Positiver Erfahrungsbericht!

Patrick37, Samstag, 17. August 2013, 08:46 (vor 1580 Tagen) @ KAtharina

Hallo Leute,
hier wie in fast jedem Forum liest man - zumindest aus meiner Sicht - fast nur negative Erfahrungen. Woran liegt dass, wenn ├╝ber 90% aller Netzhautoperationen erfolgreich verlaufen? Es liegt daran, dass Leute wie ich, bei denen alles perfekt lief sich im Normalfall nicht die M├╝he machen in ein Forum zu schreiben. Hier meine Erfahrung mit einer Netzhautabl├Âsung am rechten Auge.
Vorweg war ich fahrl├Ąssig. Trotz ├╝ber 7 Dioptrien an beiden Augen habe ich meine Netzhaut seit ca. drei Jahren nicht untersuchen lassen.
Am 04.07.13 war ich dann in der T├╝rkei, um meine Fehlsichtigkeit lasern zu lassen. Bei der Voruntersuchung teilte mir die ├ärztin mit, dass sie mich nicht operieren kann, weil ich am rechten Auge eine Netzhautabl├Âsung habe. Ich war erstmal sehr erstaunt, weil ich keine Symptome hatte. Trotzdem war ich sehr beunruhigt und hab noch von der T├╝rkei aus einen Termin bei einem deutschen Spezialisten vereinbart. Am Sonntag aus Izmir zur├╝ck geflogen. Montag um 09:00 Uhr schon beim Augenarzt. Dann ging es los. Bis Dienstag 14:00 Uhr hatten meine Auge 8 Augen├Ąrzte angesehen. Die H├Ąlfte sagte, dass es sich um eine Schissis (Teilabl├Âsung) handelt, wobei dagegen sprach, dass es nur einseitig war. Eine Schissis tritt in der Regel beidseitig auf. Am Ende hatte ich eine Gespr├Ąch mit Professor M├╝ller vom Klinikum Augsburg. Seine Diagnose, eine alte Abl├Âsung, die jederzeit wieder aufbrechen kann. Seine Empfehlung: Keine Not-OP, aber in absehbarer Zeit operieren mit einer Plombe, damit ich f├╝r ├ťberraschungen in der Zukunft sicher bin.
Also Termin vereinbart. Am 29.07.13 (Montag) im Krankenhaus angekommen. Um 11:30 f├╝r die OP vorbereitet. Nach R├╝cksprache mit dem Professor in Vollnarkose, weil er dann besser und entspannter operieren kann. Gegen 12:15 ging es los. Ich hab nur eine Plombe bekommen, kein Gas ins Auge. Nach einer halben Stunde war er fertig. Und gegen 15:00 Uhr war ich wieder auf dem Zimmer. Schmerzmittel habe ich die ganze Zeit keine ben├Âtigt. Nach der OP war das Auge bis zum n├Ąchsten Morgen verdeckt mit einem Verband. Meine Lagerung wurde auf "sitzend - Nase nach vorne" festgelegt. Diese muss ich bis heute einhalten, dass ist ein wenig stressig, weil ich schlecht schlafen kann so. Aber wenn ich denke, was sonst alles passieren kann will ich mich auf keinen Fall beschweren. Am Dienstag in der Fr├╝h kam der Verband ab und ich war erleichtert. Ich konnte gut mit dem Auge sehen. Nat├╝rlich war das Auge ziemlich geschwollen, aber keine Schmerzen und gute Sicht und die Netzhaut lag gut an. Ich war dann noch bis Samstag im Krankenhaus. Das Auge wurde zwei Mal t├Ąglich untersucht. Die Netzhaut lag von Anfang an gut an. Die Lagerung scheint sehr wichtig zu sein. Ich wurde mehrfach t├Ąglich darauf hingewiesen und halte sie bis heute ordentlich ein. Meine Sehf├Ąhigkeit am operierten Auge liegt bei 90%, hat sich also leicht ver├Ąndert durch die OP. Das ist normal. Mit der Brille soll ich nur noch 6 Wochen warten, bis die Heilung abgeschlossen ist. Ein Problem war noch die hohe Blendempfindlichkeit in den ersten Tagen nach der OP. Diese lies sich aber mit eine Sonnenbrille (in meiner Sehst├Ąrke) einigerma├čen aushalten. Nur ein Aufenthalt im Freien war trotz Sonnenbrille nicht m├Âglich.
Meine Erfahrung nach dem ersten gro├čen Schock mit meiner Netzhautabl├Âsung war also rundum positiv und ich w├╝nsche allen, die auch so einen Eingriff vor sich haben alles Gute.
Ich denke es ist wichtig mit einer positiven Einstellung ohne Angst an solche Dinge heranzugehen. Wen jemand noch Fragen hat - ich werde versuchen alles zu beantworten.
Die Teilnehmer mit negativen Berichten will ich auf keinen Fall abwertend behandeln. Die Berichte sind sicher alle richtig und ja - es kann viel passieren bei einer Netzhaut-OP. Aber es kann auch gut gehen. Und das wollte ich mit diesem Beitrag zeigen.
Gr├╝├če


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum