendruck bei 38 war (f√ľr Nicht-Netzi-Mitleser: 21 ist so die Grenze, wo er maximal sein sollte). Das war so hoch, dass man sich nicht traute, mir die Augen weit zu tropfen. War aber auch nicht n√∂tig, denn aufgrund meiner Symptombeschreibung ging man ebenfalls von einer Re-Amotio aus und behielt mich gleich wieder station√§r da.

Da es Wochenende war, waren keine Operateure in der Klinik. Ich erlebte nun doch 2 panische Tage, da ich subjektiv den Eindruck hatte, dass die Abl√∂sung immer weiter zur Sichtmitte hin wanderte und ich Angst bekam, dass diesmal die Makula betroffen sein wird, was √ľblicherweise keine guten Prognosen auf vollst√§ndige Genesung mehr zul√§sst. Ich war schon drauf und dran, in irgendeine andere Klinik zu wechseln, wo auch am WE operiert wurde. Letztendlich habe ich dann einer Ober√§rztin die Frage gestellt, die mir meine Eltern immer f√ľr wichtige gesundheitliche Fragen eingepr√§gt hatten: "Was w√ľrden Sie tun, wenn es IHRE Augen w√§ren?". Sie versicherte mir aber, dass sie auch dann lieber den einen Tag abwarten w√ľrde, weil jede Klinik ohnehin nochmal alle Voruntersuchungen durchlaufen m√ľsste und sie ihren Teams in Bonn immer noch die h√∂chste Kompetenz zutraute. Also warte ich ab.

Nachdem der Druck (dessen pl√∂tzlicher Anstieg r√§tselhaft war, seitdem habe ich aber weiterhin immer wieder Druckprobleme) wieder erfolgreich gesenkt werden konnte, wurde ich dann am Montag morgen erneut operiert. Diesmal in wohliger Vollnarkose, am Auge wurde diesmal auf Laser gesetzt, um das Gewebe etwas zu sch√∂nen. Zur Fixierung der Netzhaut gab es dann Silikon√∂l. Somit war mir dann auch eine dritte OP zum "√Ėlwechsel" auch schon einmal gesichert.

In den ersten Tagen war ich dann erst einmal schockiert von meiner Sehkraft, die erstmal nur noch bei 5% lag. Ich hatte angenommen, das klare √Ėl plus geflickte Netzhaut m√ľsste doch eigentlich recht gute Sicht ergeben.

Gl√ľcklicherweise hat sich dann in den ersten 10 Tagen nach Entlassung der Visus dann immerhin auf 60% erholt. Einmal sogar 80%, aber vielleicht hatte ich da auch einfach nur die Zahlentafelinhalte besser "geraten" als vorher.

Ein bl√∂der Nebeneffekt der √Ėl-OP ist die Anisometropie, bedingt durch die unterschiedliche Lichtbrechung des √Ėls. Dies f√ľhrt zu einem Dioptrienunterschied von +5 bis +7 Dioptrien (vorher hatte ich ca -6 Dioptrien auf beiden Augen). Meine Hoffnung, dies einfach durch eine √úbergangsbrille auszugleichen, wurde von meinem Optiker sowie ersten Selbstversuchen mit einer Ersatzbrille zerst√∂rt. Das Gehirn gleicht n√§mlich nur Unterschiede bis etwa 3 Diotrien aus. Anderenfalls kommt es zu Doppelbildern unterschiedlicher Gr√∂√üe auf der Netzhaut, da das eine Brillenglas bei mir verkleinern und das andere vergr√∂√üern w√ľrde. Hab's ausprobiert und fand es wirklich unertr√§glich.

Variante 2 habe ich dann in den ersten Wochen notgedrungen bevorzugt, nämlich meine alte Brille weiter zu tragen. Das operierte Auge ist dann zwar mit 6 Dioptrien falsch "vernebelt", aber der Effekt war immer noch erträglicher als die Doppelbilder.

Variante 3 war ein Tipp meiner Augen√§rztin: Kontaktlisen - hier tritt die Anisometropie nicht auf, da das Glas ja direkt auf dem Auge liegt. Also ab zu Apollo Optik und ... zu fr√ľh gefreut.

Zwar klappte das mit der Kontaktlinse sehr gut nach 1h Probetragen. Aber das operierte Auge war noch knallrot durch die Nahtstelle im Auge und einen sich schlecht aufl√∂senden OP-Faden. Daher gaben Optiker und √Ąrztin noch kein gr√ľnes Licht f√ľr Kontaktlinse.

2 Wochen später hatte sich die Dioptrie meines rechten Auges dann aber wieder deutlicher verändert in Richtung Ausgleich (ca +1,5 Dioptrien noch), sodass mein Optiker mir den nächsten Tipp gab: Nur 1 Kontaktlinse auf dem gesunden Auge, das operierte Auge dann unausgeglichen lassen. Und diese Kombi macht dann das optische Leben seitdem halbwegs erträglich.

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Thorsten - Teil #4

fth68 @, Samstag, 15. April 2017, 11:17 (vor 1017 Tagen) @ KAtharina

Etwa 6 Wochen später krebste mein Visus immer noch nur zwischen 60% und 80% herum. Frustrierend. Leichte Anzeichen einer Katarakt schien es auch zu geben, manchmal sah ich wie durch einen leichten Morgennebel. Aber sicher schien mir das nicht zu sein.

Als Nachwehen der OP hatte ich immer noch eine Reihe von Photopsien. Vielleicht auch interessant f√ľr andere, daher liste ich die Symptome mal auf:
- Bei geschlossenen Auge sah ich im Augenhintergrund ein Selbstleuchten und Wabern, teilweise in bl√§ulichen oder gr√ľnlichen Farben, und verst√§rkt in den Sektoren meiner NHA.
- Im Zentrum des Sichtfeldes hatte ich nach Fokussieren eines kontrastreichen Textes oder Bildes ein sehr grelles Aufblitzen beim Blinzeln. Richtig stark, wie ein Handyblitz. Hierzu habe ich hier im Forum auch schon Fragen gestellt und Antworten bekommen (jedoch ohne konkrete Begr√ľndung des Effekts)
- Diverse Partikel/Zellen, die im Auge herumschwimmen. Vom Aussehen her wie die typischen Glask√∂rpertr√ľbungen, also kleine Zellen oder Zell-F√§den. Nur, dass ich ja dank PPV keinen Glask√∂rper mehr habe. Irgendwie doppelt bl√∂d.
- Einige der Partikel können sich auch wie "Glasperlen" oder "kleine schwarze Löcher" verhalten. Das sieht dann etwa so aus wie eine dicke Zelle mit sehr starkem, dicken schwarzen Rand. In der Mitte scheint sie dann wie eine Glaskugel das Licht zu reflektieren bwz. zu "leuchten". Meist geht dies aber nach ein paar Stunden weg.
- Und noch eine Reihe von kleineren Farb-Photopsien.

Auf Anregung hier aus dem Forum habe ich √ľbrigens konzentrierten Blaubeerextrakt t√§glich genommen, ich kann aber nicht sagen, ob dies einen merklichen Einfluss auf die Photopsien hatte.

Nach 12 Wochen kam dann die √Ėlentfernung, wieder in der Augen-Uniklik Bonn. Das lief wieder in Teilnarkose und laut OP-Bericht komplikationslos und normal. Man hat dann aber erst einmal wieder Luft im Auge und somit wieder eine Gas-Katarakt-Tr√ľbung.

In den Vorgespr√§chen sagte man mir, dass es diesmal nur 3 bis 4 Tage dauern w√ľrde, bis die Luft im Auge absorbiert wird. Dies war bei mir aber nicht der Fall, es hat 11 Tage gedauert, bis die Blase sich aufgel√∂st hatte. Die AA in der Praxis meinten aber, das w√§re auch nicht ungew√∂hnlich, von Fall zu Fall ist das wohl extrem verschieden.

Mit der √Ėl-Ex waren die meisten der von mir beschriebenen Photopsien schlagartig verschwunden oder stark reduziert. Angenehm.

Was mit der √Ėl-Ex-OP aber pl√∂tzlich falsch lief, war meine Sicht. Ich hatte erwartet, dass ich in etwa wieder Dioptrienwerte und Visus so ungef√§hr wie vor der ganzen Geschichte wiederbekommen w√ľrde. Das war aber nicht der Fall. Auf dem operierten Auge hatte ich zwar nominell immer noch 80% Visus, aber die Diotprien hatten sich extrem verst√§rkt. Von vorher -5,5 auf ungef√§hr -8/-10 (gemessen bei 2 Augenoptikern "klassisch", die Refraktionsger√§te beim AA zeigten etwa -9 an)

Das war mir in der Pl√∂tzlichkeit recht unerkl√§rlich und damit Besorgnis erregend. Da ich in der √Ėl-Zeit auf dem Auge ohne Dioptrienausgleich relativ normal sehen konnte und der Brechkraftunterschied des √Ėls bei ca. +5/+6 Dioptrien liegt, kam ich mit dieser Plus-Minus-Rechnung auf keine vern√ľnftige Erkl√§rung. Meiner Ansicht nach h√§tte ich nun wieder, wie vorher, bei ungef√§hr -6 Dioptrien liegen sollen.

Meine Augen√§rztin meinte, es k√∂nne nur an der Linse liegen (also eine Catarakta Traumatica durch die OPs mit √Ėl und Gas). Ich war hier ein starker Zweifler, aber nachdem sowohl die √Ąrzte der Uni-Augenklinik als auch die √Ąrzte der Dardenne-Augenklinik diese Diagnose st√ľtzten, hab ich's dann doch geglaubt und mich dann auch direkt f√ľr eine Katarakt-OP in der Dardenne-Klinik in Bonn entschieden.

-- Weiter in Teil 5 --

Thorsten - Teil #5

fth68 @, Samstag, 15. April 2017, 11:18 (vor 1017 Tagen) @ KAtharina

Eigentlich hatte ich fast schon ein Luxusproblem mit der Auswahl der Operateure. Ich stand vor der Wahl, diese Routine-OP wieder in der Uniklinik machen zu lassen, in meiner AA-Praxis selbst oder in der Dardenne-Klinik. Ich entschied mich f√ľr Letztere. Ausschlaggebend waren hier f√ľr mich hier die folgenden Gr√ľnde:
- Die Klinik macht diese OPs quasi "am Fließband". Daher kann man hier allerhöchste Routine und Erfahrung voraussetzen.
- Extrem und durchgängig gute Patientenbewertungen in den Portalen.
- Aus meinem Bekanntenkreis war auch schon mal jemand dort gut operiert worden.
- Die Voruntersuchung hatte bei mir ebenfalls Vetrauen in die √Ąrzte, Kompetenz und Professionalit√§t aufgebaut.
- Und entscheidend f√ľr mich: Die Klinik bietet Femtosekunden-Laser-OP an. Diese Art der OP gilt als pr√§ziser und schonender f√ľr das Auge als die herk√∂mmliche Skalpell-√Ėffnung und Ultraschallzertr√ľmmerung der Linse. Der Laser kann die √Ėffnung absolut pr√§zise und sauber legen, so dass auch keine Vern√§hung erforderlich ist. Die Linse kann vom Laser "vorverarbeitet" werden, sodass weniger Ultraschallenergie auf's Auge kommt. Streuungen dieser Energie k√∂nnen n√§mlich auch die Netzhaut und/oder die Endothelzellen der Hornhaut belasten. Auch die Abheilungsphase soll entsprechend viel schneller, sicherer und komplikationsfreier verlaufen.

Die Femto-OP wird leider nicht von der gesetzlichen Kasse bezahlt, als Patient muss man f√ľr diesen Wunsch einen Tausender selbst berappen. F√ľr mich war das aber keine Frage, denn der Preis stellt auch den einzigen Contrapunkt dieser OP-Art dar. Es gibt zwar keine Studien, die den medizinischen Mehrwert evident belegen (weswegen die Kassen sagen, der Standard reicht aus). Die Vorteile des Verfahrens sind aber klar verst√§ndlich. Und bei meinem riskanten NHA-Background w√ľrde ich niemals auf die Chance einer Risikosenkung, so klein sie auch sien mag, verzichten um den Aufpreis zu sparen. Man muss sich ja nur mal vorstellen, man w√ľrde dann doch zu den 0,5% oder so geh√∂ren, wo es schiefgeht, handelt sich eine schwere Komplikation, wom√∂glich eine weitere NHA ein. In diesem Fall w√ľrde man sicher ein√§ugig in den Spiegel schauen m√ľssen und sich fragen: "Warum habe ich Idiot hier versucht, ein paar Euro zu sparen und mein Augenlicht riskiert?".

Ich lie√ü also die Femto-OP machen und g√∂nnte mir noch eine asph√§rische Premiumlinse, schlie√ülich will ich ja den Rest meines Lebens noch so klar wie m√∂glich da durch schauen. Ich wurde 1 Nacht station√§r aufgenommen wegen meiner riskanten Netzhaut-Vorgeschichten. Alles lief gut. Am n√§chsten Morgen hatte ich dann bereits 100% Visus auf dem operierten Auge. Ich wurde entlassen, bekam einen Satz Medikamente, 1 Woche Krankschreibung und sollte mich 4 Wochen k√∂rperlich schonen (nicht viel b√ľcken, nichts Schweres heben, kein Sport).

4 Wochen später. Auch die Abheilungsphase ist optimal und komplikationslos verlaufen. Ein paar Tage war das Auge zwischendurch mal etwas röter und gereizter, aber unter'm Strich keine Beschwerden. Der Visus liegt immer noch bei 100% (sogar 125%, hatte meine AA festgestellt) auf beiden Augen.

Ganz so wie vor 2 Jahren ist es trotz dieser technisch perfekten Werte na√ľtlich nicht mehr. Mein rechtes Auge kann ja nicht mehr akkomodieren, daher muss ich mich nun mit Gleitsichtbrillen oder wechselnden Nah-/Fernbrillen anfreunden.

Als letzte Nachwehen habe ich daher nur noch die folgenden Wehwehchen:
- Die Nachtsichtf√§higkeit meines rechten Auges ist stark gesunken (war auch schon fr√ľher nicht ber√ľhmt). In der D√§mmerung sinkt mein Visus daher von den 100% auf eher gef√ľhlte 60%-70% schnell ab.
- Minimale Photopsien, also kleinere Leuchteffekte in den geflickten Netzhautsektoren habe ich bei geschlossenem Auge.
- Etwa ein Dutzend kleinere Partikel/Zellen, die flottierend in meinem Auge rumschwirren, nerven mich hin und wieder. Je heller die Umgebung, desto öfter und stärker nehme ich diese war.
-

Aber das ist alles Jammern auf höchstem Niveau, ich bin (bislang! Toi Toi Toi!) aus der ganzen Nummer wirklich mit einem "blauen Auge" davon gekommen.

Ich hoffe, dieser recht lange und detaillierte Bericht hilft insbesondere neuen Betroffenen, sich an einigen Symptomen vielleicht zu orienteren. Und ich hoffe, er macht auch einigen Betroffenen Mut, dass auch eine mehrfache Netzhautablösung / Re-Amotio am Ende immer noch relativ glimpflich ausgehen kann.

Erfahrungsberichte von Michaela

Michaela @, 42, Dienstag, 10. Oktober 2017, 11:46 (vor 839 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Michaela, Dienstag, 10. Oktober 2017, 11:54

Mein Name ist Michaela, ich bin noch 38 Jahre alt und mein Netzhautgeschichte fing am 6 Juli 2017 nach einem Mittagsschläfchen an, als ich wach wurde putze ich mehrfache meine Brille und dachte komisch, diese schwarzen Schlieren und Flocken gingen nicht weg, vielleicht Kreislauf es war so ein warmer Tag. Ich ging noch mit meiner Tochter auf ihr Klassenabschlussfest er 4 ten Klasse, aber das rechte Auge wurde nicht besser.
Am n√§chsten Morgen dr√§ngte mich eine Bekannte zum Augenarzt, es war Freitag (7.07.2017)und meine Augen√§rztin hatte zu, die Vertretungs√§rztin (vorher Klinik√§rztin) √ľberwies mich gleich in die Augenklinik M√ľlheim, Netzhautriss, OP am gleichen Tag, Plombe mit Vereisung. nach 2 Wochen eine Laserung an einer Stelle wo Zugkraft zu sehen war o.√Ą..
6 Wochen Krankenschein und eine Woche Urlaub später habe ich genau 2 Tage gearbeitet da sah ich abends im unteren Gesichtsfeld eine Halbkugel wenn ich den Blick nach oben richtete. Morgens noch schnell die Einschulung in die 5te Klasse meiner Tochter mitgemacht und ab zum Arzt- Netzhautablösung oben - Klinik- am 31.08.2017 OP durch Glaskörper mit Gas.
Am n√§chsten Tag einen Druck von 2, am n√§chsten Tag 1-2. Sonntags den 3.09 Op Faden gelegt zum Druckaufbau und nochmals Gas aufgef√ľllt.
Tag darauf im unteren Teil des Auges Netzhautlöcher, am 5.09 OP Gas raus, Löcher gelasert und Silikontamponade rein.

Da war ich dann insgesamt 9 Tage im Krankenhaus.
Danach dachte ich es geht bergauf...

Donnerstag bei meiner AA flache Ablation unten unter der Silikontamponade, gestern war ich dann wieder in der Klinik, morgen hab ich OP Vorgespräch und Dienstag den 16.10 wieder OP, die Netzhaut wird gerade von der Tamponade gehalten, Tamponade darf wohl nicht entfernt werde, da sonst die Makula abgehoben wird, die gerade gut anliegt, diese war bei einer OP schon abgehoben.
Wie ich meine Verstanden zu haben das es in Vollnarkose gelasert wird, etwas √Ėl raus und dann wieder rein, morgen wird es mir genauer erkl√§rt.

vor √ľber 13 Jahren hatte ich auf dem rechten Auge -11 Dioptrie und hatte eine Lasik, mittlerweile weis ich das keiner mehr diese Dioptriezahl lasert, ob da doch ein Zusammenhang liegt.
Linke Auge waren -14 Dioptrie dort habe ich mir eine Linse auf meiner Linse operieren lassen, diese Auge sieht gut.

zu meinem Physischen Zustand, der ist teilweise Miserabel, spricht mich jemand an breche ich in Tränen aus, Schlafen kann ich sehr schlecht, ich sehe Lichter oder ich habe Angst die Augen auf zu machen und es bleibt dunkel...

Ich hoffe das Beste irgendwann...

Erfahrungsberichte - Netzhaut OP

regina63, Donnerstag, 30. November 2017, 15:52 (vor 788 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Netzi-Gemeinde!

Ich heiße Regina, bin 54, von Beruf Werklehrerin und kurzsichtig mit -4 Dioptrien. Anfang September wurde am rechten Auge eine Glaskörperablösung mit 2 Einrissen diagnostiziert und sofort gelasert.
Leider nur 2 Monate gehalten, dann fiel der Vorhang, Netzhautablösung mit betroffener Makula.
Am 15.11.2017 OP - Vitrktomie, Membranentfernung, Laser, Gastamponade und Linsenimplantation.
Sehstärke derzeit ca. 10%, Gasblase mit schwarzen Punkten noch vorhanden. Vom Augenarzt sind mindestens 3-4 Wochen Krankenstand angesagt.
Weiterer Verlauf steht noch in den Sternen, Geduld ist angesagt, leider nicht meine Stärke.

Liebe Gr√ľ√üe
Regina aus √Ėsterreich

Notfall Tag 1 und Tag 2 // August 2017

Claudia49 @, NRW, Mittwoch, 21. Februar 2018, 10:17 (vor 705 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Netzies,

am 22.8.2017 wurde ich als Notfall vom AA ins KH eingewiesen.

Zuvor hatte ich noch NIE von einer NHA gehört oder gelesen.

Meine Eltern brauchen keine Brille, meine Schwester ist auch kurzsichtig.

Trotzdem hat mein AA mich nie dar√ľber informiert, obwohl ich bei ihm auch mit Kontaktlinsen in ¬īBehandlung¬ī war.

Ich bin Brillenträgerin seit meinem 8 Lebensjahr.

Zudem hatte ich die NHA weder gesp√ľrt, noch hat es geblitzt, noch gab es Russregen o.√§.

Durch Zufall erz√§hlte mir ein Cousin von einem Bekannten, der eine Augen OP zwar technisch gut √ľberstanden hatte, aber von der Narkose nun eine seltene Parkinson hat.

Irgendwie habe ich dies als Anlass genommen, mir dann am Abend mal ein Auge zugehalten und festgestellt, dass ich mit dem kranken Auge nur bis zur Nasenspitze sehen konnte.

