Ziemlich frustriert...
Hallo Ibis!
Noch zu den Photopsien und Phosphenen:
Lichträder, Flimmern oder kreisförmige Photopsien sind leider kein verlässliches Warnzeichen für eine neue Netzhautablösung.
Viele Betroffene (mich eingeschlossen) sehen solche Phänomene seit Jahren oder Jahrzehnten, auch völlig unabhängig von einer NHA.
Dass solche Lichterscheinungen zeitlich mit einer Ablösung zusammenfallen können, heißt nicht automatisch, dass sie deren Ursache oder ein sicherer Vorbote waren.
Sprich, mein Rädchen sehe ich seit über 20 Jahren ohne Ablösung.
Im Nachhinein verknüpft unser Kopf Wahrnehmungen sehr stark mit einem dramatischen Ereignis – medizinisch lässt sich das aber oft nicht eindeutig zuordnen.
Genau deshalb sind Photopsien so tückisch: Sie fühlen sich bedrohlich an, sind aber häufig Ausdruck von Glaskörperveränderungen, Stress, Reizüberlastung oder neuronaler Verarbeitung – und nicht zwingend ein Zeichen, dass sich die Netzhaut erneut löst.
Zum Öl und Augendruck, da ist es wichtig folgendes zu unterscheiden:
Silikonöl in der Vorderkammer bedeutet, dass sichtbares Öl nach vorne gewandert ist.
Das kann man bei der Untersuchung direkt sehen und gezielt ausschließen.
Ein Einfluss auf den Abfluss (Trabekelwerk) ist etwas anderes:
Hier geht es nicht um sichtbares Öl „im Trabekelwerk“, sondern um eine funktionelle Beeinträchtigung des Kammerwasserabflusses, z. B. durch Mikrotröpfchen, Entzündung oder Druckveränderungen. Das kann man nicht direkt sehen, sondern nur indirekt über den Augeninnendruck beurteilen.
Deshalb kann ein erhöhter Druck nach Silikonöl viele Ursachen haben – Öl ist eine Möglichkeit, Stress, Entzündung oder individuelle Abflussreaktionen sind andere.
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Ich bin diesen Weg gegangen, um Euch zu zeigen wie es geht.