Erfahrungsberichte von Ulisüd

ulisüd, Montag, 12. Oktober 2015, 09:33 (vor 771 Tagen) @ KAtharina

Im Dezember 2011 hatte ich eine großflächige Netzhautablösung am rechten Auge mit 47 Jahren. Klassische Risikopatientin: immer schon stark kurzsichtig (-14 Dioptrien) und im Jahr zuvor wegen grauem Star an beiden Augen operiert. Wegen den bekannten "Blitzen" bin ich zum Arzt gegangen - vier Löcher, die gelasert werden konnten. Zwei Wochen später dann ein "schwarzer Vorhang" von der Außenseite her:Nun war die Netzhaut an neun Stellen gerissen und hatte sich abgelöst. Vitrektomie, Kryo, Gastamponade.
Fantastische Ärzte in der Freiburger Augenklinik.
Danach noch einmal ein Loch.
Ich habe unheimlich Glück gehabt - ich kann gut wieder sehen, auch wenn mein Gehirn sich nicht an die "schwarzen Stellen", das Narbengewebe gewöhnen kann. Die Angst ist immer geblieben - ständiges schlechtes Gewissen, wenn ich schwer hebe (als alleinerziehende Mutter nicht vermeidbar), Sport mache und vor allem beim Lesen - nicht nur unverzichtbar für meinen Beruf, sondern auch mein Hobby.
Vor einer Woche die Hiobsbotschaft: Ein neues Gerät, das den Augenhintergrund vermisst und auf dem klar erkennbar ist, dass der Glaskörper die Netzhaut abhebt. Der AA "Da ist ganz schön Zug drauf. Aber da warten wir mal ab." Jetzt weiß ich, was Damoklesschwert bedeutet...


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