Ich muss erwähnen, dass wir zur Zeit damals einen Altbau renovierten und auch dachte, es wäre Staub im Auge.

Also meine NHA war mir nur durch einen kleinen Gesichtsfeldausfall aufgefallen. Keine Schmerzen.

Am anderen Morgen dann zum AA, dieser stellte einen Riss bei halb drei fest., um 10:00 Uhr war ich in der Klinik.

Man sagte mir, ich w√ľrde erst am anderen Morgen operiert, da man sich gut vorbereiten wolle.

Ergo : OP um 8.00 Uhr am 23.8.2017
Riss von 2-5 Uhr. √Ėl kam ins Auge.

Angeblich ist es so, dass man bei derartigen Rissen im unteren Bereich wohl noch warten kann.

Dieses erstmal f√ľr heute an Euch !

--
Liebe Gr√ľ√üe

Claudia

Routine im Januar 2018

Claudia49 @, NRW, Dienstag, 13. März 2018, 17:05 (vor 685 Tagen) @ Claudia49

Im Januar 2018 war dann die √Ėl Ex OP kombiniert mit der grauen Star OP mit Femtolaser.
Ich kam mir bei dem Besuch im Krakenhaus fast wie zu Hause vor, als ich nach der OP h√∂rte, die Netzhaut sei stabil man habe nur Elektrolythe und kein Gas auff√ľllen m√ľssen war ich happy.

Endlich Ruhe dachte ich.

10 Tage ( 2.2.2018 ) nach Entlassung war die Netzhaut am kranken Auge aber einer anderen Stelle , peripher im oberen Bereich, wieder ab.

Notoperation DIE ZWEITE.

Diesesmal ist Gas genommen worden.

Schneller(!) Nachstar hat sich auch gemeldet.
Sehleistung derzeit bei 10%.

Ich bin alles andere als zufrieden, da ich seit August schlecht sehe, sei es durch grosse Pupillen, dem grauen Star , dem √Ėl, dem Gas und nun durch den Nachstar eingeschr√§nktes verschwommenes SEHEN nur m√∂glich.

Nun vier Monate warten sagt meine AA bis man den Nachstar lasert.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Im Krankenhaus selber habe ich gute aber auch menschlich sehr, sehr schlechte Erlebnisse gehabt. 11 Augenärzte an einer Klinik habe ich kennengelernt , echt Heavy.

Meine Psyche macht so La La mit.

Ich bin sehr gl√ľcklich, dass es das FORUM hier durch EUCH alle gibt.

Irgendwie komme ich immer wieder auf die Lebensebene zur√ľck, hart ist es trotzdem.

Ich habe mir erlaubt, eine Kur einzureichen.

Bis bald !

--
Liebe Gr√ľ√üe

Claudia

Erfahrungsbericht Teil 1 - Birgit

Birgit56 @, Pleinfeld, Donnerstag, 07. Juni 2018, 22:17 (vor 599 Tagen) @ KAtharina

Ein liebes Hallo an alle,

nachdem ich einige Zeit hier nur mitgelesen habe, wollte ich dann doch aus der Versenkung auftauchen und habe mich vor kurzem registriert.
Ich bin 61 Jahre alt und seit meiner Kindheit kurzsichtig, RA 7,75 dpt, LA 8,25 dpt.

Am 17.Oktober 2017 war ich am Abend mit dem Auto unterwegs, als ich pl√∂tzlich die besagten Blitze im rechten Auge sah. Zuerst meinte ich, dass die entgegenkommenden Fahrzeuge mich blenden w√ľrden, bis ich die Tragweite des Ganzen begriffen habe. Am n√§chsten Tag bin ich sofort zu einer Augen√§rztin (ich war unterwegs und konnte daher nicht zu meinem Augenarzt). Sie untersuchte mich bei weit getropfter Pupille und meinte, da w√§re eine kleine Netzhautblutung gewesen, die aber bereits aufgeh√∂rt h√§tte. Ich w√ľrde in den n√§chsten Tag noch Ru√ü sehen, brauche mir aber keine Sorgen zu machen. Wieder zuhause hat mir das alles keine Ruhe gelassen, ich wollte es nochmals kontrollieren lassen. Mein Augenarzt war erst mal in Urlaub. Bis ich dann bei ihm war, vergingen ein paar Tage. Am 13. November war ich dann in der Praxis und erz√§hlte ihm die ganze Geschichte. Er untersuchte mich gr√ľndlich und fragte daraufhin w√∂rtlich: wo hat denn diese Dame (A√Ą, die mich im Oktober untersucht hatte) ihre Ausbildung gemacht? Er sah sofort eine Netzhautriss, nicht mehr neu nach seiner Aussage, und eine beginnende Abl√∂sung. Umgehend schickte er mich als Notfall in die Augenklinik der Uni Erlangen. Noch hoffte ich, dass es mit Lasern erledigt w√§re......

Diese Hoffnung wurde in Erlangen relativ schnell zunichte gemacht. Bereits die √Ąrztin in der Ambulanz meinte, dass das wohl auf eine OP rauslaufen w√ľrde, aber entscheiden w√ľrde der Oberarzt. Da sie mich in der Zwischenzeit schon zum EKG machen und Blut abnehmen schickte, war es im Prinzip bereits klar. So war es dann auch, die OP wurde direkt f√ľr den n√§chsten Morgen angesetzt. Wenig sp√§ter fand ich mich in einem Krankenzimmer wieder, ohne Zahnb√ľrste oder sonstige Utensilien. All das konnte mein Partner mir erst am n√§chsten Tag bringen. Aber irgendwie war das auch v√∂llig nebens√§chlich. Ich stand total neben mir, war in einem Ausnahmezustand. H√§tte so etwas nie vermutet, nachdem keine Blitze mehr aufgetreten waren und auch sonst alles in Ordnung schien.
Zum Gl√ľck wohnt eine Freundin nur ein paar Minuten von der Klinik entfernt und hat mich dann doch noch mit einem ‚ÄöNotfallpaket‚Äô f√ľr die Nacht ausgestattet.

Die OP am n√§chsten Morgen verlief planm√§√üig (PPV, Kryokoagulation, neue Linse, Gas). Der postoperative Verlauf war ebenfalls sehr gut, abgesehen von einem anfangs etwas erh√∂hten Augeninnendruck. Nach 8 Tagen wurde ich entlassen mit den √ľblichen, euch gut bekannten Verhaltensregeln, die ich mehr als strikt eingehalten habe!!

Erfahrungsbericht Teil 2 - Birgit

Birgit56 @, Pleinfeld, Donnerstag, 07. Juni 2018, 22:20 (vor 599 Tagen) @ KAtharina

Alles war gut... schien gut.... bis zum Morgen des 9. Dezembers, einem Samstag, also 3 ¬Ĺ Wochen nach der 1. OP. Ich wurde wach und sah wieder die bereits gut bekannten Blitze! War v√∂llig geschockt, denn bis zu diesem Zeitpunkt ging es mir wie wahrscheinlich den meisten von euch: nach der 1. OP glaubten wir, dass es damit erledigt ist, dass alles wieder gut ist.....

Mein Partner hat erst mal nicht begriffen, was los ist, so wirr habe ich erz√§hlt und immer wieder geweint. Nach ca. 1 Stunde kam diesmal auch dieser schwarze Vorhang ins Gesichtsfeld, den ich beim ersten Mal nicht hatte. Sp√§testens da war klar, dass es ernst ist. Habe meinen AA angerufen (ich habe seine private Nummer f√ľr Notf√§lle). Er wollte es sich zuerst selbst anschauen, hat mich dann aber direkt nach Erlangen weiter geschickt. Diesmal mit gepackter Kliniktasche....

Der diensthabende Oberarzt wollte mich wenn m√∂glich noch am Samstag operieren, aber die An√§sthesisten waren mit dringenderen Notf√§llen besch√§ftigt. Am Sonntagmorgen war es dann soweit. Die OP verlief erneut gut, diesmal kam Silikon√∂l ins Auge. Offenbar sei noch Zug auf der Netzhaut gewesen, was zum erneuten Riss mit Abl√∂sung gef√ľhrt habe.
Nach der OP hatte ich ziemlich mit erhöhtem Augeninnendruck zu kämpfen und zu allem Überfluss hat sich noch eine Fibrinplatte gebildet, welche sich erst ganz, ganz langsam aufgelöst hat. Zu Weihnachten war der Spuk dann vorbei... erst mal.
Mitte Januar Kontrolltermin in Erlangen, alles prima.
3 Wochen sp√§ter stellte sich bei meinem AA heraus, dass sich eine epiretinale Gliose gebildet hat, die derzeit beobachtet wird. Ich hoffe jetzt erst mal, dass diese friedlich bleibt, bis das √Ėl raus muss und dann gleichzeitig entfernt werden kann! So ist momentan der Plan der Erlanger Ober√§rzte.

Was meine Sehkraft angeht, so h√ľpft das rechte (operierte) Auge zwischen 20 und 50%. Endg√ľltig wird es sich sicher erst zeigen, wenn das √Ėl raus und die Membran weg ist. Das linke Auge hat zum gro√üen Gl√ľck die Hauptarbeit inzwischen akzeptiert, so dass ich ganz gut zurecht komme, wenn man von solchen Dingen wie r√§umliches Sehen, Lesen von tollen B√ľchern usw. mal absieht (Lesen war seit meiner Jugend eines meiner liebsten Hobbies und eine wunderbare Freizeit-Entspannungsm√∂glichkeit; H√∂rb√ľcher sind f√ľr mich nur ein Kompromiss, den ich wohl eingehen muss und an den ich mich sehr schwer gew√∂hnen kann, stark abh√§ngig von der Stimme des Vorlesers)

.....und wenn da nicht ab und zu diese √Ąngste w√§ren, die doch ganz massiv sein k√∂nnen. Ich bin mir sicher, ihr wisst, was ich meine!

Was ich unbedingt noch loswerden muss:
Die Schwestern/ Pfleger, Stationshilfen sowie alle √Ąrzte, mit denen ich in Erlangen zu tun gehabt habe, sind wirklich klasse, sowohl medizinisch als auch menschlich!! Ich habe mich rundum gut aufgehoben und versorgt gef√ľhlt und ich habe Hochachtung vor dem, was dort geleistet wird!

Liebe Gr√ľ√üe
Birgit

Erfahrungsbericht - Franz-J.

Franz-J. @, Freitag, 08. Juni 2018, 21:11 (vor 598 Tagen) @ KAtharina

Hallo Netzis,
sch√∂n dass ich Euch als ‚ÄěBetroffener einer Netzhautabl√∂sung‚Äú gefunden habe. Die Infos, die ich im √ľberfliegen der Web-Seite und des Forums gelesen hatte, waren sehr informativ und haben schon eine Menge Fragen, die ich dem Arzt stellen wollte beantwortet.
Kurz zu mir: Ich bin 64 Jahre alt und lebe in Frankfurt/Main und meine letzte T√§tigkeit war selbst√§ndiger Projektleiter im Telekomminikationsbereich - also sehr viel Bildschirmarbeit. Habe eine leichte Sehschw√§che (-0,5/0,75) mit Hornhautverkr√ľmmung - eine Brille war nur beim Autofahren notwendig. Mein Motto: ‚ÄěBrillen verderben die Augen‚Äú (trifft allerdings nur bei den niedrigen Dioptrien zu)
Am 11. 4. hatte ich nach dem Aufwachen eine dunkle Stelle im rechten Auge auf der Nasenseite festgestellt. Danach ging alles ganz schnell. Blitzbesuch beim Augenarzt - normalerweise 4 Monate Vorlaufzeit - Notfalleinweisung in die Uniklinik Frankfurt und OP am 13.4.2018. Glask√∂rperentfernung, Netzhaut anlegen, Austausch der Linse, da der graue Star sich langsam einschleichen wollte und eine Silikon√∂ltamponade. Den Narkosearzt hatte ich ein wenig herausgefordert, da ich eine Histaminintoleranz habe und ich nat√ľrlich auf fast alle verabreichten Medikamente zur Vollnarkose negativ reagieren k√∂nnte - schlimmstenfalls schwillt die Luftr√∂hre zu. H1/H2 Prophylaxe und Kortison in der Hinterhand haben die Vollnarkose gefahrlos m√∂glich gemacht.
Die OP hatte ich gut √ľberstanden und wollte nach einer Woche Pause wieder voll in den Job einsteigen. So nach und nach habe ich die Auswirkungen einer Netzhautabl√∂sung realisiert und wenige Tage nach der OP die Rei√üleine gezogen - den Vertrag gek√ľndigt und umgehend meine Rente eingereicht.
Mit dem √Ėl im Auge habe ich erst einmal +3 Dioptrien hinzubekommen und sehe mit einem Auge 3 Bilder mit der Qualit√§t, als wenn man unter Wasser das Auge √∂ffnet - 5% Sehst√§rke. Die Lichterscheinungen bei Lichtreflexionen kennt wahrscheinlich jeder von Euch, die machen mich ganz wuschig im Kopf und ich kann mich auch nicht daran gew√∂hnen. An Zeitung lesen oder das Lesen von Vertragswerken ist nicht zu denken - mir wird einfach √ľbel. Schwer f√§llt mir auch Einkaufen im Supermarkt oder Kaufhaus mit den vielen Lichtern und den vielen bewegenden Menschen, um das zu ertragen hilft nur eine dunkle Sonnenbrille. Am wohlsten f√ľhle ich mich im Wald.
Im Moment beobachte ich mich, wie ich √∂fter zur Kontrolle blinzele um zu pr√ľfen, ob Schatten vorhanden sind - das sieht nach unterbewu√üten √Ąngsten aus.
Am 13.6.2018 ist die zweite OP mit "√Ėlwechsel" - ich bin gespannt.

Erfahrungsbericht - Franz-J. Teil2

Franz-J. @, Donnerstag, 09. August 2018, 12:31 (vor 536 Tagen) @ Franz-J.

Leider wurde die OP zur Entfernung des Silikon√∂ls von dem 13.6.2018 auf den 25.6.2018 wegen eines Notfalles verschoben. Die Vollnarkose verlief diesmal unproblematisch. Warum ich nach dem Aufwachen bei der letzten OP einen gef√§hrlichen Blutdruck von 200/150 hatte konnte mir der Narkosearzt nicht sagen. Abends 8 Stunden nach der OP konnte ich im Auge schon einen leichten Wellengang bis ca. zur Mitte des Auges wahrnehmen. Als Begleiterscheinung, lief mir einseitig die Nase - ich vermute, dass mein K√∂rper sofort die Produktion des neuen Augenwassers gestartet und die √ľbersch√ľssige Fl√ľssigkeit √ľber die Nase abgeleitet hatte.
In den ersten beiden Tagen, hatte ich eine Sehf√§higkeit von ‚Äě0‚Äú - hell/dunkel-Wahrnehmung, Farben konnte ich vermuten. Entt√§uscht war ich schon ein wenig. Die Gasblase wurde zunehmend kleiner, die Photopsien (reflektierende Kreise mit einem ‚ÄěK‚Äú in der Mitte) waren zum Gl√ľck verschwunden.
Am Tag 6 nach der OP beeinträchtigte die graublau Gasblase mit einem dunklen Rand ca. 25% meines unteren Sehfeldes, die im unteren Bereich des Auges sichtbar ist, obwohl sie sich im oberen Bereich des Auges befindet. Mein Umfeld konnte ich schon ordentlich, zwar noch gleich verschwommen, sehen. Der Schärfebereich befindet sich ca. 30cm - 80cm, dahinter wird es dann Unscharf - trotzdem ein riesiger Fortschritt im Gegensatz zur Silikonöl-Tamponate mit 5% Visus.
Am Tag 10 beeinträchtigt die deutlich kleinere Gasblase etwa 10% meines Sehfeldes. Die Gasblase wirkt wie eine Lupe und beeinträchtigt das Gesamtsehen nach unten erheblich, da mein Gehirn mit der Information nicht zurecht kommt.
Am Abend des 11. Tages war die Gasblase weg - wie schön.
Mitte Juli hatte ich einen Termin bei der A√Ą. Die NH liegt an, leider nur einen Visus von 30% - das ist nicht viel, aber sehr viel besser als die Zeit mit dem √Ėl im Auge. Nach Aussage der A√Ą darf ich wieder Auto fahren und im Oktober mich nach einem neuen Brillenglas umsehen.
Zeitung lesen und Papierkram erledigen f√§llt mir immer noch durch die vielen Blickwechsel schwer. Mit wird regelm√§√üig nach etwa 15 Minuten √ľbel und muss mindestens 1 Stunde Pause machen.
Zur Schmerzbehandlung, die nach dem Lasern der Netzhaut aufgetreten ist und zur Steigerung der Selbstheilungskräfte habe ich Bio-Photonenpflaster eingesetzt und sehr gute Erfahrung damit gemacht.

Blindfisch_01: Erfahrungsbericht meiner Netzhautablösung

Blindfisch_01, Freitag, 27. Juli 2018, 08:57 (vor 549 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Nezis,
vorab etwas zu meiner Vorgeschichte. Ich leide an einer Fr√ľhgeborenenretinopathie, d. h. seit meiner Geburt sehe ich auf dem linken Auge nichts (keine Lichtscheinwahrnehmung). Auf dem rechten Auge eingeschr√§nkt. Ich habe keine Ahnung wie viel, da mich das nie gro√ü interessiert hatte. Ich hatte einen Schwerbehindertenausweis mit einem GdB von 80.

Im April 2008 sah ich plötzlich auf dem rechten Auge wie durch eine dicke Milchglasscheibe und bin zum Augenarzt. Dieser meinte, dass er nicht in das Auge sehen kann. So bin ich wieder nach Hause gegangen (in Begleitung). Einige Zeit später kam dann ein schwarzer Vorhang runter und ich bin in eine Klinik gefahren. Da bekam ich die Diagnose Netzhautablösung und wurde noch am selben Tag ambulant gelasert. Ich war froh, dass alles so gut verlief und ging zufrieden nach Hause.

Im Juli 2008 bestand ich meinen mittleren Schulabschluss an einer Schule ohne F√∂rderschwerpunkt und wechselte ab September 2008 an ein Gymnasium f√ľr Blinde und Sehbehinderte (Ich bin ja wie oben erw√§hnt, seit meiner Geburt sehbehindert.). Dort fand ich schnell neue Freunde und lernte aus Interesse die Blindenschrift, um ‚Äěgeheime‚Äú Briefe an Freunde schreiben zu k√∂nnen. Blindenschrift konnte auch dort nicht jeder lesen. Ich las die Blindenschrift allerdings mit den Augen, konnte sie also nicht mit den Fingerspitzen lesen.

Einen Tag vor Weihnachten 2008 wollte meine Oma ihre Augen in der Klinik √ľberpr√ľfen lassen, da sie angeblich schlecht sieht. Ich bin widerwillig mitgegangen, obwohl ich keine Lust hatte. Bei einer ‚Äěspontanen‚Äú Untersuchung meines Auges wurde eine erneute Netzhautabl√∂sung festgestellt. Meine Oma wurde entlassen, da sie keine Augenprobleme hatte. Ich wurde am n√§chsten Tag, exakt zu Weihnachten 2008, operiert. Es wurde eine Kryokoagulation (K√§ltevereisung) gemacht. Zus√§tzlich bekam ich Gas ins Auge und musste eine Woche lang nach unten schauen, d. h. auch nachts auf dem Bauch liegen, was sehr gew√∂hnungsbed√ľrftig war. Nach einer Woche wurde ich entlassen. Das Sehen stellte sich sehr langsam wieder ein.

Bei einer abschlie√üenden augen√§rztlichen Kontrolle wurden ein Sehtest und eine Gesichtsfeldmessung gemacht. Im Zentrum habe ich eine Sehleistung von 10%, allerdings habe ich eine so gravierende Gesichtsfeldeinschr√§nkung mit der Zeit bekommen (Stecknadelkopfgr√∂√üe), dass ich seit Mai 2011 ‚Äěgesetzlich‚Äú blind bin, d. h. die Summe der Einschr√§nkungen ist so gro√ü, dass ich zusammengenommen nur noch 2% sehe. Seit Mai 2011 ist mein Sehen von 2% stabil. Ich hoffe dies bleibt so, denn es ist f√ľr mich ein riesen Unterschied, ob man 2% oder gar nichts sieht.

Ich kann froh sein, dass ich auf einem Gymnasium f√ľr Blinde war, denn dort habe ich das Laufen mit dem Blindenstock gelernt, sowie die Blindenschrift weiter ge√ľbt und bin nun in der Lage, diese problemlos mit dem Fingern zu lesen.

Zum Abschluss noch ein paar positive Fakten:
Im Januar 2011 bestand ich mein Abitur.
Im August 2015 bestand ich meine IHK-Ausbildung zur Archivarin (habe im Hörfunkbereich gearbeitet).
Seit Juli 2017 bin ich gl√ľcklich mit meinem SEHENDEN Mann verheiratet.

Ihr ‚Äěseht‚Äú, das Leben geht immer weiter.

Trotz, oder gerade wegen? :-) , meiner Blindheit komme ich super im Leben zurecht.
Das Leben ist dennoch lebenswert, gebt die Hoffnung nie auf! Gerade dieses Forum hat mir √ľber die schlimme Zeit hinweggeholfen. Vielen Dank daf√ľr!

Aber selbst wenn ich mein Augenlicht komplett verliere, so richtig Angst habe ich nicht, denn ich kann immer noch denken, ich kann immer noch hören, ich kann sprechen und ich kann laufen. Und solange meine Beine mich tragen, laufe ich erst mal weiter. Und das am liebsten vorwärts durchs Leben.

Erfahrungsbericht Doro

Doro65 @, 57641, Montag, 06. August 2018, 16:14 (vor 539 Tagen) @ KAtharina

Hallo liebe Leidensgenossen,

ich bin Doro, 53 Jahre alt. An meinen Bisherigen Erfahrungen m√∂chte ich euch gerne teilhaben lassen. Bereits seit l√§ngerer Zeit habe ich auf meinem linken Auge diese schwarzen Fliegen gesehen, lt. Augenarzt harmlos und (noch) nicht behandlungsbed√ľrftig.

Dann, ca. ab dem 27.07. kam eine merkw√ľrdige Lichterscheinung dazu, es tauchte sowas wie ein oranger Ball im Blickfeld rechts auf, der nach unten wanderte, danach war wieder Ruhe. Zus√§tzlich hatte ich ein leichtes Fremdk√∂rpergef√ľhl sowie so eine Art Schleier vor dem Auge, wie man es als Kontaktlinsentr√§ger manchmal hat, wenn das Auge zu trocken wird.

Da ich umgezogen war und hier vor Ort noch keinen Augenarzt hatte, habe ich noch am 27.07. versucht, in einer Praxis unterzukommen, es war nicht möglich. Mehrere Praxen sagten mir, dass sie keine neuen Patienten aufnehmen, andere hatten Urlaub. Ich habe dann am Freitagabend erstmal entnervt aufgegeben.

Am Samstag dann musste ich Vormittags noch arbeiten, am Nachmittag dann habe ich mich in der Notfallsprechstunde in einer ca. 40 km entfernten Praxis vorgestellt, von dort aus erfolgte die sofortige Einweisung in die Uniklinik Bonn, wo ich dann am selben Abend noch untersucht wurde.

Diagnose Netzhautabl√∂sung, eine OP sollte am n√§chsten Tag erfolgen, obwohl der Arzt in der Notfallsprechstunde gesagt hatte, dass eine OP sofort und noch am gleichen Tag erfolgen m√ľsse.

So ganz nebenbei sagte man mir, dass die OP √ľblicherweise in √∂rtlicher Bet√§ubung stattfinden w√ľrde, ich habe dies abgelehnt und um eine Vollnarkose gebeten, u.a. auch deshalb, weil ich wegen meiner Bandscheibenbeschwerden nicht so lange flach auf dem R√ľcken liegen kann. Selbstverst√§ndlich hatte ich auch gro√üe Angst und Panik davor.

Man versuchte mir die Vollnarkose auszureden, es w√§re Samstag/Sonntag, da w√§re die An√§sthesie nicht so gut besetzt (Uni-Klinik!). Ich habe dann darum gebeten, nochmal mit dem Chefarzt R√ľcksprache zu halten, mir wurde dann gesagt, entweder OP am Sonntag in √∂rtlicher Bet√§ubung, oder am Montag in Vollnarkose. Ich habe mich f√ľr letzteres entschieden, f√ľr mich pers√∂nlich ist ein solcher Eingriff in √∂rtlicher Bet√§ubung nicht denkbar, andere m√∂gen da mutiger sein und das anders sehen.

Also musste ich erstmal mein Köfferchen wieder nehmen und ab nach Hause, ich sollte dann am nächsten Tag um 19 Uhr wieder in der Klinik sein. OP war dann am 30.07. in Vollnarkose, Dauer ca. 1,5 Stunden,ich war danach direkt topfit und munter. Es wurde eine PPV gemacht + Kyro + Gas.

Klinikaufenthalt war bis zum 02.08., ich wurde entlassen mit dem Hinweis Kopf hoch lagern und dreimal täglich Isoptomax Augensalbe, weitere Anweisungen gab es nicht (bis auf nicht fliegen und nicht in die Berge).

Stand von heute, 06.08.ist, dass ich auf dem Auge schemenhaft sehen kann, w√ľsste ich nicht, was ich vor mir habe, dann k√∂nnte ich es nicht benennen. Das Auge sieht ziemlich matschig aus, was aber langsam besser wird, das Augenlid ist noch geschwollen, habe aber keine Schmerzen, hatte ich eigentlich fast gar nicht nach der OP. Man sagte mir, dass der Abbau des Gases ca. 6 Wochen dauert, nun ja, also Geduld haben.

Fernsehen geht nur kurz, dann bekomme ich Kopfschmerzen, ich h√∂re jetzt viel H√∂rb√ľcher u.√§.

Wie sich die Sehstärke entwickelt weiß man ja noch nicht, dummerweise hab ich mir vor wenigen Wochen eine neue Arbeitsplatzbrille im vierstelligen Kostenbereich anfertigen lassen, da ich bei der Arbeit am Bildschirm auf gutes Sehen angewiesen bin. Ein Anruf beim Optiker ergab, dass die Brillenversicherung bei Sehstärkenänderung nicht eintritt. Nun hoffe ich, dass die alte Brille irgendwie noch zu gebrauchen ist, denn noch eine teure Brille sitzt nicht drin finanziell.

Ich werde mich weiterhin hier informieren, toll, dass es diese Seite gibt.

Es gr√ľ√üt euch

Doro

Erfahrungsbericht von Anna

AnnaFrieda, Mittwoch, 08. August 2018, 15:06 (vor 537 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von AnnaFrieda, Mittwoch, 08. August 2018, 15:29

Hallo alle zusammen,

ich melde mich mit meinem ersten Beitrag und m√∂chte euch √ľber meine Erfahrungen berichten. Kurz zu mir: Ich bin mittlerweile 23 Jahre alt, meine erste Netzhautabl√∂sung hatte ich mit Anfang 22.
Letztes Jahr im Februar merkte ich pl√∂tzlich, dass ich am oberen rechten Rand des linken Auges nicht richtig sehen konnte, ich habe es beschrieben als "Wassertropfen" im Auge. Nun gut, nichts bei gedacht, war gerade im Fitnessstudio, also bin ich davon ausgegangen, dass ich mich vielleicht einfach nur √ľberanstrengt habe. Zuhause angekommen berichtete ich meinem Vater von meinem Sichtproblem, der direkt Alarm schlug. Er selber wurde an die 20 Mal √ľber einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren mit verschiedensten OP-Techniken operiert und ist auf seinem "schlechten" Auge mittlerweile fast komplett blind.
Also noch die Nacht abgewartet und direkt zu meinem Augenarzt, der "nur" ein Loch in der Netzhaut feststellte, das man leicht lasern könnte. So wurde ich ins Krankenhaus geschickt und dort doch die bittere Realität: Netzhautablösung - sofort notoperieren.
Bei der Operation (Silikonplombe) gab es wohl erhebliche Komplikationen (u.a. extreme Blutungen), sodass sich der Heilungsprozess als sehr schmerzhaft und langwierig erwies.
Nach der ersten OP und regelm√§√üigen Kontrollen im Krankenhaus hatte ich die Hoffnung, dass der Horror ein Ende hat. Wenn einem selbst die √Ąrzte im Krankenhaus mitteilen, dass sie selten eine so junge Patientin mit diesem Problem behandelt haben, bekommt einem das selbst nicht allzu gut...
Mitte Juli (sehr heller sonniger Tag) stellte ich dann fest, dass ich beim Rausgehen von einem dunklen Raum ins Helle viele kleine schwarze Punkte im Auge sehe. Diese haben sich aber nicht bewegt. (das Problem der "tanzenden M√ľcken" im Auge, die kurz auftreten und dann wieder verschwinden war mir bekannt und wurde auch vom Arzt als "normal" beschrieben)
Ich also am nächsten Tag mit einer Eigendiagnose direkt wieder in's Krankenhaus - Netzhautablösung die Zweite. Ich durfte noch nach Hause und wurde direkt am nächsten Tag wieder operiert. (Cerclage/Gas)
Diese OP stellte sich aber als deutlich angenehmer heraus, als die zuvor und heilte auch problemloser ab, wobei man sich mit der Gasblase im Auge erst anfreunden muss.

Jetzt - ein Jahr nach der OP - sehe ich vereinzelt schwarze Punkte, die durch das Sichtfeld schwirren, diese verschwinden aber sofort wieder. Auch habe ich ein großes Problem von draußen in einen dunklen Raum (z.B. Tiefgarage) zu gehen. Ich sehe mal kleinere - mal größere gelbe Lichtkreise/-kegel, durch die ich aber hindurchgucken kann. Besonders schlimm ist es, wenn ich abends auf der Autobahn durch eine Baustelle fahren muss. Auch fällt mir auf, dass ich im Dunkeln teilweise am oberen Rand des linken (operierten) Auges eine kleine Blase sehe. (könnte man beschreiben wie das Gas, welches ich nach der OP im Auge gesehen hab) Laut Arzt ist das aber auch völlig normal...Auf meinem linken Auge habe ich aktuell noch ca. 25 % Sehkraft, mein rechtes Auge ist völlig normal. Zudem bin ich seit meinem neunten Lebensjahr extrem kurzsichtig (7 / 5,5 Dioptrin), kann aber auch nach den OP's noch mit beiden Augen Kontaktlinsen tragen.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass sich mein Leben seit den OP's schon deutlich geändert hat. Man ist einfach viel vorsichtiger und selbst bei Auslandsaufenthalten mache ich mir Panik, dass irgendetwas passieren könnte und suche mir vorher Augenärzte in der Umgebung aus dem Internet. Speziell die Zeit nach den OP's - wenn man langsam, in kleinen Schritten, mehr sieht - hat mir gezeigt, wie kostbar dieser Sinn ist.
Meine OP's erfolgten √ľbrigens im St. Franziskus Hospital in M√ľnster und wurden im Nachgang von Prof. Dr. med. Lommatzsch betreut und ich h√§tte mich nicht besser aufgehoben f√ľhlen k√∂nnen. Ein gro√ües Lob an alle Mitarbeiter*innen - von Rezeptionistin bis Arzt. Ich habe mich selten in einer Klinik so sicher gef√ľhlt.

