OP wegen Makulaforamen Glaskörper Entfernung linkes Auge

Wolf49 @, Schleswig-Holstein, Dienstag, 11. Januar 2022, 11:39 (vor 265 Tagen) @ elke69

Ein herzliches Hallo an alle Forumsteilnehmer,

auf der Suche nach Antworten bin ich heute auf diese Seite gestoßen, bin also neu hier. Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr.
Kurz meine Situation umrissen: Mitte 2021 wurde bei mir Grauer Star auf beiden Augen diagnostiziert und zu einer OP geraten. Die erste OP am linken Auge erfolgte Anfang Oktober, die 2. OP am rechten Auge Anfang November in der Augenklinik. Mit dem rechten Auge ist alles ok. Mit dem linken Auge habe ich seit der OP nur Probleme. Nach Abnahme der Augenklappe am Tag nach der OP konnte ich nur unscharf sehen, mir wurde glaubhaft versichert, dass sich das bessern wird. Bei der Nachuntersuchung eine Woche später teilte man mir mit, dass ich ein Hornhaut-Ödem habe, müsse abklingen, dann trete eine Besserung ein. Und in der Tat, es schien besser zu werden, beim Fernsehen sah ich links fast so scharf wie mit dem rechten Auge, jedoch bin ich sehr lichtempfindlich geworden. Die z.Zt. tiefstehende Sonne macht mir seit der OP große Probleme und auch helle Szenen im TV blenden mich.
Dann setzte eine rapide Verschlechterung ein und ich wurde wieder in der Augenklinik vorstellig. Diagnose am 29.11.2021: Durchgreifendes Maculaforamen bei gelöstem VMT, es wurde eine stationäre PPV, MP in Lokalanästhesie empfohlen.
In der Tat war es so, dass ich beim Amsler-Test keine geraden Linien sehen konnte und auch die Gesichtserkennung im TV verzogen war (im echten Leben nicht oder nicht merkbar). Der Visus liegt bei 0,4. Bei meiner AÄ bekam ich hinsichtlich des weiteren Behandlungsverlaufs bzw. ob OP oder spätere OP keine befriedigenden Antworten (ein Wechsel der Praxis steht an). Kurzfristig einen Termin bei einem AA zu bekommen ist fast unmöglich.
Nachdem ich dieses Forum ausgiebig „studiert“ habe, kommen mir bedenken, ob ich mich überhaupt operieren lassen soll. Im täglichen Leben komme ich mit der Einschränkung recht gut klar, morgens sind sie so gut wie verschwunden. Beim morgendlichen Amslertest mit unseren Wandfliesen im Badezimmer sind die gekrümmten Linien (hier Fugen) fast verschwunden, im Laufe des Tages verschlechtert sich der Zustand aber wieder. Die Gesichtserkennung im TV bessert sich auch, die Köpfe sind nicht mehr so verzerrt, nur etwas schlanker.

Hier jetzt meine Fragen:
a) Ist ein „gelöstes“ VMT als positive Aussage zu sehen?
b) Kann sich ein Makulaforamen von alleine schliessen?
c) Kann durch eine OP eine Verschlechterung des Visus eintreten?

In unterschiedlichen Veröffentlichungen habe ich widersprüchliche Angaben gelesen:
a) Makulaforamen sofort und unverzüglich operieren
b) Erst einmal beobachten, kann auch später operiert werden.

Selbstverständlich erwarte ich von niemanden eine verbindliche Auskunft, sie könnte mir aber bei einer Entscheidungsfindung behilflich sein, da ich mich in einer ziemlich ratlosen Situation befinde.

Einen herzlichen Dank schon mal im Voraus
Wolf


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum