Erfahrungsbericht schneiderchs

schneiderchs, Montag, 08. Oktober 2018, 08:43 (vor 68 Tagen) @ KAtharina

Hallo,

sch√∂n dass es so ein Forum gibt f√ľr eine doch anscheindend selten auftretende Krankheit.

Ich bin 49 Jahre alt und bin seit meinem 10. Lebensjahr sehr kurzsichtig (-6 Dioptrin auf beiden Augen).
Ich wurde dann im Jahre 2001 gelasert (Lazik) auf beiden Augen. Alles verlief bis dato dann problemlos.

Am 24.08.18 bemerkte ich im Urlaub plötlich einen Schatten im rechten Auge am inneren Rand. Zuerst ignorierte ich dies, da ich an diesem Tag schon länger in der Sonne war (man sieht dann ja desöfteren Schatte, wenn man zu lange in die Sonne geschaut hat). Nur ging dieser Schatten dann im Laufe der Tage nicht weg, sondern wurde immer größer.
Am darauffolgenden Tag, nachdem schon die H√§lfte meines Auges mit dem Schatten bedeckt war, rief ich einen befreundeten Augenarzt in Deutschland an und schilderte ihm eine Symptome. Er meinte ich solle unverz√ľglich nach Hause kommen, da es sich um eine Netzhautabl√∂sung handeln k√∂nne.
Am n√§chsten Tag (Sonntag) packten wir also alles zusammen und fuhren nach Deutschland zur√ľck, nach einer Untersuchung durch meinen Augenarzt ging ich direkt am gleichen Abend noch in die Uniklinik Regensburg.
Es wurde auch hier eine Netzhautabl√∂sung, schon √ľber die Makula hinaus diagnostiziert.
Ich wurde dann am Montag, den 27.08.18 operiert(Laser und Einsatz von Gas). Am Mittwoch, den 29.08.18 wurde ich dann entlassen.
2 Tage sp√§ter entz√ľndete sich das operierte Auge (dies passiert wohl auch nur 0,5% aller Operierten) und ich musste erneut operiert werden. Diesmal wurde das Gas entfernt und es wurde Antibiotika in das Auge gespritzt. Nach 6 Tagen wurde ich dann entlassen.
Die Entz√ľndung war raus aus dem Auge und die Netzhaut liegt sehr gut an.
Zur Zeit sehe ich leider nur 15-20 % auf dem rechten Auge und es verändert sich seit 3 Wochen nichts.
Die Netzhaut des linken Auges ist genauso "löchrig wie ein Schweizer Käse" sagt der Professor.
Extrem schwer fällt mir gerade so "das normale Leben". Ich habe nun wieder angefangen zu arbeiten, jedoch fällt es mir sehr schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
Vor allem die Angst, dass es so bleibt lähmt mich gerade sehr.
Nun heisst es wohl Geduld zu haben, obwohl mein Professor gesagt hat, dass bei mir wohl Sch√§den am Auge zur√ľckbleiben.


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