Erfahrungsbericht schneiderchs

schneiderchs, Montag, 08. Oktober 2018, 08:43 (vor 476 Tagen) @ KAtharina

Hallo,

sch√∂n dass es so ein Forum gibt f√ľr eine doch anscheindend selten auftretende Krankheit.

Ich bin 49 Jahre alt und bin seit meinem 10. Lebensjahr sehr kurzsichtig (-6 Dioptrin auf beiden Augen).
Ich wurde dann im Jahre 2001 gelasert (Lazik) auf beiden Augen. Alles verlief bis dato dann problemlos.

Am 24.08.18 bemerkte ich im Urlaub plötlich einen Schatten im rechten Auge am inneren Rand. Zuerst ignorierte ich dies, da ich an diesem Tag schon länger in der Sonne war (man sieht dann ja desöfteren Schatte, wenn man zu lange in die Sonne geschaut hat). Nur ging dieser Schatten dann im Laufe der Tage nicht weg, sondern wurde immer größer.
Am darauffolgenden Tag, nachdem schon die H√§lfte meines Auges mit dem Schatten bedeckt war, rief ich einen befreundeten Augenarzt in Deutschland an und schilderte ihm eine Symptome. Er meinte ich solle unverz√ľglich nach Hause kommen, da es sich um eine Netzhautabl√∂sung handeln k√∂nne.
Am n√§chsten Tag (Sonntag) packten wir also alles zusammen und fuhren nach Deutschland zur√ľck, nach einer Untersuchung durch meinen Augenarzt ging ich direkt am gleichen Abend noch in die Uniklinik Regensburg.
Es wurde auch hier eine Netzhautabl√∂sung, schon √ľber die Makula hinaus diagnostiziert.
Ich wurde dann am Montag, den 27.08.18 operiert(Laser und Einsatz von Gas). Am Mittwoch, den 29.08.18 wurde ich dann entlassen.
2 Tage sp√§ter entz√ľndete sich das operierte Auge (dies passiert wohl auch nur 0,5% aller Operierten) und ich musste erneut operiert werden. Diesmal wurde das Gas entfernt und es wurde Antibiotika in das Auge gespritzt. Nach 6 Tagen wurde ich dann entlassen.
Die Entz√ľndung war raus aus dem Auge und die Netzhaut liegt sehr gut an.
Zur Zeit sehe ich leider nur 15-20 % auf dem rechten Auge und es verändert sich seit 3 Wochen nichts.
Die Netzhaut des linken Auges ist genauso "löchrig wie ein Schweizer Käse" sagt der Professor.
Extrem schwer fällt mir gerade so "das normale Leben". Ich habe nun wieder angefangen zu arbeiten, jedoch fällt es mir sehr schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
Vor allem die Angst, dass es so bleibt lähmt mich gerade sehr.
Nun heisst es wohl Geduld zu haben, obwohl mein Professor gesagt hat, dass bei mir wohl Sch√§den am Auge zur√ľckbleiben.

Erfahrungsbericht schneiderchs, weiter geht es..

schneiderchs, Mittwoch, 12. Dezember 2018, 14:36 (vor 411 Tagen) @ schneiderchs

So, nach nun 3 Monaten gehts leider weiter.
Es hat sich bei mir eine Narbe auf der Netzhaut gebildet, sie ist stark geschwollen und die Sehkraft ist unter 10% gesunken. Weiterhin hat sich meine Linste eingetr√ľbt (grauer Star).
Also nun die 3.OP. Nach 3 Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und sehe gerade fast nichts auf dem operierten Auge. Ich habe ledglich das Gef√ľhl, dass es etwas heller geworden ist.
Eigentlich hatte ich mich mit meinem Schicksal nach 3 Monaten abgefunden nun heisst es wieder Geduld haben und schauen, wie es weitergeht.

Netzhautablösung mit 17

Annah, Sonntag, 11. November 2018, 15:43 (vor 442 Tagen) @ KAtharina

Hallo,

Ich hei√üe Anna-Maria und bin 17 Jahre alt. Ich bin neu auf diese Plattform und bin sehr froh dar√ľber, sie gefunden zu haben. Keine Person in meinem Umfeld ist mit dieser Krankheit betroffen und ich wei√ü nicht, mit wem ich dar√ľber so intensiv unterhalten kann (vor allem √ľber meine √Ąngste). Nun m√∂chte ich euch √ľber meine Erfahrung erz√§hlen.

Im Mai dieses Jahres wurde bei mir eine Netzhautabl√∂sung festgestellt. Das rechte Auge ist betroffen. Vor ein Paar Jahren war bei mir das Risiko auf eine NHA schon da, weil ich eine massive Augapfelprellung und Glask√∂rperblutung hatte. Mich hat der Ball w√§hrend eines Fu√üballspiels das Auge getroffen und ich war f√ľr ein Tag blind. Paar Tage sp√§ter waren wir beim Augenarzt. Ich durfte eine Woche nicht in die Schule gehen, nicht lesen und nur Fernsehen war erlaubt. Ich besuchte in dieser Zeit jeden Tag meinen Hausarzt. Danach durfte ich wieder in die Schule und das Risiko war "weg" sozusagen.
Im M√§rz ist mir zum ersten mal ein kleiner Fleck auf der unteren H√§lfte meines Sichtfeldes aufgefallen. Ich hab mir Anfangs nichts dabei gedacht, weil ich dachte, dass es immer noch wegen der Wunde im Auge liegen k√∂nnte. Nach einem Monat war es immer noch nicht weg und langsam kamen die Sorgen. Mein Hausarzt in der N√§he musste seine Praxis schlie√üen und deshalb mussten wir einen anderen Arzt in der n√§chsten Stadt aufsuchen. Wir wollten einen Termin haben, aber sie konnten uns in kurzer Zeit keinen geben, also haben sie uns gebeten nach Stuttgart in die Notfallklinik zu gehen. Wir sind da hingefahren, aber die Augen√§rztin konnte nichts feststellen. "Nat√ľrlich nicht", denke ich mir im Nachhinein. Sie hat n√§mlich keine Netzhautuntersuchung gemacht. Sie hat nur au√üerhalb des Auges kontrolliert und meinte, dass es am Stress liegen k√∂nnte. Wir haben erst nach einen Monat (im Mai) unseren Termin beim Augenarzt bekommen. Bei der Untersuchung haben sie eine NHA festgestellt. Sie fanden bei mir insgesamt 7 L√∂cher auf der Netzhaut und die meisten von denen waren schon etwas √§lter, weshalb ich auch erst nach Paar Tagen operiert wurde (Vitrektomie mit Gas).
Nach der OP ist mein Gesichtsfeld etwas mehr eingeschränkt, aber meine Netzhaut liegt an.

Seitdem lebe ich mit der konstanten Angst einer Erblindung. Ich brauche morgens l√§nger beim Aufstehen, weil ich Angst habe, meine Augen zu √∂ffnen. Ich bin auch sehr frustriert, weil ich nicht schnell was unternommen habe und die √Ąrzte in der Stuttgarter Notfallklinik auch nichts festgestellt haben und gemeint haben, dies liege nur am "Stress". Ich hatte eigentlich vor nach der Schule Sportwissenschaft zu studieren, aber bin mir jetzt nicht mehr so sicher... Ich muss mein K√∂rper sehr oft belasten, weil ich im Sport meine Abitur mache und zu viel Ersch√ľtterungen auch nicht so gut sein soll.


Schon mal einen vielen Dank im voraus!

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Liebe Gr√ľ√üe von Anna-Maria

Erfahrungsberichte - Wichtig bitte lesen!

Maddy, Freitag, 16. November 2018, 12:50 (vor 437 Tagen) @ KAtharina

Hallo,

ich bin 51 Jahre alt und stark kurzsichtig (LA -7,25/RA - 8,5 diopt). Ferner tropfe ich beide Augen aufgrund erh√∂htem Augendrucks und hatte Anfang September eine Katarakt-OP am rechten Auge. Bereits vorher hatte ich h√§ufig Lichtblitze und habe meine Netzhaut deshalb regelm√§√üig untersuchen lassen. Mitte Oktober bemerkte ich dann einen kleinen Schatten oben rechts im Auge und bin sofort in die n√§chstgelegene Augenklinik gefahren. Mein Verdacht der Netzhautabl√∂sung (Makula war noch nicht betroffen) hatte sich leider best√§tigt und ich wurde am darauffolgenden Tag operiert. Vitrektomie mit Gas, Seitenlage rechts. Nach 8 Tagen wurde bei einer Kontrolluntersuchung ein stark erh√∂hter Augendruck von 34 festgestellt (vermutlich eine Reaktion auf die cortisonhaltigen Augentropfen), der station√§r eingestellt werden musste. Heute sind fast 5 Wochen seit der Operation vergangen und zum Gl√ľck hat sich meine Sehleistung fast wieder eingestellt. Die Sorge vor weiteren Hiobsbotschaften bleibt aber, da auch die Netzhaut des linken Auges degenerative Ver√§nderungen aufweist und beide Sehnerven leichte Sch√§digungen zeigen.

Erfahrungsberichte Michael_03_01

Michael_03 @, BaW√ľ, Samstag, 23. M√§rz 2019, 13:30 (vor 310 Tagen) @ KAtharina

Ich hatte beim Sehen bemerkt, dass an einer Stelle bei einem Auge nur noch schwarz war. Dann sofort in die Notfallambulanz nach STGT.
Diagnose: Netzhautablösung zu 20 %.
OP erfolgte noch am gleichen Tag.
Behandlung : Vitrektomie mit Endolaser und Gasendotamponade.

Entlassung erfolgte nach 2 Tagen.

Irritierend war f√ľr mich, dass mein Augenarzt mich im Anschluss an die AU des Krankenhauses nicht krankschreiben wollte. Dabei war mir beim Sehen richtig schlecht: die Gasblase tanzte auf dem steigenden Wasserstand im Auge. Deshalb musste ich meinen Hausarzt kontaktieren.

