Erfahrungsbericht 1.Teil - Petra Renate

Petra Renate @, Montag, 27. Mai 2013, 21:13 (vor 1638 Tagen) @ KAtharina
bearbeitet von Petra Renate, Montag, 27. Mai 2013, 21:19

Hallo zusammen,
ich hatte am 29.01.2013 schon mal den Anfang meiner Geschichte aufgeschrieben. Mittlerweile sind über 4 lange Monate vergangen und ich hatte manchmal das Gefühl, dass ich bin durch die Hölle gegangen bin. Die Besuche auf dieser Seite haben mir sehr geholfen nach vorne zu schauen und die notwendige Geduld aufzubringen, die gerade bei dieser Krankheit so wichtig ist, zumal ich bis zum 21.01.2013 noch nie etwas über eine Netzhautablösung gehört hatte.
So und nun meine ganze Geschichte:
Ich bin bald 55 Jahre alte, ledig und arbeite als kaufm. Angestellte im Büro und habe wie fast alle einen Bildschirmarbeitsplatz. Anfang Januar 2013 bemerkte ich, dass ich mit dem rechten Auge wie auf eine Scheibe mit Regentropfen sah. Das beachtete ich nur ein paar Tage und ich hatte es auch schon wieder vergessen, als ich am 20.01.2013 nach dem Schneeschieben eine Freundin besuchte. Auf einmal sah ich mit dem RA „Flussläufe“ die sich Kopfdrehen mit bewegten. Ich konnte auch nur noch unscharf sehen. War schon irgendwie komisch. Da ich aber bisher noch nie Probleme mit den Augen hatte, außer eine leichte Kurz- und Weitsichtigkeit – Brille für die Ferne ab 15 Jahre und ab 2008 Gleitsichtbrille. Beim Augenarzt war ich über 30 Jahre nicht mehr, dachte immer ein guter Optiker reicht. Nach einem Telefonat am Abend mit meiner Schwester, die mir dringend riet zum AA zu gehen.

Am 21.01.2013 bin ich morgens direkt zum AA gegangen. Nach kurzer Untersuchung der Schock! Loch in der Netzhaut. Ich soll sofort nach Lüdenscheid in die Augenklinik fahren, das Loch muss gelasert werden. „Packen Sie sich was für ein paar Tage ein, kann sein, das Sie dableiben müssen“ ich höre den Rat der freundlichen Sprechstundenhilfe wie im Traum. Also Anruf beim Bruder und ab nach Lüdenscheid.
Dort wurde nach einigen Untersuchungen das Loch in der Netzhaut bei 14 Uhr bestätigt. Dieses wurde mit dem Laser behandelt, eine ziemliche anstrengende Prozedur, da ich immer nach oben links schauen sollte. Dabei musste ich das Kinn auf die Auflage und die Stirn an das Gerät drücken. Gar nicht so einfach, da die Laserbehandlung sehr schmerzhaft war. Nach einer halben Stunde waren ich und mein Auge fix und fertig, kein Wunder nach so einem Eingriff, aber ich durfte nach Hause. Konnte verschwommen sehen. Gut dass ich da noch nicht ahnte, was noch auf mich zukommen würde.

Am nächsten Tag morgens zum AA zur Nachkontrolle, alles im grünen Bereich. AU bis 01.02.2013. Leider hatte ich mir den schlechtesten AA in Siegen ausgesucht. Kein Wort was eine Netzhautloch- bzw. ablösung überhaupt ist, wie es weitergeht, keine Aufklärung, nichts.
Am Nachmittag des 22.01. wurde mein Blick immer trüber und gegen Abend konnte ich nichts mehr sehen. Wieder nach Lüdenscheid, gegen 20 Uhr stellte man eine Glaskörperblutung fest und gab mir den Ausdruck der Ultraschalluntersuchung für meinem AA mit. Am 25.01.,28.01. und 01.02.2013 wieder Besuch beim AA. Der meinte, wenn ich nicht aus dem Auge raussehen kann, kann er auch nicht reinschauen. Ich müsse abwarten, bis oder ob sich die Trübung wieder von alleine auflöst – tat sich aber nichts.
Am 04.02. Überweisung zum Ultraschall und AU bis 10.02.2013. Bei der Ultraschalluntersuchung bei einem anderen AA (mein AA konnte das nicht) ergab es keine neuen Erkenntnisse. Neuer Ultraschalltermin am 15.02.2013 und AU bis dahin. Da wurde die Netzhautablösung festgestellt und ich wurde am gleichen Tag als Notfall zur OP ins Krankenhaus überwiesen.
Mit dem Taxi zur Uniklinik Bonn, dort bin ich noch abends von 20 – 22 Uhr unter Vollnarkose operiert worden. Man stellte das Loch in der Netzhaut (das ja am 21.01. schon mal gelasertwurde) sowie eine schwere Netzhautablösung von 14 bis 20 Uhr bis fast in die Mitte fest. Außerdem die schon bekannte Glaskörperblutung.

Durch eine Pars Plana Vitrektomie wurde das trübe Glaskörpergel entfernt und mit Silikonöl aufgefüllt und die Netzhaut im unteren Bereich mit Kryo-Koagulation (Kälte) angelegt. Bei der OP wurde die Hornhaut „abgehobelt“ und die entstandenen Verletzungen durch die Zugänge am Auge und der Bindehaut mit selbstauflösenden Fäden genäht. Die verletzte Hornhaut wurde durch eine therapeutische Kontaktlinse geschützt. 2 x täglich Kontrolle der Netzhaut und des Augendrucks.
Entlassung am 18.02.2013 – Therapie für zuhause: 4 x täglich Augentropfen und AU bis 24.02.2013. Nachkontrolltermin in Bonn am 04.04.2013, das Öl soll 3-6 Monate im Auge bleiben.


weiter gehts im 2. Teil ;-)


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