Kruemel II

kruemel79 @, Neustrelitz, MV, Dienstag, 01. April 2014, 13:49 (vor 1329 Tagen) @ kruemel79

.... und weiter gehts.
1993 stellten sich dann auch die ersten Nebenwirkungen des √Ėls ein. Ein Sekund√§rglaukom am rechten auge und aus Sympathie gleich mal am linken Auge mit. Das linke Auge baute zunehmend ab. Hier kam dann die so vielen bekannte Hornhautdegeneration dazu. Ansonsten bekam ich erstmal wieder 2 Jahre Ruhe vor Kliniken. Dann 1995 mitten in den Pr√ľfungsvorbereitungen entgleiste das Glaukom am rechten Auge v√∂llig und das √Ėl mu√üte ganz dringend raus. Es wurde durch Gas ersetzt und (dreimal auf Holz geklopft) die NH ist bis heute da wo sie hingeh√∂rt. (Aber bei soviel Cerclage, Plomben und Vernarbungen, kann sie auch fast nicht mehr weg.)
Meine Pr√ľfungen durfte ich dann innerhalb von 6 Wochen alle nachschreiben.
Anfang 1996 mitten in der Berufsfindung traf es mich wieder. Nur aus einem Instinkt heraus fuhr ich zu meiner Augen√§rztin. Und siehe da, Die NH links war runter und das √Ėl nicht mehr da wo es hin sollte.
Also wieder PPV mit Gas. Am n√§chsten Tag - keine √úberraschung - nochmal PPV mit √Ėl und MembranPeeling und allem was dazu geh√∂rt. Das linke Auge machte seither immer mehr Probleme. Die Hornhaut war nur noch dauergereizt und der Druck lie√ü sich schlecht senken.
Ein Medikament namens Glycocortison konnte mir dann helfen. Ich konnte es kaum fassen, aber meine Ausbildung konnte ich ohne weitere Zwischenfälle abschließen. 2001 dann mal wieder ein entgleistes Glaukom am rechten Auge. Mit einer Kryobehandlung des Zilliarkörpers konnte dies aber recht schnell beseitigt werden. Mein Gesichtsfeld litt aber weiter. Auch bei Normaldruck. Dann 2002 eine meiner schwersten Entscheidungen. Das Medikament Glycocortison war vom Markt genommen worden und nichts konnte mehr die Schmerzen und (Ameisen) in meinem linken Auge mindern. Es war eine tägliche Tortur. Ich stand vor der Entscheidung weiter ein ohnehin blindes und mich quälendes Auge ertragen oder möglicherweise wieder mehr Lebensqualität durch eine Enucleation zu haben.
Im März 2003 wurde mir dann das linke Auge in Neubrandenburg entfernt und durch ein Implantat ersetzt. Und ich habe diese Entscheidung bisher keine Sekunde bereut. Selbst gestandene Augenärzte versuchen auch heute noch beim Glasauge den Druck zu messen. ;-)


(mehr in Kruemel III)


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