Bei einer Kontrolle durch den Hausaugenarzt 2 Wochen nach der OP konnte dieser die Netzhaut nicht sehen (Einblutung in den Glaskörper), also abends noch ab in die Notfallambulanz nach STGT. Netzhaut liegt gemäss Ultraschall an.

Und sechs Wochen nach der OP nochmals in die Notfallambulanz nach STGT, weil ich im Auge ein Pulsen wahrnahm (dies habe ich auch noch heute). Aber schon damals wurde eine dezente epiretinale Gliose festgestellt.

Jetzt steht die graue Star OP an.
Eine Empfehlung ob ich eine Linse f√ľr die Ferne oder die N√§he nehmen soll, wollte mir der Arzt nicht erteilen. Erst nach einem Gespr√§ch mit dem Optiker habe ich mich f√ľr eine Linse f√ľr die N√§he entschieden.

Bei diesen Untersuchungen anlässlich der anstehenden grauen Star OP wurde festgestellt, dass sich Häutchen (ist wohl die epiretinale Gliose von oben) an der Netzhaut gebildet haben.

Ich sehe auf dem betroffenen Auge verzerrt. Gerade Linien sind wellig (Amsler-Test bei Makulaerkrankung: verzogene Linien (Metamorphopsien).

F√ľr mich war es jetzt richtig gut, dass so mal nieder zuschreiben.

Ansonsten Google ich gerade nach Ursachen und Möglichkeiten, die Augen zu pflegen und gesund zu "nähren".

Beim googeln bin ich auf diese Seite gekommen.
Habe noch nicht alle Erfahrungsberichte durch, finde aber die Idee und Verwirklichung einer Selbsthilfegruppe jetzt schon KLASSE!

Erfahrungsberichte Michael_03_02

Michael_03 @, BaW√ľ, Mittwoch, 08. Mai 2019, 09:11 (vor 264 Tagen) @ Michael_03

07.01.2019 Einblutung in den Glaskörper durch Hausaugenarzt festgestellt. Besuch in der Notfallambulanz.
16.02.2019 Pulsierende Linie im Auge bemerkt. Besuch in der Notfallambulanz. Gliose festgestellt. Visus 80 %
21.03.2019 Bei Voruntersuchung (OCT) wg. Katarakt OP √Ėdem festgestellt.
31.03.2019 Blitz im Auge bemerkt. Besuch in der Notfallambulanz.
16.04.2019 Katarakt OP. Stationärer Aufenthalt. Vollnarkose.
08.05.2019 Visus 25 ‚Äď 30 %

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Erfahrungsberichte Michael_03_03_a_Gliose_OP

Michael_03 @, BaW√ľ, Dienstag, 25. Juni 2019, 20:02 (vor 216 Tagen) @ Michael_03
bearbeitet von Michael_03, Dienstag, 25. Juni 2019, 20:06

Hallo zusammen

Mitte Februar wurde bei mir eine epiretinale Gliose diagnostiziert.
Und Mitte M√§rz ein √Ėdem festgestellt.
Mitte April erfolgte dann die Katararkt OP.
In der Zeit von Mitte Februar bis Anfang Mai ist mein Visus von 80 % auf 30 % heruntergerauscht.

Anfang Mai war ich dann kurz vor dem Urlaub noch beim Hausaugenarzt.
Der war dann ganz baff erstaunt, dass ich trotz der Katarakt OP so schlecht sehe.

Selbstredend hatte ich den Hausaugenarzt als auch die √Ąrzte im Hospital st√§ndig auf das √Ėdem und die Gliose angesprochen.

Er meinte dann nur: da muss das Hospital danach schauen.

Ob das wirklich mit der Gliose (Vertretungsscheine/Berichte hat er ständig erhalten) bei meinem Hausaugenarzt ankam, bezweifle ich mittlerweile stark.
Und im Hospital hieß es, dass hat noch Zeit, muss man noch nicht behandeln.

KAtharina hat so eine rasante Entwicklung bestätigt vgl. Beitrag Gliose nach NHA - blöd gelaufen?
http://www.forum.netzhaut-selbsthilfe.de/index.php?id=43400


Seitens Hospital als auch Hausaugenarzt stand dem Urlaub nichts im Wege.

Also nichts wie ab um mal raus zukommen.

Am Samstag losgefahren und angekommen.
Am Sonntag eine neue Sehstörung bemerkt, welche ich so bis dato nicht kannte.
Also am Sonntag dann noch ab, in die vor dem Urlaub herausgefundene Universitätsklinik in der Nähe des Urlaubsortes.

Der Assistenzarzt konnte bzgl. der Sehstörung nichts feststellen. Aber er stellte einen weißen Fleck auf der Makula fest, welchen er nicht erklären konnte.
Er bat mich deshalb, am Montag in die Augenambulanz zu kommen.

Und dass war dann meine Rettung.

Nach vielen, vielen Untersuchungen wurden die Untersuchungsergebnisse besprochen.
Im Beisein des Klinikleiters und des Netzhautspezialisten. WOW. Hatte ich so bis jetzt nicht erlebt.

Ergebnis: epiretinale Gliose im Spätstadium im linken Auge.

Ich erinnere mich noch deutlich an die Worte die gefallenen sind:
Da haben sie keine 3 Monate mehr Zeit!
Es ist kein Notfall in dem Sinne, dass wir das heute noch operieren m√ľssen, aber all zulange d√ľrfen Sie nicht mehr warten, weil die Gliose sich in die Netzhaut vorarbeitet.
Bei einer normalen (altersbedingten) Gliose kann man abwarten, aber nicht bei einer Gliose, die im Zuge einer NHA entstanden ist. So was muss permanent in kurzen Abst√§nden √ľberpr√ľft werden!

Ich bat um Bedenkzeit, da 2 Tage später noch eine Blickfeldmessung stattfinden sollte.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich mir ziemlich verarscht vorkam: vor dem Urlaub hieß es, das kann warten und dann in einer anderen Klinik das Anraten einer baldigen OP.

Kurz √ľberlegt, wieder nach Hause fahren oder neue Termine vom Urlaubsort aus koordinieren.
Meine Hochrechnung ergab, dass so mindestens weitere 5 ‚Äď 6 Wochen ins Land ziehen w√ľrden.
Und ich bestimmt nochmals am Heimatort erneut untersucht werden w√ľrde.

Deshalb traf ich die Entscheidung, mich am Urlaubsort operieren zu lassen.
Gl√ľck gehabt, ein zeitnaher OP Termin war noch frei.
Fand dann Ende der 2 geplanten Urlaubswoche statt.
Ich durfte dann 2,5 Wochen die Bauchlage einhalten (Seitenlagerung rechts, soweit wie m√∂glich r√ľber).

Bei der Untersuchung kurz vor der OP wurde dann noch ein Loch im rechten Auge festgestellt, welches dann gelasert wurde (aufgenommen wurde ich einen Tag vor dem OP Termin).
Hier war eine junge Assistenzärztin aktiv, welche alles sehr genau und penibel kontrolliert hat.
Sie hat ein Deckelchen am Glaskörper entdeckt und daraufhin das Loch gesucht und gefunden.

Mittlerweile liegt mein Visus links bei 40 %, rechts bei 100 %, Stand 6.6.2019

Da ich dann am Urlaubsort auch einen Hausaugenarzt ben√∂tige, habe ich erstmals bemerkt, wie fit andere √Ąrzte sind.
Habe mir schon einen neuen Hausaugenarzt am Heimatort rausgesucht und einen Termin f√ľr Anfang August vereinbart.

Anfang Juli muss ich dann zur Endkontrolle nochmals in die Uni-Klinik in der Nähe des Urlaubsortes.
Um dann hoffentlich Tags darauf heimfahren zu d√ľrfen.

Denn aufgrund des Gases im Auge wurde mir dringendst davon abgeraten, einen Höhenunterschied von 500 m bei der Heimfahrt zu bewältigen.

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Erfahrungsberichte Michael_03_04_bis_Oktober_2019

Michael_03 @, BaW√ľ, Dienstag, 29. Oktober 2019, 21:07 (vor 90 Tagen) @ Michael_03

Hallo zusammen

Anfang Juli gab die Klinik im hohen Norden ihr OK und ich durfte endlich nach Hause fahren.
Vorsichtshalber hatte ich mir eine gem√ľtliche Bahnfahrt √ľber das Rheintal (wg. den H√∂henunterschieden) herausgesucht. Und immer brav entgegen der Fahrtrichtung gesessen.

Mitte Juli war ich dann beim neuen Augenarzt.
Anscheinend fehlen die Anzeichen einer erfolgreichen Laserkoagulation rechts.
Deshalb wieder ein neuer Termin im Oktober.

Aber seit der Gliose OP hatte ich einen Infekt / Infektion im linken Auge.
Das ging ständig hin und her "Jetzt tropfen sie noch 2 Wochen weiter, dann ist's gut". Was es dann nicht war.
Letztlich war dann der Infekt / Infektion Anfang September nicht mehr feststellbar.

Auch beim Thema Blendung bin ich einen Schritt weiter gekommen.
Diese Blendung habe ich seit der NHA-OP im Dezember 2018.
Die neueste ärztliche Erkenntnis ist die: damals beim Herausnehmen oder Einsetzen der Linse (im April 2019) wurden die IRIS Muskeln beschädigt. Deshalb schließt die Iris nicht richtig und ich werde geblendet. Aha.

Deshalb habe ich einen Kantenfilter 511 nm als Vorhänger. Damit geht’s. Zusätzlich erhöht dieser den Kontrast.

Bis auf die Supermärkte: da wird mir vom Neonlicht immer noch sofort schwindlig.

Im Oktober sollte jetzt rechts nachgelasert werden, die √Ąrztin war sich aber nicht sicher, so dass ich am n√§chsten Tag einen Folgetermin beim Praxisinhaber pers√∂nlich hatte.

Nachgelasert werden musste nicht, daf√ľr gab‚Äôs einen neuen Kontrolltermin Mitte Dezember 2019.

Diese Wellen, die aussehen als hätte man einen Stein ins Wasser geworfen, hatte ich aufgezeichnet und mitgenommen.
Die √Ąrztin meinte dazu: wie aus dem Lehrbuch: das ist Augenmigr√§ne. Gibt‚Äôs wohl auch ohne Kopfweh. W√§re aber harmlos.
Ok, jetzt trinke magnesiumhaltigen Sprudel. Und bin immer noch auf der Jagd nach frischen Anthocyanen.

Auch die Leuchterscheinungen, welche ich beim Einschlafen wahrnehme, wären harmlos.

Links sehe ich immer noch leicht verzerrt. Aber dies hatte der Operateur damals im Mai bereits angedeutet. Da die Gliose im Spätstadium war und sich schon in die Netzhaut reingefressen hatte. In der Tiefe kann man wohl nicht operieren.

Habe jetzt auch nochmals nach den Ursachen der NHA gefragt: der Verdacht ist, dass es an meiner Kurzsichtigkeit liegt. Und nicht an einer Glaskörperabhebung.

Derzeit habe ich
R -2,00 -1,25 60
L -1,5 -1,00 70
f√ľr die Ferne.

Mein Visus liegt derzeit je nach Refraktion bei 80 % - 90%.

Lt. Augenarzt k√∂nne ich mich gl√ľcklich sch√§tzen, die Gliose OP zeigt einen guten Behandlungserfolg und ich liege bei den oberen 20 %.

Mental geht’s mir immer noch nicht gut, weiss ja nicht, wie's weitergeht und ob es so bleibt. Mache deshalb eine Verhaltenstherapie wegen Angst und Depression. Nur die verschriebenen Anti-Depressiva nehme ich nicht. Können ja Nebenwirkungen haben, welche aufs Auge gehen. Und dass muss nun echt nicht sein.

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Erfahrungsbericht Lena Teil 1

Lena86 @, Bonn, Mittwoch, 18. September 2019, 19:32 (vor 131 Tagen) @ KAtharina

Hallo zusammen!
Schon seit einigen Wochen bin ich stille Mitleserin dieses Forums und möchte mich nun, nachdem ich einigermaßen wiederhergestellt bin, auch mal zu Wort melden.
Erstmal herzlichen Dank f√ľr die Existenz der Selbsthilfegruppe und f√ľr das Zusammenstellen der Informationen an KAtharina!
Das Forum hat mir schon viele Fragen beantwortet und einige √Ąngste genommen.

Nun jedoch zu mir und meiner Netzhaut-Geschichte.
Ich bin 32 Jahre alt und Zeit meines Lebens kurzsichtig (vor den OPs bds. ca -6 Dpt), habe dem aber nie einen Krankheitswert beigemessen. Ich bin auch nie zum Augenarzt gegangen, denn mit meinen Kontaktlinsen oder auch ab und an der Brille kam ich gut zurecht und ich hatte sonst nie Probleme mit dem Sehen.

Aktuell befinde ich mich in einer recht stressigen und anstrengenden Phase (Trennung einer langj√§hrigen Beziehung vor ca 1,5 Jahren, Endphase meines Studiums mit Abschlusspr√ľfung im November). Ende Juni dieses Jahres bemerkte ich an einem sehr hei√üen Tag abends erstmal Sehst√∂rungen. Ich konnte auf dem linken Auge von jetzt auf gleich nur noch verschwommen sehen. Zun√§chst schob ich das Problem auf die Kontaktlinse, aber auch nach dem Herausnehmen stellte sich keine Verbesserung ein. Ich schob alles auf den Kreislauf, trank viel Wasser, machte mir etwas zu essen und legte mich etwas hin. Nat√ľrlich trat keine Besserung ein, ich beschloss, das Problem trotzdem erstmal zu ignorieren und bis zum n√§chsten Morgen abzuwarten.
Beim Aufwachsen stellte ich dann jedoch zu meinem Erschrecken fest, dass aus der verschwommenen Sicht ein vollkommen Tr√ľbes, braunes Bild mit schwarzen Flecken geworden war. Ich nahm sofort die Beine in die Hand und stellte mich beim augen√§rztlichen Notdienst vor. Noch am gleichen Morgen wurde das Netzhautloch, welches durch eine akute Glask√∂rperabl√∂sung verursacht worden war und welches selbst eine Einblutung in den Glask√∂rper verursacht hatte, entdeckt und gelasert. Mir wurde schon gesagt, dass die Situation schwierig sei und man mit dem Laser nicht optimal an alle Stellen kommen k√∂nnte, da die Einblutung die Sicht verstelle.

Einige Tage später wurden noch ein paar andere Stellen vorsorglich gelasert, ich schonte mich etwas und verzichtete aufs Lesen und war guter Dinge, dass das Thema damit ausgestanden sei.

Bis ich leider zwei Wochen sp√§ter einen dunklen Schatten im linken, √§u√üeren unteren Augenwinkel bemerkte. Ich wusste eigentlich sofort was passiert war und stellte mich noch am selben Tag n√ľchtern morgens in der Klinik vor.
Und tats√§chlich hatte es eine kleine periphere Netzhautabl√∂sung am unteren Rand des gelaserten Risses gegeben, die noch am selben Nachmittag mittels Plombe und Kryo behandelt wurde. Ich blieb drei Tage im Krankenhaus und musste leider am Tag nach der Entlassung direkt wieder zur Arbeit, da ich zur Zeit ein Pflichtpraktikum absolviere, in dem man im kompletten Zeitraum von fast einem Jahr nur ein begrenztes Kontingent an Fehltagen nehmen kann. Das war extrem anstrengend, trotzdem regenerierte sich das Auge relativ rasch zumindest soweit, dass ich wieder r√§umlich sehen und ganz normal arbeiten konnte. Aufgrund von ausgepr√§gten Glask√∂rpertr√ľbungen erholte sich mein Visus allerdings nur auf 0,3, hinzu kamen sehr starke Einschr√§nkungen durch die Tr√ľbungen, die sich direkt vor der Makula bewegten. Damit w√§re ich allerdings gut zurecht gekommen.

Erfahrungsbericht Lena Teil 2

Lena86 @, Bonn, Mittwoch, 18. September 2019, 19:33 (vor 131 Tagen) @ Lena86

Leider hatte ich fast genau zwei Monate nach der Plomben-OP (ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet), wieder einen Schatten im selben Areal. Also wieder in die Augenklinik, wieder die Diagnose: erneute Netzhautabl√∂sung, diesmal direkt neben der Plombe, wahrscheinlich der alte Riss, der sich durch eine Membran oder den verbleibenden GK wieder abgehoben hatte. Diesmal war klar, die Vitrektomie bleibt mir nicht erspart. So bekam ich am 2. September 2019 die erste Vitrektomie mit Gas und eine Cerclage, die alte Plombe wurde entfernt und einige Stellen wurden gelasert. Ich war wieder drei Tage station√§r, lag auf dem Bauch oder blickte nach unten auf den Fu√üboden und war guter Dinge, dass jetzt, ohne den bl√∂den Glask√∂rper, alles gut werden w√ľrde.

Die Sicht war relativ gut trotz der Gasblase, ich wurde Donnerstags entlassen und hatte Freitags beim Hausaugenarzt schon wieder einen Visus von 0,3, aber diesmal ohne den störenden "Schwabbel".

Am Sonntag passierte dann leider der Super-GAU, ich bemerkte noch am Vormittag das etwas nicht stimmte und dass sich diesmal von Seiten des Nase ein Schatten nach unten senkte.

Also suchte ich wieder den augen√§rztliche Notdienst auf, der einen neuen Riss und eine diesmal gr√∂√üere Abl√∂sung diagnostizierte, die sich schon sehr nah an der Makula befand. Ich wurde diesmal zur Augen-Uniklinik geschickt, da ich ja schon mehrfach voroperiert war. Hier wurde ich von der diensthabenden √Ąrztin vertr√∂stet, dass man mich am Sonntag nicht mehr operieren w√ľrde, da mein Fall recht kompliziert und der Netzhautspezialist nicht vor Ort sei. Ich sollte Montags morgens um 7 Uhr direkt n√ľchtern in die Klinik kommen und w√ľrde dann Montags operiert werden. Auf meine Frage, was ich tun solle wenn ich eine Beteiligung der Makula bemerken w√ľrde, sagte man mir dass das jetzt keinen Unterschied machen w√ľrde, man w√ľrde mich erst am n√§chsten Tag operieren.

Also fuhr ich nach Hause und verbrachte die schlimmste Nacht meines Lebens. Ich hielt die von der A√Ą vorgeschlagene, aufrechte Lagerung streng ein und konnte trotzdem zusehen, wie die Netzhaut sich weiter abl√∂ste und auch die Makula schlussendlich mehr oder weniger ab war. Zur H√§lfte war nur noch grauer Schleier, zentral nahm ich noch Farben und grobe Formen wahr. Der Visus fiel von Sonntags mittags 0,4 auf Handbewegungen Montags morgens.
Um 11 Uhr wurde ich am 9. September 2019 dann das zweite Mal vitrektomiert, diesmal mit √Ėl und weiterer Laserung.

Nach der OP das gro√üe Bangen - aber ich hatte Gl√ľck und konnte direkt nach Abnehmen des Verbandes Licht und Farben und Handbewegungen wahrhnehmen. Bei Entlassung zwei Tage sp√§ter war der Visus schon wieder auf 0,15, mittlerweile nach nur anderthalb Wochen bin ich schon wieder bei 0,25 bis 0,4pp, je nach Lichtverh√§ltnissen und Tagesform.
Ich hatte wohl eine heftige PVR, was mir auch jetzt noch gro√üe √Ąngste bereitet, da hierbei ja auch eine erneute Abl√∂sung trotz √Ėl m√∂glich (wenn auch selten) ist. Ich bin aktuell auf Jobsuche und habe in weniger als zwei Monaten meine Abschlusspr√ľfungen...
Immerhin konnte ich mir drei Wochen insgesamt (ab der ersten OP...) frei nehmen, so dass ich etwas zur Ruhe kommen und mich schonen konnte.

Aber es geht irgendwie immer weiter, der Augeninnendruck ist wahrscheinlich durch das Cortison schon bei 21 mmHg und heute wurde eine epiretinale Gliose im OCT festgestellt, was die merkw√ľrdig verzerrten Linien erkl√§rt, die ich sehe.
Die Linse sieht laut AA auch nicht mehr ganz frisch aus, also wird die √Ėl-Ex-OP dann irgendwann wahtscheinlich ein Rundumschlag.

Momentan macht mir das alles allerdings keine Sorgen, Hauptsache, die Netzhaut ist brav und liegt an!


P.S.: f√ľr diejenigen die es interessiert: meine ersten beiden OPs waren in der Augenklinik in L√ľdenscheid durch die Chef√§rztin Fr. Dr. Kaskel-Paul, die dritte OP an der Uniklinik in Bonn durch Hr. Prof. Krohne.

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